Tour 330 - Reiseverlauf

Kongo, RCA, Kamerun

Gorillas in zwei Nationalparks, plus zwei Reservate

Karte Tour 330

Diese neue Reise wurde im Frühjahr 2017 entwickelt; es folgt noch eine Vorbereisung durch Werner Gartung im Juli. Es ist eine absolute „Hammer-Reise“ für alle Naturfreunde: von Kongo-Brazzaville nach Norden, hinein in das unberührte Herz des kongolesischen Regenwalds. Von Nord-Kongo  fahren wir mit dem Motorboot entlang des Sangha-Grenzflusses. Wir besuchen ein Naturreservat und zwei hochkarätige Nationalparks, jeweils mit Gorillas und zum Schluss in Kamerun noch das unberührte Dja-Reservat – es ist ebenso wie  Dzanga Sangha UNESCO-Weltnaturerbe.

Die Höhepunkte auf einen Blick:

  • Besuch des Lesio Luna-Reservats in Kongo mit über 60 ausgewilderten Gorillas – weltweit einzigartig;
  • An zwei Tagen jeweils etwa fünfstündige Fahrten im Motorboot auf dem Sangha-Fluss;
  • Begegnungen mit den Ba´Aka-Pygmäen und ihrer Kultur als Sammler und Jäger;
  • Nationalparks Nouabalé-Ndoki und Sangha-Sangha mit habituierten Gorillas, Waldelefanten;
  • Rückfahrt durch Kamerun mit dem unberührten Natur-Reservat von Dja;

Interessantes Vorprogramm, Verlängerung oder Abkürzung durch Charterflug:

  • Vorprogramm von in D.R. Kongo mit Besuch eines Parks mit Bonobos nahe Kinshasa;
  • Vorprogramm mit dem Nationalpark Odzala in Nord-Kongo, Luxus-Öko-Camps, s. Tour 331, (auch kürzer möglich und ohne Charterflug);
  • Möglichkeit, von Dzanga Sangha am 11. Reisetag im zweimotorigen Charterflieger nach Bangui zu reisen und von dort am gleichen Abend zurück nach Europa (Aufpreis nur 100 € p.P., bei  4 Teiln. + 200 € p.P.);
  • Verlängerung in Kamerun, z.B. am Palmenstrand von Kribi, Rückflug dann von Douala.

     
Elefanten
Gorilla

Nur wenige Reisende besuchen den schwer zugängliche Regenwald-Nationalpark Nationalpark von Nouabalé-Ndoki in der Republik Kongo. Er war 2016 geschlossen, weil Beobachtungs-Plattformen und Unterkünfte repariert wurden. Dieses Tropenwald-Sanktuarium grenzt an Dzanga Sangha im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik. Es ist ein Paradies für viele Tiere geblieben, vor allem für die kleinen Waldelefanten und bedrohte Flachlandgorillas. Dies ist vor allem ein Verdienst der New York Zoological Society (WCS) und des WWF (Dzanga Sangha), die bis heute dort forschen, Wilderei zusammen mit Einheimischen bekämpfen und ebenso illegalen Holzeinschlag stoppten.
Trotz der abgelegenen Nationalparks müssen Sie auf dieser Reise nicht leiden: die Unterkünfte sind überwiegend gut, und im Regenwald gibt es entgegen weit verbreiteter Meinung so gut wie keine Moskitos. Auch angenehm: Sie reisen in drei Länder, haben aber die gleiche Währung (CFA-Franc; ein Euro = 655 CFA).
Das Reiseziel ist allerdings nichts für jene, die Tiere im luxuriösen Safari-Stil pünktlich zum Sundowner erwarten: Der Regenwald gibt seine Reichtümer und Geheimnisse nicht so rasch preis. Dennoch lassen sich nirgendwo im Tropenwald besser und leichter verschiedene und interessante Tierarten beobachten als hier.

Reiseverlauf*

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.

