Special Tour Kongo - Reiseverlauf

Zum Lac Télé, isoliertester See der Welt

Eine Woche zu Fuss im Community Reserve, Kongo

Karte Special Tour Lac Tele

Nach langen Vorbereitungen gibt es nun endlich eine Pilotreise im Dezember 2018 für max. 8 TeilnehmerInnen; Reiseleitung Werner Gartung (ab 6 Teiln, sonst lokale Reiseleitung durch unseren Partner, rudimentär englisch sprachig). Die Tour war schon 2013 geplant – von Bangui aus/Zentralafrik. Republik. Dann begann dort das Chaos. Mittlerweile gibt e auch zuverlässige Flüge nach Impfondo, Beginn der Expeditionsreise.
Diese Tour ist einzigartig, aber auch während 6 Tagen anstrengend mit Null Komfort (zu Fuß durch Sumpfwälder zum kreisrunden Télé-See, Zeltcamps auf engem Raum).
Ziel ist der kreisrunde Lac Télé in Nord-Kongo (Brazzaville), gelegen im größten Sumpfgebiet des Kontinents, entstanden durch einen Meteoriten-Einschlag. Wir können deshalb nur in der Trockenzeit hierher reisen (Ende Dezember bis April). In den Sumpfwäldern lebt die größte Gorilla-Population des Kontinents (ca. 100.000, erst 2007 entdeckt), Schimpansen, Büffel, Antilopen; im See Krokodile; über 300 Vogelarten.
Den Télé-See umgibt seit dem 18. Jh. ein Mythos. Rund ein Dutzend Expeditionen wurden ausgesandt: dort sollen noch amphibische Wesen mit langem Hals und -Schwanz leben - Nachfolger der vor 65 Mill. Jahren ausgestorbenen Dinausaurier? Eines ist sicher: die Isolation bietet einen fast perfekten Schutz für viele Tiere - hier gibt es keinen Holzeinschlag und auch für Wilderer ist es zu mühsam.
Es ist der isolierteste, geheimnisvollste See der Erde – hier waren weitaus weniger Europäer (pro JAHR zwischen 2 und 5) als auf dem Gipfel des Mont Everest…

Klima
Trockenzeit: Dezember bis April (ab Februar ist es vollkommen trocken, mit geringer Luftfeuchtigkeit - eine ideale Reisezeit für diese Expedition; Regenzeit April bis November - höchste Niederschläge im August und November, mit kleiner Trockenzeit im Juli. Die Temperaturen sind wie überall im Tropenwald relativ gleichbleibend, im Durchschnitt Minimum 20, Maximum 31 Grad.


Zum Vergößern auf das Bild klicken                  Foto: Yann Arthus Bertrand / Getty Images

Reiseziel: Nord-Kongo, LTCR (Lac Tele Community Reserve)
Das Gebiet wird zu beiden Seiten durch mäandernde Flüsse begrenzt - im Osten durch den Likoula-aux-Herbes (herbes = Pflanzen) – und hat die Form eines nach unten spitz zulaufenden Dreiecks. Im Zentrum des fast menschenleeren Nordteils liegt der Lac Télé, entstanden vor ca. 80 Mill. Jahren durch einen Meteoriteneinschlag – 5 km im Durchmesser, nur max. drei m tief.
Rund 40% der Urwälder in Nord-Kongo sind Sumpfwälder. Das LTCR (Lac Télé Community Reserve) wurde 1998 mit über der Hälfte an Sumpfwald ausgerufen und von der WCS (Wildlife Conservation Society, New York) seither mit über 30 lokalen Mitarbeitern

A Tumba Lake

untersucht und betreut. Haupt-Aktivitäten sind Anti-Wilderer-Maßnahmen (Ranger), Sensibilisierung der Bevölkerung, Untersuchungen (monitoring) der Populationen und Wanderungen von Gorillas, Schimpansen und Elefanten.
Zweiseitige Projekt-„Zeitung“ (PDF)
WCS Kurzfilm – Luftaufnahmen Lac Télé Wetland Reserve

Projektsitz ist im Hauptort Epéna; von dort fahren wir etwa rund vier Stunden mit einem oder zwei einfachen Motorbooten nach Süden bis zum Dorf Boha. Von hier strömt der Likoula-aux-Herbes nach Südwesten und trennt das das Gebiet ein einen „Northern & Southern Block; im Nordosten befinden sich nördlich des Hauptortes Epéna (Beginn unserer Bootsfahrt nach Süden) die meisten der 27 Dörfer, aber auch westlich von Boha, am Likoula-aux-Herbes. Fast alle sind nur mit dem Boot zu erreichen.

