Newsletter 4/18, 1/2019 Winter

„Reisen macht einen bescheiden.
Man erkennt, welch kleinen Platz man in der Welt besetzt.“
Gustave Flaubert (1821 – 1880)

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Inhalt

NEU: Danakilwüste in Äthiopien in zwei Varianten, Verlängerungen
 
Endlich wieder möglich: Kombi Eritrea und Äthiopien
 
Tschad: Nationalpark Zakouma – Top in Afrika, im März!
 
Mali – noch ein Termin vor dem kommenden Winter, im März
 
Algerische Wüste: faszinierend, nur mit Hotels oder „Outdoor“
 
Sommer in der Algerischen Sahara, bis auf 3.000 m: Hoggar, Tuareg-Fest
 
Neuer Anlauf: Flussreise auf dem Kongo im Sommer
 
Reiseaufruf: Somaliland, Djibouti im November 2019
 
30 Jahre OASE REISEN 2019 – Vorschau auf Special Tours
 
Guter Vorsatz für 2019: weniger Angst, mehr Differenzieren!
 


NEU: Danakilwüste in Äthiopien in zwei Varianten, Verlängerungen
Bekanntlich sind die Chinesen vor allem in Ostafrika aktiv. In Äthiopien bauen sie im Süden einen Staudamm, der Naturvölker vertreibt und ihre Lebensweise vernichtet. Von Mekelle aus im Norden haben sie vor 3 Jahren eine neue Straße fertig gestellt: hinunter in vielen Serpentinen in die Danakilwüste, bis zu den Salzseen von Afdera.
Das hat die vormals zweitägige Reise von 2.200 m hinunter auf unter Null in das „Höllenloch der Schöpfung“ auf einige Stunden reduziert – und damit auch viel mehr Touristen angelockt als vorher. Deshalb habe ich dieses Ziel für einige Jahre stillgelegt. Mittlerweile hat der „Boom“ nachgelassen, und es sind neue Camps entstanden. Hinauf gehen auf den Schildvulkan des Erta Ale mit seinem ständig kochenden Lavasee muss man noch immer selbst – aufgrund der Hitze ab dem späten Nachmittag, mindestens drei Stunden.
Es gibt zwei neue Kurzreisen, die man auch gut kombinieren oder verlängern kann: eine von Mekelle aus und wieder dorthin zurück mit 5 Tagen (plus Flugtage), die andere vom Vulkan aus weiter zum Afdera-Salzsee und dem Awash-Nationalpark nach Addis. Sie können diese Touren auch gut mit Eritrea kombinieren. Auf jeden Fall sollten Sie noch 2-4 Tage vorher beginnen oder (bei der Kurzreise) das dranhängen: zu kaum bekannten Felskirchen in Tigray, weniger als 100 km nördlich von Mekelle – wie zur Guh-Kirche, deren reich bemalte Kammer in 200 m Höhe in einen Berg geschlagen wurde, der wie eine Stele 600 m aufragt – nur für Schwindelfreie. Aber es gibt viele Alternativen… mit oder ohne die Stadt Axum mit ihren Stelen.

Reiseverlauf Kurzreise 7 Tage
Verlängerung Felskirchen in Tigray
Reiseverlauf Danakil 9 Tage

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Endlich wieder möglich: Kombi Eritrea und Äthiopien
Nach dem Friedensschluss mit Äthiopien vom 6.7.18 können endlich Reisen in beide Länder kombiniert werden. Das ist dem neuen äthiopischen Premier Abiy Ahmed zu verdanken, der auch positiv im eigenen Land Veränderungen anpackt – weg von einer „Entwicklungsdiktatur“ mit BSP-Steigerung ohne Entwicklung, endlich Frieden mit den Oromo aus dem Osten; er ist selbst Oromo.
Eritrea besticht mit großer landschaftlicher und kultureller Vielfalt – das wild zerklüftete Hochland mit dem Kamelmarkt von Keren, axumitischen Ruinen, das Rote Meer mit der alten, arabisch geprägten Hafenstadt Massawa. Seit dem unseligen Grenzkrieg gegen Äthiopien 1998 - 2000 gab es keine Verbindungen mehr zwischen den beiden Ländern. Historische Orte im Süden (Grenznähe) wie Metera und das Kloster Debre Libanos sind noch gesperrt, es gibt keine Pressefreiheit.
Es besteht aber keinerlei Risiko während der Reise; die seltenen BesucherInnen werden geradezu begeistert begrüßt. Asmara ist eine der sichersten Städte weltweit. Durch den Friedensschluss mit Äthiopien von Juli 2018 kann sich Eritrea auch nicht mehr auf den latenten Kriegszustand berufen, mit dem Afeworki den berüchtigten „National Service“ begründete: Jugendliche konnten jederzeit für unbefristete Fron- und Arbeitsdienste eingezogen werden. Dadurch, und durch den wirtschaftlichen Aufschwung, wird es auch keinen Grund mehr geben zur Flucht aus Eritrea.
Sie können Eritrea wunderbar mit der Kurzreise 411 nach Äthiopien kombinieren, aber auch mit einer der beiden Reisen in die Danakil-Wüste (s.o.), mit Somaliland oder Ägypten – zum Beispiel ab dem 8. Februar.

