Special Tour Kongo DR - Reiseverlauf

Special Tour Kongo DR

Auf dem großen Fluss durch den Regenwald

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Diese beliebte Reise wird seit 2014 mit einem neuen, 34 m langen Boot durchgeführt. Ganz neu ist seit diesem Jahr: das Boot wird für die Rückfahrt ab Kisangani nicht mehr von einem britischen Veranstalter komplett gechartert.
Dadurch ergeben sich mehr Termine und auch Kombinationen: Sie können wie bisher die Teil-Etappen buchen (Mbandaka nach Lisala bzw. von Lisala nach Kisangani), nun aber eben auch diese Etappen rückwärts (= flussabwärts und etwas schneller). Zudem lassen sich beide Etappen auch als eine Reise gestalten, also Mbandaka – Kisangani bzw. umgekehrt.
Dies ist keine Luxusreise - der recht hohe Preis ist bedingt durch die Infrastruktur. Das Essen an Bord ist eher einfach, man sitzt auf Plastikstühlen und wäscht sich mit dem (sauberen) Kongo-Wasser. Am Nachmittags wird in der Nähe eines Dorfes festgemacht und abseits gezeltet. Viele Kontakte sind allein dadurch schon vorprogrammiert.

Kult-Klassiker «Herz der Finsternis »: Rezension

Als Kapitan Marlow 1881 in Joseph Conrads Erzählung den Kongo hinunterfuhr, gab es noch Elfenbein- und Menschenhandel; der todkranke Händler Kurtz hatte seinen Gartenzaun mit abgeschlagenen Köpfen dekoriert.
Ein Negativ-Image hat das frühere Zaire des korrupten Diktatos Mobuto bis heute: Rebellenkämpfe, Vergewaltigungen, Plünderungen, Mord. Man sollte dabei nicht vergessen, dass sich die Situation dort im Osten des Riesenlandes einerseits gebessert hat und sich rund 2.000 km Luftlinie östlich der Hauptstadt Kinshasa und auch fern unseres Reiseziels befindet. Sie reisen hier vollkommen sicher, die Menschen am Fluss sind sehr freundlich. Sie reisen fast wie im 19. Jahrhundert - wo man ankommt, wird übernachtet, wunderbare Begegnungen und Naturerlebnisse sind vorprogrammiert.

Boot, vorn mit Kunden
Sonnenuntergang

1885 hatte der belgische König Leopold II sich das riesige Gebiet förmlich unter den Nagel gerissen und sich im gleichen Jahr auf der Berliner Konferenz als « Privatbesitz » bestätigen lassen. Wie in frankophonen Ländern die Achse nach Paris noch immer vital ist, so ist das frühere Zaire von Mubuto (1997 gestürzt) bis heute eng mit dem einstigen « Mutterland » Belgien verbunden. In Brüssel leben viele Kongolesen, und wer dort ist, sollte sich unbedingt das von Leopold gegründete «Musée Royale d´Afrique Centrale» ansehen, gebaut im Stil des Versailler Schlosses, mit der weltgrößten Sammlung zentralafrikanischer Kunst. Und hinterher bei der Kongolesin Marie-Louise im herrlich dekorierten Les Jardins de Bagatelle essen.

Das Riesenland im grünen Herzen Afrikas ist reich an Rohstoffen, die Hauptstadt dezentral, Kupfer und andere Edelmetalle befinden sich im fernen Südosten, in Katanga - Sezessionskriege und Rebellenkriege waren dadurch quasi vorprogrammiert. Kongos Präsident, der hoch gebildete Patrice Lumumba, scheiterte daran. Erst 1997 konnte der krebskranke Diktator Mobuto von Laurent Kabila gestürzt werden, der Zaire wieder in Demokratische Republik Kongo umbenannte - der Name ist ein Hohn. 2001 starb er durch ein Attentat; sein Sohn Joseph folgte nach und ist bis heute Präsident des Riesenlandes.