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Im Projektgebiet leben etwa 20.000 Menschen; 59% sind jünger als 20 Jahre. 91% der Bewohner gehören zur ethnischen Gruppe der Bomitaba; sie zerfällt in drei Untergruppen und diese in weitere Gruppen. Grundnahrungsmittel sind Maniok und Fisch (meist als Trockenfisch konserviert), nur zum geringen Teil Fleisch aus der Jagd (bushmeat).
Der Nordteil mit dem Lac Tele ist 2.820 km² groß und besteht zum größten Teil aus Sumpfwäldern und Bäumen mit Stelz- Luftwurzeln sowie Euphorbien- und Agave-Arten. Der spitz zulaufende Südteil umfasst 1.580 km² und besteht überwiegend aus Savannen und saisonal überfluteten (v.a. von Okt. – Dez.) Waldgebieten.
Fast alle Gorillas (geschätzt: 100.000!) leben im Northern Block (in dem der Lac Tele liegt) und sind dort perfekt geschützt: das Gebiet ist für Holzfirmen nicht interessant und für Wilderer zu abgelegen. In der Trockenzeit - also während unserer Expedition - befinden sich fast alle Gorillas im zentralen Nordteil; bei beginnender Regenzeit wandern sie nach Osten ab in den sogenannten Terra firma-Wald: er ist höher gelegen und nicht in der Regenzeit überflutet. Die leichteren Schimpansen können dagegen auch im überfluteten Sumpfwald leben und ziehen erst nach Osten, wenn der Wasserspiegel stark steigt. Da Terra firma an den östlichen Fluss grenzt und hier die meisten Dörfer liegen, sind die Gorillas in der Regenzeit dort am meisten gefährdet (Wilderei).
Wasserbüffel leben überwiegend im Südteil, im Norden neben Gorillas, Schimpansen 9 Affenarten (mit wahrscheinlich der höchsten Dichte Zentralafrikas), Waldelefanten, Flusspferde, Duiker-Antilopen und Sitatungas (Sumpfantilopen), Waldschweine und schwarte Leoparden (Panther pardus). Weitere Tiere: Pythons, drei Krokodilarten im See, darunter das sehr gefährdete Dwarf-Krokodil (Osteolameus testrapis osborni) rund 300 Vogelarten, darunter Wildenten, Störche und Marabuts.

Homepage WCS Congo
Link WCS – alte Kakaoplantagen werden wieder genutzt

Mokelo mbembe - Dinosaurier am Lac Tele?
DinosaurierDinosaurier oder ähnliche Wesen gibt es am oder um den Lac Tele zu 99,9 % ebenso wenig wie „Nessie" im Loch Ness – die Dinos sind vor 65 Mill. Jahren ausgestorben. Den ersten Bericht über ein Monster im benachbarten Kongo lieferte schon 1776 Abbot Proyart aus den Likoula-Sümpfen. Seit 1880 wurden Expeditionen zum Lac Tele ausgesandt. Auch so nüchterne Biologen wie Carl Hagenbeck, Gründer des Hamburger Zoos, beteiligten sich daran (1909). Im Jahr 1932, drei Expeditionen später, sah Ivan Sanderson „etwas" im See - wahrscheinlich war es ein Hippo. 1980, weitere drei Expeditionen später, sah der Deutsche Hermann Regusters das Wesen und fotografierte riesige Fußabdrücke mit drei Zehen. Was alle Forscher so positiv stimmte, waren Berichte von Pygmäen in dem Gebiet mit genauen Beschreibungen. Sie nennen das geheimnisvolle Tier bis heute Mokelo mbembe - „Der den Strom des Flusses aufhält".
Der britische Biologe William (Bill) Gibbons war zweimal dort und verweist auf weitere Augenzeugen von 1988: „So the animals are still there, and I still want to find one!" (s. zweiter Bericht unten).

