Special Tour Niger - Reiseverlauf

Gerewol und Bianou - Feste der Peulh und Tuareg

Mit der alten Karawanenstadt Agadez

In diesem Jahr 2018 besteht die einzigartige Gelegenheit, vor dem Gerewol noch den Höhepunkt des Bianou-Festes der Tuareg in Agadez zu erleben. Im Gegensatz zum Gerewol richtet es sich nach dem islamischen Mondkalender, verschiebt sich also jährlich um etwa 7 Tage nach vorn. In diesem Jahr "passt" es genau zusammen, wie auch 2017. Ab 2019 dann für die nächsten ca. 50 Jahre nicht mehr...
Am Ende der kurzen und oft knappen Regenzeit in Niger treffen sich Tuareg und die nomadischen Fulbe (Peulh) der Untergruppe Bororo/ Wodabee zwischen Agadez und Tahoua zur Salzkur. Die ”Cure salée” dient den großhörnigen Zebu-Rindern der Bororo, den Kamelen, Schafen und Ziegen der Tuareg zur Salzaufnahme. Das Treffen von Familien, Clans und Volksgruppen der Peulh-Bororo-Nomaden wird gleichzeitig für Feste genutzt.
Unser Partner Mahaman Yaou leitet seit 25 Jahren Reisen zu den Gerewol-Festen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Veranstaltern besteht unser Programm nicht aus "Schau-Tänzen": Sie erleben hier wirklich authentische Feste "en brousse", in der weiten Savanne.

Bianou Tuareg in Agadez
Bianou, Tuareg in Agadez
Gerewol
Gerewol © Sepp Friedhuber

Mittags bleibt die Küche kalt – es wird zum Beispiel Tomatensalat mit Reis und Thunfisch angeboten. Mineralwasser ist in Niamey erhältlich und wird gemeinsam vor der Abreise eingekauft. Abends wird vom mitreisenden Koch ein schmackhaftes Menü zubereitet. Unser Partner bietet auch einen kostenlosen Apéritiv und/oder Digestiv an, z.B. Campari-Orange, Pastis oder Whisky.
Diese Reise wird auch von einer italienischen und spanischen Agentur angeboten; wir sind aber in getrennten Camps.

Special Tour Niger - Gerewol

36 Fotos von der Gerewol-Reise 2016

Sicherheit
Wir haben Reisen in den Niger ab 2008 bis 2016 ausgesetzt, obwohl die Sicherheitslage auf dieser Route schon seit 2013 sehr gut war. Ende Januar 2011 wurden freie Wahlen abgehalten und mit Mahamadou Issoufou zum ersten Mal in der Geschichte des Landes ein ziviler, Intellektueller Präsident und kein Militär. Im gesamten Reisegebiet gibt es keine Probleme mit Al Khaida- oder sonstigen Terroristen. Da es aber überall „Verrückte“ gibt - und um jedes Risiko in Richtung Null zu senken - sind zwischen Tahoua und Agadez sowie während des Festes Militärs mit dabei (ein Pickup mit MG-Lafette und etwa 5 Soldaten).
Trotz der guten Sicherheitslage kommen Beamte des AA (Auswärtiges Amt) auch hier nur zum Pauschal-Urteil „Von Reisen nach Niger wird dringend abgeraten.“ Etwas mehr Differenzierung wäre auch hier wünschenswert. Wenn man die Reise- und Sicherheitshinweise des AA aufmerksam liest, stellt man verwundert fest, dass es auf unserer Route eigentlich kein Sicherheitsrisiko gibt…
Diese Tour wurde auch wieder in den letzten zwei Jahren mit Erfolg durchgeführt, s. "Bildergalerie".

Reiseverlauf *

* Der Reiseverlauf zeigt den “Idealzustand”. Änderungen durch behördliche Probleme oder Witterungsverhältnisse sind möglich, vor allem auch durch das Datum des Bianou-Festes in Agadez.

