Special Tour Kongo - Reiseverlauf

Facettenreiches Kongo

Das Beste vom Norden und Südwesten

Kamerun ist in jeder Hinsicht unglaublich facettenreich und ich konnte neue „Entdeckungen“ umsetzen - vor allem für den Kamerun-Reiseführer (Reise Know How-Verlag), der im kommenden Herbst erscheinen wird.
Reisen Sie zwei Wochen mit mir und meinem Kameruner Partner durch dieses faszinierende Land! Wir fahren mit maximal 6 Reisegästen. Es ist ein Kamerun-Programm, das es so nirgendwo gibt, mit bisher nie angebotenen Highlights.
Als langjähriger Reisefotograf kann ich Ihnen auch gern Foto-Tipps geben und Verbindungen zu Menschen herstellen. Wir freuen uns auf Sie!

Werner Gartung

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Auf dem Markt von Tourou, 6. Tag

Schon nach dem Ankunftstag fahren wir den Tropenwald-Fluss des Sanaga hinunter und besuchen Schimpansen. Eine Woche sind wir dann in Nord-Kamerun (Hin- und Rückreise nach/von Garoua mit einer neuen, sehr guten Inlands-Flugverbindung). Es ist im März dort recht warm und das Ende der Trockenzeit. Deshalb lassen sich in Nationalparks sehr gut Tiere beobachten (Waza, Bénoué, Bouba- Ndidja). Aber ebenso gilt unser Interesse den Menschen und ihren unterschiedlichen Kulturen: wir besuchen u.a. zwei besondere Märkte: am Logone-Fluss, der östlichen Grenze zum Tschad, und Tourou, wo viele Frauen Kalebassen (Bild) mit „Geheimcodes“ für Männer tragen… wir gehen durch die sandigen, von Lehmmauern flankierten Gassen des wichtigsten muslimischen Lamidats von Rey-Bouba, besuchen das Bergdorf Rhumsiki und den Dorfchef mit seinen rund 100 Frauen, lassen uns vom Schmied in Amsa in den vulkanischen Mandara-Berge die Zukunft durch eine Krabbe deuten.
Die Lamidos hatten bis zum Beginn der Kolonialzeit praktisch unbegrenzte Macht. Jede Stadt  bis hoch nach Maroua hat bis heute noch einen Lamido-Palast. Noch sehr traditionell sind die Lamidate Rey Bouba und das Sultanat von Pouss am Logone - beide werden wir besuchen.
Nach dem Rückflug in die Hauptstadt Yaoundé erkunden wir den anglophonen Südwesten mit kleinen Königreichen und üppig grüner Vulkanlandschaft mit Kraterseen und Wasserfällen, besuchen u.a. eine Tee-Plantage und eine Käse-Kooperative.
Auch für diese Reise sind eine Reihe interessanter Vor- oder Nachprogramme möglich, s. Button Verlängerungen - z.B. durch die Besteigung des Mt. Cameroun oder Südwest-Kamerun).
Oder Sie relaxen einfach noch einige Tage am Palmenstrand von Kribi in einem guten Hotel.

Reiseverlauf

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.

1. Tag, Sa, 1. März 2014: Flug nach Douala
Flug nach Kameruns „Wirtschafts-Hauptstadt" Douala. Wir empfehlen BRUSSELS AIRLINES mit Anschlussflügen von diversen Städten, z.B. Frankfurt 09:20 - 10:20 Uhr. Weiterflug nach Douala, 14:50 - 21:40 Uhr. Diese Flüge kosten derzeit (Nov.) nur ca. 620 Euro.
Abholung von Werner Gartung und seinem Partner, Übernachtung in Douala im deutsch geführten „Seemannsheim"  mit einem Pool unter Palmen und frisch gezapftem Bier.