Bericht (engl.) mit Informationen zu allen Expeditionen
Artikel von William Gibbons (engl.) der an „Nessie" im Lac Tele glaubt

Schwierigkeiten, Anforderungen
Diese Tour ist nur für physisch/psychisch belastbare  Reisende geeignet. Durch das Fehlen jeglicher Infrastruktur während des Trekkings und die große Entfernung zur Hauptstadt Brazzaville sind im Falle von Krankheit, Unfall, oder eines sonstigen Ereignisses professionelle Hilfeleistungen nicht oder kaum möglich – trotz unseres Satelliten-Telefons. Wir schlafen eine Woche lang auf engstem Raum auf Isomatten (Zelte sind vorhanden) und das Essen ist einfach (oft Nudeln, Reis, Trockenfisch).Unerlässlich ist deshalb die Bereitschaft, sich auf einfache Verhältnisse einzustellen – sowie Humor und Flexibilität. Unser Marsch zum Lac Tele und zurück (zweimal drei Tage und ein Reservetag) wird von Trägern aus dem Dorf Boa erleichtert - die TeilnehmerInnen haben nur ihren Tagesrucksack. Die „Wanderung" ist körperlich nicht sehr anstrengend, aber eine mentale Herausforderung: 6 Tage im Sumpfwald, oft mit nassen Füßen (in der Nähe des Sees ggf. auch bis zu den Hüften im Wasser); beengte Zeltplätze, einfaches Essen, Insekten (aber sehr wenig Moskitos – Trockenzeit), ggf. Pythons im Wasser, und Krokodile.
Wichtig neben Anspruchslosigkeit und „Leidensfähigkeit" sind Toleranz und Humor. Es können sich jederzeit Tagesetappen auch ändern. s.o.Hier unterwegs sein heißt generell auch, lokale Gegebenheiten zu akzeptieren und sich den Anforderungen der Route aufgeschlossen stellen zu können. Wir trinken während der Trekkingwoche Wasser aus Lianen oder Bächen (Wasserfilter vorhanden). Es sind die Bewohner eines sogenannten "Entwicklungslandes", die uns hier überlegen sind.

 

Reiseverlauf *

* Diese Reise führt durch unwegsame, isolierte Gebiete und hat Expeditionscharakter. Dies beinhaltet evtl. Modifikationen des Programmablaufes, die sich aus den jeweiligen Umständen ergeben können. Die genannten Etappen sind deshalb nicht verbindlich und nur grobe Anhaltspunkte. Sollte jemand in der Gruppe erkranken oder umkehren müssen oder durch Überschwemmung kein Weiterkommen möglich sein, KANN das für alle bedeuten, den See nicht zu erreichen. In diesem Fall kann kein Schadensersatz geltend gemacht werden, ebenso wenig bei Routenänderungen, z.B. durch einen Ausfall des Fluges nach Impfondo oder technischen Pannen. Vor allem bei der Pilotreise (ab dem 26.12.18) handelt es sich um einen VERSUCH, den See zu erreichen. Die kann nur gelingen, wenn die  Wetterverhältnisse entsprechend sind und die Gruppe es auch physisch schafft.