1Niamey. Tag / Sa, 15.09.2018: Flug nach Niamey
Flug nach Niamey am besten mit AIR FRANCE - morgens nach Paris, von dort Nonstop nach Niamey, 10:40 - 15:10 Uhr. TURKISH: Ankunft in Niamey um 22:05 Uhr. "Sundowner" (bei Flüen mit AIR FRANCE) auf der Terrasse des Grand Hotel, das am Niger gelegen ist.
Sie sollten heute oder/und morgen im Restaurant Le Pilier abends essen (nicht enthalten, aber Transport) – dahinter steckt Vittorio Gioni, Jahrgang 1937, mit seinen Söhnen. Er hat auch ein Restaurant in Agadez, wo wir meist essen werden. Die Mahlzeiten heute udn Morgen in Niamey sind (außer einem Frühstück) NICHT enthalten.
Übernachtung im ruhigen Hotel "Le Sahel" am Niger-Fluss.

2. Tag: Niamey und Umgebung
NigerflussNach dem Frühstück unternehmen wir eine etwa zweistündige Bootsfahrt in einem Langboot, einer traditionellen Pinasse (mit Außenbordmotor). Jetzt nach der Regenzeit ist der Niger mächtig breit, das Wasser lehmbraun. Über die Kennedy-Brücke strömen Menschen und Tiere in die Stadt, die wenigen größeren Gebäude stammen aus der Zeit des kurzen Uran-Booms vor 25 Jahren. Das Nationalmuseum ist die größte Sehenswürdigkeit von Niamey. In verschiedenen Pavillons sind Exponate zur Vorgeschichte und über Felsbilder, zu Kulturen mit ihren Wohnformen und Kleidung zu sehen. Kunsthandwerker können Sie bei der Arbeit beobachten.
Auch der Große Markt ist interessant. Zwischendurch empfiehlt sich eine Siesta im Hotel - das Klima jetzt am Ende der Regenzeit ist vor allem in Niamey durch den Fluss durchaus fordernd: schwülwarm, bis ca. 35 Grad.
Abendessen im Hotel, im "Le Pillier" oder woanders (z.B. im "Namaste", indisch, auch vegan/vegetarisch).(F).

Verkürzung der Reise um zwei Tage – Flug nach Agadez
Wenn Sie sich die Hin- UND Rückfahrt nach Agadez von je 1.000 Kilometern sparen möchten, so können Sie am Mittwoch, den 19.9. morgens von Niamey nach Agadez fliegen. Dabei haben Sie wenig versäumt, denn die Haussa-Dörfer und die Giraffen besuchen wir nach dem Gerewol auf der Rückfahrt nach Niamey.
Flug am Mo, den 17.9. nach Niamey; am 18.9. wie Programm (Niamey, Niger-Fluss), am 19. um 7.30 Uhr Flug nach Agadez, Ankunft gegen 10 Uhr.
Aufpreis: 100 € (der Flug kostet 230 €, Minus der drei Übernachtungen weniger); EZ-Zuschlag dann 150 € statt 230 €.

3. Tag: Niamey - Birnin-Konni - Tahoua (540 km)
Wir verlassen morgens zusammen mit den anderen TeilnehmerInnen anderer Agenturen die dezentral im Südwesten des Landes angelegte Hauptstadt auf einer sehr guten Asphaltstraße nach Osten. Heute zügige Fahrt - wir sehen mehr auf der Rückreise (Giraffen, Dörfer auf einer Nebenroute zwischen Tahoua und Birnin-Konni).
Fahrt nach Dosso von nochmals 140 km in nordöstliche Richtung nach Dogondoutchi mit verwitterten Tafelbergen. Die Straße führt nun direkt entlang der Grenze nach Nigeria; auf beiden Seiten leben die Hausa - überwiegend Ackerbauern und gute Händler. Birninkonni bildet das Zentrum des Zwiebelanbaus; exportiert wird bis zur Elfenbeinküste. Fahrt von gut 120 km nach Norden. Tahoua, Hauptort der Ader-Region, befindet sich im Übergangsgebiet von seßhaften Ackerbauern und scheinbar endlosen sahelischen Trockensteppen. Abendessen/Übernachtung im neueren Hotel Tarka mit sauberen, guten Zimmern. (F / M-PN / A).

