Newsletter 3 / 2018, Herbst

„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute,
welche die Welt nicht angeschaut haben.“
Alexander von Humboldt (1769 – 1859)

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Inhalt

Schnell entscheiden: Kamerun/RCA/Kamerun ab 23.12./4.1., ein Weg im Charterflieger
 
Sensationell: Friedensvertrag zwischen Eritrea und Äthiopien
 
NEU: Kombireisen Eritrea – im Dez./Jan. mit dem äthiopischen Weihnachtsfest in Lalibela!
 
NEU: Nordsudan (Nubien) – individuell und preiswert
 
Mali: Auf dem Niger-Fluss, Djenné, Wandern im Dogonland, 7. – 19.11.
 
Algerien: drei faszinierende Touren, auch zum Kombinieren oder Erweitern
 
Tschad: Nationalpark Zakouma – Top in Afrika, Kombi mit Kamerun
 
Nord-Kamerun: Afrika wie aus dem Bilderbuch – Traditionen, Nationalpark
 
São Tomé auch zu zweit, Tagesausflüge, Kombination mit Ghana
 
Flüchtlingspolitik: Wüste von Niger – „größter Friedhof der Welt“
 


Schnell entscheiden: Kamerun/RCA/Kamerun ab 23.12./4.1., ein Weg im Charterflieger
Im Juli waren wir (8 Kunden und Werner Gartung) auf der Tour 330: ab Kongo-Brazzaville, hoch nach Ouesso, von dort auf dem Fluss nach Dzanga Sangha/RCA, durch Kamerun zurück. Diese Reise habe ich aus dem Programm genommen – (zu) viel Fahrerei, der Kongo nicht so interessant, die Flussfahrt 12 Stunden… sie wurde ersetzt durch diese „Special Tour Regenwald“ mit 6 Übernachtungen in der frisch renovierten Doli Lodge. Vielen waren 3 Übernachtungen dort einfach zu wenig. Mit Recht, denn man kann viel unternehmen.

Sie fliegen direkt von der Doli Lodge (Nat.park Dzanga Sangha) in einer 9sitzigen Beechcraft nach Bangui und von dort zurück bzw. (jeweils 2. Termin) von Bangui dorthin. Der erste Termin (hier ab 23.12. – ein Tag länger als der ab 4.1.) beginnt in Yaoundé/Kamerun, der zweite in Bangui/RCA. TeilnehmerInnen des zweiten Termins fliegen gleich nach Ankunft morgens von Bangui per Charter 50 Minuten direkt nach Bayanga/Dzanga Sangha-Nationalpark und die TN des ersten Termins damit zurück.
Aktuell (4.9.) gibt es 2 TN (ein Paar aus Berlin) für die Tour ab dem 23.12., für den Termin ab dem 4.1. derzeit 4 TN. Deshalb wäre es schön, wenn vor allem ab dem 23.12. noch mindestens zwei TN „zusteigen“ können. Als Zugabe wird der Zusatztag in Kamerun (im Lobeke-Park) nicht berechnet.
Preis jeweils 3.690 €, ab je 5 TN 3.390 € - inkl. Gorilla-Trekking, Tour mit den Ba´Aka-Pygmäen… Die Flüge kosten beim ersten Termin (Turkish, sonst ist nichts mehr verfügbar) rund 1.250 €, weshalb wir schon bei nur + 2 TN für den Termin die Visakosten für Kamerun und RCA von 200 € übernehmen werden. Flüge des Termins ab 4.1. mit Royal Air Maroc ab/an Frankfurt: NOCH ca. 840 €.

 

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Sensationell: Friedensvertrag zwischen Eritrea und Äthiopien
Es gibt auch noch gute Nachrichten, oft kommen sie unerwartet. Gern wird Eritrea als „Nordkorea Afrikas“ bezeichnet, aber der Vergleich stimmt nur in einer Hinsicht: durch die hausgemachte, ideologisch verbrämte Isolation steht beiden Ländern finanziell das Wasser buchstäblich bis zum Hals; deshalb begann auch Nordkorea mit der Öffnung.
Zwischen Äthiopien und Eritrea waren Krieg und 20 Jahre Konflikt besonders sinnlos, vor allem der zweijährige Krieg ab 1998: es ging um ein Grenzdorf und wenige Kilometer Steinwüste, rund 130.000 Menschen starben. Äthiopiens neuer Ministerpräsident Abiy Achmed machte den Anfang und konnte den autoritären Kollegen aus Asmara, Essayas Afewerki, für den Frieden gewinnen.
Flug- und Telefonverbindungen stehen schon, die lange verminte Grenze wird bald geöffnet, der eritreeische Hafen von Assab ganz im Süden soll genutzt werden – auch eine „win-win-Situation“ für beide Länder: er ist für Äthiopien näher und günstiger als Djibouti, Eritrea beschert er dringend benötigte Devisen.
Durch den Frieden kann sich Eritrea auch nicht mehr auf den latenten Kriegszustand berufen, mit dem Afeworki den berüchtigten „National Service“ begründete: Jugendliche konnten jederzeit für unbefristete Fron- und Arbeitsdienste eingezogen werden.
Dadurch, und durch den wirtschaftlichen Aufschwung, wird es auch keinen Grund mehr geben zur Flucht aus Eritrea – gehen Sie unbedingt auf diesen Link!