2. Tag: Douala - Edéa - Yaoundé (240 km) - Flug nach Garoua
Wir wollen bis 7 Uhr das Hotel verlassen. In Douala gib es keine großen Sehenswürdigkeiten. Kurzer Besuch des Pagoden-ähnlichen Palastes des früheren Douala-König „Rudolf“ Manga Bell, der 1914 von den Deutschen wegen Verrats hingerichtet wurde. Fahrt nach Eséka, 70 km, am breiten Sanaga-Fluss; hier gibt es eine Aluminium-Fabrik. Wir tauchen aber gleich ein in den Urwald und sehen in Marienberg (20 km) Gräber früher Missionare, die alte Kirche und Palmöl-Plantagen
Auf der Pongo-Insel im Sanaga leben über 60 Schimpansen ihre Eltern wurden Opfer von Wilderern. Sie nehmen Besucher auch gern mal an die Hand, s. Bild. Wir erfahren mehr über dieses private Projekt von Franzosen der Organisation Papaye. Weiterfahrt mit der Piroge zum dunklen Ossa-See, umgeben von Regenwald, Picknick.
kamerun_Schimpanse.jpgGegen 14 Uhr Weiterfahrt auf teilweise mehrspuriger Straße zur Hauptstadt Yaoundé, die wir später noch besuchen.
Direktflug mit einer Boeing der guten Camair-Co von Yaoundé nach Garoua, 18:20 - 19:40 Uhr. Abendessen im besten Restaurant der Stadt, dem französisch geführten Le Poêlon, in der Nähe des Flughafens.
Garoua ist die Hauptstadt des Nordens. Sie hatte vor allem unter dem vorletzten Präsidenten Ahmadou Ahidjo Gewicht, der von hier stammte und das Land seit der Unabhängigkeit 1960 bis 1982 regierte und den mehr muslimischen Norden förderte. Die weitflächige Stadt ist heute verarmt; aus Ahidjos Zeit stammt noch der überdimensionierte Flughafen. Präsident Paul Biya regiert seit 1982 und stammt aus dem Süden. Dem Norden wurde der Geldhahn weitgehend zugedreht. Symbol des wirtschaftlichen Niedergangs sind leere und halb verfallene Lagerhäuser am  Hafen; seit rund 20 Jahren wird kein Schiff mehr an den massiven Poldern der Kaimauer vertäut.
Übernachtung im sehr guten Hotel Relais St. Hubert mit großen, Stroh gedeckten Bungalows und Pool, Abendessen.( F / M-Pn / A).

3. Tag: Garoua - Guider - Maroua (230 km)
Wir werden den verlassenen Hafen besuchen und Händler mit traditioneller Medizin besuchen- unter anderem Affen- und Krokodilköpfe, Krallen, Rinde, und viele Kräuter.
Gleich hinter Garoua flankiert zur Linken eine eindrucksvolle Tafelberg-Kette die Straße bis hinter Pitoa, 17 km.  Wir fahren auf der neu geteerten N 1 weiter nach Norden, durch das Zentrum des Baumwoll-Anbaus; geerntet wird im Februar. Im März holen Lkws der SODECOTON die Baumwolle ab; sie wird in Garoua in der SICAM-Fabrik gesponnen und teilweise weiter verarbeitet.
Bei Guider geht es zur Kola-Schlucht, 5 km. Das überwiegend trockene Flussbett (Mayo) des Loti = Mayo Loti besteht hier auf mehreren Quadratkilometern aus blaugrauen Granitfelsen, die rund ausgewaschen sind und sich zu einer fast 10 m tiefen Schlucht verengen. Jetzt in der Trockenzeit ist hier nur ein Rinnsal, aber der Ort bietet gute Möglichkeiten für das Mittags-Picknick.
Gleich nördlich außerhalb von Bidzar gleich östlich von Guider besuchen wir Felsgravuren: ein Fötos, eine Schildröte, eine Pfeife. Es gibt hunderte von Gravuren auf einer Fläche von einem mal 2,5 Kilometern, die zuerst 1933 erwähnt wurden. Sie stammen aus der frühen Eisenzeit  (2500 – 1500 v.u.Z.) Mehr Informationen.
Mit schattigen Alleen und vielen Lehmhäusern hat sich Maroua zum großen Teil noch einen ländlichen Charakter bewahrt. Hier leben auch viele (Kunst)-handwerker wie Weber, Gerber, und Gelbgießer (Bronzearbeiten).
Übernachtung im gemütlichen „Relais Porte Mayo", einer Wohlfühl-Oase mit Atmosphäre, mit guter Küche und großen, klimatisierten Bungalows im Stil von Rundhütten, deutsche Leitung. à la carte, ab ca. 10 € Abendessen nicht enthalten (F / M-Pn).