4. Tag: Tahoua – Agadez (ca. 500 km)
Die Vegeation wird nun deutlich weniger - selbst jetzt nach den Sommerregen, die Landschaft ist flach-wellig, unendlich weit, sandig, durchsetzt mit einzelnen Akaazien. Hier nomadisieren die Fulbe oder Peuzlh-Bororo wie seit Jahrhunderten mit ihren Kamelen, Ziegen und Schafen. Über Tabalak erreichen wir Abalak, 160 km. In dieser Gegen werden in einigen Tagen die Gerewol-Feste der Bororo stattfinden. Die Straße verläuft von hier aus weiter in nordöstlicher Richtung 270 km nach Agadez, der uralten Karawanen- und Handelsstadt am Südrand der Sahara.

© Sepp Friedhuber
© Sepp Friedhuber
Agadez Lehmhäuser
Agadez - Lehmhäuser von innen

Knapp 100 km vor Agadez passieren wir die verwitterten Reste der Sandstein-Steilstufe („Falaise“) von Tiguidit, die sich halbkreisförmig um Agadez legt. Die flache Gegend wird zunehmend sandiger, wüstenhafter. Schon von Weitem sehen wir das 27 m hohe Lehm-Minarett, mit Ästen gespickt; jetzt nach der Regenzeit wird es von "freiwilligen" Schülern unter Anleitung ausgebessert. Nebenan ist der alte Sultanspalast, in dem 1850 als erster Europäer der Forscher Heinrich Barth empfangen wurde; sein Haus in der Altstadt trägt eine Plakette. 2013 wurde die Altstadt ganz aus Lehm in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Auf dem Markt treffen sich traditionell Nomaden und Seßhafte, meist Hausa; ab November treffen hier die Salzkarawanen aus Bilma ein.
Übernachtung im modernen "Hotel de la Paix", mit schmucklosen, aber sauberen und klimatisierten Zimmern. Bier gibt´s hier nicht, aber etwas weiter... Abendessen im italienischen (!) Restaurant Le Pilier, gegründet von Vittorio Giono, der lange mit seiner Tuareg-Frau in Agadez lebte und das größere Restaurant in Niamey eröffnete, nachdem durch die Rebellionen kein Tourist mehr nach Agadez kam. Hier gibt es Pizza, Pasta… und auch Rotwein.
(F / M / A).

5. - 6. Tag: Agadez: Höhepunkt des Bianou-Festes *
Neben der berühmten Mosche ist der alte Sultanspalast, in dem 1850 als erster Europäer der Forscher Heinrich Barth empfangen wurde. 2013 wurde die Altstadt ganz aus Lehm in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Auf dem Markt treffen sich traditionell Nomaden und Seßhafte, meist Hausa; ab November treffen hier die Salzkarawanen aus Bilma ein.Heute und morgen wird der Höhepunkt des über dreiwöchigen Bianou-Festes sein: Tuareg-Frauen und -Männer in ihren Prachtgewändern aus glänzend dunkelblauem Indigo ziehen durch die Altstadt, Männer mit gefalteten Turbanen, die beim Tanzen hoch- und herunterklappen. Am Vorababend des letztes Tages, ab etwa 22  Uhr, begeben sich die zwei Tuareg-Gruppen mit großem Gefolge, Pferden und Kamelen rund 5 km außerhalb der Stadt und kehren am nächsten Morgen zurück. Dann, am Morgen, wollen wir dabei sein.
Die staubigen Gassen der Altstadt ganz aus Lehm sind gesäumt mit prächtig gekleideten Frauen und Männern; zwei Gruppen ziehen, begleitet von den dumpfen Schlägen der Tambour-Trommeln, zum Sultanspalast.

