Tour 411 - Reiseverlauf

Hochland von Äthiopien

Kurzreise zum Kombinieren

Tour 410Äthiopien war eines der geheimnisvollsten Länder - und es zum Teil auch noch geblieben. Das christliche Hochland mit seinen steil abfallenden Tafelbergen und wilden Schluchten ist Kern dieser Reise. In Verbindung mit den Menschen und einer zweitausendjährigen Hochkulturgeschichte wird der Besuch Äthiopiens zu einem geistigen Abenteuer, das tiefe Spuren hinterlässt. Diese Reise eignet sich hervorragend als Verlängerung unserer Tour 400 nach Eritrea. Sie ist auch zu zweit kaum teurer (ca. 200 € p.P.) als in einer Kleingruppe.

Die drei historischen Orte Gondar, Lalibela und Axum bilden zusammen mit Klöstern im Tanasee kulturelle Höhepunkte dieser Reise. Die größeren Entfernungen im wild zerklüfteten Land werden mit modernen, zweimotorigen Bombardier Q 400 (78 Plätze) der zuverlässigen ETHIOPIAN AIRLINES überbrückt.

Sie reisen mit einem kundigen, deutschsprachigen Guide. Trotz des günstigen Preises übernachten Sie in guten, meist im Landesstil sehr geschmackvoll dekorierten Hotels. Sie können diese Reise individuell verlängern, z.B. in den muslimischen Osten mit der alten Stadt Harar oder im Süden, z.B. am Langano-See und bis zu den Völkern am unteren Omo.

Die Hälfte des Landes liegt über 1.200 Meer; das Kernland über 2.000 Meter. Die vulkanische Bruchzone des "Rift Valley" (die durch das Rote Meer verläuft) teilt das äthiopische Hochland in einen größeren westlichen und einen kleineren südöstlichen Abschnitt und setzt sich weiter nach Süden fort.

Reiseverlauf

1. Tag: Addis Abeba (Verlängerung von Eritrea: 9. Tag)
Abflug aus Frankfurt am Vortag, aktuell um 22:05 Uhr.
Verlängerung der Tour 400, ERITREA: am 9. Reisetag Abflug um 11:15 Uhr nach Addis Abeba, Ankunft um 12:40 Uhr. Die Stadt mit über 4 Mill. Einwohnern liegt auf 2.400 m Höhe und wurde von Menelik II zur Hauptstadt auserkoren, nachdem er 1889 zum Kaiser von ganz Äthiopien gewählt wurde. Addis Abeba wuchs ungeplant in Eukalyptuswälder hinein und wird von verstreut liegenden Stadtteilen geprägt. Seit einigen Jahren wird Addis mit großem Tempo modernisiert, gibt es seit 2018 eine 31 km Stadtbahn. Dennoch ziehen noch immer Esel und Pferde durch die Straßen, Frauen kommen schwer beladen mit Feuerholz vom Entoto-Berg.
Sie besichtigen das National Museum, wo unter anderem das Skelett von „Lucy“ ausgestellt ist. Danach können Sie im angeschlossenen Lucy Restaurant etwas trinken und Essen - es gibt auch draußen Tische. Anschließend fahren Sie auf den über 3.000 Meter hohen Entoto-Berg - von hier aus bietet sich ein grandioser Ausblick auf Addis Abeba, die „Neue Blume“. Sie besuchen den ehemaligen Palast des Kaisers Menelik II und die Marienkirche.Übernachtung in einem guten Mittelklassehotel, z.B. dem Caravan Hotel nicht weit vom Bole Airport.

2. Tag: Bahar Dar, der Blaue Nil und der Tanasee
Morgens (aktuell ab 07:10 Uhr) einstündiger Flug nach Bahar Dar - Hauptstadt der Amharen und am größten See Äthiopiens gelegen, dem Lake Tana. Nach der Ankunft fahren wir max. zwei Stunden 30 km auf schlechter Piste zu den Wasserfällen des Blauen Nil. Nach der Flussüberquerung mit dem Boot gelangen wir auf einer etwa halbstündigen Rundwanderung bis zum Becken des Wasserfalls.

Wasserfälle

Im Tanasee liegen 37 Inseln; 20 von ihnen mit alten Klöstern, die meisten stammen aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Wir unternehmen ab dem frühen Nachmittag eine Bootsfahrt von anderthalb Stunden zur Halbinsel von Zeghie. Gang von etwa 20 Minuten durch Heiligen Wald und Besuch der reich verzierten Rundkirche Ura Kidane Mehret; die meisten Malereien sind hier aus einer neueren Epoche  (Ende des 19. Jhdts.) Auch hier prächtige, vergilbte Malereien: Jesus am Kreuz und der Heilige Georg auf seinem Schimmel im Kampf gegen den Drachen sind immer wiederkehrende Motive. Übernachtung in der neuen und schönen Abay Minch Lodge - 40 Bungalows in Form von „Tukuls“ (lokaler Rundhütten) in einem tropischen Garten. Wunderbar!. (F / A).