4. Tag: Maroua - Pouss - Maga (120 km)
301_21d.jpgWeiterfahrt nach Osten, wieder  die Grenze zum Tschad.
Pouss liegt direkt am Logone-Fluss; wir besuchen den Palais (Saré) des Sultans (Lamido). Am heutigen Dienstag ist hier der traditionelle Wochenmarkt direkt am Fluss - entsprechend viele HändlerInnen und Kunden reisen mit der Piroge an, auch von der anderen Seite, aus dem Tschad, andere mit Kamelen. Außerhalb des Ortes sehen wir noch traditionelle, kuppelförmige Hütten der hier lebenden Mousgoum. Sie sind bis zu 7 m hoch.
Nachmittags geht es rund 10 km nach Westen, zum Ort Maga. Der große Maga-See ist ein kontrolliert überflutetes Gebiet und dient der Bewässerung ausgedehnter Reisfelder.
Während einer Bootsfahrt begegnen wir Fischern und sehen wir mit Glück auch Hippos (Flusspferde). Einzelne Gehöfte, umgeben von Dumpalmen, stehen auf winzigen Inseln mitten im Wasser.
Eine erstaunliche schöne, strohgedeckte  Hotelanlage mit großem Pool und Park mit alten Bäumen in der Nähe des Maga-Sees die strohgedeckte Domaine du Lac. Die Lodge wurde als Clubhaus für die leitenden Angestellten erbaut. Pächter ist ein Franzose, der auch Jagd-Safaris veranstaltet (u.a. Entenjagd auf dem See). Hier können uns noch am Nachmittag (am Pool) erholen. (F / M-Pn / A).

5. Tag: Maga - Waza-Nationalpark - Mora - Oudjilah - Maroua (250 km)
Früher Aufbruch (bis halb sieben). 20 km westlich von Maga führt eine Lehmpiste nach Norden und dann 60 km weit quer durch den Waza-Nationalpark. Jetzt in der Trockenzeit sind die rund 400 Elefanten des Parks nach Norden an die Tschad-Grenze abgewandert (Reservat von Kalamaloué), wir sehen aber mit Glück Giraffen und Löwen, sicher aber Antilopen und Affen. Mittagessen m kleinen Ort Waza (rustikal, aber lecker), Entspannung und ein Kaffee auf der Terrasse des Hotels aus kolonialen Zeiten, das an große Felsen gebaut wurde. Von oben bietet sich ein 360 Grad Panoramablick auf die brettflache Ebene des ehemaligen Tschad-Meeres.
Eine Piste hinter Mora windet sich in steilen Serpentinen auf 800 m Höhe etwa 10 km weit zum Dorf Oudjilah. Die kunstvollen Lehmhütten mit extrem spitzen Strohdächern sind eng zusammen gebaut. Der Dorfchef der Podoko wohnt hier mit seinen etwa 50 Frauen und über 110 Kindern, umschlossen von hohen Lehmmauern. Wir werden hier den berühmten Erntetanz der jungen Mädchen erleben; jede tanzt mit einer Sichel.
Es geht zurück nach Mora und auf sehr guter, 2013 reparierter Straße 60 km zurück nach Maroua. Oft sind hier gigantische Felskugeln an den Hängen und in der Ebene zu sehen, ebenso wie Familiengehöfte der Kirdi, hier an den östlichen Ausläufern der Mandara-Berge. Abendessen und Übernachtung wieder im schönen „Porte Mayo“. (F / M).