Artikel zum Friedensschluss (Süddeutsche Online)
Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea (WIKIPEDIA)
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NEU: Kombireisen Eritrea – im Dez./Jan. mit dem äthiopischen Weihnachtsfest in Lalibela!
Am 5. Tag der hoch interessanten Reise durch Eritrea fahren wir von Asmara nach Süden zu einem Canyon, bis zum Ort Senafe und der nur zum geringen Teil ausgegrabenen Anlage von Metera - gegründet im 5 Jh., war es die größte axumitische Stadtanlage nach Axum (in Nord-Äthiopien).
Weniger als 20 km sind es von hier zur äthiopischen Grenze. So gern wollten wir die Reise nach dort verlängern, durch eine wilde Berglandschaft – Axum liegt nur gut 100 km weiter westlich. Aber das südliche Nachbarland war bis zum 6. Juli unerreichbar, die Grenze vermint, beide Länder verfeindet. Nun wird die Grenze bald geöffnet.

  Die Georgskirche in Lalibela
 
 

Aktuell gibt es zwei Äthiopienreisen, s.u., die sich gut für eine Kombination eignen. Nach Öffnung der Grenze stellen wir beide Reisen um: Süd-Eritrea kommt dann an den Schluss der Reise und wird zum 8. Tag – dann fahren wir weiter und übernachten in Axum, wo dann die Äthiopienreisen beginnen (also nicht mehr in Addis Abeba). Die Inlandsflüge sind zuverlässig. Individuell können wir natürlich auch noch andere Routen realisieren. Sehr interessant ist die Kombination im Dezember/Januar: am 7. Januar erleben Sie dann in Lalibela den Höhepunkt des koptisch-äthiopischen Weihnachtsfestes – unvergesslich.
Bei Flügen mit Egypt Air (empfohlen bei Reisen „nur“ nach Eritrea) lockt ab Januar ein Halt in Kairo – bis dahin soll Grand Egyptian Museum (GEM, geplant seit 2002) in Teilen eröffnet sein – bei den Cheops-Pyramiden in Gizeh. Die 82 Tonnen schwere Statue von Ramses II steht schon: auf einer Ausstellungsfläche der Größe von über 7 Fußballfeldern.
NEU ist auch eine einwöchige Verlängerung (oder Vorprogramm) der Eritreareise durch Ägypten mit einer
dreitätigen Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan ODER einer viertägigen Cruise von Assuan nach Abu Simbel auf dem Sai Boat mit nur 5 Kabinen, einer schwimmenden Hotel-Boutique, dann noch in der Eskaleh Ecologe in Abu Simbel – traumhaft! Wir arbeiten noch dran – mehr gern als Mailanfrage an service@oasereisen.de

Zum Reiseverlauf Eritrea, Tour 400
Verlängerung Äthiopien, Tour 410 ( 7 Tage)
Verlängerung Äthiopien, Tour 411 (10 Tage)
Infos, Bilder Weihnachten in Lalibela (PDF)

Grand Egyptian Museum (Die Welt Online, 8.7.18)
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NEU: Nordsudan (Nubien) – individuell und preiswert
Nubien heute – das ist wie Ägypten vor 100 oder mehr Jahren: ohne Touristenbusse, Nepp und aufdringliche Händler. Schon vor den klassischen pharaonischen Dynastien wurden hier Tempel von schwarzen Pharaonen gebaut. Bereits der griechische Historiker Herodot wußte, dass in Meroë die Hauptstadt des Reiches Kusch lag, das sich ab etwa 1.000 v.Chr. entwickelte. Die drei Bezirke der Nekropolen mit ihren 40 Bauwerken bilden die größte Konzentration von Pyramiden am Nil.