1. /2.Tag, Samstag/Sonntag: Flug nach Brazzaville *
Die besten Flugverbindungen (Gabelflüge) für diese Reise bieten EHTIOPIEN AIRLINES: Abflug in Frankfurt um 21:35 Uhr. AIR FRANCE fliegt Nonstop nach Brazzaville, 10:45 – 18:35 Uhr. Das ergibt aber eine Zusatzübernachtung (70 € p.P.).
Ankunft mit Ethiopian Airlines in Brazzaville am Sonntag um 13:40 Uhr; Transfers zum Hotel, z.B. Dream´s Hotel, klimatisierte Zimmer, nicht weit vom Kongo-Fluss.
BrazzavilleBrazzaville hat aktuell zwei Millionen Einwohner; das sind fast die Hälfte aller Kongolesen… Gegenüber, auf der anderen Seite des mächtigen Kongo-Flusses, erstreckt sich die Kapitale der „Demokratischen“ Republik Kongo, Kinshasa: über 12 Millionen Menschen leben dort.
Der Tour Nabemba, auch bekannt als Elf Tower, ist mit 106 Metern Höhe das höchste Gebäude Zentralafrikas und erhebt sich schlank-konkaves, metallisches Hochhaus direkt am Kongo. Der Turm wurde mit geliehenen Geldern des französischen Ölkonzerns Elf Aquitaine bis 1986 gebaut, um die (vermeintliche) Überlegenheit Brazzavilles Kinshasa zu demonstrieren.
Das älteste, noch existierende Bauwerk der Stadt ist die im Backsteinstil um 1900 errichtete Kathedrale. Frankreich hat in der Stadt zahlreiche weitere architektonisch bemerkenswerte Gebäude und Bauwerke der Kolonialarchitektur und der klassischen Moderne hinterlassen (u. a. Kirche Sainte Anne, Air-France-Gebäude, Cinéma Vogue). Die Villa von Charles de Gaulle im Bauhaus-Stil von 1941 ist heute Residenz des französischen Botschafters. Hier war Charles de Gaulle mehrfach, der Gründer der France Libre-Bewegung, bis er 1945 Präsident wurde.
Wir besuchen auch das älteste Viertel, Poto-Poto, und die berühmte Kunstschule und Galerie, die schon Mitte der 40er Jahre begründet wurde.
Abendessen (nicht enthalten) z.B. im lokalen Restaurant „Mammy Water“, direkt am Fluss.

* Verkürzung der Reise um zwei Tage:
Sie können auch erst am Dienstag anreisen und am Mittwoch nach Ouessou in Nord-Kongo) fliegen. Dadurch entfällt die ca. 800 km lange Fahrt (davon zwei Drittel im Bus), aber auch der Besuch des Gorilla-Reservats von Léfini. Der Reisepreis reduziert sich dann um 200 € p.P.

3. Tag: Brazzaville – Schutzgebiet Lesio Luna (ca. 150 km)
WLac Bleuir verlassen Brazzaville  auf der Hauptachse nach Norden und fahren rund 120 km nach Imvouba. Dort verlassen wir die Hauptstraße und es geht 10 km nach Westen zum Ort Mah. Hier erledigen wir die Formalitäten für heute und morgen und erfahren mehr über die Zubereitung des Grundnahrungsmittels Maniok. Wir passieren das Dorf Mont Blanc (!) und erreichen nach ca. 5 Kilometern Lac Bleu, einem dreieckigen See in schöner Landschaft. Mittags-Picknick und kleine Wanderung. Von hier sind es 10 km nach Iboubikro, der Basis des Gorilla-Projekts der John Aspinall-Stiftung, schön gelegen am Lésio-Fluss. Nördlich fließt der Louna – das Reservat im Süden des angrenzenden Léfini-Schutzgebiets wurde in den 50er Jahren gegründet.
Wer gegen 17 Uhr die Fütterung der kleinen Gorillas hier in der Auffangsstation erleben will, kann vorher noch einen ca. einstündigen Pfad unter die Füße nehmen, um Pflanzen und Bäumen des Reservats besser kennen zu lernen. Ohne Besuch der Fütterung empfiehlt sich eine zwei- bis dreistündige Wanderung zum Berg Nkaka mit phantastischen Ausblicken auf das Flusstal des Lékedi.
Abendessen in „Eigenregie“ – wir besorgten uns in Brazzaville Nudeln, etc., eine Küche gibt´s hier, Bier auch lieber mitbringen. Übernachtung in einem großen Chalet mit 8 einfachen Zimmern, aber Moskitonetzen und Ventilator. Abends führen wir angeregte Gespräche mit europäischen Biologen  und Naturschützern, die hier arbeiten.
(F / M-Pn / A)

