Tour 330 - Reiseverlauf

Kongo, RCA, Kamerun

Gorillas in zwei Nationalparks, plus zwei Reservate

Karte Tour 330

Es ist eine absolute „Hammer-Reise“ für alle Naturfreunde: von Kongo-Brazzaville nach Norden, hinein in das unberührte Herz des kongolesischen Regenwalds. Von Nord-Kongo  fahren wir mit dem Motorboot entlang des Sangha-Grenzflusses. Wir besuchen ein Naturreservat und zwei hochkarätige Nationalparks, jeweils mit Gorillas und zum Schluss in Kamerun noch das unberührte Dja-Reservat – es ist ebenso wie  Dzanga Sangha UNESCO-Weltnaturerbe.

Die Höhepunkte auf einen Blick:

  • Besuch des Lesio Luna-Reservats in Kongo mit über 60 ausgewilderten Gorillas – weltweit einzigartig;
  • Ganztägige Fahrt im Motorboot auf dem Sangha-Fluss;
  • Begegnungen mit den Ba´Aka-Pygmäen und ihrer Kultur als Sammler und Jäger;
  • Nationalpark Sangha-Sangha mit zwei habituierten Gorillagruppen und je einem Besuch, Waldelefanten;
  • Kamerun mit dem unberührten Lobéke-Nationalpark, Übernachtung auf der Aussichts-Plattform;
  • Natur-Reservat von Dja und Pygmäen.

Interessantes Vorprogramm, Verlängerung:

  • Vorprogramm mit dem Nationalpark Odzala in Nord-Kongo, Luxus-Öko-Camps, s. Tour 331, (auch kürzer möglich und ohne Charterflug);
  • Verlängerung in Kamerun, z.B. am Palmenstrand von Kribi, Rückflug dann von Douala.
     
Elefanten
Gorilla

Nur wenige Reisende besuchen das Tropenwald-Sanktuarium Dzanga Sangha im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik. Es ist ein Paradies für viele Tiere geblieben, vor allem für die kleinen Waldelefanten und bedrohte Flachlandgorillas. Dies ist vor allem ein Verdienst des WW und engagierten MitarbeiterInnen, die dort forschen, Wilderei zusammen mit Einheimischen bekämpfen und ebenso illegalen Holzeinschlag stoppten. Trotz der abgelegenen Nationalparks müssen Sie auf dieser Reise nicht leiden: die Unterkünfte sind überwiegend gut, und im Regenwald gibt es entgegen weit verbreiteter Meinung so gut wie keine Moskitos. Auch angenehm: Sie reisen in drei Länder, haben aber die gleiche Währung (CFA-Franc; ein Euro = 655 CFA).
Das Reiseziel ist allerdings nichts für jene, die Tiere im luxuriösen Safari-Stil pünktlich zum Sundowner erwarten: Der Regenwald gibt seine Reichtümer und Geheimnisse nicht so rasch preis. Dennoch lassen sich nirgendwo im Tropenwald besser und leichter verschiedene und interessante Tierarten beobachten als hier.

Reiseverlauf*

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.

1. Tag, Montag: Flug nach Brazzaville *
BrazzavilleDie besten Flugverbindungen (Gabelflüge) für diese Reise bietet AIR FRANCE: von Paris Nonstop nach Brazzaville, 10:50 – 17:40 Uhr. Die Flüge kosten aber im Sommer ab 1.200 €. Günstiger ist es, z.B. mit Turkish Airlines am Vortag nach Douala/Kamerun zu fliegen und am Montag mit Rwandan Air (Nonstop) nach Brazzaville, 14:30 - 16:25 Uhr. Der Preis liegt dann bei unter 1.000 € (plus ca. 60 € für Übernachtung in Douala).
Brazzaville hat aktuell zwei Millionen Einwohner; das sind fast die Hälfte aller Kongolesen… Gegenüber, auf der anderen Seite des mächtigen Kongo-Flusses, erstreckt sich die Kapitale der „Demokratischen“ Republik Kongo, Kinshasa: über 12 Millionen Menschen leben dort.
Der Tour Nabemba, auch bekannt als Elf Tower, ist mit 106 Metern Höhe das höchste Gebäude Zentralafrikas und erhebt sich schlank-konkaves, metallisches Hochhaus direkt am Kongo. Der Turm wurde mit geliehenen Geldern des französischen Ölkonzerns Elf Aquitaine bis 1986 gebaut, um die (vermeintliche) Überlegenheit Brazzavilles Kinshasa zu demonstrieren.
Neueres Mittelklassehotel, z.B. Résidence St. Jacques.