Diese Reise verläuft über Kerma nördlich nach Dongola und weiter nördlich bis Soleb, vorbei an kleinen Dörfern mit oft farbenprächtigen Häusern. Immer wieder kommt es zu Begegnungen mit den freundlichen Menschen. Die nubische Gastfreundschaft erfahren wir hautnah an 7 Tagen und Nächten bei Übernachtung in nubischen Häusern, die für Gäste hergerichtet wurden (s.u.) - das ist bequemer als im Zelt und preiswerter als durchgestylte Lodges und Camps wie bei der Tour 160: selbst wenn Sie diese Reise zu zweit zu Ihrem Wunschtermin unternehmen, ist sie kaum teurer als die Tour 160 – und noch zwei Tage länger. Die Tour wird von unserem zuverlässigen, langjährigen Partner in Kairo organisiert, einem (selten!) ägyptischen Ägyptologen. Deutschsprachige Reiseleitung, Preis inkl. aller archäologischen Gebühren.

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Mali: Auf dem Niger-Fluss, Djenné, Wandern im Dogonland, 7. – 19.11.
Diese Reise wurde schon im letzten Sommer-Newsletter vor einem Vierteljahr angepriesen – leider und erstaunlicherweise ohne Resonanz. Weil es schlichtweg eine sehr schöne, auch sichere Reise ist, soll ihr hier nochmals Platz eingeräumt werden.
Im letzten Februar wurde diese phantastische Reise zum ersten Mal (wieder) durchgeführt, mit vier Männern. Da war es schon sehr heiß, im November ist es besser. Sicherheit? Auf der Route kein Problem, sonst würde das nicht im Programm sein (und unsere holländische Partnerin nicht seit 7 Jahren in Ségou wohnen).
Von der Hauptstadt Bamako geht es nach Koulikoro (60 km) und von dort aus mit dem langen Hausboot unserer Partnerin zwei Tage lang auf dem Niger-Fluss nach Ségou. Dort erleben wir den farbenprächtigen Montagsmarkt – interessanter und größer als der von Djenné mit dem weltgrößten Lehmbauwerk, der Großen Moschee.
Über den Binnenhafen Mopti kommen wir ins nahe Land der Dogon. Hier werden wir drei Tage zu Fuß unterwegs sein.
Aktuell WEITERHIN nur 2 Teiln. (Männer), also noch etwas wenig... Englischsprachige Reiseleitung durch Ibrahim, Partner der Holländerin; er ist Dogon.

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Algerien: drei faszinierende Touren, auch zum Kombinieren oder Erweitern
1990 wurde OASE REISEN gegründet, zunächst nur mit Reisen nach Algerien. Es ist ein herrliches Land mit römischen Ruinen am Mittelmeer und der weißen Stadt Algier, bis in die tiefen Weiten der Sahara. In großen Teilen ist es endlich wieder sicher zu bereisen, dafür sorgen schon die Behörden.
Am 2. November starten wir – 9 Kunden und Werner Gartung – zur Tour 122: Oasenstädte und Oasen rund um das riesige Sanddünengebiet des Westlichen Erg, bis zur einzigartigen Pentapolis Ghardaia mit ihren pastellfarbenen 5 Oasen. Dann fahren wir 1.500 km von dort in drei Tagesetappen nach Tamanrasset und ins vulkanische Hoggar-Bergland, das auch wieder geöffnet ist.
Im kommenden Winter-Newsletter folgen weitere Infos (dann ist das auch „offiziell“ als Verlängerung zu buchen) und aktuelle Bilder. Hier schon ein Bild von der Oase Kerzaz (Tour 122).
Die drei Algerienreisen sind auch individuell, etwa im Freundeskreis, durchführbar, dann mit eigenem Termin und auch Erweiterungen/Änderungen (das Tassili-Plateau mit den Felsbildern ist allerdings noch immer Tabu)…

  Oase Kerzaz, Tour 122
Frans Lemmens  

Tour 120: Von Algier nach Djanet im Südosten des Riesenlandes und in das Tadrart, nahe von Libyen und Niger: Die Landschaften sind grandios:  mit einem riesigen, natürlichem Felsbogen, Sandsteinfelsen und hohen Dünen in den Farben von Cremegelb bis Orange oder Kaffeebraun. Geländewagen mit Wanderungen.
Erweiterung durch die Tour 121 mit Kamelen ODER Tour 122/Oasen, dann Minus 400 €.

