Tour 235 - Reiseverlauf

Ghana Kompakt

Unterwegs im gute Laune-Land

Karte Tour 235

In Ghana Händler, Kenteleben alle Religionen friedlich zusammen – so wie auch in Kamerun. Es ist ein Land mit freundlichen und immer hilfsbereiten Menschen. Geprägt von Intellektuellen seit den 60er Jahren, mit 20 Jahren Demokratie und wirtschaftlichem Erfolg, ist Ghana wie eine friedliche, glückliche Insel im stürmischen Meer.
Organisiert wird diese Tour von einem holländisch-ghanaischen Paar, Cindy und Apollo. Sie setzen wie wir auf Öko-Tourismus, auf Partizipation der Einheimischen, Begegnungen und Erlebnisse „off the beaten tracks“, abseits der ausgetretenen Wege. Diese Reise ist nicht nur preiswert und auch gut individuell zu machen. Sie ist erfrischend wie ein kalter Gin-Tonic zum „Sundowner“ und auch entspannend wie das Chillen in einer Hängematte zwischen Kokospalmen am Meer…

In Accra wollen wir nicht jedes wichtige Gebäude besuchen, sondern auch dort vor allem mit Menschen in Kontakt kommen - und auch die berühmten Sargbauer besuchen: man kann die letzte Reise wahlweise im Holz-Mercedes, in einer Kuh, einem Flugzeug oder einer Bierdose antreten...
Sie  reisen zunächst zum Kakum-Nationalpark, dort gehen Sie auf einer Hängebrücke über den Baumwipfeln tropischer Urwaldriesen. Es folgen  Erfahrungen auf den Spuren des Sklavenhandels, die in Ghana noch besonders präsent sind – wie im mächtigen Sklavenfort von Elmina, gebaut 1488 von Portugiese. Die Ashanti-Metropole Kumasi besuchen Sie als Tagesausflug vom hervorragenden Hotel Cocoa Village, am Ufer des Kratersees Lake Busomtwe.
Auf dem Weg nach Osten zum Volta-Fluss und dem gigantischen Stausee Lake Volta besuchen Sie Kakao-Farmer, der wichtigsten Einnahmequelle der Gegend. Nach dem Kratersee sind Sie dort wieder auf und am Wasser, fahren mit dem Boot, können auch ein Mountainbike ausleihen.
Sie erleben hier noch echtes Afrika und kein Hochglanz-Touristen-Klischee.
Auch der Service in den Restaurants z.B. ist landesüblich, denn es gibt keine Hotelfachschulen. Dafür erleben Sie aber keinen "Touristen-Humbug" wie in Südafrika (u.a. mit "authentischen" Zulu-Dörfern) wo ein Disneyland-Afrika vorgegaukelt wird.

Reiseverlauf

1. Tag: Flug nach Accra
Günstige Flüge (ab ca. 500 €) und ohne große "Umwege" z.B. mit BRUSSELS, Ankunft in Accra um 16:45 Uhr. Bei individueller Durchführung empfehlen wir die Lodge unserer Partner mit nur zwei Zimmern, 25 km vom Airport entfernt, mitten im Grünen. Nebenan ist auch eine Fabrik der „Cedi beads“, dem traditionellen Glasperlenschmuck.
Ansonsten das ganz besondere Hostel Somewhere Nice, gerade mal eine Viertelstunde vom Flughafen. Die Betten und Tische  z.B. sind aus alten Türen hergestellt – das Ergebnis ist „Shabby Shic“ mit Nachhaltigkeit, sehen Sie selbst…
Alternative direkt am Meer, Zimmer ohne Aufpreis,  großer Bungalow unter Palmen, Aufpreis 100 € gesamt: Axim Beach Hotel.

