Tour 120 - Reiseverlauf

Wüsten-Zauberland Tadart

Sahara mit Karawane und Geländewagen

Nun starten wir wieder durch in die Algerische Sahara, nach einer Zwangspause seit 2004: nicht aus Trotz, sondern nach zwei Jahren des weiteren Abwartens – seit 2012 ist die Tadrart-Region südöstlich von Djanet wieder offen.

Dies ist auch eine „Wüsten-Schnupperreise“ – mit nur 7 Übernachtungen unter freiem Himmel (oder im Zelt), die letzten zwei Tage unterwegs mit „Wüstenschiffen“, weißen Kamelen der Tuareg. Bei entsprechender Resonanz wird es eine eigene Kameltour geben.

Karte

Wir verbringen die ersten drei Nächte in einem Komfort-Hotel mit maghrebinischem Charme, besuchen die herrliche, weiße Stadt Algier mit ihren beeindruckenden Kolonialhäusern und der Kasbah, das berühmte Bardo-Museum und die römische Ruinenstadt Tipaza am Mittelmeer, von der schon Albert Camus schwärmte.
Von Algier nach Djanet ist es weiter als von Algier nach Frankfurt. Wir verlassen gleich Djanet und sehen im Tal (Oued) In Djaren die ersten Felsgravuren. Die Landschaften sind grandios:  mit einem riesigen, natürlichem Felsbogen, Sandsteinfelsen und hohen Dünen in den Farben von Cremegelb bis Orange oder Kaffeebraun. Die letzten zwei Tage verbringen wir ganz ohne Motorgeräusch mit Kamelen – wahlweise kann geritten oder gegangen werden. Sie können die Karawane noch wahlweise um 2 oder 6  Tage verlängern oder – ab Algier –  in die pastellfarbene Stadtoase Ghardaia fliegen: eine Pentapolis bestehend aus fünf Oasen, umgeben von Dattelpalmen in der Felswüste.

Panorama

Sicherheit
Die einseitige Berichterstattung erweckt den Eindruck, Afrika (mit 55 Ländern!) sei verloren, „die Welt“ sei gefährlich, und die Warnungen des AA (Auswärtigen Amtes) scheinen dies zu bestätigen: fast jeder Eintrag eines (afrikanischen oder arabischen Landes beginnt mit dem Satz, das die Gefahr terroristischer Anschläge unvermindert fortbestehe. Das stimmt sogar, denn es ist ein fast weltweites Phänomen geworden.
Ist es verantwortungsvoll, eine Reise in die Algerische Sahara anzubieten? Die Antwort ist ja, unter der Prämisse des Differenzierens. So wie Afrika nicht gleich Afrika ist, so ist Algerien nicht gleich Algerien. Das Land boomt - nicht zuletzt dadurch, dass es hier (auch in Marokko) keinen „Arabischen Frühling“ gab, der woanders zum Albtraum wurde.  Algerien hat viel Erdöl, Behörden und Militär lange Erfahrungen mit Bürgerkrieg und Terroristen aus den 90er Jahren. Sie wissen, wo es sicher ist, und wo nicht und haben kein Interesse an der Entführung westlicher Staatsbürger. So ist etwa das Hoggar-Gebirge noch ebenso gesperrt wie das Tassili-Plateau, das „Louvre der Sahara“, mit seinen meisterhaften Felsbildern: zu viel Verstecke, zu nah an Libyen. Das angrenzende Tadrart-Gebiet aber ist offen und seit zwei Jahren wieder Ziel von kleinen Reisegruppen, meist Franzosen. Ein Wüsten-Traumland mit bizarren Felsen und hohen Sanddünen.

Reiseverlauf*

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich. Enthaltene Mahlzeiten: F - Frühstück, M = Mittagessen (PN - Picknick, leichtes Essen), A = Abendessen

1. Tag: Flug nach Algier
Flug mit einer modernen Boeing 737-600 der AIR ALGERIE von Frankfurt nach Algier, 14:30 - 17:05 Uhr. Fahrt vom Flughafen Houari Boumedienne nach Westen in die Millionenstadt in das hervorragende Hotel Dar Diaf im maurischen Stil und mit Pool.