Länder-Infos (Wikipedia)

Homepage Kongo-Kinshasa (mit guten Informationen und Archiv)

Boot, Kinder
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Unser belgischer Partner Michel van Roten lebt und arbeitet schon seit fast 25 Jahren in Kongo, Kinshasa, und kennt alle wichtigen Stellen des Riesenlandes. Seit einigen Jahren organisiert er eine Flussfahrt auf dem zentralen Kongo bis Kisangani; sie kann in zwei Etappen gebucht werden. Der Rückweg (flussabwärts) ist für eine komplette Gruppe aus England reserviert.
Die erste Tour ab dem 27.07. (blau markiert) führt von Mbandaka nach Lisala, die zweite mit Beginn am 08.08. auf dem Kongo weiter nach Kisangani - dort leben die berühmten Wagenia-Fischer; seit Jahrhunderten fischen sie unverändert artistisch von Holzgestellen aus und mit Reusen an den Stromschnellen. Beschrieben ist hier die zweite, interessantere (aber auch etwas teurere) Tour. Sie können noch kostenlos einen Tag zum Schluss in Kinshasa zu Beginn verlängern.

Das 34 m lange Holzboot erinnert an die „African Queen", ist aber viel geräumiger und afrikanisch-bunt. Hier wird gemeinsam gegessen; geschlafen am Rand von kleinen Fischerdörfern oder auf einer Sandbank im Zelt. Sie haben hier immer wieder Begegnungen und Erlebnisse mit freundlichen Menschen am legendären Strom - dem zweitlängsten Afrikas nach dem Nil.
Tagsüber sehen wir viele Fischer, vollkommen überladene „Fluss-Taxis", und oft gehen schmale Einbäume längsseits, aus denen Mädchen mit den hier üblichen „Antennen-Frisuren" frischen Fisch oder Obst anbieten.
Sie können an Bord lesen, oder einfach nur schauen - auf die grünen Wände des zentralafrikanischen Regenwaldes, in denen oft Affen oder Vögel lärmen.

Frühstück an Bord
Zeltcamp

 

Reiseverlauf

Unsere Fluss-Expedition umfasst, geteilt auf zwei Reisen, etwa 1.000 km zwischen Mbandaka and Kisangani, der längsten schiffbaren Strecke des 4.374 km langen Stroms.Gleich östlich von Kisangani fischen die berühmten Wagenia wie seit Jahhunderten von hölzernen Gestellen an Stromschnellen, die eine Weiterfahrt nach Osten verhindern. Bei Kinshasa sind ebenfalls Stromschnellen; der Kongo senkt sich auf 300 km Strecke um 265 m, bevor er bei Matadi in den Atlantik mündet. Der Transport auf beiden nicht navigierbaren Strecken erfolgt überwiegend mit der Eisenbahn.

Tiefe messen
 
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Das ist nicht unser Boot...

Das Flussboot ist größer, als das Bild vermuten lässt: 34 Meter. Es ist ein typisches Kongo-Boot, aber von unserem belgischen Partner komfortabel ausgebaut: mit Tischen, Stühlen, einer Küche, Generator für Licht und Kühlschrank, Toilette. Das Team besteht aus einem erfahrenen Kapitän mit zwei Helfern, einem Mechaniker, Koch und dem englischsprachigen Reiseleiter.
Wir essen an Bord und schlafen an ausgewählten Plätzen am Fluss, meist mit sandigem Uferbereich – in großen, rund zwei m hohen Zelten. Sie sind ausgestattet mit bequemen Isomatten mit Baumwollbezug. Mitbringen sollte man ein Leintuch und eine dünne Decke, Handtuch, ein kleines Kopfkissen, Taschenlampe,  „Anti Bite“ gegen Moskitos, wobei es hier am Fluss und in dieser Jahreszeit kaum Moskitos gibt.
Die Mahlzeiten werden auf dem Boot eingenommen: ein Frühstück auch mit Käse und Salami, ein leichtes Mittagessen mit viel Obst, Abendessen z.B. mit Fisch, Hühnchen, Gemüse, dazu z.B. Pasta oder Reis und auch den nationalen „Foufou“, Fladen aus Maniok-Knollen. Dazu Tee, Kaffee und Mineralwasser, inklusive.
Die maximale Teilnehmerzahl ist 16, die aber in der Praxis meist nie erreicht wird, Sie können von maximal 8 - 10 Reisenden aus verschiedenen Ländern ausgehen. Der einheimische Tourleiter spricht auch englisch.
Erster Termin: 27.07. - 12.08., 3.790 € (Mbandaka bis Lisala, Detailprogramm auf Anfrage).