2. Tag: Accra - Cape Coast – bei Elmina (170 km)
ElminaDie Hauptstadt ist nicht im landläufigen Sinne schön, aber ehrlich und afrikanisch: eine Großstadt auch mit vielen dörflichen Aspekten. Accra entstand aus einem portugiesischen Handelsort. Der britische Gouverneur zog 1874 in das einst dänische Christiansburg Castle; von 1957 bis 2013 war es Regierungssitz der ghanaischen Regierung. Am Independence Square kündet ein "Triumphbogen" mit riesigen Sternen von der 1957 erlangten Unabhängigkeit Ghanas - als erster Staat Afrikas.
Besuch des alten Stadtviertels James Town, Heimat der Volksgruppe der "Ga". Es macht Spaß, hier im alten Accra zu gehen - der alte Leuchtturm aus kolonialen Zeiten kann bestiegen werden. Wir nehmen vielleicht einen Drink in der nahen JaiNii Beach Bar. Die dortige Band (sollte sie gerade spielen) verdient Zuwendung - sie kommt den Straßenkindern von James Town zugute.
Ussher Town wird dominiert vom holländischen Castle - es diente wie das nahe Fort James bis Mitte der 90er Jahre als Gefängnis und soll eine Art Freiluftmuseum werden, ähnlich wie Robben Island vor Kapstadt. Osu Castle schließlich, das Christiansborg Castle der Dänen aus dem 17. Jh., ist bis heute Sitz der Regierung.
Es gibt noch viel mehr zu sehen in Accra - so das Nationalmuseum, das Kulturzentrum mit dem größten Kunstmarkt Ghanas. Besuchen wollen wir aber noch die berühmten Tischler von  - die Särge in Form von Früchten, Tieren, Autos, Flugzeugen herstellen - besonders humorvolle Ghanaer haben verfügt, nach ihrem Ableben in einer Holzflasche - der Kopie ihres Lieblingsbieres - auf die letzte Reise zu gehen...
Wir fahren mittags nach Westen und erreichen an der Küste zunächst Cape Coast mit dem eindrucksvollen Castle, von Schweden ab 1653 erbaut (Besuch morgen). Auch US-Präsident Obama besuchte es (wie vor ihm Legionen anderer schwarzer Afrikaner auf der Suche nach ihren Wurzeln) mit seiner Familie. Cape Coast war bis ins 20. Jahrhundert hinein die "Bildungsmetropole" der Goldküste und ist heute noch Sitz berühmter Internatsschulen und Universitätsstadt. Das Museum gilt als weltbestes zur Geschichte der Sklaverei.
Abendessen und Übernachtung im schönen, familiären Hotel Biriwa Beach (deutsche Inhaberin). (F / A).

3. Tag: Biriwa – Kakum-Nationalpark – Elmina – Biriwa (ca. 100 km)
KakumMorgens Fahrt zum etwa 40 km entfernten, 360 qkm großen Kakum Park, der 1992 gegründet wurde. Dieses Regenwald-Schutzgebiet beherbergt über 600 Schmetterlings-, 280 verschiedenen Vogelarten, 9 Affenarten und 100 Säugetier-, Reptilien- und Amphibienarten. Hier leben auch die vom Aussterben bedrohten weißen und schwarzen Colobusaffen, Königsantilopen und seltene Waldelefanten. Wir können wir dann den Regenwald "von oben" betrachten - bei einem Rundgang über Hängebrücken, die in etwa 40 m Höhe zwischen den Kronen riesiger Bäume gespannt sind (mit Netzen gesichert und ganz gefahrlos zu betreten). Jede Brücke endet auf einer Plattform, wo man kurz verweilen und die Natur in sich aufsaugen kann. Solche "canopy walkways" (hier seit 1995) gibt es weltweit nur in fünf Ländern; die Anlage von Kakum ist einzigartig auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Wer das nicht mitmachen möchte oder -kann, geht auf dem Waldlehrpfad mit sachkundiger Begleitung durch einen Ranger.
Elmina wurde 1482 von den Portugiesen erbaut wurde und war lange einer der Eckpfeiler des Sklavenhandels. Von hier aus wurden unzählige Sklaven nach Amerika und anderen Teilen der Welt verschifft. Es ist das älteste europäische Bauwerk in den Tropen. Nebenan führt eine Brücke zu einem kleinen Hafen, in dem viele bunt bemalte Fischerboote liegen. Nach dem Besuch im teilweise düsteren, von Fledermäusen bewohnten Verließen können wir hier wieder durchatmen. Wir schlendern über den lebendigen Fischmarkt, besichtigen einen Posuban-Schrein und erklimmen den Hügel, auf dem die zweite Festung der Stadt liegt: São Jago da Mina. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick auf den Fischerhafen, das mächtige Elmina Castle und den tiefblauen Ozean.
Abendessen am Meer und dort zweite Übernachtung im Biriwa Beach Hotel. (F / A).

