Tour 400 - Reiseverlauf

ERITREA: unbekannt, faszinierend

Verlängerung z.B. in Ägypten, Kombination mit Sudan/Nubien

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340px-Wappen_eritrea_svg.pngWir freuen uns, als einer der wenigen Veranstalter Europas wieder Eritrea anzubieten. Leider müssen wir aber alles offizielle zur extrem überbewerteten Landeswährung Nakfa tauschen (ein Euro = 15 Nakfa, Stand: Jan. 17). Dadurch ist die Reise teuer geworden.Das kleine Land besticht mit großer landschaftlicher und kultureller Vielfalt und bietet auch (Tauch-) Erlebnisse im Roten Meer mit der alten, arabisch geprägten Hafenstadt Massawa.

Musik-Kostprobe aus Eritrea (Ykre Belni)
Bilderbogen Eritrea (Fotos/Copyright: Werner Gartung)

Wer Äthiopien kennt und schätzt, sollte auch Eritrea bereisen. Eritrea ist bei uns kaum bekannt, obwohl viele Eritreer (etwa 30.000) unter uns leben und 2015 noch viele weitere gekommen sind. Das liegt vor allem am "National Service" in Eritrea - der viele junge Eritreer oft jahrelang in einen kaum bezahlten Arbeitsdients verpflichtet. Da das Land aber friedlich ist, wird es für Flüchtlinge aus Eritrea immer schwerer, hier Asyl zu erhalten . Das Land ist sicher, die Menschen sind überaus freundlich, die Orte und Attraktionen sind nicht weit voneinander entfernt. Allein die Hauptstadt Asmara ist eine Reise wert - mit Palmen-Alleen, unzähligen Cafés und bestens gepflegten Häusern im klassischen Bauhaus-Stil aus der italienischen Besatzungszeit (1896 - 1941). Eritrea war die italienische „Muster-Kolonie" (neben Süd-Somalia und Libyen) und wurde entsprechend rasch ausgebaut.

400_Asmara.jpgIn Keren westlich von Asmara sind wir auf dem Großen Markt und sehen, dass der 2. Weltkrieg bis hierher reichte - von der britischen Eroberung 1941 (gegen die Italiener) zeugen auch Friedhöfe. Teile des heutigen Eritreas gehörten vor dem Islam zum mächtigen Reich von Axum, dessen Spuren wir zum Schluss in Kohaito und Metera wir in Form von Stelen und Tempelresten sehen. Der Kontrast zwischen Asmara und dem arabisch geprägten Hafenort Massawa (gelegen auf zwei Inseln) könnte nicht größer sein - die Straße senkt sich auf 80 km Distanz und in vielen Kurven von 2.400 m auf Null.

Geschichte
In Äthiopien wie auch in Eritrea sind bzw. waren die beiden ehemaligen Rebellenchefs Präsidenten: Meles Zenawi (gestorben am 20.8. 2012) und in Eritrea Essays Afeworki. Beide gehören dem Volk der Tigrinia an (in Eritrea die Hälfte der Bevölkerung) und waren einmal befreundet. Während Zenawi Äthiopien zum Boomland Ostafrika entwickelte, reiche Äthiopier aus dem Exil zurückkehrten und investierten, ist es in Eritrea umgekehrt: viele der besten Leute leben im Exil, Tausende der (technisch sehr begabten) Eritreer arbeiten allein bei Mercedes.
Präsident Afeworki hat Eritrea international isoliert, wenngleich die Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland trotz seiner Außenpolitik traditionell sehr gut sind. Sein Handeln wird maßgeblich vom Hass auf Äthiopien bestimmt. Trotzig will er es der Welt und ihr Land zu befreien - Eritrea wurde 1995 von unabhängig und ist der zweitjüngste Staat Afrikas (zuletzt Sudan, 2011).
Eritrea war ab dem 1. Januar1890 italienische Kolonie; am 1.4.1941 wurden die Italiener in Keren von den Briten besiegt. Ab 1950 gab es nach dem UN-Beschluss eine Föderation mit Äthiopien. Aber dessen Kaiser Haile Selassie wollte allein herrschen - 8 Jahre später wurde die eritreische Flagge eingezogen, Gewerkschaften verboten. Das war der Beginn des offenen Kampfes gegen Äthiopien - Afrikas „30-jähriger Krieg" dauerte genau 33 Jahre, bis 1991: Haile Selassie wurde vom Kommunisten Mengistu Haile Mariam 1974 gestürzt, der Äthiopien mit dem „Roten Terror" überzog und erst 1991 floh - nach der Niederlage gegen Eritrea. Massawa verlor er schon 1990; am 24.5. (dem Nationalfeiertag) 1991 konnten die Kämpfer Eritreas Asmara kampflos einnehmen. Der Preis auf beiden Seiten war extrem: fast eine Million Tote auf beiden Seiten, Hunderttausende von Flüchtlingen, 60.000 Behinderte.
400_Banknote.pngDas Bergdorf Nakfa, 212 km nördlich von Asmara, wurde ab 1978 zum Zentrum des Widerstandes gegen die verhassten äthiopischen Besatzer - die Befreiungsbewegung EPLF operierte von hier. Nakfa wurde unzählige Male bombardiert - die findigen Kämpfer verlegten alles wichtigen Einrichtungen, auch Schule und Spitäler unter die Erde. Die Landeswährung heißt deshalb auch Nakfa. Leider ist ein Besuch von Nakfa derzeit nicht gestattet.