6. Tag: Koza - Tourou - Rhumsiki (260 km)
Auf guter Asphaltstraße geht es zunächst 80 km wstlich nach Mokolo. Weiterfahrt von 40 km nach Nordwesten auf einer Piste nach Tourou an der nigerianischen Grenze. Heute am Donnerstag ist hier der Markt - einer der interessantesten von ganz Westafrika. Die Anreise auf schlechter Piste lohnt sich: viele Frauen tragen rote, bemalte Kalebassen wie Sturzhelme auf dem Kopf. Die Rückfahrt auf der gleichen Route wird uns nicht langweilig werden - die Landschaft ist sehr abwechslungsreich.
300_Maroua.jpgBei Mokolo besuchen wir der letzten traditionellen Schmelzöfen für Eisenerz, der ganz aus Lehm gebaut ist und von einer Fetischfigur bewacht wird.
Jeder Kilometer weiter nach Süden bietet auch heute wieder Abwechslung, Landschafts- und Kulturgenuss. Die Gegend zwischen Mogodé und Rhumsiki mit den Vulkanfelsen (Basaltfüllungen einstiger Vulkane) ist einzigartig und wurde vom Pariser Schriftsteller André Gide (1869 - 1951) euphemistisch als „schönste Landschaft der Welt" bezeichnet. Die steinigen Äcker wurden den Bergen mit Terrassen abgerungen; überall sind sarés zu sehen, kunstvolle Lehmgehöfte mit spitzen Strohdächern.
Abendessen und Übernachtung in Rhumsiki, mit Blick auf die berühmten Vulkanfelsen. Dort gibt es ein gemütliches, rund 50 Jahre altes "Campement"-Hotel mit strohgedeckten Rund-Bungalows, das von einem Schweizer geführt wurde und einem Kameruner gehört.(F / M-Pn / A).

7. Tag: Rhumsiki - Garoua - Lagdo (250 km)
Wir werden uns morgens durch  „Krabben-Orakel" des Schmiedes von Amsa bei Rhumsiki die Zukunft deuten lassen. Dann geht es auf einer passablen Erdpiste südlich nach Garoua und weitere ca. 80 km (das meiste Asphaltstraße) nach Lagdo. Der 308 m lange Staudamm von Lagdo wurde mit Hilfe von Chinesen zwischen 1977 und 1982 erbaut. 586 m2 Land wurden überflutet: sanfte Täler, in denen Fulbe ihre Zebu-Rinder weideten, verwandelten sich ab 1988 in einen Süßwasser-See, flankiert von schroffen, felsigen Höhenzügen.
Das Hotel Lagon Blau wurde von einem Deutschen erbaut, und wie: 10 klimatisierte, große Zimmer  in fünf Rund-Bungalows, mit weißen Wänden und tunesischem Himmelblau, die privaten Terrassen, mit einem weit vorgezogenen Strohdach. Hochkarätig ist der Blick auf den See mit kleinen Inseln, aufgetürmten Felsen hinter einer sandigen Bucht gleich am Hotel. Stünden hier noch Kokospalmen, wäre die Südsee-Idylle perfekt. Abendessen auf der Terrasse am See. (F/M-PN/A).

