Special Tour Madagaskar - Reiseverlauf

Erlebnis und Erholung in Madagaskar

Mit der Insel Sainte Marie

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Dies ist eine bewährte Madagaskar-Reise, geleitet vom Landeskenner Klaus Heimer. Er lebt seit 16 Jahren als freier Fotograf und Journalist auf seiner Trauminsel und ist Autor des Madagaskar-Reiseführers vom Reise Know-How-Verlag.

Die Route führt zunächst in die Vulkanlandschaft um Analavory, Miarinarivo und Ampefy, dann in den Osten der viertgrössten Insel der Welt und über den Pangalanes-Kanal, Tamatave, Foulpointe und Soanierana-Ivongo per Fähre zur einstigen Pirateninsel Sainte Marie. Von dort geht es mit Air Madagascar zurück in die Hauptstadt und direkt weiter auf der Nationalstrasse 7 bis Fianarantsoa, und mit dem „Zug des Lebens“, auch Dschungel-Express genannt, bis Manakara an der Südostküste.

Enthalten ist der Besuch von zwei Nationalparks und mehreren kleinen Reservaten. Viele Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung und den Lemuren, ein landeskundiger Reiseleiter und Fotomotive nonstop – die in dieser Form einmalige Reise wird sicher in bester Erinnerung bleiben. Selbstverständlich werden unterwegs auch lukullische Highlights geboten.

Reiseverlauf

1. Tag: Flug nach „Tana"
Die besten Flugverbindungen bieten AIR FRANCE: von Ihrem nächst gelegenen Flughafen nach Paris, von dort Nonstop 10:45 - 22:05 Uhr nach Antananarivo, nur „Tana" genannt.
Empfang am Internationalen Flughafen Ivato und Transfer in das nahe gelegene 3 * Hotel Orchid o.ä.

2. Tag: Antanarivo - Soavinandriana (ca. 150 km)
482_antananarivo.jpgDie Hauptstadt hat mittlerweile fast 2 Millionen Einwohner; in der quirligen Unterstadt ist die Avenue de l´Indépendence die Hauptverkehrsachse. Klapprige Autos und auch Pferdefuhrwerke prägen den Transport in der Hauptstadt, aber die meisten Menschen sind zu Fuß unterwegs.
Tana auf 1.300 m Höhe ist nicht im landläufigen Sinne schön, sondern bunt und lebendig. Die Stadt wurde im Jahre 1610 von einem madagassischen König gegründet. Er ließ 1000 Männer zurück, um das neu erworbene Territorium zu beschützen. Daher stammt auch der Name Antananarivo (Stadt der Tausend). Der ehemalige Königspalast hoch oben, Rova, wird seit 2009 restauriert; er brannte 1995 aus - ein imposantes, burgartiges, viereckiges Gebäude. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick auf die Stadt, erbaut auf 7 Hügeln.
Wir starten zur Fahrt mit vielen Fotomöglichkeiten auf der Nationalstraße 1 Richtung „Wilder Westen". In einem kleinen Dorf können wir zuschauen, wie zahlreiche Familien aus Dosenblech Miniaturfahrzeuge aller Art anfertigen, die weltweit exportiert werden. Über Miarinarivo (dort kann gerne das Schüler-Wohnheim mit angegliederter -Speisung des deutsch-madagassischen Vereins „Ny Hary" besucht werden) und Ampefy steuern wir die Kaffeeplantage des Griechen Cristos Spiliopoulo in Soavinandriana an, wo wir zwei Nächte bleiben werden.

3. Tag: Soavinandriana (ca. 100 km)
Wir lassen es auch heute etwas ruhiger angehen: gemütliche Spaziergänge zum Aussichtspunkt „Ilot de la Vierge", zum Wasserfall des Flusses Lily und zu Geysiren stehen auf dem Programm. Sie können auch den Ort erkunden und über den farbenprächtigen Markt schlendern - auch hier gibt es viel zu entdecken. Zweite Übernachtung bei Cristos.