1. Tag, Mittwoch: Flug nach Brazzaville
Die besten Flugverbindungen zu diesen Terminen bietet AIR FRANCE: von Paris Nonstop nach Brazzaville, 10:50 – 18:40 Uhr. Eine andere Alternative (aber meist teurer und mit Umweg): ETHIOPIAN AIRLINES, ab Frankfurt um 21:35, Ankunft am n. Tag um 11:10 Uhr. Sie „sparen“ aber nicht eine Hotelübernachtung – die muss dann zum Schluss drangehängt werden, s. 13. Tag.
BrazzavilleBrazzaville hat aktuell zwei Millionen Einwohner; das sind fast die Hälfte aller Kongolesen… Gegenüber, auf der anderen Seite des mächtigen Kongo-Flusses, erstreckt sich die Kapitale der „Demokratischen“ Republik Kongo, Kinshasa: über 12 Millionen Menschen leben dort.
Der Tour Nabemba, auch bekannt als Elf Tower, ist mit 106 Metern Höhe das höchste Gebäude Zentralafrikas und erhebt sich schlank-konkaves, metallisches Hochhaus direkt am Kongo. Der Turm wurde mit geliehenen Geldern des französischen Ölkonzerns Elf Aquitaine bis 1986 gebaut, um die (vermeintliche) Überlegenheit Brazzavilles Kinshasa zu demonstrieren. Ansonsten ist Brazzaville im Gegensatz zu Kinshasa eher ruhig und überschaubar. Übernachtung im zentraleHotel de la Paix oder der Résidence St. Jacques. Aufpreis 4* Hotel Ledger Palace mit großem Pool: 100 € p.P. im DZ, 180 € im EZ für diese und die kommende Nacht.

2. Tag: Brazzaville – Kongo-Fluss (ca. 30 km)
Das älteste, noch existierende Bauwerk der Stadt ist die im Backsteinstil um 1900 errichtete Kathedrale. Frankreich hat in der Stadt zahlreiche weitere architektonisch bemerkenswerte Gebäude und Bauwerke der Kolonialarchitektur und der klassischen Moderne hinterlassen (u. a. Kirche Sainte Anne, Air-France-Gebäude, Cinéma Vogue). Die Villa von Charles de Gaulle im Bauhaus-Stil von 1941 ist heute Residenz des französischen Botschafters. Hier war Charles de Gaulle mehrfach, der Gründer der France Libre-Bewegung, bis er 1945 Präsident wurde. Wir besuchen auch das älteste Viertel, Poto-Poto, und die berühmte Kunstschule und Galerie, die schon Mitte der 40er Jahre begründet wurde.
Am Nachmittag erkunden wir etwas den Kongo-Fluss und die weißen Felsen von Douvres nördlich der Stadt – Reporter und Entdecker Henry Morton Stanley („Dr. Livingstone, I presume“) benannte die Kalkgebilde nach denen von Dover seiner britischen Heimat. Wir fahren dann mit einer Piroge auf die Insel Faignoud, auf der auch Rinder weiden, oft begleitet von weißen Vögeln – viel Ruhe nahe der Hauptstadt. Weil es morgen zeitig losgeht, ist ein frühes Abendessen angesagt – in einem Gartenlokal hier auf der Insel: frische Salate, gegrillten Fisch oder Fleisch. „Absacker“ in einer Bar, etwa der Rapids Bar, und ins Hotel.
(F / A).

3. Tag: Brazzaville - Impfondo
ImpfondoFlug mit einer Boeing 737 der Canadian Airways nach Impfondo, angegeben für 09:30 – 10:45 Uhr. In Impfondo ist das Pioneer Christian Hospital, betrieben von der Global Outreach Mission in Buffalo, USA. Wir haben Medikamente für das Hospital dabei und sind hier herzlich Willkommen für einen Besuch. Der Ort hier am „Ende des Kongo“ ist einfach, gemütlich, Palmen dominieren. Bunte Sonnenschirme stehen vor Verkaufsständen, alle sind relaxt. Am breiten Oubangui-Fluss – jetzt mit Sandbänken – sind viele Händlerinnen und Händler mit ihren schlangen Holzbooten, den Pinassen. Einkäufe für die Reise, zum Beispiel Gas für den Kocher, Gemüse, Obst, Brot…
Abendessen und Übernachtung im „besten Haus am Platze“, dem zweistöckigen Hotel Tropicana direkt am Fluss. Einfache, aber angenehme Zimmer, Sitzgruppen draußen auf der Terrasse über dem Oubangui.
(F / A).