Die geretteten Gorillas von Lesio Luno und Léfini
Es ist immer wieder niedlich, die kleinen Gorillas zu sehen – und wie sie mit der Flasche gefüttert werden. Und es ist doppelt traurig: sie sind noch lange nicht in Sicherheit, durch Stress und Schock (ihre Eltern wurden von Wilderern ermordet) überleben nur 40% hier in Iboubikro das erste Jahr. Haben sie das geschafft, gibt es viel Hoffnung: die Youngsters lernen das Leben im Wald, schlafen nicht mehr in Gehegen. Dann, nach Jahren, werden sie zusammen mit „passenden“ Artgenossen umgesiedelt in das angrenzende Léfini-Reservat, also ausgewildert. Drei Gruppen gibt es nun dort (und einen alten, einsamen Silberrücken) – und 2004 wurde das erste Baby geboren. Nun sind es schon über 20. Das Bild zum Beispiel der zwei Gorillamütter Tchivou und Koto mit ihren Babies Elikia und Elonga von 2009 macht Mut.                                       
1992 begann die Johan Aspinall-Stiftung aus England mit dem Projekt in Lesio Luna. Aber hier waren Menschen  zu nah, auch Wilderer. Und 1997 begann der Bürgerkrieg. Zwei Gorilla-Gruppen wurden mit Helikoptern in den Küsten-Schimpansenschutzgebiet Tchimpounga umgesiedelt. Ab 2004 war nicht nur Frieden, sondern die Gorillas kamen in das größere Léfini-Gebiet, das von drei Seiten von Flüssen umgeben ist – und menschenleer. 23 Ranger passen auf, damit hier nichts passiert.

Aspinall Foundation (mit Video-Clips)
Artikel und Bildergalerie (Telegraph, Mai 2009)

4. Tag: Léfini-Reservat – Oyo (260 km)
Gorilla LefiniBis halb 7 wollen wir das Camp mit dem Motorboot verlassen haben – knapp zwei Stunden durch ein herrliches Waldgebiet nach Norden zur Insel Abio, im Osten des Léfini-Reservats. Hier lebt der einsame, alte Silberrücken Yambo (der im Gegensatz zu den zwei Gruppen gefüttert werden muss) – da wollen wir zur Stelle sein.
Erholung im einfachen Camp von Abio und weiter für einige Stunden auf dem Louna-Fluss. Mit großer Wahrscheinlichkeit treffen wir hier zumindest auf eine der ausgewilderten Gorillagruppen – die von Makoua hat nun 25 Mitglieder. Fast immer sieht man hier auch Hippos, mit Glück auch Sitatungas und Waldelefanten. Weiterfahrt bis zum Léfini.
Am frühen Nachmittag Fahrt auf die Haupstraße ca. 20 km, und 240 km nach Norden, über Gamboma nach Oyo. Von hier kommt der Langzeit-Präsident Denis Sassou-Nguesso. Kein Wunder, dass hier alles Top ist und Oyo auch über das beste Spital Zentralafrikas verfügt… Eine Spitzen-Hotellerie ist allerdings noch nicht vorhanden..
Abendessen in einem lokalen Restaurant, z.B. „La Sagesse“, Jean Baptiste-Hotel (einfach, sauber).
(F / M-Pn / A)