1. Tag / 08.08.2017: Flug nach Kinshasa
Es gibt Verbindungen (ab ca. 750 €,/TURKISH Stand: 5. Mai 17.) mit TURKISH, BRUSSELS und EHTIOPIAN AIRLINES. Die besten (Nonstop-) Verbindungen hat BRUSSELS AIRLINES (ca. 930 €, Stand: 30.3.): Flug ab diversen Flughäfen nach Brüssel, nach Kinshasa 08:25 - 20:10 Uhr.
Meet & Greet am Internationalen Aéroport de Ndjili im Osten der Riesenstadt (ca. 12 Millionen Einwohner) Kinshasa. Bis 1966 hieß Kinshasa Léopoldville - benannt nach dem belgischen König. Zwei Flussarme des mächtigen Kongo bilden bei Kinshasa eine fast kreisförmige Schleife mit 40 km Durchmesser, den Stanley Pool; gegenüber liegt das „andere Kongo“ mit der Hauptstadt Brazzaville.
Transfer in Ihr Hotel, das 3* Invest Hotel, ein moderner Bau, aber mit großem Garten, Pool, guten Zimmern, zentral gelegen und sicher.
Alternative, ebenfalls im Preis enthalten: Hotel Estoril mit historisch-portugiesischem Charme, aber ohne Garten, im Zentrum, nahe des Bahnhofs: zweistöckiges Kolonialgebäude mit großen Balkons.
Plus-Option: 4* Hotel Venus mit Pool großen und komfortabel ausgestatteten Zimmer, Fitness-Center, Geldautomat (Landeswährung mit VISA-Karte). Aufpreis pro Zimmer: 90 €.
Weitere Informationen: Congo Travel Information and country Guide.

2. Tag / 09.08.: Kinshasa
MarktfrauKinshasa ist eine faszinierende, vibrierende afrikanische Großstadt mit vielen Sehenswürdigkeiten und praller Natur gleich außerhalb; unserer belgischer Partner ist auch hier seit vielen Jahren quasi zu Hause. Sie erwartet ein hoch interessantes Besuchsprogramm, das im Preis eingeschlossen ist (nicht aber Mahlzeiten außer Frühstück): Ab 9 Uhr fahren wir in den Süden zu den Stromschnellen von Lukaya und zum nahen Bonobo-Reservat, das 1994 gegründet wurde und Bonobo-Waisen aufnimmt, die hier in natürlicher Umgebung im Regenwald leben. Bonobos sind eine Schimpansenart, die nur am Kongo vorkommt. Wir erleben auch die Fütterung ab 11 Uhr.
Nach dem Mittagessen in einem lokalen Restaurant (nicht enthalten) besuchen wir ab ca.14 Uhr für rund eine Stunde das interessante Nationalmuseum am Mont Ngaliema mit hervorragenden Exponaten inkl. von Stanley, König Lépold und Stühle von Mobuto. Ab etwa 15:30 Uhr besuchen wir den interessanten Kunstmarkt im „Jardin de Symphonie des Art“: hier können Sie fündig werden, es gibt eine Riesenauswahl von Masken, Statuen - auch für Kenner. Ältere Objekte müssen deklariert werden, was die Agentur während Ihrer Reise für Sie übernimmt.
Danach besuchen wir die Kongo-Stromschnellen von Kinsuka. Gegen 18 Uhr Fahrt in Ihr Hotel zum Duschen, Abendessen empfohlen im Club Nautique, dem Yachtclub von Kinshasa (nicht enthalten).