4. Tag: Impfondo – Epéna – Boa (84 Straßen-km, ca. 4 h Bootsfahrt)
Von Impfondo biegt die Asphaltstraße nach Westen ab - es sind 84 km nach Epéna. Diese Straße wurde in den 80er Jahren von Brasilianern gebaut, ohne jeden wirtschaftlichen Sinn - es gibt ja so gut wie nichts zu transportieren. Es war eine Idee des noch immer (seit 1979) amtierenden Präsidenten Dénis Sassou-Ngessou, sozusagen ein Sieg über den Sumpfwald. Die Strecke ist mittlerweile häufig tunnelartig zugewachsen und ca. 20% bestehen aus Schlaglöchern. Wir mieten uns für die Fahrt eines oder zwei der hier üblichen, klapprigen Kleinbuss.
Epéna liegt am Fluss Likoula-aux-Herbes, dem Projekt-Standort des WCS (Wildlife Conservation Society). Nach den Formalitäten fahren wir mit einem einfachen Holzboot (Außenborder) 3 – 4 Stunden südlich entlang des mäandernden Flusses Likoula aux-Herbes Herbes – Pflanzen) , passieren kleine Dörfer unter dem weiten, hohen Himmel, begegnen Fischer mit ihren schlanken Pirogen. Ab 5 Teiln. Fahrt in einem modernen Boot vom WCS, PLUS Holzboot für das Gepäck.

In Boha begrüßen wir nicht nur die Dorfältesten, sondern das ganze Dorf  – die Ankunft einer Gruppe von Weißen weckt nicht nur Begeisterung, sondern auch viele Erwartungen. Immerhin ist auch die Tagesgebühr pro Person für das Reservat (15.000 CFA/23 €) ein Beitrag zur Entwicklung, fließt doch alles ins Projekt.
Die Böden im einfachen Dorf sind sandig, es bieten sich gute Plätze für unsere Zelte, oft unter Palmen. Hier werden das ganze Gepäck aus- und umgepackt. Obwohl wir nur das Nötigste mitnehmen, kommt doch einiges zusammen – allein für die Küche (Gaskocher, Töpfe, viel Nudeln)… ab dem übernächsten Tag gibt es zum Frühstück nur noch Dosenbrot und Müsli (mit Milchpulver). Jede/r TeilnehmerIn/Teilnehmer bekommt noch eine Einkaufsliste, was mitzunehmen ist (wird erstattet) – das kann OASE REISEN nicht allein hinschaffen.
( F / M-Pn / A)

5. – 11. Tag: Zum Lac Télé und zurück
Eine Detailbeschreibung der Route kann es noch nicht geben - es ist eine Pilotreise.
In Kurzform: es ist nur meist trocken, selten sumpfig, am letzten Tag sind wahrscheinlich  Wasserstellen und Flussläufe zu durchqueren. Es gibt nur wenige Stellen für das Zeltcamp, man rückt zusammen. Bei spanischen Kollegen 2012 gab es nicht viele Tiere zu sehen (manchmal flüchtende Gorillas) weil die Träger sich wechselweise oder auf einmal auf dreierlei Weise die Zeit vertrieben haben: sich laut zu unterhalten (meistens), sich noch lauter zu streiten (häufig) oder zu singen (selten). Wir werden kein Radio dulden, die Zahl der Träger so gering wie möglich halten und ein „Schweigegeld" zumindest für einige Zeit morgens und am Nachmittag zahlen...