5. Tag: Oyo - Ouesso (430 km)
Wir können nicht nur ausschlafen, sondern uns auch noch etwas mit dem einheimischen Guide (der bis Ouesso mitfährt) in Oyo umsehen, besuchen den Markt und den sehenswerten Binnenhafen hier am Alima-Fluss, der sich über 150 km weit durch Savannen und Sumpf gen Osten schlängelt, wo der in den Kongo mündet. Hier sind zum Teil abenteuerliche Langboote mit ebensolchen Waren zu sehen – bis hin zu getrocknetem Affenfleisch, „bushmeat“…
Der moderne Reisebus aus Brazzaville des Unternehmens „Océan du Nord“ fährt hier gegen 12 Uhr ab; wir besorgen uns Bananen, Baguette, Streichkäse, Getränke. Nächster größerer Ort ist Owando (100 km). Nördlich von Makoua (weitere 70 km) am Likoula-Fluss kommen wir in den äquatorialen Regenwald; nur noch Dörfer mit Holz-Lehmhäusern und kleinere Orte wie Moyoye liegen an der Straße.
Gegen 19 Uhr erreicht der Bus Ouesso, gegenüber vom südöstlichsten „Zipfel“ von Kamerun. Abholung, Fahrt ins Hotel (einfach, sauber), mit Restaurant.(F ).

6. Tag:  Ouesso - Bomassa (ca. 130 km/Boot)
Die Häuser von „Ouesso la rouge“ bestehen  zum großen Teil aus rötlichen, gebrannten Backsteinen, die beim Hafen hergestellt werden. Wir fahren zum Hafen am Sangha-Grenzfluss. TeilnehmerInnen, die von Brazzaville geflogen sind (s.2. Tag, mit einer Boeing 737 der Canadian Airways) kommen in Ouesso um 10:20 Uhr an. Gemeinsame Abfahrt in dem Fall dann nach 11 Uhr. Denken Sie auch hier wieder an Wasser, Lebensmittel (von zu Hause auch etwas mitnehmen, z.B. Salami) und Sonnencreme…
Die Fahrt auf dem Fluss ist ein Erlebnis: vorbei an den grünen „Mauern" des Regenwaldes zu beiden Seiten des breiten Stroms, rund vier Stunden nach Bomassa. Nach zwei Dritteln der Strecke halten wir in Kabo, einem alten Holzfällerort, um die Pässe visieren zu lassen. 
Unterbringung in einem der einfachen Gästezimmer in WCS-Camp in Bomassa. Die WCS (Wildlife Conservation Society) mit Sitz in New York, gegründet 1895, unterstützt und managt weltweit Naturschutzprojekte. Begrüßung durch lokale Mitarbeiter. Gemeinsames Essen mit den Mitarbeitern. Zwischen 17.30 und 21 Uhr können Sie im Zimmer Akkus laden, dann schaltet der Generator aus und um aus Solarstrom. Packen Sie nur das Nötigste ein für die kommenden zwei Tage. Ab hier betreut Sie ein englischsprachiger Begleiter des Nationalparks.
(F / A ).

Der Nouabalé-Ndoki-Nationalpark (NNNP) im äußersten Nordwesten von Kongo-Brazzaville wurde erst 1993 gegründet und seitdem von der WCS (Wildlife Conservation Society) in New York gegründet. Das 4:200 km² große Gebiet besteht vollständig aus primärem Regenwald und ist ein undurchdringliches Rückzugsgebiet für viele Waldelefanten, Gorillas, Schimpansen, andere Affenarten, Leoparden, Büffel Waldantilopen und viele andere Tiere. Über 300 Vogelarten sind bekannt und über 1.000 Pflanzen- undBaumarten, darunter auch riesige Mahagonibäume. Wir besuchen hier eine der zwei habituierten, also an Menschen gewöhnten Gorillagruppen. Eine gute Grundkondition ist dafür allerdings Voraussetzung: man geht etwa drei Stunden durch den Regenwald und vom Mondika-Camp nochmals eine Stunde zu den Gorillas, und wieder zurück.
Die Lichtung der Mbeli Bai ist 2017 noch gesperrt, die Plattform und Baumhäuser sollen ersetzt werden.