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Tschad: Nationalpark Zakouma – Top in Afrika, Kombi mit Kamerun
Der 3000 km² große Zakouma-Nationalpark präsentiert sich nicht als gut erreichbare, „reife Frucht“ wie Parks etwa in Namibia oder Ostafrika: hier ist der Weg schon das Ziel. Im Gegensatz zu den (wenigen) Programmen anderer Veranstalter ist diese Reise nicht nur viel günstiger im Preis, sondern beinhaltet auf dem Rückweg auch den Fitri-See mit einer Bootstour. Diese faszinierende Tour kann überdies in Kamerun verlängert werden, auch mit der Tour 300, s.u. Der Rückflug (Gabelflug) ist dann von Douala.
Aber was ist in Zakouma zu sehen, warum der weite Weg? Viel: rund 550 Elefanten leben im Park, Tendenz steigend, s.u. (davon die meisten in großen Herden, wie man sie sonst kaum noch sieht), Löwen, mehr als 10.000 Büffel, Geparden, diverse Antilopenarten (u.a. die seltenen Pferdeantilopen), die Hälfte der Gesamtpopulation der Kordofan-Giraffe. 388 Vogelarten sind aktuell nachgewiesen.
Am besten ist es am Ende der Trockenzeit – deshalb beginnt diese Reise am 19. März. Es ist dann heiß, aber Sie wohnen in einer wunderbaren, klimatisierten Lodge.
Bis 2010 allerdings war der Park ein Paradies für Elefanten-Wilderer, der Bestand sank in 10 Jahren von 4000 auf 400. Dann übernahm die südafrikanische ONG African Parks Zakouma, mit Ausbildung und Ausrüstung der Ranger, für Anti-Wilderer-Programme. Elefanten jeder Herde bekamen Halsbänder mit Satelliten-Empfängern. Es gibt keine Wilderei mehr und jedes Jahr im Schnitt 25 neu geborene Kälber. Das ist viel bei der geringen Zahl, der Tragzeit von 22 Monaten und der Traumatisierung vieler Elefanten. Und es ist eine der wenigen, ganz großen Erfolgs-Stories eines Nationalparks in Afrika.

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Mali – noch ein Termin vor dem kommenden Winter, im März
Diese Reise wurde schon zweimal hier angepriesen – leider und erstaunlicherweise ohne Resonanz. Weil es schlichtweg eine sehr schöne, auch sichere Reise ist, soll ihr hier wieder Platz eingeräumt werden. Aktuell – ab dem 26.12. – ist ein Paar nach Mali geflogen.
Im letzten Februar wurde diese phantastische Reise zum ersten Mal (wieder) durchgeführt, mit vier Männern. Sicherheit? Auf der Route kein Problem, sonst würde das nicht im Programm sein (und unsere hoch professionelle holländische Partnerin nicht seit 7 Jahren in Ségou wohnen). Bitte beachten Sie zu diesem Thema auch den letzten Beitrag in diesem Newsletter – „weniger Angst, mehr differenzieren“…
Es gibt in Westafrika kein vergleichbares Land, das kulturhistorisch so interessant, landschaftlich einzigartig und gastfreundlich ist wie Mali.
Mali ist die Wiege afrikanischer Reiche und eines der wenigen afrikanischen Ländern mit einer demokratisch gewählten Regierung. Es ist ein Land von Bauern, Fischern, Nomaden, Heimat der legendären Dogon: ihre kunstvollen Dörfer kleben wie Adlernester an gelben Sandsteinfelsen.
Von der Hauptstadt Bamako geht es nach Koulikoro (60 km) mit einem tollen Hotel von Schweizern (auch die anderen Hotels sind sehr schön)und von dort aus mit dem Hausboot unserer Partnerin zwei Tage lang auf dem Niger-Fluss nach Ségou. Dort erleben wir den farbenprächtigen Montagsmarkt. In Djenné am Niger steht das größte Lehmbauwerk der Welt, die Große Moschee. Über den Binnenhafen Mopti kommen wir ins nahe Land der Dogon. Hier werden wir drei Tage zu Fuß unterwegs sein.
Englischsprachige, professionelle Reiseleitung durch Ibrahim, Partner der Holländerin; er ist Dogon. Es gibt noch einen Termin vor Ende 2019: vom 13. – 25. Februar. Dann ist es bereits sehr warm – um die 40 Grad, im März, vor allem April, wird es noch heißer. Wer im Dogonland nicht wandern will, kann auch fahren. Erkunden Sie Mali auf dieser SICHEREN Route, es lohnt sich!