Sicherheit und weitere Informationen
Seit dem unseligen Grenzkrieg gegen Äthiopien 1998 gibt es keine Verbindungen mehr zwischen den beiden Ländern. Historische Orte im Süden (Grenznähe) wie Metera und das Kloster Debre Libanos sind gesperrt, es gibt keine Pressefreiheit. Es besteht aber keinerlei Risiko während der Reise; die seltenen BesucherInnen werden geradezu begeistert begrüßt. Asmara ist eine der sichersten Städte weltweit.

Reise- und Sicherheitshinweise (Homepage des Auswärtigen Amtes)
Homepage der Botschaft von Eritrea mit Infos und Visaantrag zum Download
Eritrea-Hilfswerk in Köln, mit weiteren Landes-Infos, Materialien

Klima
Im Hochland (2.200 - 2.600 m) ist es auch noch im Sommer erträglich. Es wird nie heißer als 30 Grad. Beste Reisezeit ist zwischen Oktober und März. Die Tagestemperaturen liegen dann bei 25, die Nachttemperaturen bei 5 - 10 Grad im Hochland, am Roten Meer bei 30 - 35 Grad, nachts ca. 20 Grad. In den drei Monaten von Juni bis Ende Juli  ist es am Roten Meer (Massawa) extrem heiß - diese Zeit sollte gemieden werden. August ist noch heiss, aber es geht, und das Hotel in Massawa ist klimatisiert.

Einreise, Gesundheit
Das Visum für Eritrea kostet 50 € (Botschaft in Berlin, Konsulat in Frankfurt). Die Bearbeitungszeit dauert ca. 4 Wochen - beginnen Sie also bitte rechtzeitig mit der Visabeschaffung. Die Devisen sind bei der Ein- und Ausreise in Eritrea zu deklarieren. Es sind keine Impfungen notwendig. Empfohlen: Tetanus-Impfung.

Programm, Reiseverlauf
In Eritrea entscheidet nicht das Tourismus-, sondern das Innenministerium über mögliche Reiseziele; dies liegt an der besonderen Geschichte und Situation des Landes. So können kurzfristig Reiseziele dieser Tour nicht mehr erlaubt sein (was aber unwahrscheinlich ist).

Reiseverlauf *

* Bei anderen Flugtagen (indiv. Durchführung) können wir das Programm entsprechend umstellen, damit der Markt von Keren am Mo nicht entfällt.

1./2. Tag (Freitag/Samstag): Flug nach Asmara
Die besten Verbindungen bietet EGYPT AIR: ab Frankfurt um 15:10 - 20:10 Uhr nach Kairo, Weiterflug um 23:20 Uhr, Ankunft in Asmara um 03:10 Uhr (Zeitverschiebung zu unserer Zeit + 2 Stunden). Abholung am Flughafen. Sie verbringen den Rest der Nacht und die kommende Nacht in einem guten 3* Hotel, z.B. dem Crystal Hotel.
Besonderheit und Attraktion von Asmara ist die Fülle gut gepflegter Kolonialbauten aus der italienischen Zeit zwischen 1870 und 1941 - die meisten aus den 20er und 30er Jahren - als der „Duce" Mussolini Asmara als „Piccolo Roma" ausbauen ließ, und als koloniales Schaufenster des industrialisierten Eritrea. Neo-Klassizismus, Kubismus, Art Deco, Expressionismus - viele Baustile sind hier zu sehen, ob im Cinema Roma oder dem berühmten Fiat Tagliero-Haus von 1938, das einem Flugzeug nachempfunden ist und nun als Tankstelle dient.