Tour 121: Wir verbringen 6 traumhafte Tage ganz ohne Motorgeräusch mit Kamelen – wahlweise kann geritten oder gegangen werden. Dieser Reiseteil führt bis zum Canyon von Essendilène, an der Grenze zwischen Sandwüste und dem Tassili-Plateau.

Tour 122: Sahara mit Komfort – meist gute bis sehr gute und geschmackvolle Unterkünfte. Algier – Flug in den Westen zur Stadtoase Béchar, dann entlang des riesigen Erg (Dünenmeer) östlich zu traumhaften Oasen, wie der „roten Oase“ Timimoun. Diese Wüstenreise endet in Ghardaia, der Wüsten-Pentapolis: fünf Oasen in der Steinwüste und umgeben von fruchtbaren Palmengärten, gut 600 km südlich von Algier.

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Tschad: Nationalpark Zakouma – Top in Afrika, Kombi mit Kamerun
Der 3000 km² große Zakouma-Nationalpark präsentiert sich nicht als gut erreichbare, „reife Frucht“ wie Parks etwa in Namibia oder Ostafrika: hier ist der Weg schon das Ziel. Im Gegensatz zu den (wenigen) Programmen anderer Veranstalter ist diese Reise nicht nur viel günstiger im Preis, sondern beinhaltet auf dem Rückweg auch den Fitri-See mit einer Bootstour.
Diese faszinierende Tour kann überdies in Kamerun verlängert werden, auch mit der Tour 300, s.u. Der Rückflug (Gabelflug) ist dann von Douala.
Aber was ist in Zakouma zu sehen, warum der weite Weg? Viel: rund 550 Elefanten leben im Park, Tendenz steigend, s.u. (davon die meisten in großen Herden, wie man sie sonst kaum noch sieht), Löwen, mehr als 10.000 Büffel, Geparden, diverse Antilopenarten (u.a. die seltenen Pferdeantilopen), die Hälfte der Gesamtpopulation der Kordofan-Giraffe. 388 Vogelarten sind aktuell nachgewiesen.
Bis 2010 allerdings war der Park ein Paradies für Elefanten-Wilderer, der Bestand sank in 10 Jahren von 4000 auf 400. Dann übernahm die südafrikanische ONG African Parks Zakouma, mit Ausbildung und Ausrüstung der Ranger, für Anti-Wilderer-Programme. Elefanten jeder Herde bekamen Halsbänder mit Satelliten-Empfängern. Es gibt keine Wilderei mehr und jedes Jahr im Schnitt 25 neu geborene Kälber. Das ist viel bei der geringen Zahl, der Tragzeit von 22 Monaten und der Traumatisierung vieler Elefanten. Und es ist eine der wenigen, ganz großen Erfolgs-Stories eines Nationalparks in Afrika.

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Nord-Kamerun: Afrika wie aus dem Bilderbuch – Traditionen, Nationalpark
Es gibt kaum andere Länder in Afrika mit einer so guten touristischen Infrastruktur, vielen unterschiedlichen Kulturen und Landschaften wie Kamerun. Durch die Terrorsekte Boko Haram waren einige Attraktionen entlang der Grenze zu Nigeria seit Jahren nicht mehr zu bereisen – 2017 aber wurden der einzigartige Markt von Tourou und die
spektakuläre Vulkanlandschaft bei Rhumsiki (Bild) wieder für den Tourismus geöffnet und sind Teil dieser Reise. Es gibt keine Sicherheitsrisiken mehr, die kamerunischen Behörden sind dennoch sehr vorsichtig.
Einer der Höhepunkte dieser Reise ist die zweitägige Trekkingtour in die abgeschiedenen Alantika-Berge, Heimat des kleinen Volkes der Koma. Sie haben es geschafft, wie in einer Zeitkapsel weiterhin so zu leben wie seit Jahrhunderten und sind glückliche Menschen. Auch die Frauen, meist nur mit einem Blätterrock bekleidet, sind begeisterte Pfeifenraucher.
Sie fliegen mit einer gut gewarteten Boeing 737 der Camair-Co nach Garoua, und von NGaoundére auf Wunsch zurück nach Douala. Hier an der Küste lässt sich diese Reise noch entspannt am Meer verlängern – oder auch mit dem Mount Cameroon.

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São Tomé und Principe auch zu zweit, Tagesausflüge, Kombination mit Ghana
Die Inselrepublik São Tomé & Principe ca. 300 km Luftlinie südwestlich von Douala, Kamerun (leider ab dort nicht mehr zu erreichen), etwa 250 km westlich von Libreville/Gabun, ist viel näher als z.B. Mauritius - und viel urwüchsiger. Weniger als 170.000 Menschen leben auf der Hauptinsel und der kleineren Insel Principe.