7. Tag:  Bomassa – Mondika (ca.15 km und ca. 4 Stunden Gehen)
Frühstück um 7 Uhr, etwa einstündige Fahrt im Geländewagen nach Djeke. Es geht zwei Stunden zu Fuß durch den Regenwald, davon rund eine Viertelstunden durch einen flachen Fluss: Outdoor-Sandalen sind dafür bestens geeignet. Im Mondika Camp leben ständig einige Biologen. Die Zelte stehen jeweils auf einer hölzernen Plattform. Campingbetten mit bezogenen Schlafmatten und leichte Schlafsäcke werden gestellt; nehmen Sie noch ein kleines Kopfkissen. Hinter jedem Zelt gibt es ein „Plumpsklo“ und Eimer-Dusche. Leichtes Mittagessen vor 12 Uhr und erneuter Aufbruch.
Ebenso wie in Dzanga Sangha müssen Sie zwischen 30 Minuten  und zwei Stunden durch dichten Regenwald gehen, um zum mächtigen Silberrücken Kingo und seiner Familie zu kommen (4 Frauen, 10 Kinder); die Nachbargruppe ist die des Silberrückens Buko. Die Tracker kündigen auch hier unsere Präsenz durch Zungenschnalzen an. Dann hören Sie es im Gebüsch rascheln, Äste knacken - und Sie stehen vor den Gorillas, mitten im Zentralafrikanischen Regenwald. Auch diese Stunde, hier bei Kingo (oder Buko) und ihren Familien, für immer in Ihrem Herz und Ihrer Erinnerung präsent sein.

Regenwald
Gorilla

Reportage National Geographic über die Kingo-Gruppe
„Familienfotos“ der Kingo- und Buka-Gruppen

Bereichert und glücklich gehen wir wieder ins „Basiscamp" zurück, Möglichkeit zum Baden im Mondika-Fluss. Abendessen und Zeltübernachtung. Ein Tipp: Sie sollten auf jeden Fall auch selbst noch kräftespendende Wegzehrung mitbringen, z.B. kleine Salamis, Dosenbrot, Müsli-Riegel.
(F / M-Pn / A).

8. Tag: Mondika – Bomassa (ca. 4 Stunden Gehen)
Am Vormittag besuchen wir die zweite der zwei habituierten Gorillagruppen. Die Tracker gehen zur Stelle, wo am Vortag Schlafnester der Gorillas gesehen wurden (sie werden jeden Nachmittag neu „gebaut“). Wir verbringen wiederum eine Stunde bei den sanften Riesen, kehren ins Camp zurück und können uns hier bis etwa 14 Uhr ausruhen. Danach gehen wir auf den zweistündigen Rückweg nach Djeke, wo der Geländewagen auf uns wartet. Einstündige Rückfahrt nach Bomassa, dort wieder Abendessen und Übernachtung.
(F / M-Pn / A).

9. Tag:  Bomassa  - Wali Bai – Bayanga/RCA (ca. 2 Stunden Gehen)
Nach dem Frühstück Gang mit einem lokalen Tracker zur Wali Bay, 2,8 km nördlich, wo auch oft Elefanten und Büffel zu sehen sind, s. Bild.  Der Weg führt durch das kleine Dorf Boncoin, der allerletzten Siedlung vor der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik. Die Lichtung – Bai - , wurde durch einen (seltenen) Quellwasser-See geschaffen. Sie sehen viele bisher unbekannte Pflanzen, mit Glück Graupapageien, Fischadler oder Büffel, Waldelefanten kommen hierher fast nur im Schutz der Dunkelheit.

Wali Bai
Doli Lodge

Ab ca. 11 Uhr fahren Sie wieder mit dem Boot weiter den Sangha-Fluss hinauf; links ist Kamerun, rechts die Zentralafrikanische Republik. Sieerreichen nach gut 3 Stunden den Ort Lidjombo, wo Sie Visa für die RCA erhalten und die Einreiseformalitäten vornehmen. Von hier sind es nochmals über 2 Stunden bis zur Doli Lodge, die direkt am Sangha-Fluss liegt. Sie wurde ganz aus Holz erbaut. Sie wird von einem großen, offenen Restaurant mit Bar dominiert, das über einen Steg zu erreichen ist und auf Stelzen direkt hinter dem Flussufer gebaut wurde, wo wir anlegen. Die 4 Bungalows bieten jeweils zwei geräumige, geschmackvolle Zimmer mit großer Terrasse zum Fluss, wo auch gegessen wird.
Einführung in das Ökosystem Regenwald und Informationen über das Regenwaldreservat durch einen Mitarbeiter des Nationalparks.
(F / M-Pn / A).