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4. Tag: Soavinandriana - Antanarivo - Andasibe (300 km)
Wir starten spätestens gegen 7 Uhr und fahren langsam auf der RN 1 zurück in die Hauptstadt. Dort halten wir uns allerdings nur kurz auf, wechseln auf die Nationalstrasse 2 und legen noch rund 140 km bis zum wohl bekanntesten Nationalpark in Andasibe (Analamazaotra - Mantadia) zurück. Auf halber Strecke besuchen wir einen Reptilienpark, um einen Einblick in die Vielfalt der Kleintierwelt zu erhalten, die ständig für neue Entdeckungen und Überraschungen gut ist.
Mit Einbruch der Dämmerung gehen wir mit Taschenlampen auf die Suche nach nachtaktiven hellwachen Lemuren (meist Mausmakis; bislang wurden 16 Arten entdeckt, s. Foto 5. Tag), schlafenden Chamäleons und Baumfröschen. Zwei Nächte in der Vakona Forest Lodge - strohgedeckte, V-förmige Bungalows, inmitten herrlicher Natur.

5. Tag: Andasibe (ca. 50 km)
Die Morgenwanderung führt mit einem lokalen Guide als weiteren Begleiter durch den immergrünen Sekundärwald des Nationalparkes Analamazaotra auf dem Trail „Indri 2". Hier können wir mit etwas Glück zwei Familien der größten Lemurenart (Indri) sehen, die durch ihre markanten Rufe bekannt sind, sowie weitere hier heimische Halbaffenarten. Ornithologen kommen ebenso auf ihre Kosten wie Reptilienfreunde.

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Am Nachmittag erkunden wir den 17 km entfernten Mantadia-Park, der ursprünglicher und „wilder" aber ebenfalls gut begehbar ist. Mit etwas Glück kreuzen Diadem-Sifakas, Bambuslemuren und weitere Tiere unseren Weg.

6. Tag: Andasibe - Akanin´ny Nofy
(125 km ordentliche Strasse bzw. 7 km Piste) danach zwei Stunden per Motorboot auf dem Kanal
Spätestens gegen 7 Uhr starten wir von Andasibe durch auf der RN 2 bis Brickaville, kurz hinter der großen Eisenbahnbrücke biegen wir auf die Piste nach Manambato am See Rasoabe ab. Dort holt uns ein Motorboot ab und bringt uns ins Hotel Palmarium mit angegliedertem Lemurenpark, direkt am Pangalanes-Kanal. Erste Spaziergänge im Umfeld der Anlage. Das Hotel - eher eine Lodge - besteht aus 7 rustikal-konfortablen Bungalows.Akanin´ny Nogfy bedeutet "Nest der Träume".

7. Tag: Akanin´ny Nofy - Tamatave (ca. 60 km)
Am Morgen unternehmen wir eine mehrstündige Wanderung durch den Park mit seinen verschiedenen Lemurenarten, die uns neugierig beäugen werden. Hautnahe Kontakte sind möglich! Gegen Mittag Transfer per Motorboot nach Tamatave, der größten Hafenstadt des Landes. Stadtrundfahrt.

482_fulpointe.jpg8. Tag: Tamatave - Foulpointe
(drei Stunden per Motorboot, dann  rund 60 km bis Foulpointe)
Weiterfahrt bis zum beliebten Ferienort Foulpointe. Dort zwei Übernachtungen im konfortablen Manda Beach Hotel. Erkundung der Umgebung, des alten Forts, Strandbummel, Relaxen unter Palmen...

9. Tag: Foulpointe - Sainte Marie
(75 km Straße, dann etwa 2 Stunden Fahrt mit der Fähre auf die frühere Pirateninsel)
Fahrt nach Soanierana-Ivongo und Übersetzen mit der Fähre nach Sainte Marie. Übernachtung in der schönen Bungalowanlage Lakana, gelegen zwischen Flughafen und Hauptstadt am Strand, mit rustikalen, strohgedeckten Bungalows direkt am Meer.

10. Tag: Sainte Marie
Freier Tag auf Sainte Marie. Sie können den Süden mit der Ile aux Nattes erkunden oder Richtung Norden wandern, radeln etc.  Der Piratenfriedhof ist bei Ebbe recht sehenswert. Übernachtung  wieder im Hotel Lakana.

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11. Tag: Sainte Marie
Weiterer freier Tag auf Sainte Marie mit Erkundungen der Ostküste: die Seele baumeln lassen, Fischer bei der Rückkehr mit ihrem Fang fotografieren, einen weiteren sicher hinreißenden Sonnenuntergang genießen. Sie haben meist die kilometerlangen, von Kokospalmen gesäumten Strände ganz für sich allein. Übernachtung nochmals im Lakana.