Hier lockt tropisch-pralle Natur: der erloschene Vulkan Pico São Tomé erhebt sich auf 2.024 Metern aus dem Berg-Regenwald. Die 48 km lange und 32 km breite Insel bietet herrliche Sandstrände mit Kokospalmen. Die Inseln sind umspült von kristallklarem Wasser, ein Eldorado auch für Schnorchler und Taucher.  
Die beschauliche Hauptstadt ist ein fast vollständig erhaltenes Ensemble aus portugiesischen Kolonialbauten mit leicht morbidem Charme. Principe: zwischen Dezember und März schlüpfen Abertausende von Lederschildkröten.  
Diese Reise ist individuell ganz nach Ihren Wünschen abzuwandeln und nur ein Vorschlag. Sie basiert auf drei hervorragenden Lodges/Hotels, von Portugiesen gemanagt. Flüge mit der portugiesischen TAP via Lissabon und Accra/Ghana – dort können wir ein Vorprogramm organisieren, z.B. Tour 235.

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Flüchtlingspolitik: Wüste von Niger – „größter Friedhof der Welt“
Allein in diesem Jahr bis Anfang August sind im Mittelmeer über 1.500 Menschen ertrunken. Italiens faschistischer Innenminister Salvini verbot Rettungsschiffen auszulaufen. Gab es bei uns Proteste, Mahnwachen für die Toten, Empörung über das moralische Versagen der europäischen Politik?
In Niger aber sterben etwa dreimal so viel Menschen wie im Mittelmeer ertrinken, vor allem seit diesem Jahr. Fluchtursachenbekämpfung bedeutet EU-Politikern: die Wege nach Europa abschneiden, alle Posten und Brunnen kontrollieren. Dadurch weichen Schlepper auf noch gefährlichere Nebenrouten aus. Rhissa Feltou, Tuareg und Bürgermeister von Agadez, bezeichnet die riesigen Weiten der nigrischen Wüste zwischen Agadez und Libyen als „größten Friedhof der Welt.“
Tausende verdursten, damit diverse Politiker weiter im Amt bleiben können, denn die „Willkommenskultur“ stieß auch bei uns rasch an ihre Grenzen und wurde durch Abschottung ersetzt. Die Floskel „Fluchtursachen bekämpfen“ ist zum Leitspruch der Politiker geworden, obwohl das kaum zu realisieren ist. Hinzu kommen Korruption und die Verdoppelung der Bevölkerung seit 1990 – jährlich sind es 30 Millionen Menschen mehr in Afrika.

Allein Niger wurde zwischen 2017 und bis 2020 eine Milliarde Euro zugesagt, das meiste wird von der Regierung für Waffen oder Villen ausgegeben. Aber es geht ja um die Eindämmung der Flüchtlingsströme, nicht um Entwicklung. Deshalb kooperiert die EU auch mit „Schurkenstaaten“ wie Libyen.
Politiker wissen – natürlich auch Frau Merkel – dass sie ein Land wie Niger auf diese Art nicht „entwickeln“ und auch nicht die Fluchtursachen (bittere Armut) stoppen können. Aber es wird uns vorgegaukelt – die meisten glauben es oder es interessiert sie nicht: Hauptsache, die Flüchtlinge bleiben draußen. Es wird auch in Niger nicht in Infrastruktur, Bildung, Jobs von uns investiert. Fairer Handel könnte rasch und einfach helfen – etwa den Erdnussbauern in Niger ihre Ernte zu guten Preisen abzukaufen. Stattdessen zementiert Nahrungsmittelhilfe weiter die Abhängigkeit.
Rechtspopulisten freuen sich über die Entwicklung, haben Hochkonjunktur. Die meisten vergessen: wenn Integration gelingt, „wird unser Land reicher, bunter, produktiver“ so Wolfgang Thierse, einem der letzten Humanisten in der Politik.
Natürlich können nicht „alle“ nach Europa kommen. Aber bis jetzt war die europäische Flüchtlingspolitik ohne Plan und Verstand – und sie ist zynisch. Wie kann eine humane Lösung aussehen, die dennoch von den meisten Bürgern akzeptiert wird? „Die Jahrhundertfrage“, titelt DER SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 25.8.

Niger – die dritte Abwehrzone (ZEIT Online, 2017)

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