Der „Peace Park“
Zusammen mit den angrenzenden Wildnis-Parks Nouabalé-Ndoki (Republik Kongo) und Lobeke (Kamerun) entstand ein länderübergreifender „Peace Park". Er ist in verschiedene Nutzungs- und Schutzzonen unterteilt, in denen die hier lebenden Aka-Pygmäen auch weiterhin traditionell leben und jagen können. Jede/r Besucher/in trägt dazu bei, diese Region mit ihrer immensen Vielfalt zu erhalten.
Im Gegensatz zu den meisten Nationalparks geht man oft zu Fuß oder fährt mit einer Piroge auf dem Urwaldfluss - oft in Begleitung der hier lebenden Ba´aka-Pygmäen.

10. Tag:  Gorilla-Trekking – Dzanga Bai (ca. 50 km)
Insgesamt leben im Reservat und im Nationalpark etw3.000 Gorillas. Im Gegensatz zu den gut erforschten Berg-Gorillas (vor allem durch Diane Fossey) wurde mit Studien über Flachlandgorillas erst ab den 80er Jahren begonnen.
Dieser Ausflug beginnt morgens mit einer etwa anderthalb stündigen Jeepfahrt zur Lichtung (Bai) von Hoku, auf 28 km schmaler und schlechter Piste. Seit 2005 ist diese Gruppe von Flachlandgorillas max. je drei BesucherInnen am Vor- und am Nachmittag zugänglich. Malui und Makumba sind Eltern geworden. Die beiden westlichen Flachlandgorillas sind das erste habituierte Gorillapaar des Schutzgebietes, das am 25. Januar 2016 Zwillinge bekommen hat. Vor 16 Jahren wurde dort begonnen einzelne Gorillagruppen langsam an die Präsenz von Menschen zu gewöhnen. In der Regel gehören zur Familie mehrere Weibchen und vier bis fünf Jungtiere. In diesem Fall gibt es noch zwei weitere Weibchen, die Teil des Familienverbunds sind. Eine Gorilla-Schwangerschaft dauert ca. 37 Wochen, Zwillinge sind beim westlichen Flachlandgorilla sehr selten.
Gorilla-ZwillingeIn einer Rasthütte nahe des Camps der Biologen kann der zweite Teil der Gruppe (bei einer Gruppengröße von mehr als drei) warten, wenn sie mit dem Trekking der halb zahmen Mangabe-Affen fertig ist. Die erste Gruppe zu den Gorillas unternimmt diesen Besuch anschließend; es sind rund 50 Tiere. Sie können gut bei der Futtersuche und beim Sozialverhalten beobachtet werden.
Denken Sie an Wasser, Lektüre und Essen. Von hier nehmen unsere Guides der Ba´aka die Spur auf, wo die Gorillas am Vortag gesehen wurden. Der Weg zu den Gorillas - über zwei Bais, Lichtungen - dauert je nach Lage etwa anderthalb bis zwei Stunden. Die breiten, oft tunnelartigen Wege wurden zum Teil in Generationen von Waldelefanten „gebaut". Jederzeit können Sie hier auf Elefanten stoßen.

Elefanten

Ab dem frühen Nachmittag Besuch der Dzanga-Bai (übersetzt: Elefanten-Lichtung), jeweils etwa eine Dreiviertelstunde Autofahrt und Fußmarsch. Mit unserem Pygmäen-Führer geht es durch einen Fluss, an dessen Ufer oft viele Schmetterlinge zu sehen sind - hier wurden bisher 316 Arten aus 10 verschiedenen Gattungen gezählt.
Sie durchwaten für ca. 20 Minuten einen seichten Flusslauf. Von einem geräumigen Hochsitz können wir stundenlang aus nächster Nähe am Familienleben der Waldelefanten teilhaben. Hier sind immer zwischen 30 und oft auch über 100 Dickhäuter zu sehen. Auch Büffel sind oft zu beobachten, die meist geruhsam im Schlamm liegen, ebenfalls die sonst sehr seltenen Sitatungas (Sumpfantilopen). Oft kommt auch eine Herde von Riesenwaldschweinen ins Blickfeld. Mit etwas Glück sehen Sie auch eine Gruppe der majestätischen Bongos mit ihren charakteristischen weißen Längsstreifen im haselnussbraunen Fell. Riesige Graupapageienschwärme lärmen hier oft bis zu ihrem Abflug auf der Lichtung.
Am Nachmittag Rückfahrt zur Lodge; Abendessen wieder auf der großen Terrasse am Fluss.
(F / M-Pn / A).