3. Tag / 10.08.: Kinshasa - Lisala
Flug mit der recht zuverlässigen CAA (Compagnie Africaine Aviation) via Gemena nach Lisala, vorgesehen 10:40 - 13:50 Uhr. Die Stadt am oberen Kongobogen hat rund 90.000 Einwohner und liegt rund 500 Straßen-km südöstlich von Bangui, Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik.
Lisala ist der Geburtsort des langjährigen (1965 - 1997) Präsidenten Mobutu Sese Seko. Ein großer Baum, "Libanga" nahe der Klinik, wo er geboren wurde, trägt eine Plakette:"This tree commemorates the birth of the Father of the Zairian Revolution, Mobutu Sese Seko, born on 14 October 1930."
Boarding auf GO CONGO", erstes Dinner hier und erste Übernachtung außerhalb am Fluss, im geräumigen Zelt.

4. - 12. Tag /  11.08. - 19.08.: Auf dem mächtigen Kongo nach KISANGANI

Highlights auf der Strecke:

Bumba:
In Bumba, rund 100 km weiter stromaufwärts, erweitert sich der mächtige Kongo extrem und wird stellenweise 20 km breit - wer am Ufer steht, glaubt auf ein Meer zu blicken - ein Meer mit vielen Wasser-Hyazinthen. Sie bilden oft undurchdringliche Inseln und erschweren selbst schlanken Pirogen das Vorankommen. Die Plage begann ab 1960, als ein Missionar aus Südamerika Pflanzen von dort mitbrachte. In der Gegend von  Bumba leben vor allem die Bafoto-Pygmäen.

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Yangambi:
Das Yangambi Biosphere Reserve ist ein Versuchscenter und umfasst die unglaubliche Zahl von 32.000 Baum- und Pfflanzenarten. Dort leben auch Waldelefanten und diverse Affenarten.

13. - 14. Tag / 20./21.08.: Kisangani
st33_Wagenia.jpgKisangani wurde vom britischen Forschungsreisenden (auf der Suche nach Dr. Livingstone) Henry Morton Stanley im Januar 1883 begründet und hat heute weit über eine halbe Million Einwohner. Bis 1966 hieß die Stadt Stanleyville.
Wir besuchen am Fluss alte Häuser aus portugiesischer Zeit und dann die Fischer der Wagenia - seit Jahrhunderten fischen sie an den Stromschnellen außerhalb von Kisangani von kunstvoll gebauten Holzgestellen. Mittagessen in einem lokalen Restaurant, am Nachmittag Besuch des Marktes und der Schauplätze der sogenannten Simba-Rebellion 1964.
Zwei Übernachtungen im gemütlichen Hotel Palm Beach am Fluss, mit 19 Zimmern and cool Aircon...

15. Tag / 22.08.: Kisangani - Kinshasa
Wir haben noch Zeit - entweder, die Wagenia-Fischer nochmals zu besuchen, über Märkte zu bummeln oder uns im Hotel oder an Bord zu erholen.  Der CAA-Flug (Boeing) startet um 15:45 nach Kinshasa, Flugdauer: eine Stunde. Sie sind wieder im Hotel Ivest.
17. Tag / 23.08.: Kinshasa und Rückflug
Besichtigung von Kinshasa; Rückflug, z.B. mit BRÜSSELS um 20:15, ETHIOPIEN um 13:00 Uhr.

17. Tag / 24.08.: Ankunft
 

Leistungen: alle Transfers und Transport (Inlandsflüge, Boot, Fahrzeuge), englischsprachiger Guide, je zwei Übernachtungen in Kinshasa und in Kisangani mit Frühstück, volle Verpflegung während der Tour, geräumige Zelte mit Schlafmatten, 4 l Mineralwasser pro Tag und Person, Detailkarte Kongo.

Zusatzkosten: Internationale Flüge, Getränke, Versicherungen, Trinkgelder.

Verlängerung um einen Tag:
Wenn Sie z.B. mit ETHIOPIAN AIRLINES fliegen (Abflug: 13 Uhr) oder einfach noch eine Nacht und einen Tag in Kinshasa verbringen möchte: plus 100 € p.P. im DZ inkl. Besuchsprogramm am 17. Tag (z.B. Zentralmarkt, Galerie „Symphonie des Arts“), kein Einzelzimmerzuschlag.

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
27.07.2017 - 12.08.2017: 3790.00€
08.08.2017 - 24.08.2017: 4170.00€
27.07.2017 - 24.08.2017: 5390.00€


Basispreis: ab 3.790 €
+ Flüge
EZ-Zuschlag: 400 €
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