3. Tag: Bahar Dar - Gondar (175 km)
Morgens fahren wir am Ostufer des Sees nach Gondar, der ehemaligen Kaiserstadt. Gondar mit dem Palastbezirk (Gemp) gehört ebenso wie Lalibela und Axum zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die von Mauern mit 12 Toren umgebene Palastanlage wurde von Kaiser Fasiladas (1632 bis 1667) begonnen und bis zur Kaiserin Mentuab (1730 – 1755) fortgeführt. Die Bauweise entspricht schottischen Burgen. Es wurde portugiesischer Einfluss vermutet, aber die Bauweise ist dennoch eigenständig.
Auf einem Hügel versteckt sich die Debre Berhan Salassie-Kirche hinter hohen Mauern. Das Torhaus wird von zwei Türmen flankiert; zwei Erzengel bewachen die schweren Türen. Besonderheit im Innern der reich bemalten Kirche ist die ganz mit Engelsköpfen verzierte Balkendecke.
Abendessen und Übernachtung im neueren Taye Belay Hotel aus Sandstein, nahe der Burgen. (F / A).

4. Tag:  Gondar - Axum
Kurzer Flug nach Axum (aktuell 09:45 – 11:25 Uhr). In der Kathedrale der Heiligen Maria von Zion (4. Jh., nach der Zerstörung durch Achmed Gran im 17. Jh. neu gebaut) soll im Allerheiligsten die Bundeslade mit den Gesetzestafeln von Mose aufbewahrt sein, die Salomons Sohn Menelik I aus Jerusalem entführte und auf einer Insel im Tanasee vergrub, bis sie mehrere Jahrhunderte später nach Axum gebracht wurde. Die Bibel berichtet von Wundern der Bundeslade - sie hat Flüsse umgekehrt und Städte zerstört. Und sie half Kaiser Menelik II, 1896 gegen die bewaffnete Übermacht der Italiener bei Adua (40 km östlich von Axum) zu gewinnen - sagen gläubige Äthiopier.
In Axum soll es über 100 Stelen gegeben haben. Die noch stehende größte ist 23 m hoch; die zerbrochene und am Boden liegende Stele misst 33 Meter. Etwa ebenso groß ist eine Stele, die unter Mussolini 1936 nach Italien gebracht wurde und seither in Rom den Petersplatz zierte. Sie wurde wieder Äthiopien übergeben und im September 2007 errichtet. Wir besuchen auch die Gräber des Königs Kaleb und seines Sohnes Gebra Maskal. Während seiner letzten Lebensjahre meditierte der König (514-542) als Einsiedler. Treppen führen hinunter in die Gruften mit steinernen Särgen und aus dem Felsen geschlagenen Verzierungen. Westlich von Axum sind die Ruinen eines großen Tempels - landläufig der "Palast der Königin von Saba" genannt, deren Grab sich gegenüber unter einer der groben, kaum behauenen Stelen befinden soll.
Abendessen und Übernachtung im guten, neuen Sabean Hotel – modern, Zimmer mit traditionellem Touch. (F / A).

5. Tag: Axum - Lalibela
Von Axum fliegen wir am Vormittag (aktuell 11:50 - 12:35 Uhr)  nach Lalibela. Die Stadt hat sich teilweise über die Hänge hinweg ausgedehnt und besteht im alten Kern noch aus zweistöckigen Tukuls (Rundhütten), einer altertümlichen Bauweise des Hochlandes. 10 der 11 Kirchen sind unter dem letzten mächtigen Zagwe-König Lalibela (1181-1221) entstanden. Der Legende nach erhielt er einen göttlichen Auftrag und wollte die Hauptstadt seines Reiches in ein neues Jerusalem verwandeln. Die Überlieferung berichtet weiter, Lalibela habe das Werk mit Hilfe von Engeln in 23 Jahren fertig gestellt. Handwerker aus Jerusalem und Alexandrien leiteten die gigantische Arbeit, die rund 100 Jahre gedauert haben muss.