* Die letzten zwei Tages des Bianou-Festen können sich um einen Tag nach vorn verschieben, das richtet sich nach dem Mondkalender (Erblicken der ersten Mondsichel im September). In diesem Fall fahren wir zunächst (dann 5. statt 7. Tag) nach Azel, s. 7. Tag.

© Sepp Friedhuber
© Sepp Friedhuber

2013 wurde die Altstadt ganz aus Lehm in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Wir besuchen auch das Haus, in dem 1850 Heinrich Barth wohnte und ein von außen unscheinbares, aber innen prächtig verziertes altes Bürgerhaus.Hotel wie zu Beginn, Abendessen dort oder noch einmel im "Le Pilier".
(F / A).

7. Tag: Agadez – Azel - Agadez * (30 km)
Wir fahren in eine schöne Oase nach Norden: nach Azel. Hier beginnt das schwarze Felsland des Air mit "Trümmerbergen" aus Granit und Basalt, durchzogen von Trockentälern (Wadis) mit Dumpalmen. Azel mit seinen großen Gärten ist der Gemüse-Lieferant für Agadez. Die Tuareg der Kel Ewey leben in kunstvollen Mattenzelten und verkaufen auch schöne Flechtarbeiten aus Bast, ebenso wie Silberschmuck. Vierte Übernachtung in Agadez.
(F / A).

8. Tag: Agadez - Region Abalak (ca. 450 km)
Rückfahrt nach Abalak. Die Feste der Peulh (auch Hochzeitsfeste der Tuareg) werden vor allem im Radius von etwa 150 Kilometern um Abalak gefeiert. Von dort aus geht es in den tellerflachen, mit einzelnen Akazien bestandenen, um diese Jahreszeit grünen Sahel, „La Brousse“, also „in den Busch“.
Ihr kundiger und umsichtiger Reisebegleiter, unser Partner Mahaman Yaou, reist seit über 25 Jahren jährlich zu den Gerewol-Festen und kennt alle wichtigen Clanchefs der Peulh-Bororo. Wo genau die Feste in diesem Jahr stattfinden, richtet sich auch nach dem Verlauf der Sommerregen und wird bis Ende Juli entschieden. Wir fahren zum Zeltplatz der verschiedenen Bororo-Gruppen.
Hier werden wir unseren Nachbarn Besuche abstatten; die Vorbereitungen für das Fest haben begonnen. Wir wohnen in unserem "Basis-Camp" im Busch (Klappstühle, neue Moskitozelte und Toilettenzelte).

9. – 10. Tag: Gerewol-Feste
Ein Programm kann es für diese Tage naturgemäß nicht geben. Um sensiblere Kontakte zu den Peulh und Tuareg zu ermöglichen, werden wir uns tagsüber auch gelegentlich in zwei bis drei separate Gruppen aufteilen. Dabei können wir z.B. auch am Vormittag Peulh-Jünglinge beim Schminken beobachten.Wir gehen durch die flache Savanne und besuchen auch einzelne "Campements" der Peulh mit flachen Zelten. Aus Leder sind sie nur noch selten, meist aus Plastikfolie. Der Hausrat - alles auf Kamelen und Eseln zu transportieren - ist aber noch immer authentisch: Betten mit großen, kreisrunden und verzierten Bettpfosten, verzierte Kalebassen