11. Tag: Bayanga – Libongo/KAMERUN – Salapoumbé (160 km) *
Wir hatten immer Begegnungen mit einigen der hier lebenden Ba´aka-Pygmäen angeboten – sie demonstrierten ihre unglaublichen Fähigkeiten beim Bau von Laubhütten, bei der Netzjagd und der Musik. Das wurde alles organisiert vom Amerikaner Louis Sarno, der mehr als 25 Jahre hier lebte und am 1. April 2017 starb – an Leber-Zirrhose, nach häufigen Hepatitis-Erkrankungen. Durch den Film Song from the Forest gewann er einen Sponsor für Medikamente und verteilte sie in seinem Dorf Yandoumbé, 3  km von der Doli Lodge, an dort etwa 800 lebenden Ba´Aka. Ihnen fehlt nun der „Übervater“. Wir überlegen gemeinsam mit der Parkverwaltung, wie es weitergehen kann und soll – auch die Erhebung einer „Taxe villageois“, einer kleinen Abgabe für die (armen) Menschen ringsum wie in Kongo wurde von uns angeregt.
FrauAuf jeden Fall werden wir in den nahen Ort Bayanga gehen (10 Minuten von der Doli Lodge) und uns Realitäten stellen: dazu gehört auch ein Besuch auf dem Markt, wo man fast immer „bushmeat“ sieht – nicht nur Riesenratten, sondern auch Affen… ein anderer Ausflug ist möglich, zu Dorf von Louis Sarno und Gang mit einer Gruppe von Ba´Aka in den Wald, wo sie eine Lianenbrücke gebaut haben. Das wird noch bis zum November geklärt.
Alternativ können Sie heute Vormittag auch ein zweites Gorilla-Trekking  unternehmen. Das kostet inkl. Parkgebühr aktuell 330 € (in Ruanda und Uganda seit Mai 2017 sind es 1.500 Dollar)…
Lunchbox von der Doli Lodge, dann Fahrt von ca. 30 km mit einem der (alten) Geländewagen der Lodge nach Bomadjoko und Ausreise-Formalitäten, von dort mit dem Boot auf die andere Flussseite nach Libongo, Kamerun. Einreise-Formalitäten.
Auf einer breiten Holzfällerpiste Fahrt von rund 125 Kilometern westlich nach Koumela und 20 km weiter nördlich nach Salapoumbé; Übernachtung in einer Missionsstation (einfache Zimmer, Moskitonetz). Alternativ Übernachtung 15 km südlich im Camp Kombo, beim Lobéké-Nationalpark.
(F / M-Pn / A).

* Alternativ: Rückflug im Charterflieger nach Bangui
Bei mindestens 4 Teilnehmern können Sie an diesem Vormittag mit einer 7sitzigen, zweimotorigen Maschine nach Bangui fliegen, in die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Um 17:30 dann Rückflug mit AIR FRANCE oder am nächsten Morgen um 08:25 Uhr mit ETHIOPIAN. Aufpreis nur 100 € € p.P. , bei 4 Teiln.200 € p.P.

12. Tag: Salapoumbé – Loumié (310 km)
Morgens Fahrt von ca. 130 Kilometern nördlich auf einer großen, roten Lehmpiste, die oft von Holztransportern frequentiert wird und entsprechend ausgefahren ist, nach Yokadouma. Es ist die größte Stadt im Regenwaldgebiet Kameruns. Von hier geht es auf einer anderen Piste von Holzfirmen durch weitgehend menschenleeren Regenwald via Zoulabot nach Lomié, am Ostrand des Dja-Reservats.
Abendessen und Übernachtung im örtlichen Hotel "Raphia" mit gutem Essen und einfachen, sauberen Zimmern - mit Ventilator, wenn es nicht gerade einen Stromausfall gibt...
(F/M-Pn/A).