2. Tag: Brazzaville - Kongo-Fluss (ca. 30 km)
Das älteste, noch existierende Bauwerk der Stadt ist die im Backsteinstil um 1900 errichtete Kathedrale. Frankreich hat in der Stadt zahlreiche weitere architektonisch bemerkenswerte Gebäude und Bauwerke der Kolonialarchitektur und der klassischen Moderne hinterlassen (u. a. Kirche Sainte Anne, Air-France-Gebäude, Cinéma Vogue). Die Villa von Charles de Gaulle im Bauhaus-Stil von 1941 ist heute Residenz des französischen Botschafters. Hier war Charles de Gaulle mehrfach, der Gründer der France Libre-Bewegung, bis er 1945 Präsident wurde. Wir besuchen auch das älteste Viertel, Poto-Poto, und die berühmte Kunstschule und Galerie, die schon Mitte der 40er Jahre begründet wurde.
Am Nachmittag erkunden wir etwas den Kongo-Fluss und die weißen Felsen von Douvres nördlich der Stadt – Reporter und Entdecker Henry Morton Stanley („Dr. Livingstone, I presume“) benannte die Kalkgebilde nach denen von Dover seiner britischen Heimat. Wir fahren dann mit einer Piroge auf die Insel Faignoud, auf der auch Rinder weiden, oft begleitet von weißen Vögeln – viel Ruhe nahe der Hauptstadt. Weil es morgen zeitig losgeht, ist ein frühes Abendessen angesagt – in einem Gartenlokal hier auf der Insel: frische Salate, gegrillten Fisch oder Fleisch (nicht enthalten).  „Absacker“ in einer Bar, etwa der Rapids Bar, und ins Hotel.
(F).

3. Tag: Brazzaville – Schutzgebiet Léfini - Oyo (ca. 390 km)
Wir holen uns morgens um 6 an der Tankstelle einen "coffee to go" und ein Sandwich, verlassen Brazzaville  auf der Hauptachse nach Norden und fahren rund 130 km nach Abio, im Norden des Schutzgebiets von Lesio Luna. Gegen 9 Uhr wollen wir dort sein, um die Fütterung des allein auf einer Insel lebenden, über 30jährigen Gorillas Yambo (Bootsfahrt, ca. eine halbe Stunde). Danach geht es etwa anderthalb Stunden mit dem Boot weiter durch herrlichen Regenwald, zu einer anderen Gruppe von vier Gorillas. Mit großer Wahrscheinlichkeit treffen wir hier zumindest auf eine der ausgewilderten Gorillagruppen – die von Makoua hat nun 25 Mitglieder. Fast immer sieht man hier auch Hippos, mit Glück auch Sitatungas und Waldelefanten. Auf dem Weg sehen wir mit Glück auch Hippos und viele Wasservögel.
Gegen 12 Uhr zurück in Abio, fahren wir zurück auf die Asphaltstraße und weiter nach Norden.

Die geretteten Gorillas von Lesio Luno und Léfini
Es ist immer wieder niedlich, die kleinen Gorillas zu sehen – und wie sie mit der Flasche gefüttert werden. Und es ist doppelt traurig: sie sind noch lange nicht in Sicherheit, durch Stress und Schock (ihre Eltern wurden von Wilderern ermordet) überleben nur 40% hier in Iboubikro das erste Jahr. Haben sie das geschafft, gibt es viel Hoffnung: die Youngsters lernen das Leben im Wald, schlafen nicht mehr in Gehegen. Dann, nach Jahren, werden sie zusammen mit „passenden“ Artgenossen umgesiedelt in das angrenzende Léfini-Reservat, also ausgewildert. Drei Gruppen gibt es nun dort (und einen alten, einsamen Silberrücken) – und 2004 wurde das erste Baby geboren. Nun sind es schon über 20. Das Bild zum Beispiel der zwei Gorillamütter Tchivou und Koto mit ihren Babies Elikia und Elonga von 2009 macht Mut.                                       
1992 begann die Johan Aspinall-Stiftung aus England mit dem Projekt in Lesio Luna. Aber hier waren Menschen  zu nah, auch Wilderer - und 1997 begann der Bürgerkrieg. Zwei Gorilla-Gruppen wurden mit Helikoptern in den Küsten-Schimpansenschutzgebiet Tchimpounga umgesiedelt. Ab 2004 war nicht nur Frieden, sondern die Gorillas kamen in das größere Léfini-Gebiet, das von drei Seiten von Flüssen umgeben ist – und menschenleer. Rund 20 Ranger passen auf, damit hier nichts passiert.