2. Tag: Algier
AlgierAlgier ist die schönste Stadt Nordafrikas und erstreckt sich hügelwärts wie ein Amphitheater direkt am Mittelmeer. Die „Zuckerseite“ von „Alger la Blanche“, der weißen Stadt, befindet sich am Meer – mit Arkaden und prächtigen Jugendstilhäusern aus der französischen Kolonialzeit, Verwaltungsgebäuden und Moscheen. Vom beeindruckenden Märtyrer-Denkmal im Nordosten der City (für die rund eine Million Opfer während des Befreiungskrieges 1954 – 1962) bietet sich ein guter Blick. Unterhalb liegt der Botanische Garten (1832 angelegt) mit vielen exotischen Pflanzen. Wir besuchen dann das Bardo-Museum, das sich in einem ehemaligen arabischen Land-Palast befindet. Viele Räume wurden vom französischen Besitzer im 19. Jahrhundert im damaligen Stil eingerichtet. Sie bilden den Rahmen für ein Volks- und Naturkundemuseum. Wir sehen hier auch Nachbildungen von Felsbildern und das Skelett der legendären Tuareg-Königin Tin Hinane. Es wurde Anfang der 30er Jahre bei Tit, rund 100 km südwestlich von Tamanrasset, geborgen.
Zweite Übernachtung im Dar Diaf (F).

3. Tag: Algier - Tipasa (160 km)
TipasaFahrt 60 km westlich von Algier nach Tipasa, gelegen an einer schönen, weiten Bucht. Sie wurde auch von Albrt Camus (der aus Oran stammte) in seinem Buch „Hochzeit des Lichts“ beschreiben. Die Ruinen der römischen Stadt Tipasa gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt wurde auf drei Hügeln, die das Meer überragen, erbaut. Die meisten Häuser standen auf dem mittleren Hügel und sind nicht mehr erhalten. Es gibt noch Ruinen von drei Kirchen: Die Große Basilika und die Basilika Alexander auf dem westlichen Hügel und die Basilika von St. Salsa auf dem östlichen Hügel. Weiterhin sind zwei Friedhöfe, die Bäder, das Theater, ein Amphitheater und das Nymphaeum erhalten. Der Verlauf der Stadtmauern ist deutlich zu sehen und am Fuße des östlichen Hügels befinden sich Reste des antiken Hafens. Die Basiliken sind von Friedhöfen umgeben, mit steinernen, mit Mosaiken geschmückte Särge.. Die Basilika von St. Salsa, ausgegraben durch Stéphane Gsell, bestand aus einem Schiff zwei Achsen, ein Mosaik ist auch hier noch gut sichtbar.
Die Große Basilika diente für Jahrhunderte als Steinbruch, der siebenachsige Bauplan ist aber dennoch zu erkennen. Unter der Gründung der Kirche befinden sich aus dem Fels gehauene Gräber; eines davon ist kreisförmig mit einem Durchmesser von 18 Meter und bot Raum für 24 Särge. Fahrt am Nachmittag zurück nach Algier, dritte Übernachtung. (F).

4. Tag: Flug nach Djanet und Fahrt in die Wüste
Morgens um 09:45 Uhr Flug von etwa 2000 km nach Djanet – über Felswüste und den Großen Östlichen Erg. Die Ankunft ist für 13:15 Uhr vorgesehen- Die Oase Djanet hat einen sehr großen Palmenhain und besteht aus vier Einzeloasen am Rand von erodierten Trümmerbergen. Nach einer kurzen Erfrischung besteigen wir die Geländewagen und verlassen Djanet in südöstlicher Richtung. Begrüßung durch unsere Tuareg-Mannschaft, Fahrt nach Osten und erste Nacht unter dem Sternenhimmel (F / M / A).

5. - 8. Tag: unterwegs im Tadart
Wir reisen in einer großen Schleife im südöstlichen Grenzbereich von Algerien. Das Tadrart besteht aus bizarr erodierten Fels-„Skulpturen“, die sich aus weiten Sandfeldern erheben – oft changiert die Farbe des Sandes auch ins Rötliche. Am 5. Reisetag gelangen wir in das Oued (Tal) von In Djaren und fahren zu den Riesendünen von Moulnaga. Am nächsten Tag (6. Tag) gelangen wir zum Riesen-„Torbogen“ von Tamezguide vor rötlichen Dünen. Tin Merzouga im östlichen Teil der Route besteht aus einem Fels-Labyrinth in rötlichem Sand.