(getrocknete Kürbisse) auf einem Gestell; in den Kalebassen wird vor allem Milch und Joghurt aufbewahrt. Die Frauen und Mädchen sind sehr zurückhaltend, eher scheu. Kleine Geschenke wie z.B Spiegel, Seifen, Hautcreme oder Parfumproben sind gut; auch Medikamente wie z.B. Aspirin und Augentropfen, evtl. Spielzeug für Kinder. Kugelschreiber machen keinen Sinn - niemand besucht hier eine Schule.
Tänze beginnen meist am Nachmittag und können die halbe Nacht andauern. Liebe wird durch die Kraft der Augen gestiftet, glauben die Wodabee. Noch prächtiger wird die Schönheitskonkurrenz zum abschließenden Gerewol – mit Straußenfedern, Perlenketten und Schminke aus Ocker. Drei junge Frauen bilden eine "Jury" und ernennen den Gewinner – aber bis dahin haben sich schon längst heirats- und liebeswillige Mädchen ihren Favoriten ausgesucht und sind mit ihm verschwunden...
Danach beginnt bald wieder die Zeit des Umherziehens, den grünen Weiden folgend, nach Süden.
(F / M-Pn / A).

Haussa-Ort Bouza © Sepp Friedhuber
Haussa-Ort Bouza © Sepp Friedhuber

11. Tag: Abalak - Tahoua - Birnin-Konni (ca. 460 km)
Rückfahrt durch die flachen Weiten des Sahel, was „Ufer“ bedeutet, des „Meeres“ der nördlich gelegenen Sahara. Mittags-Picknick wieder en route. Vor Tahoua fahren wir 60 km nach Keita und weiter nach Bouza, es sind sehr schöne Hausa-Dörfer. auch die großen, bauchigen Hirsespeicher sind aus dem rötlichen Lehm der Gegend gefertigt.Diese Gegend der Hausa ist durch Täler und den niedrigen Grundwasserspiegel recht dicht besiedelt; es wachsen hier auch Mangobäume. Weiter fahrt nach Birnin-Konni, Abendessen und Übernachtung im „Relais“, einem neueren, kleinen, sauberen Hotel.
(F / M-Pn / A).

© Sepp Friedhuber
© Sepp Friedhuber

12. Tag: Birnin-Konni - Niamey (420 km) - Rückflug
Zügige Rückfahrt über Dogondoutchi und Dosso nach Westen. Nochmals Mittags-Picknick.
Zwischen Dosso und Niamey wollen wir der größten Giraffenherde Westafrikas einen Besuch abstatten. Ein lokaler Führer setzt sich zu uns und weist den Weg durch trockene Buschsavanne nach Norden. Vor über 100 Jahren zogen die letzten Giraffen des Air-Berglandes gen Westen zum Niger und von dort aus vor einigen Jahrzehnten in diese Gegend. Durch die Freundlichkeit der hier lebenden Djerma und ihr Verständnis (oft zertrampeln die Huftiere auch Hirsefelder) konnten die Tiere sich vermehren; mit über 120 Köpfen lebt hier die größte Giraffenherde Westafrikas. Und das nicht in einem Nationalpark, sondern als "Nachbarn". Durch diese gegenseitige Freundlichkeit können wir die sanften, neugierigen Riesen meist aus nächster Nähe beobachten. Mit rund 500 Tieren lebt hier die größte Giraffen-Population Westafrikas.
Tageszimmer zum Duschen und Umziehen; "Sundowner" wieder auf der Terrasse des Grand Hotel - hier gibt´s auch frisch gegrillte Fleischspieße und kaltes Bier.
Abflug mit AIR FRANCE nach Paris um 23:40 Uhr, mit TURKISH um 22:50 Uhr. Achtung: kaufen Sie nichts im Duty-Free von Abidjan - in Paris wird es Ihnen wieder abgenommen...
(F / M-Pn).

13. Tag / 27.09.: Rückflug und Ankunft
Ankunft in Paris um 06:05 Uhr, Weiterflug z.B. nach München 07:10 - 08:40 Uhr. TURKISH: Ankunft in Istanbul um 10:15 Uhr weiter z .B. nach München, 12:00 - 13:40 Uhr.