Aspinall Foundation (mit Video-Clips)
Artikel und Bildergalerie (Telegraph, Mai 2009)

Vom Nordteil des Reservats sind es noch 160 km nach Oyo. Von hier kommt der Langzeit-Präsident Denis Sassou-Nguesso. Kein Wunder, dass hier alles Top ist und Oyo auch über das beste Spital Zentralafrikas verfügt. Eine Spitzen-Hotellerie ist allerdings noch nicht vorhanden. Neben einem Hotel für Regierungsgäste (ca. 300 € pro Zimmer...) gib es diverse "Auberges" oder kleine Hotels, im erträglichsten werden wir übernachten: Zimmer mit Bett, nebenan Dusche/Toilette.
(F / M-Pn / A).

4. Tag: Oyo - Ouesso (440 km)
Morgens zum Binnenhafen hier am Alima-Fluss, der sich über 150 km weit durch Savannen und Sumpf gen Osten schlängelt, wo der in den Kongo mündet. Hier sind zum Teil abenteuerliche Langboote mit ebensolchen Waren zu sehen. Weiter nach Norden - 120 km zur nächsten größeren Stadt, Owando. Auf nächsten 250 km hinter Makoua (70 km) kommen keine Kleinstädte mehr; wir sind nun im zentralafrikanischen Regenwald.
Bis 17 Uhr wollen wir in Ouesso sein, gegenüber vom südöstlichsten „Zipfel“ von Kamerun. Abholung, Fahrt ins beste Hotel am Ort, Hotel Onanga mit einfachen, sauberen Zimmern, die um einen Pool gruppiert sind. Die Häuser von „Ouesso la rouge“ bestehen  zum großen Teil aus rötlichen, gebrannten Backsteinen, die beim Hafen hergestellt werden.
(F / M-Pn / A ).

5. Tag: Ouesso - Lidjombo (ca. 200 km/Boot)
Die Fahrt auf dem Fluss ist ein Erlebnis: vorbei an den grünen „Mauern" des Regenwaldes zu beiden Seiten des breiten Stroms. Es geht (in einem großen Holzboot mit starkem Außenborder) zunächst zwei Stunden zum Dorf Gabo. Polizei-Formalitäten, Dauer etwa eine halbe Stunde. Wir fahren weiter rund eine Stunde und 15 Minuten nach Bomassa, Sitz der Parkverwaltung von Nouabalé-Ndoki – wo man keine Touristen mehr wünscht…. Während dort nochmals unsere Pässe visiert werden, Mittags-Picknick in einer Kneipe, wo Sie das letzte Mal ein Kongo-Bier „Nkok“ (mit dem Krokodil drauf) trinken können – ab heute Abend ist es das MOCAF-Bier, mit einem Elefanten…
 

Doli Lodge

Lidjombo, das Grenzdorf in der RCA (République Central Africaine) erreichen wir nach rund anderthalb Stunden. Hier erhalten wir die Visa (Foto nicht nötig, 60.000 CFA in Bar). Wieder ist hier auch ein Toilettenbesuch möglich; Weiterfahrt nochmals gute 1,5 Stunden direkt bis zur Doli Lodge. wurde ganz aus Holz erbaut. Sie wird von einem großen, offenen Restaurant mit Bar dominiert, das über einen Steg zu erreichen ist und auf Stelzen direkt hinter dem Flussufer gebaut wurde, wo wir anlegen. Die 4 Bungalows bieten jeweils zwei geräumige, geschmackvolle Zimmer mit großer Terrasse zum Fluss, wo auch gegessen wird.
Einführung in das Ökosystem Regenwald und Informationen über das Regenwaldreservat durch einen Mitarbeiter des Nationalparks.
(F / M-Pn / A).

