Tour 260 - Tour Verlängerung

Wüsten-Traumland Ennedi

Mit den Ounianga-Seen in der zentralen Sahara

Der 3000 km² große Zakouma-Nationalpark präsentiert sich nicht als gut erreichbare, „reife Frucht“ wie Parks etwa in Namibia oder Ostafrika: hier ist der Weg schon das Ziel. Denn die Route führt zunächst entlang der alten Pilgerroute in Richtung Abéché, dann in Mongo südwärts, vorbei am Inselberg Abu Teffan. Bis hier führt auch die Route der Reise ins Ennedi; dort treffen sich die TeilnehmerInnen dieses Vorprogramms mit den anderen der Gruppentour für die Weiterreise (s. 3. Tag).
Um Mongo ist das Siedlungsgebiet der Hadjerai, animistischen Ackerbauern. Von Mongo sind es noch 260 Pisten-km über Abu Daia zum Nordosten des Parks. Auch dort leben interessante Ethnien in schönen Dörfern, die wir besuchen.
Aber was ist in Zakouma zu sehen, warum der weite Weg? Viel: rund 550 Elefanten leben im Park, Tendenz steigend (davon die meisten in großen Herden, wie man sie sonst kaum noch sieht), Löwen, mehr als 10.000 Büffel, Geparden, diverse Antilopenarten (u.a. die seltenen Pferdeantilopen), die Hälfte der Gesamtpopulation der Kordofan-Giraffe. Ebenso kommen Vogel-Freunde auf ihre Kosten. 388 Arten sind aktuell nachgewiesen. Darunter ist u.a. auch der höchst seltene Schwarzbrust-Furchenschnabel oder der Niam Niam Papagei, viele Kronenkraniche und sogar Pelikane.

Elefanten im Sumpf © Michael Viljoen African Parks
© Michael Viljoen African Parks

Zakouma ist der einzige intakte Nationalpark mit einem intakten zentralafrikanischen Öko-Savannensystem und liegt an einer Klimagrenze zwischen der Trocken- und Feuchtsavanne. In der Regenzeit zwischen Juni und November fallen rund 850 mm Regen, alles ist dann überschwemmt.
Bis 2010 allerdings war der Park ein Paradies für Elefanten-Wilderer. Der Park wurde in der Regenzeit geschlossen – wenn die schlecht bezahlten Ranger im November zurück kamen, fanden sie jährlich 700 bis 800 Elefanten-Kadaver – ohne Stoßzähne. 2006 gab es hier noch 4.000 Elefanten, 2010 gerade 400.
Dann übernahm die südafrikanische ONG African Parks Zakouma – sie managen derzeit 10 Nationalparks in 7 Ländern, auch in Zentralafrika und Kongo. A.P. ist für alles zuständig – für die Ausbildung und Ausrüstung der Ranger, für Anti-Wilderer-Programme. Ranger erhielten sofort gute Waffen, Funkgeräte, patroullierten rund ums Jahr, auch auf Pferden. Elefanten jeder Herde bekamen Halsbänder mit Satelliten-Empfängern. Der Erfolg: es gibt keine Wilderei mehr und jedes Jahr im Schnitt 25 neu geborene Kälber. Das ist viel bei der geringen Zahl, der Tragzeit von 22 Monaten und der Traumatisierung vieler Elefanten. Und es ist eine der wenigen, ganz großen Erfolgs-Stories eines Nationalparks in Afrika.
In Kürze soll mit der Wiederansiedlung von Schwarzmaulnashörnern begonnen werden
– das letzte wurde 1972 hier erlegt. Dann ist Zakouma der nächste an Europa gelegene Park mit den „Big Five“.

Informationen Zakouma, AFRICAN PARKS

Detailkarte Zakouma Nationalpark

Reiseverlauf *

* Diese Route führt durch unwegsame, isolierte Gebiete und hat Expeditionscharakter. Dies beinhaltet evtl. Modifikationen des Programmablaufs, die sich aus den jeweiligen Umständen ergeben können.

1. Tag: Ankunft in N'Djamena
Dieses Vorprogramm beginnt bei Flügen mit ETHIOPIAN AIRLINES drei Tage vor der Basisreise = Ankunft in N´Djamena am 2. Tag der Basistour (12:20 Uhr). Bei Flügen mit AIR FRANCE Ankunft heute um 20:50 Uhr.
Transfer in Ihr Hotel nahe des Chari-Flusses (meist „Chez Wou“). Unweit davon liegt das 3* Novotel direkt am Chari-Fluss (Aufpreis pro Zimmer: 100 €).

2. Tag: N´Djamena – bei Bitkine (ca. 450 km)
BergAufbruch bis 7.30 Uhr. Es reisen maximal drei TeilnehmerInnen in einem Geländewagen – plus der Koch (wenn es drei sind, ab 4 TN zweites Fahrzeug).
Es geht weiter wie am 3. Tag der Basisreise via Bokoro, südlich des Lac Fitri, bis Bitikine, rund 40 km vor Mongo – alles ist nun asphaltiert bis Abéché. Wir fahren durch Nomaden- und Weideland. Der Granit-Inselberg Pic de Guéra (1.145 m) dominiert Bitkine.
Installation des kleinen Camps abseits einer Siedlung. Es gibt einen Apéritif vor dem Abendessen (meist Pastis, wie´s sich in Frankreich gehört)… und auch gern einen café zum Schluss. Übernachtung im Kuppelzelt; eine  bequeme, bezogene Schaumstoffmatte wird gestellt.  
(F / M-Pn / A).