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Zentrale Achse von Asmara ist die mit Palmen bestandene Harnet Avenue mit dem einstigen italienischen Gouverneurspalast und dem Opernhaus, beides aus den 20er Jahren - ebenso wie die katholische Kathedrale.Rundgang durch Asmara, der „heimlichen Hauptstadt der Moderne“ - aus einem Dorf (bzw. 4 Dörfern - „ Arbate Asmere“ schufen Italiener eine Stadt der Zukunft für damalige Zeiten. Sie gehen vorbei am nahen Hamazien-Hotel mit dem großen Turm (1919), an Villen mit Palästen, die in der Toscana stehen können (die „Africa Pension“ mit einem bronzenen Cäsar im Sukkulenten-gefüllten Garten ließ ein Spaghetti-Millionär bauen) und hinunter zur Hauptachse, der mit Palmen gesäumten Harnet Avenue, der einstigen Independence Av. mit der imposanten Kathedrale (1916 - 1922 im romanisch-lombardischen Stil) - bis zum Theater von 1919, das auf eine Restaurierung wartet. Viele Straßennamen wurden nach der Unabhängigkeit 1993 geändert. Nirgendwo ist Asmara mediterran-italienischer als hier - man geht unter Palmen und flaniert vorbei an Läden und Cafés.Sie können sich immer wieder in einem der vielen Cafés erholen und mit Eritreern ins Gespräch kommen. Abendesssen nach Wunsch, z.B. in einer Pizzeria - rechnen Sie ca. 10 € für das Abendessen.

Dossier Asmara (Architektur)

3. Tag, Sonntag: Asmara - Keren (90 km)
400_Dampflok.jpgGleich nach dem Ausrufen ihrer Kolonie 1890 konzipierten die Italiener eine Eisenbahn - 1911 war Asmara mit Massawa verbunden, 1928 Asmara mit Agordat im Westen. Vor allem die Strecke zum Roten Meer war eine Meisterleistung (s.a. 6. Tag). Eine Dampflok wurde von eritreischen Eisenbahnfans restauriert und 2003 wieder in Betrieb genommen.Es gab immer wieder Probleme, durch den Devisenmangel Kohle aus Südafrika zu beschaffen, aber seit Sommer 2016 steht die letzte Dampflok ganz still - Mangel an Ersatzteilen, an Geld.
Allein auf der kurzen Strecke nach Nefasit gibt es 900 m Gefälle und 21 Tunnel (weiter nach Massawa dann nochmals 10). Die Strecke wurde 1911 in Betrieb genommen. Auf der Rückfahrt konnte man eine Riesen-Zisterne, Baujahr 1910, bewundern: hier können max. 7 Mill. l. Wasser in der Regenzeit von den Bergen abgefangen und gelagert werden. Für die kurze Fahrt benötigt die Lok ca. 10.000 l Wasser.
Die Dampflok fuhr als „Charterzug" bis Massawa und jeden Sonntag mit mindestens 8 TeilnehmerInnen gegen 8 Uhr von Asmara nach Nefasit (20 km) und zurück.
Leider ist (auch vorher nur für Männer) ein Besuch des Koptisch-orthodoxen Bergkloster Debre Bizen auf 2.400 m Höhe nicht mehr möglich; die Mönche fühlten sich gestört. Es wurde schon 1368 gegründet und beherbergt viele Manuskripte und andere Kirchenschätze.
Nach einem interessanten Vormittag in Asmara geht es auf die Fahrt nach Keren. Die landschaftliche und kulturelle Vielfalt auf diesen gut 90 Kilometern ist grandios: es geht von 2.400 auf rund 1.400 m hinunter; in einem großen Tal stehen viele Kandelaber-Euphorbien. Mit zunehmender Temperatur wird  alles afrikanischer: strohgedeckte Rundhütten überwiegen - oft vor knorrigen Baobabs und wie von Gigantenhand aufgetürmten Felsen: das könnte auch in Nord-Kamerun sein.
Abendessen im Hotel oder im Ort; Übernachtung im besten Hotel des Ortes am Ortseingang, dem modernen Sarina Hotel. Wenn Sie es lieber mit kolonialem Flair möchten: im Zentrum gibt es die „Albergo Sicilia“ mit Bouganvilleas im Innenhof und Original italienischen Bodenfliesen von 1910; leider ist der Komfort etwas dürftig.