Der „Peace Park“
Zusammen mit den angrenzenden Wildnis-Parks Nouabalé-Ndoki (Republik Kongo) und Lobeke (Kamerun) entstand ein länderübergreifender „Peace Park". Er ist in verschiedene Nutzungs- und Schutzzonen unterteilt, in denen die hier lebenden Aka-Pygmäen auch weiterhin traditionell leben und jagen können. Jede/r Besucher/in trägt dazu bei, diese Region mit ihrer immensen Vielfalt zu erhalten.
Im Gegensatz zu den meisten Nationalparks geht man oft zu Fuß oder fährt mit einer Piroge auf dem Urwaldfluss - oft in Begleitung der hier lebenden Ba´aka-Pygmäen.

6. Tag: Gorilla-Trekking – Dzanga Bai (ca. 50 km)
Insgesamt leben im Reservat und im Nationalpark etwa 3.000 Gorillas. Im Gegensatz zu den gut erforschten Berg-Gorillas (vor allem durch Diane Fossey) wurde mit Studien über Flachlandgorillas erst ab den 80er Jahren begonnen.
Gorilla-ZwillingeDieser Ausflug beginnt morgens mit einer etwa anderthalbstündigen Jeepfahrt zur Lichtung (Bai) von Hoku, auf 28 km schmaler und schlechter Piste. Seit 2005 ist diese Gruppe von Flachlandgorillas max. je drei BesucherInnen am Vor- und am Nachmittag zugänglich. Malui und Makumba sind Eltern geworden. Die beiden westlichen Flachlandgorillas sind das erste habituierte Gorillapaar des Schutzgebietes, das am 25. Januar 2016 Zwillinge bekommen hat. Vor 16 Jahren wurde dort begonnen einzelne Gorillagruppen langsam an die Präsenz von Menschen zu gewöhnen. In der Regel gehören zur Familie mehrere Weibchen und vier bis fünf Jungtiere. In diesem Fall gibt es noch zwei weitere Weibchen, die Teil des Familienverbunds sind. Eine Gorilla-Schwangerschaft dauert ca. 37 Wochen, Zwillinge sind beim westlichen Flachlandgorilla sehr selten.
In einer Rasthütte nahe des Camps der Biologen kann der zweite Teil der Gruppe (bei einer Gruppengröße von mehr als drei) warten, wenn sie mit dem Trekking der halb zahmen Mangabe-Affen fertig ist. Die erste Gruppe zu den Gorillas unternimmt diesen Besuch anschließend; es sind rund 50 Tiere. Sie können gut bei der Futtersuche und beim Sozialverhalten beobachtet werden.
Denken Sie an Wasser, Lektüre und Essen. Von hier nehmen unsere Guides der Ba´aka die Spur auf, wo die Gorillas am Vortag gesehen wurden. Der Weg zu den Gorillas - über zwei Bais, Lichtungen - dauert je nach Lage etwa anderthalb bis zwei Stunden. Die breiten, oft tunnelartigen Wege wurden zum Teil in Generationen von Waldelefanten „gebaut". Jederzeit können Sie hier auf Elefanten stoßen.


Foto: A. Schneider
Elefanten

Ab dem frühen Nachmittag Besuch der Dzanga-Bai (übersetzt: Elefanten-Lichtung), jeweils etwa eine Dreiviertelstunde Autofahrt und Fußmarsch. Mit unserem Pygmäen-Führer geht es durch einen Fluss, an dessen Ufer oft viele Schmetterlinge zu sehen sind - hier wurden bisher 316 Arten aus 10 verschiedenen Gattungen gezählt.
Sie durchwaten für ca. 20 Minuten einen seichten Flusslauf. Von einem geräumigen Hochsitz können wir stundenlang aus nächster Nähe am Familienleben der Waldelefanten teilhaben. Hier sind immer zwischen 30 und oft auch über 100 Dickhäuter zu sehen. Auch Büffel sind oft zu beobachten, die meist geruhsam im Schlamm liegen, ebenfalls die sonst sehr seltenen Sitatungas (Sumpfantilopen). Oft kommt auch eine Herde von Riesenwaldschweinen ins Blickfeld. Mit etwas Glück sehen Sie auch eine Gruppe der majestätischen Bongos mit ihren charakteristischen weißen Längsstreifen im haselnussbraunen Fell. Riesige Graupapageienschwärme lärmen hier oft bis zu ihrem Abflug auf der Lichtung. Am Nachmittag Rückfahrt zur Lodge; Abendessen wieder auf der großen Terrasse am Fluss.
(F / M-Pn / A).