8. Tag: Lagdo - Rey Bouba - Nationalpark Boubandjida (270 km)
Gleich nach dem Frühstück beginnt der Tag sehr schön: Die felsige Insel Isle aux Damans ist eine Viertelstunde mit dem Motorboot vom Hotel entfernt. Dort leben über 700 der kleinen, schwanzlosen Damas-Antilopen.
Bald darauf geht es auf eine Piste, etwa 60 km nach Rey Bouba. 300_sultan.jpgWir sind hier im Zentrum eines der letzten intakten Königreiche. Der Sultan (nicht Lamido) herrscht wie im Mittelalter über fast 60.000 Untertanen und kontrolliert ein Gebiet so groß wie Belgien und Luxem-burg zusammen. Der Ort wurde 1799 von seinem Urahn Bouba N´Djida (nachdem der Nationalpark benannt ist) gegründet, einem Peulh aus Mali.
Der traditionelle Palast ist von 800 m langen und 7 m hohen Lehmmauern umschlossen und UNESCO-Weltkulturerbe. Hier befinden sich ausgedehnte Repräsentations- und Residenzräume und Hütten für seine diversen Frauen. Traditionell darf der Sultan nur dreimal im Jahr den Palast verlassen. Spione unterrichten ihn über alles, was in seinem Reich vorgeht. Dennoch ist Sultan Aboubakari Abdoulaye ein moderner Mann, der Rey Bouba auch den Besuchern gegenüber öffnete; er war bis zu seiner Einführung 2006 Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung. Sein Vorgänger und Bruder regierte nur drei Jahre und starb mit 28 Jahren. Wir müssen vorher unseren Besuch ankündigen und haben gute Chancen, vom Sultan empfangen zu werden.
Tcholliré, 34 km südlich, ist der „Ableger" von Rey Bouba. Es ist die zweite Residenz des baaba (Vater), wie der islamische Herrscher von Rey Bouba, der Lamido, hier genannt wird. Wir fahren weiter nach Osten zum Boubandjida-Nationalpark, sehen wir ca. 80 Mill. alte Dinosaurier-Spuren.
Der Nationalpark von Boubandjida ist mit 220.000 ha noch etwas größer als der von Bénoué, aber wesentlich isolierter und wildreicher; im Norden grenzt er an den Tschad. Zahlreiche Mayos (temporäre Flüsse) durchschneiden das hüglig-bergige und Gelände; im Zentrum der Mayo Lidi, an dem das Campement mit seinen 7 schönen Rundhütten (Boukarous) liegt. Es wird vom französischen Paar Paul und Mai Bour geführt, die auch Wildhüter und Ranger ausgebildet haben. Paul lebt seit 15 Jahren in Nord-Kamerun. 

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Wir unternehmen vor dem Abendessen eine Pirschfahrt. Die Zimmer und das Restaurant sind einfach, aber geschmackvoll dekoriert; das Essen ist hervorragend. (F/M-PN/A).

9. Tag: Boubanjida - Bénoué-N.P. - Garoua (260 km) - Yaoundé
Ausführliche Morgenpirsch. Es gibt im Nationalpark noch etwa 60 Nashörner, die seltenen, großen Elen-Antilopen, Löwen, Giraffen, Elefanten, Büffel, Gazellen, Flusspferde und viele Tiere mehr.
special_tour_Kamerun_hippos.jpgWir fahren zunächst 40 Pisten-km nach Süden aus dem Park heraus und dann etwa 50 km nach Westen, wieder nach Tcholliré. Von hier aus sind es rund 40 km zum schönen Campement „Grand Capitaine" im Osten des Bénoué-Nationalparks. Wir werden hier Mittag essen und passieren dann das „Mare aux Hippopotames", wo fast immer Hippos zu sehen sind. Der Bénoué-Park erstreckt sich halbmondförmig auf etwa 60 km Länge östlich der N 1. Nach rund 80 km erreichen wir die Südgrenze des lang gestreckten Bénoué-Nationalparks und fahren dann kurvenreich auf das Adamoua-Plateau nach Norden.
Wir sehen heute sicher Peulh (auch Fulbe oder Fulani genannt). Einst Vollnomaden, sind sie von schlanker Statur, relativ hellhäutig; die (oft wunderschönen) Frauen geschminkt und geschmückt. Reiterheere der Fulbe unterwarfen Ende des 18. Jhdts. den Norden Kameruns und gründeten die Lamidate. Als Bororo-Nomaden sind sie in Niger bekannt und feiern dort jährlich im September die Gerewol-Hochzeitsfeste; andere Gruppen haben sich im Hochland von Guinea festgesetzt.
Fahrt zurück nach Garoua; leichtes Abendessen; Flug nach Yaoundé 20:30 - 21:45 Uhr, Transfers zu einem guten 3* Hotel mit klimatisierten, ruhigen Zimmern. (F / M-Pn / A).