12. Tag: Sainte Marie - Antanarivo
Je nach Verfügbarkeit des Fluges Sainte Marie Tana, Flug direkt nach Tana oder zuerst Fahrt mit der Fähre nach Soanierana Ivongo, dann mit dem Shuttle Bus nach Tamatave. Dort dann Nachmittag zur freien Verfügung, am Abend  Flug nach Tana und Übernachtung im Hotel Au Bois Vert o.ä. in Flughafennähe.

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13. Tag: Antanarivo - Antsirabe - Fianarantsoa (420 Straßen-km)
Fahrt auf der N 7 über Ambatolampy (Herstellung Tischfussballspiele und Alu-Kochtöpfe) in die Schmuck- und Edelsteinmetropole Antsirabe im südlicheren Hochland. Die Stadt liegt auf 1.500 m und dadurch klimatisch angenehm. Das Stadtbild mit liebevoll erhaltenen kleinen Häusern ist schön und bunt - kräftige Farbtupfer setzen auch die zahlreichen Rikscha-Fahrer; die Gefährte werden hier pous-pouss genannt (von „Pousser"- schieben). Die landschaftlich reizvolle, kurvenreiche Fahrt bringt uns nach Fianarantsoa, „die Stadt, "in der man Gutes lernt". Vom höchsten Punkt der „Stadt der 1001 Kirchen" haben wir einen tollen Überblick bis Richtung Ambalavao. Die Altstadt, von Kirchen gekrönt, schmiegt sich an einen Berg wie ein Dorf in der Toscana.
Falls noch Zeit bleibt, bummeln wir durch die restaurierte Oberstadt. Auf jeden Fall müssen wir die reservierten Sitzplatz-Tickets für die morgige Bahnfahrt abholen. Nacht in der gemütlichen, persönlich geführten Villa Sylvestre. Es ist ein Backsteinbau aus dem Jahr 1920 mit großen, schön dekorierten Zimmern.

14. Tag: Fianarantsoa - Manakara (163 Bahn-km)
Gegen 7 Uhr Fahrt mit dem legendären „Dschungel-Express", auch „Zug des Lebens" genannt, über 67 Brücken und durch 48 Tunnels, durch den Tropenwald an die Ostküste bis nach Manakara. Die Zugfahrt dauert im Normalfall 8 Stunden, aber es kann auch länger sein...

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An jeder Station bietet die Bevölkerung all das an, was dort typisch ist, von Flusskrebsen über gegrillte Fische Bananen, Mandarinen bis Maniok und Reiskuchen. Kurz vor Manakara kreuzen wir mit der Bahn das Rollfeld des Flughafens - das gibt es nur drei Mal auf der Welt.

Mehr Informationen über den Zug (in frz.).

Am Bahnhof in Manakara, wo Rikschafahrer die ankommenden Passagiere abfangen werden, nimmt uns der Fahrer auf und bringt uns zum schönen Hotel O'Delices am Meer mit ebensolcher Küche - Omen est Nomen...

Falls der Zug ausfallen sollte, besichtigen wir stattdessen die historische Oberstadt von Fianarantsoa und den Fahrzeughersteller Karenjy, die offizielle Automarke des Landes. Dann fahren wir im Bus nach Ambalavao. Übernachtung dann in Ambalavao im Hotel Bougainvillés oder ähnlich.

15. Tag: Manakara - Ranomafana (ca. 200 km)
482_chamaeleon.jpgHalber „freier Tag" in Manakara mit Besuch der Fischer, die vom Morgenfang zurückkommen, evtl. einer Pirogentour auf dem Pangalanes-Kanal etc. Am frühen Nachmittag Fahrt nach Ranomafana vorbei an  „Bäumen des Reisenden" und Gewürzplantagen. Abendwanderung entlang der Nationalparkstraße (es gibt mit Glück nachtaktive Mausmakis zu sehen, Chamäleons und vieles mehr).
Nacht in der Lodge Chez Gaspard mit strohgedeckten Bungalows in hüglig- tropischer Umgebung.

Falls der Zug ausfallen sollte, besuchen wir am Morgen 12 km südlich von Ambalavao das Reservat Anja, wo wir gute Chancen haben werden, einige Familien von Katta-Lemuren zu sehen. Anschliessend dann Fahrt nach Ranomafana und Übernachtung.