Frau mit Kind
Foto: A. Schneider

7. Tag: Ein weiterer Tag in Dzanga Sangha
Wir hatten immer Begegnungen mit einigen der hier lebenden Ba´aka-Pygmäen angeboten – sie demonstrierten ihre unglaublichen Fähigkeiten beim Bau von Laubhütten, bei der Netzjagd und der Musik. Das wurde alles organisiert vom Amerikaner Louis Sarno, der mehr als 25 Jahre hier lebte und am 1. April 2017 starb – an Leber-Zirrhose, nach häufigen Hepatitis-Erkrankungen. Durch den Film Song from the Forest gewann er einen Sponsor für Medikamente und verteilte sie in seinem Dorf Yandoumbé, 3 km von der Doli Lodge, an dort etwa 800 lebenden Ba´Aka. Ihnen fehlt nun der „Übervater“. Wir überlegen gemeinsam mit der Parkverwaltung, wie es weitergehen kann und soll.
Auf jeden Fall werden wir in den nahen Ort Bayanga gehen (10 Minuten von der Doli Lodge) und uns wieder einmal Realitäten stellen: dazu gehört auch ein Besuch auf dem Markt, wo man fast immer „bushmeat“ sieht – nicht nur Riesenratten, sondern auch Affen… ein anderer Ausflug ist möglich, zum Dorf von Louis Sarno und Gang mit einer Gruppe von Ba´Aka in den Wald.
Alternativ können Sie heute Vormittag auch ein zweites Gorilla-Trekking  unternehmen (aktueller Preis: noch immer nur 300 €, vor Ort zu zahlen - in Ruanda ist man bei 1.500 Dollar)...
(F / M-Pn / A).

8. Tag: Bayanga – Libongo/KAMERUN – Salapoumbé (160 km) *
Fahrt von ca. 30 km mit einem der (alten) Geländewagen der Lodge nach Bomadjoko und Ausreise-Formalitäten, von dort mit dem Boot auf die andere Flussseite nach Libongo, Kamerun. Einreise-Formalitäten.
Auf einer breiten Holzfällerpiste Fahrt von rund 125 Kilometern westlich nach Koumela und 20 km weiter nördlich nach Salapoumbé; gut 30 km südlich liegt der kleine Straßenort Mambele; die einfachen Häuser sind mit rötlichem Staub der vorbeifahrenden Holztransporter bedeckt. Wir kaufen hier ein, z.B. Brot und Eier für das Frühstück, und fahren einige Kilometer nach Norden. Dort befindet sich abseits der Piste ein kleines Camp mitten im Primärwald, das zum Lobeke-Park gehört und vom WWF 2014 mit neuen Unterkünften versehen wurde. Aber einige wurden durch einen umgefallenen Baum zerstört; es gibt nur noch vier einfache Häuser mit je 2 Betten (externe Eimerdusche, Plumpsklo). Wenn es mehr Teiln. sind, werden einige in Zelten übernachten. Nahe des Camps wurden schon öfter Gorillas und Schimpansen gesehen, ganz abgesehen von Affen und vielen Schmetterlingen. Der Koch kocht auch gern etwas Afrikanisches - fast immer gibt es leckere frittierte "Plantaines", Kochbananen und aus dem Ort haben wir Bier geholt.
(F / M-Pn / A).

* Alternativ: Rückflug im Charterflieger nach Bangui
Bei mindestens 4 Teilnehmern können Sie an diesem Vormittag mit einer 7sitzigen, zweimotorigen Maschine nach Bangui fliegen, in die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Um 17:30 dann Rückflug mit AIR FRANCE oder am nächsten Morgen um 08:25 Uhr mit ETHIOPIAN. Aufpreis 300 €  p.P.