3. Tag: Bei Bitkine – Zakouma-Nationalpark (ca. 280 km)
Wir fahren ca. 40 km weiter östlich nach Mongo; östlich davon erhebt sich die schroffe Kulisse des Berges Abu ( = Vater) Telfan, 1.506 m, aus der Ebene. Hier lebt das Bauernvolk der Hadjerai ("Menschen der Steine"), die sich vor rund 200 Jahren vor Sklavenjägern bis in den Gipfelbereich zurück gezogen haben. Sie siedeln längst wieder in der Ebene, aber der Berg gilt ihnen als heilig, ist ein Opfer- und Kultplatz.

Giraffen © Michael Lorentz, African Parks
© Michael Lorentz, African Parks
Restaurant © Michael Lorentz, African Parks
© Michael Lorentz, African Parks

Mittags-Picknick unter eine Akazie auf dem Weg nach Süden vor dem Ort Abu Dela. Nach Einfahrt in den Nationalpark ist es schon sehr wahrscheinlich, dass wir Büffel, Antilopen oder Giraffen sehen – und viele Vögel.
Installation im komfortabel-rustikalen Tinga Camp, das vor einigen Jahren von Italienern gebaut wurde – die haben´s drauf. In jedem der 6 großen Rund-Bungalows gibt es vier Zimmer, jeweils mit eigener Terrasse. Das Restaurant mit der Bar ist offen, großzügig und ebenso edel, mit Blick auf die üppige Vegetation. (F / M-Pn / A).

4. Tag:  Zakouma-Nationalpark (ca. 280 km)
Mit dem Fauna-Reservat von Bahr Salamat als Pufferzone zählt der Park zu einem der weltweit größten Schutzgebiete. Charakteristisch ist die weite, offene Savanne, von kleinen Waldgebieten durchsetzt. An den Flussauen ist eine eindrucksvolle Vogelwelt beheimatet, der Kronenkranich ist dort überall anzutreffen. Am Höhepunkt der Trockenzeit, zwischen Februar und Mai, sind besonders viele Tiere an den verbleibenden Wasserlöchern

Elefanten © African Parks
© African Parks
Bungalow
© African Park

anzutreffen – vor allem am frühen Morgen und Nachmittags; Elefanten kommen aber auch tagsüber. Die sonst seltenen Kordofan-Giraffen – über die Hälfte des Gesamtbestands der noch etwa 2.000 Tiere lebt hier – sind immer wieder zu sehen. Sie haben eine hellere Textur und kleinere Fellmuster als andere Giraffen.
Sie werden mittags im „Mobile Camp", s. Bild,  essen und entspannen – auf Teppichen unter einem großen Zeltdach, s. Bild.  Sie können auch zu Fuß auf Pirsch mit einem Ranger gehen und werden abends an einem Wasserloch auch noch mit Glück Elefanten sehen.
(F / M-Pn / A).

5. Tag:  Zakouma-Nationalpark - Mongo (ca. 250 km)
Morgen-Safari. Wie verlassen den Park wieder über die östliche Ausfahrt, die von Granithügeln gesäumt ist, und fahren über Abu Deia zurück nach Norden, bis Mongo – entlang einer falaise, einer Felswand. Wieder zurück am Inselbergmassiv Abu Telfan, haben wir die Gelegenheit, Dörfer zu besuchen und mit den Hadjerai in Kontakt zu kommen, gemeinsam Hirsebier zu trinken. Die Frauen pflanzen auch Erdnüsse, Sesam und fabrizieren schöne Töpferarbeiten.
Zeltcamp. (F / M-Pn / A).

6. Tag: Weiterfahrt mit den anderen Reisenden nach Abéché (4. Tag der Basisreise)
Nach dem Frühstück treffen wir auf die anderen ReiseteilnehmerInnen.
 

Preise pro Person bei:

2/4 Teiln.:*  1.490 €
3/5 Teiln.: 1.290 €

* Ab dem 4.Teiln. ist ein zweites Fahrzeug erforderlich.

Einzelzimmerzuschlag: 250 €

Leistungen: alle Fahrten und Übernachtungen wie angegeben, volle Verpflegung bis auf den 1. Tag (N´Djamena, kein Abendessen), Mineralwasser während der Fahrten, Parkeintritte, Ranger, Nacht-Safari.

Nicht enthalten: Getränke, Trinkgelder.
 

Tourdaten
Termine / Preise
12.11.2017 - 29.11.2017: 3350.00€
11.02.2018 - 28.02.2018: 3350.00€


Basispreis: 3.350 €
+ Flug (ab ca. 750 €)
Einzelz.-Zeltzuschlag 190 €

Sie können diese Tour auch ohne die Ounianga-Seen buchen, wenn die Gruppe insgesamt mindestens 8 Teiln. hat
und 2 - 4 TN die Kurzversion buchen (Minus 500 €). Sie fahren dann von Fada am 8. Tag südlich bis vor Arada
(13. Tag der normalen Tour) und fliegen am 12. Tag (sonst 17. Tag) zurück.
Diese Kurzversion kann auch mit + 2 Tagen zum Schluss im Zakouma-Nationalpark abgerundet werden, wenn alle
TN der Kurzreise das möchten (+ 450 €).
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