10. Tag: Yaoundé - Bafoussam (320 km)
Wir verlassen  nach Norden und fahren über Bafia nach Banganté. Weiterfahrt nach Norden zur traditionellen Chefferie von Bandjoun. Das fast 30 m hohe Haus der Notabeln brannte 2005 ab und wurde in dreijähriger Bauzeit originalgetreu und kunstvoll wieder aufgebaut. 10 km nördlich ist das Zentrum der Bamiléké: Bafoussam. Hier wird auch der Arabica-Kaffee verarbeitet.
Weiterfahrt von etwa 50 km in Richtung Foumban. Abendessen und Übernachtung im guten Hotel "Paradise Palace", ruhig gelegen und mit schöner Gartenanlage und Mahagoni-Möbeln, 15 km vor Foumban. (F / - / A).

11. Tag: Foumban - Tayindi - Kumbo (110 km)
special_tour_Kamerun_foumban.jpgFoumban ist die kulturell sehenswerteste Stadt West-Kameruns. Das Sultanat der Bamoun ist der südlichste Vorposten islamischer Kultur in Kamerun. Besuch des Palastmuseums, dem interessantesten des ganzen Landes: mit Thronsesseln, Tanzkostümen, alten Masken, Schmuck, Waffen und vielem mehr. Das dreistöckige Gebäude aus Ziegeln entstand ab 1917 unter König Njoya, der bis 1924 regierte. Sie besuchen auch die berühmte „Künstlerstraße" der Bamoun. Es ist interessant, den begabten Holzschnitzern oder Bronzegießern über die Schulter zu schauen. Auch Maler, Weber, Korbmacher und Sticker sind zu sehen.
Am frühen Nachmittag Pistenfahrt nach Norden bis Jakiri, vorbei am 2.335 m hohen Mbam-Massiv, im südlichen Teil der "Ringroad". Von dort geht es durch das bergige Grasland nach Norden, 23 km bis Kumbo. Wir besuchen die Mus´Art Gallery und treffen zum Abendessen Boniface Litika von der Sharon Farmer´s Group, dessen Modellfarm wir morgen besuchen. Einfaches, sauberes Hotel. (F / - / A).

12. Tag: Kumbo - Bamenda (150 km)
Auf der Farm erfahren wir viel über ökologischen Landbau, Heilpflanzenkunde und Bienenzucht. Sie wird von der deutschen Organisation Shisasay in Dresden gefördert; wir überweisen 50 € pro TeilnehmerIn und hoffen auch Nachahmer; die Organisation zieht nichts von den Spenden ab.
Der Ort Oku westlich von Kumbo wird von über 3.000 m hohen Bergen überragt. Besuch des Kratersees, Fahrt südlich nach Ndop und Besuch einer Kooperative, die Käse herstellt, und einer Honigfarm. Zwischen Ndop und Bamenda (gut 40 km) prägen Granitfelsen und verwitterte Basaltschlote die faszinierende Landschaft. Sie sind nun im anglophonen Kamerun. Bamenda ist eine schön gelegene, sympathische Stadt auf 1.240 m Höhe. Abendessen und Übernachtung in einem guten Stadthotel. (F / - / A).