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Algerische Wüste: faszinierend, nur mit Hotels oder „Outdoor“

 

Grund für seine ständigen Reisen und die Reportagen – noch mit 94 in Syrien – waren für den Journalisten Peter Scholl-Latour (er starb 2014) die émotions fortes , die starken Emotionen. Die hatten wir zu fünft, Mitte November auch, auf dem „Dach der Sahara“, dem Assekrem in der zentralen Sahara, Algerien: die Sonne versank direkt zwischen den fast 3.000 m hohen Basaltschloten lange erloschener Vulkane. Am nächsten Morgen nochmals hoch zum Sonnenaufgang in eisiger Kälte. Bruder Ventura aus Barcelona brachte uns Tee, er lebt seit 2000 dort zusammen mit zwei anderen Mönchen.
Algerien ist ein faszinierendes Reiseland - allein Algier, die weiße Stadt am Mittelmeer, ist eine Reise wert. Hier nerven keine aufdringlichen Händler, aber es locken hervorragende Hotels, Dünenmeere, alte Oasen, Gebirge. Das Land ist wieder sicher, dennoch kommen noch immer freundliche Gendarmen mit auf die Reise. Sie können bei einigen Terminen zwei der 10 Tages-Reisen kombinieren: etwa Tour 120 / Oasen mit dem Tadrart bei Djanet, Tour 121 oder diese mit 122 (Karawane ). Schon ab dem 16.02., auch zu zweit kaum teurer.

 

•  Algier, Oasen am Sandmeer bis Ghardaia Tour 120
•  Djanet und Wüsten-Zauberland Tadrart Tour 121
•  Djanet und Karawane in Dünen und Canyons Tour 122

Verlängerungen mit dem Hoggar-Gebirge oder an der Küste bei allen drei Reisen, hier mit dem Link als Beispiel der Oasen-Rundfahrt 120.

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Sommer in der Algerischen Sahara, bis auf 3.000 m: Hoggar, Tuareg-Fest
Die Sahara im Sommer – eine Reise in den Backofen? Nicht im Hoggar-Bergland in Süd-Algerien. Wir reisen in einer Höhe zwischen 1.400 und 2.700 Metern; nach kurzen Sommerregen ist Ende Juli der Hitze-Zenith ohnehin längst überschritten. Es herrschen hier in dieser Zeit Temperaturen von 35 - 40 Grad. Die Nächte sind lau, aber nicht heiß, die Tage lang und prall gefüllt mit neuen Eindrücken.
Höhepunkt ist das Fest zu Ehren des Heiligen Moulay Abdallah: mit Silber-Amuletten reich geschmückte und geschminkte Frauen, Männer in glänzendem Indigo mit Schwertern und Lanzen, ein Kamelfest mit herausgeputzten Dromedaren. Hier wird die Welt der Tuareg-Ritter wieder lebendig.
Höhepunkt auch an Höhenmetern (über 2.700 m) ist der Bergsattel des Assekrem mit einem grandiosen Rundblick auf die erodierten Basaltschlote urzeitlicher Vulkane. Zurück in „Tam“, genießen wir wieder den Aufenthalt im neuen, kleinen und feinen Hotels unseres Partners mit blühenden Bougainvilleas im Innenhof.
Diese Reise beginnt mit einem Besuch von Algier, der schönsten Stadt am Mittelmeer. Sie können hinterher noch die Oasenstadt Ghardaia anhängen oder in einem schönen, neuen Hotel am Mittelmeer verlängern, 20 km westlich von Algier.