4. Tag: Biriwa – Lake Busomtwe (240 km)
SeeWir reisen auf der Nationalstraße N 8 nach Norden. Nach etwa einer Stunde Stop in Assin Manso. Da unscheinbare Dorf spielte eine wichtige Rolle im Sklavenhandel:  es liegt am „Sklavenfluss“, dem Ndonkor Nsuo. Hier wurden im 18./19. Jh. Sklaven aus dem Inland gewaschen und „geprüft“, bevor es zur Reise ohne Wiederkehr an die Küste und auf das Schiff ging. Wir informieren uns im kleinen Info-Center; dort gibt es u.a. auch schöne Batiken einer Frauen-Kooperative.
Der kreisrund Kratersee Lake Busomtwe rechts an der Straße, rund 30 km südöstlich von Kumasi, hat einen Durchmesser von 10 km und ist der größte Frischwassersee von Ghana. Er entstand vor ca. einer Million Jahren und ist von schroffen Bergketten umgeben und 380 km tief. Mythen ranken sich um den See, der den hier lebenden Ashanti als heilig gilt. Metall ist hier verboten, deshalb gibt es nur Einbäume aus Holz oder nur Baumstämme, padua, die von Hand gepaddelt werden.
Abendessen, Entspannung, Übernachtung im schönen Hotel Cocoa Village, direkt am Westufer des Sees.
(F / A).

5. Tag: Lake Busomtwe - Kumasi – Lake Busomtwe (ca. 70 km)
Tagesausflug zur Hauptstadt der Ashanti. Bis zur Einnahme durch die Briten Ende des 19. Jh. war Kumasi fast 200 Jahre lang die Hauptstadt des mächtigen Ashanti-Königreichs, das in seiner größten Ausdehnung fast das gesamte heutige Ghana umfasste. Auch heute noch ist die Stadt als Sitz des Ashanti-Königs ein wichtiges Zentrum der traditionellen Kultur. Sie können im kleinen, aber informativen Museum des Cultural Centre von Kumasi Zeugnisse der glorreichen Ashanti-Geschichte bewundern – auch der Handwerksmarkt ist interessant.
Mit einer Größe von 14 Fußballfeldern und über 4000 dicht gedrängten Buden und Ständen ist hier der größte Markt Westafrikas – Kejetia, ein faszinierender Kosmos von Waren, Menschen und kleinen Handwerksbetrieben. Unter Wellblechdächern und bunten Sonnenschirmen wird hier so ziemlich alles verkauft. Sie sollten hier z.B. Kejetia Fufu (aus Maniok oder Yamswurzeln, s. Bild) mit Sauce probieren. Der Markt ist laut, oft hektisch, aber faszinierend… Auch  hier sind alle gut gelaunt! Das Bild dazu ist oben in der Einleitung…
Das Okomfo Anokye Sword steckt angeblich so seit 300 Jahren in der Erde und markiert die Stelle, an der der Goldene Stuhl, Sitz des Ashanti-Königs, vom Himmel fiel. - Das Kumasi Fort wurde erst 1820 gebaut - eine Kopie des Cape Coast Castle: der damalige Ashanti-König Osei Tutu Kwame wollte auch eines haben... Wir besuchen auch den Palast des Ashanti-Königs, 1926 nach der  Rückkehr des damaligen Königs aus dem Exil auf den Seychellen gebaut, mit Möbeln und Gegenständen aus der Zeit.
Nachmittags Rückkehr in das Cocoa Village Guesthouse am See. Einen Sundowner haben Sie sich nach diesem Ausflug mehr als verdient. Und können vorher aber noch ein Mountainbike oder ein Kajak ausleihen. Wer will, kann auch den ganzen Tag hierbleiben und einen Batik-Kurs besuchen. Abendessen, 2. Übernachtung. (F / A)