13. Tag: Loumié – Dja-Reservat – Yaoundé (ca. 400 km)
Das 5.260 km2 große Dja-Reservat ist zu über 90% unerschlossen und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Schon bis Ende der 194oer-Jahre wurden alle Dörfer im Innern aufgegeben  und Menschen umgesiedelt – mit Ausnahme der Ba´Aka-Pygmäen, die bis heute vor allem hier an der Ostgrenze in Laumbhütten leben. Nach 8 Kilometern erreichen wir das Ba´Aka-Dorf Djaamédjah und werden hier Kontakte schließen. Die etwa 20 km praktikabler Piste in das Reservat hinein führen durch unberührten Primärwald. Weit im Innern leben u.a. auch Waldelefanten, Gorillas, Schimpansen, Leoparden und Büffel.
Wir fahren ab ca. 14 Uhr nördlich auf einer guten Naturstraße 120 km nach Abong Mbang und von dort auf einer sehr guten Asphaltstraße 220 km westlich nach Yaoundé, der Hauptstadt von Kamerun. Übernachtung im guten Hotel Merina, dem ehemaligen Novotel; Abendessen (nicht enthalten) empfohlen beim hervorragenden Italiener „Café de Yaoundé“ in der Nähe – Pavillons in einem tropischen Garten.
Upgrade auf andere Hotels auf Anfrage, bis hin zum Hilton (ab ca. 150 € p.P.).

14./15. Tag: Yaoundé oder Reservetag – Rückflug oder Verlängerung
Dieser Tag ist ein Reservetag – es kann sein, dass wir erst heute im Lauf des Tages in Yaoundé ankommen. Sidn wir aber „in time“, können wir auch noch einer weitere Nacht von gestern auf heute in Loumi´verbringen und dafür mehr Zeit im Dja-Reservat (empfohlen).

Die Hauptstadt Yaoundé bedeckt heute weit mehr als die ursprünglich 7 Hügel, der pompöse Präsidentenpalast auf einem Hügel ist ein Symbol der Regierung unter dem seit 1983 amtierenden Paul Biya. Je nach der Ankunft Ausflug auf den Mont Fébé mit einem Kloster der Benediktiner und gutem Blick, Stadttour.
Abends Rückflug mit AIR FRANCE, BRUSSELS oder am Sonntag von Douala mit ETHIOPIAN um 14:25 Uhr.

Leistungen: Reiseprogramm, Fahrten und Übernachtungen wie angegeben, Mahlzeiten wie angegeben (F – Frühstück / M – Mittagessen – M-Pn  Mittags-Picknick / A – Abendessen); lokale, englischsprachige Reisebegleitung wie angegeben in Kongo, RCA und Kamerun; Parkgebühren und Aktivitäten in Léfini und Nouabalé-Ndoki/Kongo inkl. 2x Gorilla-Trekking.

Nebenkosten: Internationale Flüge (ab ca. 800 €); Visakosten (Kongo 110 €, Kamerun 120 €, Zentralafrikanische Republik 100 €/bei der Einreise), Aktivitäten und Parkgebühren in Dzanga Sangha = vor Ort zu zahlen: Parkgebühr für zwei Tage, je ein Gorilla-Trekking und Elefanten-Beobachtung in der Sangha Bai: 450 €, 2. Gorilla-Trekking 330 €; Ausreise- und Einreisegebühren (ca. 90 €), Versicherungen, Trinkgelder.

Tourdaten
Termine / Preise
11.02.2018 - 24.02.2018: 4190.00€
05.08.2018 - 18.08.2018: 4190.00€


Basispreis: 4.190 €
Aufpreis p.P. bei
5 Teiln.: + 200 € p.P.
3 Teiln.: + 500 € p.P.
Einzelzimmer + 350 €
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