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Neuer Anlauf: Flussreise auf dem Kongo im Sommer
Diese Reise mit Nostalgie- und Kultcharakter wird seit 2014 mit einem neuen, 34 m langen Boot durchgeführt. Der Rückweg (flussabwärts) ist für eine komplette Gruppe aus England reserviert. Die erste Tour ab dem 12. Juli führt von Mbandaka nach Lisala, die zweite mit Beginn auf dem Kongo weiter nach Kisangani. In Wagenia bei Kisangani leben die berühmten Fischer; seit Jahrhunderten fischen sie unverändert artistisch von Holzgestellen aus und mit Reusen an den Stromschnellen (s. Bild). Zudem lassen sich beide Etappen auch als eine Reise gestalten.
Dies ist keine Luxusreise - der recht hohe Preis ist bedingt durch die Infrastruktur. Das Essen an Bord ist eher einfach, man sitzt auf Plastikstühlen und wäscht sich mit dem (sauberen) Kongo-Wasser. Am Nachmittag wird in der Nähe eines Dorfes festgemacht und abseits gezeltet. Viele Kontakte sind allein dadurch schon vorprogrammiert. Als Kapitän Marlow 1881 in Joseph Conrads Erzählung „Herz der Finsternis“ den Kongo hinunterfuhr, gab es noch Elfenbein- und Menschenhandel.
Sie sind hier vollkommen sicher, die Menschen am Fluss sind sehr freundlich. Sie reisen fast wie im 19. Jahrhundert - wo man ankommt, wird übernachtet, wunderbare Begegnungen und Naturerlebnisse sind vorprogrammiert.
Fälle von Ebola in der Kivu-Region ganz im Osten des Riesenlandes sind keine Bedrohung für diesen Teil des Landes. Es ist auch dort unter Kontrolle und Ebola kann sich nur in direktem Kontakte mit Infizierten verbreiten.
Ende 2018 soll nun endlich gewählt werden - Kabila Jr. darf nicht mehr antreten. Immerhin hat er mehr für das Riesenland getan als seine zwei Vorgänger in 25 Jahren (sein Vater und Mobuto) - viele Straßen sind entstanden, das Telefonnetz funktioniert, viele Spitäler und Schulen wurden gebaut.
Ich komme auch mit und freue mich!

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Reiseaufruf: Somaliland, Djibouti im November 2019
Somalia? Na klar: am Horn von Afrika, ein zerrüttetes Land. Warlords und Piraten haben das Sagen. In der einstigen Hauptstadt Mogadischu kann man nur im Panzerwagen unterwegs sein. Aber Somaliland im Norden rief einseitig 1991seine Unabhängigkeit aus, um nicht in den Wirren des Bürgerkriegs zusammen mit dem ganzen Staat unterzugehen. Das war eine weise Entscheidung, die da Clan-Älteste in der Stadt Burao trafen.
Es ist eines der unbekanntesten Länder auf dem Planeten - mit einer unglaublich freundlichen, herzlichen, schönen Bevölkerung. Die Felsmalereien von Las Geel nahe der Hauptstadt Hargeisa sind 5.000 Jahre alt und zählen zu den Meisterwerken überhaupt - noch immer farbenfroh, wie frühe Picassos an den Felswänden. Die Route hinunter zum Roten Meer nach Berbera und der Hafenort selbst sind interessant, wir treffen auf Nomaden mit ihren Kamelen. Die kleine Hauptstadt Hargeisa bietet einen schönen Markt, und viele andere Entdeckungen.
Diese Kurzreise lässt sich sehr gut mit Äthiopen verbinden (die Flüge gehen über Addis) und auch mit dem Zwergland Djibouti am Roten Meer: mit Lavawüsten, Salzseen und kochenden Geysiren.
Es gibt aber nur kaum Interessenten. Deshalb der Vorschlag, die wenigen zu „bündeln“. Sonja Stuckmann, gerade in Äthiopien, möchte auf jeden Fall im November 2019 nach Somaliland, Herbert Tscharnuter aus Österreich hat auch Interesse. Wer noch??

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Verlängerung Djibouti oder Ost-Äthiopien

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30 Jahre OASE REISEN 2019 – Vorschau auf Special Tours
Kaum zu glauben, aber wahr: 1989 wurde OASE REISEN „geboren“ –2019 werden es also 30 Jahre sein. Der Name bezog sich natürlich auf die Wüste – die ersten zwei Jahre war nur Algerien, vor allem die Sahara im Programm. Drei Jahre zuvor begleitete ich die Salzkarawane der Tuareg in Niger und schrieb ein Buch darüber („Die Salzkarawane“). OASE REISEN sollte neben meinem freien Journalismus ein zweites Standbein sein.
Das klappte, aber Algerien mussten wir schon 1993 aufgeben – ein Jahr zuvor putschte das Militär nach einem Sieg der islamischen „Heilsfront“ (den IS gab´s ja noch nicht). Ein Jahrzehnt des Terrors folgte, dann Entführungen von 32 Touristen in der Sahara… Umso mehr freue ich mich, das Algerien wieder sicher ist, s. weiter oben.