Leistungen: Genanntes Programm mit allen Transfers; Reiseleitung durch unseren englischsprachigen, erfahrenen lokalen Partner Mahaman Yao und einem englischsprachigen Tourleiter; Mahlzeiten wie angegeben, Sicherheitsgebühr von 90 € p.P. für die Militärbegleitung,  Detailkarte Niger, Sicherungsschein.

Nebenkosten: Flüge, Visakosten (61 €), Gebühr inkl. Fotoerlaubnis für Gerewol von 70 €, vor Ort zu zahlen, Versicherungen, Trinkgelder, persönliche Ausgaben.

Die Tuareg in Niger
Alle, die tamaschek (das Tuareg-Idiom) sprechen, sind Tuareg, sagen sie selbst – dann kommt man auf etwa 1,3 Millionen Menschen in Niger, Algerien, Mali und Libyen. Etwa 900.000 davon leben in Niger (Gesamtbevölkerung: ca. 18 Millionen). Der Sultan der alten Karawanenstadt Agadez ist di oberste Instanz aller Tuareg in Niger - wir werden ihn in seinem traditionellen Palast besuchen. Von den 5 Fraktionen (Gruppen) mit fast einer halben Million Menschen ist die der Kel Air (nördlich von Agadez) die größte. Das Kunsthandwerk (Silberschmiede, Kamelsättel) ist höher entwickelt als bei den Tuareg in Süd-Algerien.
Trotz aller Probleme, vor allem periodischer Dürrezeiten, ist der Karawanenhandel noch lebendig: jedes Jahr zwischen Oktober und Januar ziehen Karawanen durch die Ténéré-Wüste zur Salzoase Bilma – 500 Kilometer pro Strecke, 70 km pro Tag. Das Viehsalz wird bis nach Nigeria verkauft.
Im Februar 2007 ist es im Norden erneut zur Revolte der Tuareg gekommen – die letzte große Rebellion war 1990-95 unter Mano Dayak. Die Gründe für den Konflikt: die historisch gewachsene “Marginalisierung” der Tuareg, eine allgemeine Benachteiligung des Nordens und die Exploration (insbesondere durch Frankreich und China) der reichen Uranvorkommen – verbunden mit einem Gesundheits- und Umweltrisiko für die dort lebende Bevölkerung. Die Forderungen der Tuareg sind seit 2011 weitgehend erfüllt und Premierminister ist seitdem der Tuareg Brigi Rafini.

Salzkur und das Gerewol-Fest
Die etwa 100.000 Wodabee in Niger gehören zur großen Volksgruppe der Fulbe; sie zählen etwa 9 Millionen Menschen und sind in ganz Westafrika verbreitet – vor allem in Guinea und Kamerun. Während sie meist seßhaft wurden, haben die Wodabee an ihrer Lebensweise als Rindernomaden festgehalten. Zur Salzkur (für die Tiere) treffen sich viele Wodabee nach der Regenzeit und nutzen die Zeit für Feste. Rinder werden geschlachtet, die schlanken, jungen Männer präparieren sich mit selbstironischer Eitelkeit für den Tanz: gelbes Puder hellt die Haut auf, schwarze Farbe sorgt für kräftige Konturen. Augen rollen unter großen Strohhüten und Zähne blitzen. Traditionell kommen die Nomaden in den weiten und flachen Ebenen zwischen In Gall (120 km westlich von Agadez) und Teguidan-Tessoum, um ihre Tiere nach den kurzen Sommerregen von salzhaltigen Pflanzen fressen zu lassen.
Die Behörden des Niger nutzen diese Zusammenkünfte auch zu statistischen Zwecken (und für Besteuerung...), Hilfsorganisationen profitieren von den Ansammlungen der Rinder, Kamele, Schafe und Ziegen, auch für Impf- und andere Kampagnen.

Tourdaten
Termine / Preise
15.09.2018 - 27.09.2018: 2690.00€


Basispreis: 2.690 €
plus Flüge (ab ca. 750 €)
EZ- und -Zeltzuschlag: + 250 €
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Werner Gartung
Im Hirtenstück 3
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