9. Tag: Lobeke-Nationalpark: Petite Savane (ca. 50 km)
Lobeke wurde erst 2001 als Nationalpark gegründet und umfasst 25.000 km2 überwiegend tropischen Primärwaldes. Es ist Teil des „Trinational de la Sangha": auf der östlichen Seite (Kongo) ist der Nationalpark von Nouabalé-Ndoki mit 4.500 km2; nördlich, in der Zentralafrikanischen Republik, das Schutzgebiet Dzanga-Ndoki, 1.700 km2. Mit Pufferzonen (in denen ebenfalls Jagd und Holzeinschlag verboten sind) bringt dieses größte Schutzgebiet des Kongobeckens es auf rund 25.000 km2. Der Reichtum an Tieren ist hier enorm: es wurden 14 Primatenarten gezählt, wovon Gorillas (ca. 2.500 Tiere) und Schimpansen die Bekanntesten sind. In den dichten Wäldern leben auch Waldelefanten, Bongos, Panther und Büffel. Über 300 Vogelarten sind bekannt, und 215 Arten von Schmetterlingen (Reiseführer S. 226-229).

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Die Plattform verfügt auch über zwei Räume für die Übernachtung

Fahrt ins nahe Mambele und von dort aus rund 20 km östlich in den Lobeke-Nationalpark. Die Piste schwenkt bald nach Süden; dann geht es gut 4 km auf einer ehemaligen Piste zum Abtransport von Holz (vor der Parkgründung 2001) bis zum „Parkplatz". Ab hier kommen wir zur Lichtung von Petite Savane nur noch zu Fuss weiter, Dauer etwa zwei Stunden. Es geht zunächst durch einen flachen Urwaldfluss, zum Teil über umgestürzte Stämme, und an Baumriesen mit teilweise gigantischen Brettwurzeln vorbei. Neben dem Ranger werden auch Träger dabei sein. Die Plattform verfügt auch über zwei Räume für die Übernachtung. Wir übernachten einige hundert m weiter auf einem neuren (2016) Camp-Platz im  mitgebrachten (leichten) Schlafsack; Zelte und Schlafmatten werden gestellt. Vor allem am späten Nachmittag und am nächsten Morgen sind die Chancen für Tierbeobachtungen sehr gut: mit Glück sind ganze Gorilla-Familien hier zu anzutreffen. Das kann man natürlich nicht garantieren, und auch Schmetterlinge sind interessant - Teil des Großen Ganzen.
(F / M-Pn / A).

10. Tag: Lobéke - Yokadouma (210 km)
Nach der gestrigen Nacht (auch vorgestern im Camp Kombo war es ja sehr einfach) "sortieren" wir unsere Knochen und hoffen in der Morgendämmerung auf Tier-Sichtungen. Nach dem Frühstück (mit frisch gebrühtem Kaffee...) Wanderung von etwa zwei Stunden zurück zu den Fahrzeugen und Fahrt von ca.170 Kilometern nördlich auf einer großen, roten Lehmpiste, die oft von Holztransportern frequentiert wird und entsprechend ausgefahren ist, nach Yokadouma. Es ist die größte Stadt im Regenwaldgebiet Kameruns (s. Kamerun-Reiseführer S. 223/24) mit "Wildwest-Charakter" durch die Verkaufsbuden und tief herunterhängende Stromleitungen. Das elefantengraue Betonhotel "Elephant" ist das "beste Haus am Platze", verfügt aber immerhin über Zimmer mit sauber bezogenen Betten und Ventilator (einige nun auch mit Klimaanlage) - in puncto Komfort eien große Steigerung zu den zwei letzten Nächten... Essen im großen Spesieraum,  und kaltes Bier gibt´s auch... 
(F / M-Pn / A).

Foto: A. Schneider

11. Tag: Camp Kombo – Loumié - Dja-Reservat (350 km)
Von hier geht es auf einer anderen Piste von Holzfirmen durch weitgehend menschenleeren Regenwald via Zoulabot nach Lomié, am Ostrand des Dja-Reservats. Je nach Jahreszeit können die Pisten verschlammt oder auch durch einen schweren Holztransporter blockiert sein. Abendessen und Übernachtung am Randes des Nationalpark bei einem Fluss.
(F / M-Pn / A).