4. Tag: Keren - Asmara (95 km)
KameleHeute am Montag wird hier der Wochenmarkt abgehalten. Menschen kommen von weither, vor allem mit Eseln, aber auch mit Kamelen. Der Viehmarkt ist besonders interessant - Kühe müssen auf einem „Testgelände" den Pflug ziehen, Dromedare sich „zusammenfalten" und wieder aufstehen; Zähne und Hufe werden geprüft und das Geschäft per Handschlag besiegelt. Marktfrauen in grellbunten Umhängen sitzen vor leuchtend roten Tomaten, Salat und Obst. Ähnlich urwüchsig ist es auf dem Holzmarkt in der Altstadt- Kamele und Esel müssen immer weiter gehen, um Brennholz zu transportieren. Wir stärken uns in einem kleinen Café (Spezialität: frischer Joghurt und Kuchen). Die Stadt ist sehr angenehm.
Beim Markt steht in der Nähe die „Madonna des Baobab": sie bot Italienern Schutz vor britischen Luftangriffen. Ein Teil des Baumes wurde zerstört, aber nicht die Kapelle. Auch Goldschmiede können besucht werden.
Am Nachmittag fahren wir wieder zurück nach Asmara; Bummel durch die Stadt, Abendessen, z.B. in einer Pizzeria. Übernachtung wieder zum Beginn der Reise.

5. Tag: Asmara - Dekemhare - Qohaito - Metera - Asmara  (310 km)
Abfahrt bis halb nach Süden - 35 km weiter nach Dekamhere. Unter den Italienern sollte der Ort 35 km südlich von Asmara das Wirtschafts- und Industriezentrum werden. Viele der alten Häuser wurden bei Angriffen 1991 beschädigt oder zerstört; einige alte Gebäude sind noch erhalten. Dekemhere ist eine angenehme, freundliche Kleinstadt - ebenso blitzsauber wie alle Städte in Eritrea.
Sie besuchen zunächst den imposanten„Grand Canyon“ Eritreas bei Adi Keyh ist im klaren Morgenlicht, bei Adi Keyh (50 km) und die nahe Ruinenstätte von Qohaito. Der Ort hatte Bedeutung als Station zum antiken Hafen Adulis am Roten Meer und wurde schon vor dem Axum-Reich im etwa 2. Jh. gegründet. Herausragend ist der Tempel von Mariam Wakiro mit noch 4 stehenden Säulen, ein mysteriöses Grab (das 1894 geöffnet wurde; man fand 70 Mumien), und die Reste eines prä-axumitischen Staudamms. Die Höhle von Adi Alauti (insgesamt eine Stunde Fußweg in herrlicher Landschaft) beherbergt Felsmalereien. Bitte fragen Sie bei Interesse den lokalen Guide, Ibrahim.

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Von Qohaito geht es weitere 22 km nach Senafe; einige km weiter beginnt das weitläufige Gelände der nur zum geringen Teil ausgegrabenen Anlage von Metera - gegründet im 5 Jh., war es die größte axumitische Stadtanlage nach Axum (im heutigen Nord-Äthiopien). 1868 von einem Franzosen entdeckt, gab es zwischen 1959 und 1965 Ausgrabungen. Es sind Reste von fünf Gebäudekomplexen zu sehen, auch mit einer gut erhaltenen Freitreppe (s. Bild). Bemerkenswert ist eine 5 m hohe Stele aus dem 3. Jh. - bevor sich das Christentum von Axum aus hier zwei Jahrhunderte später ausbreitete. Auf dem Obelisken sind vorchristliche Symbole zu sehen, wie Sonnen- und Mondsymbol. Auch die Landschaft mit erodierten Inselbergen ist interessant.
Am Nachmittag fahren wir gemächlich - auch wegen der schlechten Straße zwischen Senafe und  Adi Keyh - zurück nach Dekemhare und weiter nach Asmara.