Sitatunga
Python

Eine Ausrüstungsliste wird nach der Buchung zur Verfügung gestellt. In Kurzform: das meiste Gepäck bleibt beim WCS in Epéna zurück, wir brauchen nur wenig Kleidung; pro Tag 2 Shirts, einzeln wasserdicht mit Unterwäsche verpackt - damit man bei der Rast und vor allem nachts trocken ist. Outdoor-Sandalen, und ein paar alte Turnschuhe, fertig. Mit Regen ist nicht zu rechnen, deshalb bauen wir nur das Innere der Zelte als Moskitoschutz auf.
Es kommt ein Koch mit, aber es sind keine kulinarischen Spezialitäten zu erwarten. Es wird oft getrockneten Fisch geben, Nudeln mit Sauce, Reis, nur am Anfang Obst und Gemüse. Mittags (Dosen-)brot mit Streichkäse und Salami, mal einen Nudelsalat, Bananen. Aber wir verzichten nicht auf einen Espressokocher, auch nicht auf einen Pastis zum Apéritif. Das Wasser wird vor Ort aufbereitet oder direkt aus Lianen getrunken. - wir schleppen kein Wasser in Plastikflaschen mit - und der Abfall selbstverständlich wieder mitgenommen.
Dann liegt am 3. Tag der Wanderung – so ist es geplant - die helle Wasserfläche des Lac Télé vor uns. Hier waren weniger Europäer als auf dem Gipfel des Mount Everest. Wenn wir Glück haben, sind Fischer auf dem See. Und wenn wir unwahrscheinliches Glück haben, sehen wir ein Wesen groß wie ein Elefant mit langem, schlanken Hals im Wasser…
Nicht in den See gehen, auch nicht zum Schöpfen von Wasser! Im See leben viele Krokodile, unter den Luftwurzeln oft Pythons. Platz zum Aufbau der Zelte gibt es direkt am Ufer nicht – das ist auch zu gefährlich. Gute Nachricht: eine Riesen-Python wie hier im Bild wird man meist nur sehen, wenn man sie wirklich sucht (wie die Amerikaner für einen Zoo im Bild). Evtl. schwimmt auch mal eine vorbei, aber sie sind sehr scheu.
Mitarbeiter des WCS sagen, dass man den Rückweg - auch beflügelt durch den Erfolg und noch mehr durch die Aussicht auf ein kaltes Bier und ein Bett - in zwei Tagen schaffen kann.
Diese zwei Reservetage geben uns mehr Sicherheit: für den Weg zum Lac Télé und zurück (zweimal drei Tage) kann es einer Verzögerung geben oder schon zu Anfang bei der Zusammenstellung der Träger. Wenn es nach Plan geht - umso besser.
( F / M-Pn / A)

12. Tag: zurück nach Impfondo
Es geht wieder auf die Asphaltstraße, die wie ein Fremdkörper im Sumpfwald liegt, im Nichts (bzw. in Epéna) beginnt und am Oubangui endet. Wieder im Hotel Tropicana, das uns mindestens wie das HILTON vorkommt.
Nochmals: Es kann Änderungen geben. Evtl. sind wir auch schon am Vortag in Impfondo, zum Beispiel.

13.- 14. Tag: Flug nach Brazzaville und Rückflug
An diesem Montag kommt wieder (und am Freitag) die Boeing 737 der CANADIAN AIRWAYS aus Brazzaville; Flugplanung: 12:00 – 13:15 Uhr. Wer mit ETHIOPIAN gekommen ist, kann erst morgen fliegen (ab 12:10 Uhr). AIR FRANCE: wir entspannen uns noch am Fluss und/oder in einer Bar; Tageszimmer zum Duschen und Umziehen, Abflug nach Paris um 21:35 Uhr, Ankunft z.B. in Frankfurt am nächsten Tag um 11:10 Uhr.
 

Leistungen:  Reiseprogramm und Übernachtungen wie angegeben; volle Verpflegung vom 3. – 12. Tag (sonst Ü/Frühstück, Reiseleitung durch Werner Gartung (nur bei der Pilotreise im Dezember 2018 bei mindestens 6 Teiln.) und lokale, englisch sprachige Reiseleitung; Gebühren für das Reservat, Träger, lokale Guide, Visabeschaffung, Inlandsflüge.

Nebenkosten: Intern. Flüge (ab ca. 1.000 €); Visum für Kongo (180 €), Versicherungen, Trinkgelder. Eine Isomatte (am besten ein selbst aufblasendendes Modell) ist mitzubringen, Zelte mit Innenzelt (als Moskitozelt) werden gestellt.

 

Tourdaten
Termine / Preise
26.12.2018 - 08.01.2019: 2690.00€
30.01.2019 - 12.02.2019: 2690.00€
17.04.2019 - 30.04.2019: 2690.00€

Indiv. Termine nach Wunsch auf Anfrage (Dezember bis April)

Basispreis: 2.690 €
Aufpreis p.P. bei
3 Teiln.: + 200 € p.P.
EZ-/zeltzuschlag: 190 €
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OASE REISEN
Werner Gartung
Im Hirtenstück 3
D -69151 Neckargemünd

Mobil: + 49 (0)176 11 83 53 11
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