16. Tag: Ranomafana- Sahambavy (85 km)
Besuch des etwa 40000 Hektar großen Regenwald-Nationalparkes Ranomafana mit seiner Fauna und Flora, darunter den 1986 von dem Deutschen Bernhard Meier entdeckten Goldenen Bambuslemuren. Der Park grenzt an den tropischen Namorona-Fluss.
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Mehr über den Nationalpark (und weitere Infos über Madagaskar)

Wir suchen u.a. Rotbauch-, Rotstirnlemuren und Sifakas. Nahe der Straße stürzt der Namorona-Fluss über Granitstufen.
Am Nachmittag Fahrt nach Fianarantsoa (anderthalb Stunden) und von dort mit der „Micheline" zum Sahambavy-See - 30 km, ca. 60 Minuten. Der „seltenste Zug der Welt" fährt auf 12 luftgefüllten Gummireifen der gleichnamigen Reifenfirma. Während der Kolonialzeit wurden Michelines in Afrika (mit Madagaskar) und Indochina eingesetzt. Gut zwölf Monate wurde die Michelin aus dem Jahre 1952 mit einem leistungsstarken deutschen 120 PS-Mercedes-Motor innen und außen restauriert. Der schnittige, weiß lackierte Oldtimer auf Schienen bietet seit 2010 wieder Sitzkomfort in der edlen Palisander-Klasse, eine Toilette, Stauraum für Gepäck und eine kleine Bar, zudem ausreichend Fenster für Fotografen und Filmer.
Vorgesehene Übernachtung im schön gelegenen Hotel du Lac am See.

17. Tag: Sahambavy - Ambositra (150 km)
Fahrt zurück zur Hauptstraße, der N 7. Die Betsileo sind Landschaftsarchitekten: sie nutzen die Erde bis in hohe Regionen zum Reisanbau. Im Ambositra machen wir Halt bei Holzschnitzern der Zafimaniry. In der Nähe befindet sich ein interessantes Natur-Reservat mit 6 Lemuren und 7 Chamäleon-Arten, vielen Reptilien und unzähligen Vögeln (fakultativ).
Übernachtung wieder im Hotel Artisan oder im Motel Violette, beide angenehm.

18. Tag: Ambositra - Antsirabe (130 km)
Fahrt auf kurvenreicher Strasse weiter nördlich durchs Hochland. In Antsirabe kurze Stadttour und ein Ausflug zum See Andraikiba. Anschließend evtl. Besuch eines Ateliers, wo aus recycelten Materialien Miniaturen entstehen. Übernachtung im Hotel Chambres du Voyageur oder ähnlich.

19. Tag: Ansirabe - Tana (180 km)
Rückfahrt im Minibus bis Ambatolampy. Dort evtl. ein Besuch eines Ateliers, wo aus Aluminiumresten (eingeschmolzene Motorblocks etc.) in Handarbeit Kochtöpfe gegossen werden. Dann Fahrt nach Tana. Je nach Ankunftszeit noch Besuch des Handwerksmarktes, anschließend Zimmerbezug und Übernachtung in einem Hotel am Flughafen bzw. Transfer zum Airport für den Rückflug mit Air France. Einchecken etwa 22 Uhr.

20. Tag: Rückflug
Vorgesehener Abflug um 01:10 Uhr, Ankunft in Paris um 10:55 und Weiterflug.

Leistungen: Alle Transfers, Fahrten (je nach Gruppengröße im Pkw oder Kleinbus; Zugfahrten (bei Änderungen des Fahrplanes muss Tour entsprechend angepasst werden); Hotelübernachtungen mit Frühstück; Eintritte in die Nationalparks und Reservate inkl. Parkführer (Andasibe, Ranomafana); deutsche Reiseleitung; Visum (bei Einreise); eine Flasche Mineralwasser pro Tag.

Nebenkosten: Internationale Flüge; Inlandsflug Sainte Marie - Tana (ca. 220 €); Mittag- und Abendessen* ; Getränke; Wassersport und evtl. Fahrradmiete in Foulpointe und auf Sainte Marie, Versicherungen, Trinkgelder.

* Mahlzeiten: ein normales Mittagessen ist für umgerechnet 3-5 € zu haben, ein Abendmenü ab 8 Euro. Kalkulieren Sie etwa 20 € pro Tag für Mahlzeiten ein - maximal - plus Getränke.

Programm- und Hotel-Änderungen sind vorbehalten, insbesondere bei Fahrplanänderungen des Zuges, Streiks, Überschwemmungen, etc.

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
29.04.2018 - 18.05.2018: 2690.00€
10.06.2018 - 29.06.2018: 2690.00€
14.10.2018 - 02.11.2018: 2690.00€


Basispreis: 2.590 €
EZ-Zuschlag: 450 €
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