12. Tag: Dja-Reservat - Yaoundé (ca. 40 km)
Das 5.260 km2 große Dja-Reservat ist zu über 90% unerschlossen und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die etwa 50 km praktikabler Piste in das Reservat hinein führen durch unberührten Primärwald. Weit im Innern leben u.a. auch Waldelefanten, Gorillas, Schimpansen, Leoparden und Büffel. Schon bis Ende der 1940er-Jahre wurden alle Dörfer im Innern aufgegeben  und Menschen umgesiedelt – mit Ausnahme der Ba´Aka-Pygmäen, die bis heute vor allem hier an der Ostgrenze in Laubhütten leben. Wir erreichen Sie nach einem gut einstündigen Fußweg durch den Regenwald. Es gibt Demonstrationen des Laubhüttenbaus, der Netzjagd, der Heilpflanzen, auch einen Tanz. Wir handeln dort einen Preis aus, der je nach Gruppengröße und „Tagesform“ unterschiedlich sein kann; im Reisekpreis enthalten.
Wir fahren nördlich auf einer guten Naturstraße 120 km nach Abong Mbang und von dort auf einer sehr guten Asphaltstraße 220 km westlich nach Yaoundé, der Hauptstadt von Kamerun. Sehr gutes, ruhiges Stadthotel mit klimatisierten Zimmern.
(F / M-Pn).

13. Tag: Yaoundé - Ebogo - Yaoundé
Vorbei am Flughafen und auf guter Straße südlich -  in den kleinen Nationalpark von Mfou, 30 km südöstlich von Yaoundé. Hier leben verschiedene Primatenarten in Halbfreiheit - Gorillas, Schimpansen, Mandrills etc. Oft sind es Affenbabys, deren Eltern umgebracht wurden. Hier werden sie aufgenommen und gepflegt. Hier haben Sie sehr nah an der großen Hauptstadt (rund 2,7 Mill. Einwohner) einen guten Eindruck vom Regenwald.
Weitere Informationen.

In der angenehmen Kleinstadt Mbalbayo 50 km südlich von Yaoundé überqueren wir  den Nyong-Fluss; es geht gut 12 km weiter nach Ebogo, die letzten 5 km auf einer Erdpiste. In Ebogo gab es ab 2009 einen Entwicklungsschub durch das EU-geförderte STEP-Projekt für nachhaltigen Tourismus: ein Restaurant mit großer Terrasse am Fluss entstand, und 7 schöne, große Holz-Bungalows auf Stelzen.
Rückfahrt nach Yaoundé, Tageszimmer in einem guten Hotel am Flughafen, abends Abflug oder indiv. Verlängerung. Sehr gutes, ruhiges Stadthotel mit klimatisierten Zimmern. (F / M).
 

Leistungen: Reiseprogramm, Fahrten und Übernachtungen wie angegeben, Mahlzeiten wie angegeben (F – Frühstück / M – Mittagessen – M-Pn  Mittags-Picknick / A – Abendessen); lokale, englischsprachige Reisebegleitung wie angegeben in Kongo, RCA und Kamerun; Parkgebühren und Aktivitäten in Léfini und in Dzanga Sangha (je 1 x Gorilla-Trekking und Elefanten-Beobachtung in der Sangha Bai), Visabeschaffung Kongo und Kamerun.

Nebenkosten: Internationale Flüge (ab ca.900 €); Visakosten (Kongo 110 €, Kamerun 120 €, Zentralafrikanische Republik 100 €/bei der Einreise),  Ausreise- und Einreisegebühren (ca. 90 €), Versicherungen, Trinkgelder.

Tourdaten
Termine / Preise
10.02.2019 - 22.02.2019: 4190.00€


Basispreis: 4.190 €
Aufpreis p.P. bei
5 Teiln.: + 100 € p.P.
3 Teiln.: + 400 € p.P.
Einzelzimmer + 380 €


Ermäßigung Tour ohne 2.-4. Tag (Brazzaville, Lefini-Reservat), dann Flug nach Ouesso am Mi/3. Tag:
400 € p.P., EZ-Zuschlag Minus 50 €
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