Tour 120 - Reiseverlauf

Wüsten-Zauberland Tadrart

Sahara mit Geländewagen

KarteSeit 2012 ist die Tadrart-Region südöstlich von Djanet wieder offen, aber wir wollten ganz sicher sein. Die Algerische Sahara hat unendlich viel zu bieten – und das Reiseziel ist preiswert, im Gegensatz etwa zu Niger oder Tschad; die (langen) Inlandsflüge sind bereits im Preis enthalten. Nach langer Pause aufgrund von Sicherheitsproblemen ab dem Jahr 2000 starten wir wieder durch in die Algerische Sahara.
Sie können diese Tour mit der Reise 121 (auch So ab/an Djanet) als Verlängerung koppeln (Karawane) oder andere Verlängerungen anschließen (s. Button „Verlängerungen“): Hoggar-Bergland, Oasen, Algier und Tipaza!

Von Algier nach Djanet ist es weiter als von Algier nach Frankfurt. Nach der Ankunft in Algier geht´s weiter mit einem anderen Flieger nach Djanet und sofort zum ersten Zeltcamp in die Wüste. Wir reisen dann mit Geländewagen in das Tadart, südöstlich von Djanet, sehen im Tal (Oued) In Djaren die ersten Felsgravuren. Die Landschaften sind grandios:  mit einem riesigen, natürlichem Felsbogen, Sandsteinfelsen und hohen Dünen in den Farben von Cremegelb bis Orange oder Kaffeebraun.

Änderungen sind entgegen eines verbreiteten Vorurteils nicht eine Laune des unzuverlässigen Veranstalters, sondern für diesen durch die Kosten und den Arbeitsaufwand noch weniger erfreulich als für den Reisenden. Algerien verfügt nicht über eine “geölte“ touristische Infrastruktur wie zum Beispiel Marokko, Allah sei Dank.

Karte

Verlängerungen (von Sonntag bis Mittwoch): Flug von Djanet nach Tamanarasset und Fahrt zum Assekrem im Hoggar-Gebirge  (über 2.600 m,) inmitten einer lunaren Vulkanwüste, dann ein Tag Algier. Oder zur pastellfarbenen Stadtoase Ghardaia, bestehend aus fünf Oasen, umgeben von Dattelpalmen in der Felswüste, zum Schluss Algier und die Ruinenstadt Tipasa am Mittelmeer.

Sicherheit
Die einseitige Berichterstattung erweckt den Eindruck, Afrika (mit 56 Ländern!) sei verloren, „die Welt“ sei gefährlich, und die Warnungen des AA (Auswärtigen Amtes) scheinen dies zu bestätigen: fast jeder Eintrag eines (afrikanischen oder arabischen Landes beginnt mit dem Satz, das die Gefahr terroristischer Anschläge unvermindert fortbestehe. Das stimmt sogar, denn es ist ein fast weltweites Phänomen geworden.
Ist es verantwortungsvoll, eine Reise in die Algerische Sahara anzubieten? Die Antwort ist ja, unter der Prämisse des Differenzierens. So wie Afrika nicht gleich Afrika ist, so ist Algerien nicht gleich Algerien. Das Land boomt - nicht zuletzt dadurch, dass es hier (auch in Marokko) keinen „Arabischen Frühling“ gab, der woanders zum Albtraum wurde. Algerien hat viel Erdöl, Behörden und Militär lange Erfahrungen mit Bürgerkrieg und Terroristen aus den 90er Jahren. Sie wissen, wo es sicher ist, und wo nicht und haben kein Interesse an der Entführung westlicher Staatsbürger. So ist etwa das Tassili-Plateau noch gesperrt, das „Louvre der Sahara“, mit seinen meisterhaften Felsbildern: zu viel Verstecke, zu nah an Libyen. Das angrenzende Tadrart-Gebiet aber ist offen und wieder Ziel von kleinen Reisegruppen. Es ist ein Wüsten-Traumland mit bizarren Felsen und hohen Sanddünen.

Reiseverlauf*

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich. Enthaltene Mahlzeiten: F - Frühstück, M = Mittagessen (PN - Picknick, leichtes Essen), A = Abendessen

1. Tag (Fr): Flug nach Algier
Flug mit einer modernen Boeing 737-600 der AIR ALGERIE von Frankfurt nach Algier, 14:30 - 17:20 Uhr. Übernachtung im Ibis Hotel nahe des Flughafens – ein „Kasten“, aber gut gelegen und mit ebensolchen Zimmern und –Service. (Abendessen nicht enthalten).

2. Tag: Algier – Djanet, erste Nacht in der Sahara
Flug nach Djanet (so weit von Algier entfernt wie Frankfurt….), aktuell 09:30 – 13:00 Uhr. Rundgang durch die Oasenstadt und Kauf des wichtigsten Utensils – eines „Chèch“ – das mehrere Meter lange Tuch wird um den Kopf gewickelt, schützt vor Hitze, Sand und Staub. Begrüßung durch unsre Tuareg-Mannschaft. Wir verlassen Djanet in südöstlicher Richtung, bis In Djaren, am Rand einer wild erodierten Felslandschaft.
Erstes Camp in der Wüste unter dem grandiosen Sternenhimmel (Zelt, Schlafmatten werden gestellt). (F / M / A).