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Die Felskirchen sind weltweit einzigartig - Bauwerke nicht durch Hinzufügen, sondern durch Wegnehmen und Aussparen. Treppen und Säulen, Türen, Schmuckwerk, Gesims, Regenrinnen, Skulpturen im Innern der dämmrigen Kirchen - alles ist aus einem Stück Fels entstanden. Wir besuchen den ersten Teil der Kirchen. Die größte Kirche ist Bet Medhane Alem, gestützt von 72 Pfeilern. Durch einen Tunnel gelangen Sie zur Bet Mariam-Kirche. Sie verfügt über fabelhafte Reliefs, die unter anderem Vögel und Tiere zeigen. Sie besuchen auch Bet Danaghel, eine Kapelle, die zu Ehren von Märtyrer-Nonnen gebaut wurde, und die Zwillings-Kirchen Bet Golgotha und Bet Mikael.
Als wolle sie sich bewusst absondern, versteckt sich die wohl schönste aller Kirchen weiter südlich hinter einem Hügel und alten Olivenbäumen: Bjet Georgis, die Georgskirche, ist rein monolithisch und besticht mit perfekter Kreuzform (s. Fotos).
Abendessen und Übernachtung in der familiär geführten (äthiopisch-deutsch) Sora Lodge auf 2.680 m. (F / A).

6. Tag: Lalibela
410_kaffee.jpgHeute steht die südöstliche Kirchengruppe auf dem Programm. Bet Amanuel ist eine der schönsten aus dem Fels gehauenen Kirchen im axumitischen Stil. Bet Merkorios hat ein wunderbares Gemälde der drei Heiligen, das im 15. Jahrhundert angefertigt wurde. Die beiden Kirchen Bet Abba Libanos und Bet Gabriel-Rafael waren wohl einmal die Behausung der königlichen Familie, bevor sie später zur Kirche umfunktioniert wurden.
Am Nachmittag werden Sie an einer traditionellen Kaffeezeremonie teilnehmen: der grüne Kaffee wird geröstet und frisch zubereitet. Äthiopien gilt als Urheimat des Kaffees: irgendwann zwischen dem 6. und 8. Jh. entdeckte ein Hirte zunächst an den Bocksprüngen seiner Ziegen die Wirkung der roten Beeren. Als Mönche merkten, dass man dadurch die ganze Nacht beten konnte, war ihr Genuss nicht mehr des Teufels, sondern göttlich. Ab dem 13. Jh. kam man auf die Idee, Kaffee zu rösten, und lange Zeit hatten Araber das Kaffee-Monopol.
Zweite Übernachtung. (F / A).

7. Tag: Lalibela – Addis Ababa (Verlängerung von Eritrea: 15. Reisetag)
Mittags (aktuell: 12:10 Uhr) fliegen Sie zurück nach Addis Ababa.
Am Nachmittag besuchen Sie das Ethnografische Museum im alten Palast Haile Selassies. Die Stadt mit über 4 Mill. Einwohnern liegt auf 2.400 m Höhe und wurde von Menelik II zur Hauptstadt auserkoren, nachdem er 1889 zum Kaiser von ganz Äthiopien gewählt wurde. Addis Abeba wuchs ungeplant in Eukalyptuswälder hinein und wird von verstreut liegenden Stadtteilen geprägt. Seit einigen Jahren wird Addis mit großem Tempo modernisiert. Dennoch ziehen noch immer Esel und Pferde durch die Straßen, Frauen kommen schwer beladen mit Feuerholz vom Entoto-Berg. (F ).

Sie besichtigen das National Museum, wo unter anderem das Skelett von „Lucy“ ausgestellt ist. Sie besichtigen den ehemaligen Palast des Kaisers Menelik II und die Marienkirche. Auf dem Rückweg hinunter in die Stadt besuchen Sie die Dreifaltigkeitskirche.
Abflug um 23:59 Uhr oder Verlängerung.

8. Tag:  Ankunft
Ankunft in Frankfurt um 06:10 Uhr (Direktflug).

 

Leistungen: Alle beschriebenen Fahrten und Eintrittsgelder; professionelle, lokela Reiseleitung (englischsprachig); Halbpension (Frühstück und Abendessen mit Mineralwasser); Detailkarte Äthiopien, Sicherungsschein.

Nebenkosten: Flüge nach Addis Abeba und Inlandsflüge (ca. 300 €),  Visakosten  (36 €, bei der Einreise 45 €), Versicherungen, Trinkgelder, persönliche Ausgaben.

Tourdaten
Termine / Preise
16.11.2018 - 23.11.2018: 1100.00€
30.11.2018 - 07.12.2018: 1100.00€
03.01.2019 - 09.01.2019*: 1250.00€
15.02.2019 - 22.02.2019: 1100.00€
15.03.2019 - 22.03.2019: 1100.00€

* Termin mit dem äth. Weihnachtsfest in Lalibela Alle Termine auch als Verlängerung der Tour 400/Eritrea!

Basispreis: 1.100 €
plus Flüge (ab ca. 700 € mit Eth. Airlines)
EZ-Zuschlag: + 180 €
Preis bei 2 Teiln.: + 150 € p.P.
Preis als Verlängerung der Eritrea-Reise: Minus 150 € p.P.



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