301_villa_luciole.jpg13. Tag: Bamenda - Dschang - bei Nkongsamba (200 km)
20 km nördlich von Bamenda kommen wirnach Bafut und besuchen die Chefferie des obersten Würdenträgers der Bafut (Fon). Der rechteckige Palastbezirk gleicht einem eigenen Dorf und das Versammlungshaus im Zentrum aus dem Jahr 1902 ist ganz aus Bambus und von Holz-Statuen umgeben, daneben dient ein Backsteingebäude aus deutscher Zeit als Museum. Ahnenkult und Geheimbünde prägen hier und im Grasland den animistischen Glauben.
Rückfahrt nach Bamenda und Fahrt nach Süden via Santa, von dort aus auf einer Piste durch herrliche Landschaft 30 km nach Mbouda, wieder an die Hauptstraße. In der Nähe ist der Kratersee Belang und bei Dschang stürzen die die „Mammy Wata“ (Mutter der Wassers - Pidgin-Englisch) 60 m in die Tiefe. Wir erreichen am Nachmittag das sehr angenehme, kleine Landhotel „Villa Luciole" (Bild) mit 5 geschmackvollen Zimmern in zwei Häusern und zusätzlich zwei großen Rundhütten in subtropischer Umgebung. Gute Küche, gemeinsames Abendessen mit anderen Gästen am langen Tisch.(F / - / A).

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14. Tag: Ekom-Wasserfälle - Buea - Limbe - Douala (260 km)
Besuch der gut 20 km entfernten, 80 m hohen Ekom-Wasserfälle, die in einen weiten Talkessel im Regenwald stürzen - ein grandioses Erlebnis. Hier wurde 1983 der Tarzan-Film „Greystoke" mit Christopher Lambert gedreht.
Fahrt nach Süden bis Buea, auf über 1.000 m Höhe am Fuß des Kamerunberges gelegen. Nach dem Ende unseres Kolonial-Abenteuers 1919 wurde West-Kamerun Britisch und in Buea ist die einzige anglophone Universität des Landes. Die Umgebung wird vor allem durch Tee-Plantagen dominiert.
Wir besuchen den kolonialen Kern des Ortes, u.a. mit dem kaiserlichen Postamt, einem Brunnen und dem Schlösschen, das Gouverneur von Putkamer im wilhelminischen Stil bauen ließ; es ist nur deshalb gut erhalten, weil die Regierung es noch gelegentlich benutzt. Von Putkamer verlegte die Verwaltung 1901 aus dem schwülwarmen Douala hierher.
Über die alte „Tea Road" geht es gut 20 km hinunter nach Limbe an den Atlantik. Die Strände sind mit schwarz-vulkanischem Sand bedeckt. Wir besuchen das 1993 gegründete Wildlife Center - ein weitläufiges Gelände, in dem viele Affen-Waisen in großen Freigehegen untergebracht sind, auch Gorillas und Schimpansen. Mehr Infos: Wildlife Center
Noch 70 km sind es von hier bis Douala. Tageszimmer im Seemannsheim und leichtes Abendessen; gegen 21.30 Uhr Fahrt zum Flughafen.(F)

15. Tag: Rückflug
Abflug in Douala um Null Uhr 40. Um 07:30 Uhr Ankunft in Brüssel, Weiterflug zu Ihrem Zielflughafen, z.B. nach Frankfurt 08:20 - 09:25 Uhr.

Leistungen: Programm wie beschrieben; Mahlzeiten wie angegeben (F - Frühstück, M-Pn - Mittags-Picknick, A - Abendessen);  Reiseleitung durch Werner Gartung; Detailkarte Kamerun und Landesinformationen.

Nebenkosten: Linienflüge; nicht erwähnte Mahlzeiten; Visakosten für Kamerun (80 €); Versicherungen, Getränke (z.B. Mineralwasser), Fotogebühren z.B. bei Dorfbesuchen, Trinkgelder.

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
01.03.2014 - 15.03.2014: 2100.00€


Basispreis: 2.100 €
+ Flug ab ca. 650 €
Einzelz.-Zuschlag: 200 €
2/3 Teiln: Aufpreis 300 € p.P.
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