3. Tag: In Djaren – Moul N´Aga
Das Tadrart besteht aus bizarr erodierten Fels-„Skulpturen“, die sich aus weiten Sandfeldern erheben – oft changiert die Farbe des Sandes auch ins Rötliche.
Heute fahren wir vom Oued (Tal) In Djaren zu den Riesendünen von Moul N´Aga. Felsnischen von In Aharar beherbergen meisterhafte Gracuren aus der Wildtierzeit (Giraffen und Elefanten). Wir passieren die „Felskathedrale“ Téhé Tahoussaït.
Wie bei allen Saharareisen üblich, reist auch hier ein guter Koch mit. Das Essen ist einfach, aber schmackhaft und abwechslungsreich, Brot wird traditionell im Sand gebacken. Mittags gibt es meist kalte Küche - verschiedene Salate, mit gekochten Eiern, Thunfisch, etc., abends dann warmes Essen. Zum Schluss sitzen wir zusammen am Feuer und schlürfen den süßen Tee der Tuareg. Die Nächte unter dem grandiosen Sternenhimmel sind unvergesslich.
(F / M / A).

4./5. Tag: Moul N´Aga – Tin Tehak – Tin Merzouga
Der Riesen-„Torbogen“ von Tamezguide erhebt sich imposant vor rötlichen Dünen – eines der spektakulären Zeugnisse der Erosion, entstanden in Tausenden von Jahren. Tin Merzouga im östlichen Teil der Route besteht aus einem Fels-Labyrinth in rötlichem Sand (s. Bild). Während der Reise können Sie mehrere Stunden am Tag zu Fuß unterwegs sein – besonders lohnend am frühen Morgen und am späten Nachmittag.
(F / M / A).

6.- 8. Tag: Tin Merzouga – Oued Taffassaset - Oued Egharghar
FelsbildSportliche (und Frühaufsteher) können zum Sonnenaufgang die höchste Düne von Tin Merzouga erklimmen  und werden mit einem grandiosen Blick belohnt. Durch den Canyon d´Afazo gelangen wir wieder in das breite Oued von In Djaren und verlassen das Tadrart am Nachmittag des 7. Tages zum kaum besuchten Tassili de Monkhor – Grotten, bizarre Felsen erheben sich aus weiten Sandfeldern.
Wir passieren am 8. Tag das Dünenmeer des Erg (Dünen) d´Admer. Letztes Camp unter dem Sternenhimmel mit den obligaten drei Gläsern Tee nahe des berühmten Felsbildes „La vache qui pleure“ (weinende Kuh, s. Bild).
(F / M / A).

9. Tag: Djanet, Rückflug nach Algier *
Morgens Rückfahrt nach Djanet. Die große Oase hat einen sehr großen Palmenhain und besteht aus vier Einzeloasen am Rand von erodierten Trümmerbergen. Wir können uns dort duschen. Besuch der sehenswerten, alten Oase und des Palmenhains.
Rückflug nach Algier 13:55 - 18:35 Uhr* und Übernachtung wieder beim Flughafen bzw. Verlängerung (Tour 122 – Oasen, eine Woche – oder bis Mittwoch (Algier – Ghardaia - Tipasa). (F / M).

* Alternativ können Sie – Flugänderungen sind wie immer möglich – in der Nacht von Freitag auf Samstag nach Algier fliegen, aktuell 02:40 – 04:55 Uhr. Dann ist eine Stadtbesichtigung von Algier möglich. In dem Fall Fahrt mit dem Taxi ins neue, zentrale und modern renovierte City Hotel mit nur 34 Zimmern, in einem prächtigen weißen Haus aus der frz. Kolonialzeit.
Algier mit seinen Arkaden und Jugendstilhäusern am Meer ist imposant. “Alger la Blanche“, die weiße Stadt, wuchs wie ein Amphitheater hügelwärts.

10. Tag: Rückflug nach Frankfurt
Abflug um 10:15, Ankunft um 13:15 Uhr.
 

Leistungen: Inlandsflüge Algier- Djanet und zurück, Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen), englischsprachige, ab 4 Teiln. deutschsprachige Reiseleitung.

Nebenkosten: Flug Frankfurt – Algier und zurück (ab 280 €), nicht angegebene Mahlzeiten, Visakosten (60 €), Versicherungen, Trinkgelder.

Tourdaten
Termine / Preise
26.10.2018 - 04.11.2018: 1790.00€
16.11.2018 - 25.11.2018: 1790.00€
21.12.2018 - 30.12.2018: 1790.00€


Basispreis: 1.790 €
EZ/Zelt-Zuschlag: + 90 €
Aufpreis bei 2 Teiln.: 200 € p.P.

Bei Kombi mit Tour 121 (Karawane) oder Tour 122 (Oasen) Minus 500 € p.P.
Tour-Suche


OASE REISEN
Werner Gartung
Im Hirtenstück 3
D -69151 Neckargemünd

Mobil: + 49 (0)176 11 83 53 11
Mail: service@oasereisen.de