Seit etwa 10 Jahren dann zunehmend Probleme, Reiseländer fielen wie Dominosteine, Partner wurden getötet oder flüchteten: in Jemen, Libyen, Mali, Niger. Andere Reiseziele ließen sich durch booking.com und andere Internet-Hilfe nicht mehr verkaufen, das kann man selbst organisieren: Südafrika, Namibia, Tansania. Nischen wurden deshalb besetzt, erfolgreich: vor allem Eritrea, Kamerun und Zentralafrika.
Individuelles Reisen wird bevorzugt, Gruppentouren von 12 oder mehr gibt es gar nicht mehr. Und wenn, so steigt mit höherer Teilnehmerzahl auch die Wahrscheinlichkeit, „nicht kompatible“ Reisende dabei zu haben. Früher waren es gelegentlich Sonderlinge, heute sind es Kotzbrocken. Früher redete man miteinander, heute schreiben solche Leute anonyme Kommentare und gehen zum Anwalt, wenn mal die Dusche nicht geht oder eine Messe in der Kirche ausfällt…
Deshalb aufhören? Nein, auch nicht, weil ich am 3. Juni dann 70 werde. Zum Teil „überirdische“ Erfahrungen mit Reisenden werden übrigens ein neues Buch geben! Arbeitstitel: BETREUTE DÜNENWANDERUNG...
Ich begleite weiter Touren, werde aber auch mit Rücksicht auf die über 90% netten, toleranten Reisenden vorher alle treffen, wenn es auf eine Wüsten- oder Expeditionstour geht. Folgende Reisen mit mir bzw. Special Tours sind für 2019 geplant – der isolierteste See der Welt, Lac Télé, ist wieder im Programm, s. Bild:

•  Danakilwüste, ÄTHIOPIEN, vom 9. – 17. März Tour 413
•  Zum Lac Télé, Nord-Kongo, ab 17.4. oder 25.12. Special Tour
•  Flussfahrt auf dem Kongo, 12. – 28. Juli Special Tour
   
•  Indigene Völker in Kamerun im November IN VORBEREITUNG*

 

* Zu den Pygmäen im Dja-Park; in den Norden: Koma und Mandara in den Alantika-Bergen, Toupouri mit dem Hahnen- Erntedankfest, Mousgoum am Logone, Tschad…

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Guter Vorsatz für 2019: weniger Angst, mehr Differenzieren!
„Krisenstimmung ohne Krise“, titelte die taz einen Artikel Ende September. Trotz Donald Trump und vieler sensationeller Berichte: die Welt wird immer sicherer, dennoch haben die meisten ständig Angst. Das liegt vor allem an der Berichterstattung vieler Medien. „Bad news are good News“, war schon einer der verkaufstechnischen Weisheiten amerikanischer Zeitungen vor 100 Jahren. Dabei ist es doch eigentlich sehr einfach, das zu durchschauen.
Fakten sind das eine, gefühlte Aspekte von Krisen und ihren Auswirkungen das andere. 40% der Amerikaner etwa haben Angst, Opfer von Terror zu werden – dabei ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie von ihrem mit der Waffe spielenden Kleinkind erschossen werden. Weniger wahrscheinlich als 6 Richtige im Lotto (1: 14 Millionen) ist es, hierzulande von einem durchgeknallten Islamisten auf dem Weihnachtsmarkt überfahren zu werden – dennoch Investieren Städte und Gemeinden u.a. Millionen in versenkbare Poller – sogar unser Dorf Neckargemünd.
Hierzulande schüren nicht nur Medien die Angst, sondern auch Reisehinweise des AA (Auswärtiges Amt). Nicht zu verwechseln mit Reisewarnungen, die berechtigt sind – wer aktuell etwa Urlaub in Jemen oder Afghanistan machen möchte, muss einen an der Waffel haben.
Aber die Reise-HINWEISE sollen potenziellen Reisende von vornherein abhalten. So wird seit Jahren der Eindruck vermittelt, ganz Kamerun sei lebensgefährlich – vor allem der Norden (obwohl die Terrorsekte Boko Haram seit 2 Jahren vertrieben wurde). Außerdem wachsen die Behörden über die Sicherheit, stellen ggf. bewaffnete Eskorten – wie auch noch aktuell in der algerischen Sahara. Dort zum Beispiel entführt zu werden, hat eine geringere Wahrscheinlichkeit, als auf unseren Straßen ums Leben zu kommen.
Auf ein angst- und vorurteilsfreies Reisejahr 2019!

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