6. Tag: Asmara - Massawa  (150 km)
Landschaftlich reizvolle Fahrt nach Massawa: 30 km nördlich von Asmara geht östlich und kurvenreich nach Nefasit und über Ghinda´e in die Ebene. Oben wachsen Kaffee, Papaya und andere Früchte; nach den Sommerregen ist es ab Oktober besonders grün. Mit Glück sehen wir Affen und Antilopen. Die Fahrt über den Rest-Nebelwald von Filfil zum Roten Meer ist seit 2016 nicht mehr möglich, weil die Straße defekt ist - ändert sich das, fahren wir wieder über Filfil.
Die letzten 50 km hinunter zum Roten Meer haben es in sich: der „Lonely Planet"-Reiseführer beschreibt den Weg als „dizzy downhill trip - 2.500 m Höhenunterschied mit unzähligen Kurven. Italiener schufen dieses Meisterwerk 1935/36 - und verlegten gleich die Eisenbahntrasse noch mit dazu.
Massawa war bis zum 19. Jh. ein wichtiger Ausfuhrhafen für Sklaven. Die Stadt entstand auf den zwei Inseln Taulud und Batsa, untereinander und mit dem nahen

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Festland durch Dämme verbunden. Der Kontrast zu Asmara im kühlen Hochland könnte nicht größer sein: in (meistens) feuchtwarmer Luft passieren Sie hier alte türkische Häuser mit den typischen Arkaden. Sie sind meist zweistöckig und viele noch gut erhalten. Der morbide Charme wird durch einige neuere Häuser aufgelockert, auch im ägyptisch-arabischen Stil. Am Hafen können Sie vor einer Bar den Tag ausklingen lassen. Übernachtung im guten, klimatisieren Dahlak Grand Hotel nahe der Altstadt (auf einer Insel im Roten Meer).

7. Tag: Rotes Meer, Massawa
Das Dahlak-Archipel besteht aus 209 Inseln; die kleinsten liegen wie ein verstreutes Puzzle östlich der Hauptinseln. Den Inseln vorgelagert sind meist Korallenriffe. Die Vorfahren der hier lebenden Fischer ließen bis zum19.Jh.sudanesische Sklaven nach Perlen tauchen. Hier leben auch Meeres-Schildkröten; es gibt rund 1.000 Fischarten und bis zu 3 m lange, sonst fast ausgestorbene Dugongs, die zu den Seekühen (Sirenen) gehören.
Auch die Hauptinsel Dahlak Kebir (mit 12 Dörfern) ist überwiegend kahl. Schon der deutsche Naturforscher Eduard Rüpell befand 1832, dass der „Anblick allenthalben und zu jeder Jahreszeit monoton und traurig" sein. Das ist tröstlich, denn seit Anfang 2013 ist ein Besuch der meisten Inseln nur mit einer Sondererlaubnis gestattet. Die nahe gelegenen Insel "Green Island" ist dicht bewaldet. Eine Bootstour dorthin unternehmen wir mit dem modernen Boot (Schattendach) unserer Partneragentur. Dort gibt es bereits schöne Gelegenheiten zum Schnorcheln.
Rückfahrt nach Massawa und Rest des Nachmittags zur freien Verfügung; zweite Übernachtung.

8. Tag: Massawa - Asmara (ca. 160 km)
Ihr Guide versucht, Nomaden der Rashaida zu finden. Die Mädchen und Frauen tragen lange, bestickte Gesichtsschleier; sie sind ebenso kunstvoll gearbeitet wie die überwiegend rot-schwarzen Gewänder. Während des Krieges flüchteten viele Rashaida in den benachbarten Sudan; ein großer Teil kam mit ihren Kamelen und Ziegen wieder zurück. Sie nomadisieren bis weit südlich von Massawa, am Rand der Danakil-Senke.
Es geht dann wieder hinauf ins kühle Hochland nach Asmara. Tageszimmer im Hotel.

9. Tag (Samstag): Rückflug
Rückflug nach Kairo 04.10 - 06:10, Weiterflug nach Frankfurt um 10:40 - 14:10 Uhr.

Leistungen: Reise mit allen Fahrten und Übernachtungen mit Frühstück, Bootstour ab Massawa, englischsprachige Reiseleitung; Detailkarte, Sicherungsschein.

Nebenkosten: Flüge, Visakosten (50 €), Mittag- und Abendessen, Versicherungen, Trinkgelder, persönliche Ausgaben.

 

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
22.12.2017 - 30.12.2017: 1590.00€
08.01.2018 - 16.01.2018*: 1590.00€
12.02.2018 - 20.02.2018*: 1590.00€
01.04.2018 - 09.04.2018*: 1590.00€

* Daten geeignet als Verlängerung der Tour 160/Nubien - bei Kombi Minus 200 € p.P.

Basispreis: 1.590 €
Bei 5 Teiln.: + 100 € p.P.
Bei 3/4 Teiln.: + 200 € p.P.
Bei 2 Teiln.: + 600 € p.P.
Flugkosten ca. 600 €
Einzelzimmer: + 240 €
Aufpreis 5* Hotel Albergo Italia, 4 Ü: 240 €
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