Torbogen
In Djaren

Wie bei den Saharafahrten üblich, reist auch hier ein guter Koch mit. Das Essen ist einfach, aber schmackhaft und abwechslungsreich, Brot wird traditionell im Sand gebacken. Mittags gibt es meist kalte Küche - verschiedene Salate, mit gekochten Eiern, Thunfisch, etc., abends dann warmes Essen. Zum Schluss sitzen wir zusammen am Feuer und schlürfen den süßen Tee der Tuareg. Die Nächte unter dem grandiosen Sternenhimmel sind unvergesslich. Wer möchte, kann auch im Zelt übernachten.

9. - 10. Tag: Kameltour
KarawaneDieser „zweite Teil“ der Reise bringt Entspannung und aktiviert alle Sinne: im wiegenden Schritt auf einem edlen Kamel, zwischendurch auch zu Fuß (ganz nach Wunsch) – in einer abwechslungsreichen, sandig-felsigen Traumlandschaft. Abends lassen wir am Feuer die Erlebnisse des Tages ausklingen.
Wir ziehen zwei Tage mit Tuareg und ihren meist weißen Kamelen durch einen weiteren Zaubergarten, der sich gleich westlich von Djanet erstreckt: aus Sanddünen – den Ausläufern des Erg d΄Admer – erheben sich Felsen. Die Landschaft wird immer steiniger, aber in weiten Sandfeldern finden wir immer gute Rastplätze. Eine individuelle Erweiterung von zwei oder 6 Tagen ist möglich: Die Karawane führt über den Canyon von Essendilène nach Westen in die Sanddünen des Erg d΄Admer.

11. Tag: Djanet, Rückflug nach Algier
Wir fahren zurück nach Djanet und können uns dort in einem Camping duschen. Besuch der sehenswerten, alten Oase und des Palmenhains. Rückflug nach Algier 13:55 - 18:35 Uhr. Gutes Hotel in der Nähe (z.B. Palaca Apart) oder am Flughafen (IBIS). (F / M).

12. Tag: Rückflug nach Frankfurt
Abflug um 10:30, Ankunft um 13:15 Uhr.

Leistungen: Linienflüge Frankfurt - Algier und Djanet und zurück, Reiseleitung durch Werner Gartung, Programm mit den genannten Hotelübernachtungen und voller Verpflegung in der Sahara.

Nebenkosten: Visagebühren, Mittag- und Abendessen in Algier, Bahnanreise, Versicherungen, Trinkgelder.

 

Verlängerungen

Ghardaia3 Tage, davon zwei Übernachtungen in Ghardaia:
Ghardaia besteht aus fünf einzelnen Oasen und wurde aufgrund der einzigartigen Architektur in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Die Hauptoase besticht mit gestaffelten, pastellfarbenen Häusern. Beni Isguen ist noch immer die heilige Stadt und ganz von einer Mauer umgeben; auf dem Markt werden laut die Preise ausgerufen und gehandelt. Melika wird neben der Moschee von einem Marabut (Heiligengrab) gekrönt, von dem sich der berühmte Architekt Le Corbusier inspirieren ließ – wie von der ganzen Oase. Die anderen Oasen der Pentapolis, auch mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem, sind Bou Noura und Berriane. Wir übernachten in einem traditionellen Haus mitten im Palmenhain.
Verlängerung der Kameltour, individuell: möglich um zwei oder 6 Tage (von den Flügen abhängig). Bitte kontaktieren Sie uns.

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
15.10.2017 - 05.11.2017: 1790.00€
15.11.2017 - 26.11.2017: 1790.00€
27.12.2017 - 07.01.2018: 1790.00€
22.02.2018 - 05.03.2018: 1790.00€


Basispreis: 1.790 €
EZ/Zelt-Zuschlag: + 150 €
Aufpreis bei 2 Teiln.: 200 € p.P.
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Werner Gartung
Im Hirtenstück 3
D -69151 Neckargemünd

Mobil: + 49 (0)176 11 83 53 11
Mail: service@oasereisen.de