6. Tag: Lake Busomtwe – Atimpoku (230 km)
KakaoHeute steht wieder ein etwas längerer Fahrtag an (max. 5 Stunden Fahrt), aber auf dem Weg nach Osten gibt´s viel zu sehen. Nach rund 100 Kilometern erreichen wir den Höhenzug der Mampong-Berge und besuchen im Dorf Adjeikrom Kakao-Farmer, die wichtigste Einnahmequelle auch dieser Gegend.
Wir verbringen etwa eine Stunde in den tropischen Gärten (Aboretum) von Bunso – seit dem Sommer 2015 mit der Attraktion einer 280 m langen, rund 15 m hohen Hängebrücke. Auf einer geführten Tour erfahren Sie mehr über diverse Pflanzen-, Baum- und Vogelarten. Erfrischung oder leichtes Mittagessen dort (nicht enthalten).
Vorbei an den südlichen Ausläufern der Mampong-Berge erreichen wir die N 2 nach Accra und haben in Atimpoku am Volta-Fluss unser heutiges Ziel erreicht. Unterkunft je nach Verfügbarkeit oder bei indiv. Durchführung nach Wunsch in der eher sportlich ausgerichteten Aylos Bay Lodge im Bungalow oder in der etwas „gediegeneren“ Adi Lake Resort. Beide sind am Wasser und nahe des Akosombo-Staudamms südlich des Lake Volta; in beiden Lodges können Sie auch ein Boot ausleihen.
Abendessen (nicht enthalten, à la carte, ab 10 €)  und Übernachtung. (F ).

7. Tag: Atimpoku – Amedzofe – Peki  (ca. 150 km)
AmedzofeWir fahren weiter nördlich in die Volta-Region, die Landschaft wird wieder hüglig und grüner. Der Ort Amedzofe östlich der Asphaltstraße, nicht weit von der Grenze zu Togo, wurde vor über 100 Jahren von deutschen Missionaren gegründet und schmiegt sich an die Felsrücken der Avatime-Berge mit 7 Dörfern. Die Missionare setzen ein großes Kreuz auf den nahen Mt. Gemi (Aufstieg ca. eine Stunde), mit herrlichem Blick auf den Volta-See. Sie sollten aber Ihre Wanderung noch etwas erweitern, auf drei bis vier Stunden, und die Oti-Wasserfälle besuchen.
Weiterfahrt ins nahe Peki zum Guesthouse Roots Yard. Es wurde von der Amerikanerin Jaqueline und dem Ghanaer Bob gegründet, die hier mit ihren zwei Kindern leben und beide Rasta-Anhänger und Maler  sind. Hier erleben Sie auch, wie gut vegetarisches Essen schmecken kann, müssen aber auf Kaffee verzichten, ein Tabu für Rastafariens…Die Gebäude bestehen aus Lehm und Holz. (F / A).

8. Tag: Peki – Atsiepoe – Accra (270 km)
Gemütliches Frühstück bei Ihren Gastgebern - das ist übrigens auch ein schöner Ort zum Verlängern. Tageszimmer bei unseren Partner in der Rainbow Lodge, 25 km vom Flughafen entfernt. Hier können auch auch die kleine Fabrik „Cedi beads“ besuchen, in der traditioneller Glasperlenschmuck hergestellt wird – bei allen Zeremonien der Krobo-Küstenkultur spielen diese „beads“ eine große Rolle und sind ein schöner Schmuck in Form von Armbändern oder Halsketten.
So erfrischt, reisen Sie zum Flughafen – oder besser noch, Sie übernachten hier und fliegen am nächsten Nachmittag zur Verlängerung nach Sao Tomé
Abflug z.B. mit TAP nach Lissabon um 22:45 Uhr, mit KLM ähnlich.

9. Tag: Ankunft
Ankunft an Ihrem Zielflughafen.
 

Leistungen: Programm mit den genannten Übernachtungen und Mahlzeiten; alle genannten Besuche und Eintrittsgelder; englischsprachige Reiseleitung; Landes-Infos (Landkarte), Hilfe bei der Visa-Beschaffung.

Nebenkosten: Flüge (ab ca. 500 €); Versicherungen, Visakosten (110 €), Getränke, Trinkgelder.

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
16.11.2018 - 24.11.2018: 1690.00€
21.12.2018 - 30.12.2018: 1690.00€
08.02.2019 - 17.02.2019: 1690.00€
19.04.2019 - 28.04.2019: 1690.00€
19.07.2019 - 28.07.2019: 1790.00€


Basispreis: 1.690 €
+ Flüge (ab ca. 600 €)
Aufpreis p.P. bei
2 Teiln.: + 250 €
3 Teiln.: + 150 €
Einzelzimmer: + 250 €
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