Tour 412 - Tour Verlängerung

Danakil-Wüste mit dem Vulkan Erta Ale

Geburt eines neuen Ozeans

Kaum bekannte Felskirchen, grandiose Landschaften:
Von Mekelle nach Axum

Weitere Verlängerungen (Seen im Rift Valley, Harar), s. Tour 411, Verlängerung

6. Tag: Mekelle – Hawzen (ca. 150 km)
Heute beginnen wir früh unsere Entdeckungsreise zu kaum bekannten Felskirchen. Westlich vor allem, aber auch nördlich und östlich von Wukro (40 km nördlich von Mekelle) liegen offen, manchmal auch versteckt, Felskirchen wie an einer Perlenschnur aufgereiht. In der Region sind über 120 Felskirchen gezählt worden; viele stammen aus dem 8. Jh. Im Gegensatz zu berühmten Kirchen von Lalibela sind sie hier halb-monolithisch und nicht freistehend.
Bei Wukro besuchen wir zunächst die Cherkos-Kirche mit hölzernen Türen und Fenstern.
Gut 15 km westlich westlich ist Kirche von Abreha und Atzbeha, so benannt nach den beiden axumitischen Königen, unter denen das Christentum ins Land kam. Es ist eine der größten und schönsten Felskirchen; auch hier wird die Halle von Pfeilern gestützt. Westlich davon befinden sich entlang der Piste 6 weitere Kirchen. Wir können und müssen nicht alle

Yohannes mer Kesho

besuchen, aber wollen heute zwei weitere Kirchen nicht versäumen: Yohannes Maequedi (l. Foto) erfordert vom Dorf Matari einen Fußmarsch von einer Dreiviertelstunde. Wir werden durch eine intensive Atmosphäre und einen herrlichen Blick belohnt; im Innern sind sehr gut erhaltene Fresken zu sehen.
Westlich der Kirche Tsion Abraham ist die von Dugem Selassie: eine kleine, alte Kirche ist umgeben von einer neueren wie eine Nussschale. Das Innere war ursprünglich eine Grabkammer. Wir passieren die Doppelkirche von Maryam Korkor, die morgen besucht wird. Zurück in Wukro, geht es nördlich einige km weiter nach Negash. Hier fanden zu Beginn der Ausbreitung des Islam (7. Jh.) verfolgte Moslems Schutz; darunter auch die Tochter des Propheten Mohammed. Für äthiopische Moslems ist Negash der heiligste Ort nach Mekka. In Tigray sind aber nur 3% der Bevölkerung Moslems.
Von hier aus besuchen wir die erste von drei Felskirchen, die sich nebeneinander rechts von der Straße verstecken. Medhane Alem Kesho ist eine der ältesten und schönsten Felskirchen von Tigray, 10 Minuten zu Fuß vom Ende der Stichstraße in eine Grotte gebaut (rechtes Bild), mit kunstvoller Holzdecke.
Von Sinkata aus sind es noch 33 km nach Hawzen, dem Hauptort dieser erstaunlichen Gegend (Gheralta) mit Inselbergen und schroffen Felsen, die oft von Kirchen gekrönt sind. Abendessen und Übernachtung in der wunderbaren Gheralta Lodge, geschaffen von einem alten Italiener aus Naturmaterialien (Steine, Holz, Bast).
(F / M / A).

7. Tag: Hawzen und Umgebung  (ca. 60 km)
Vormittags Besuch der Felskirche Maryam Korkor in Kreuzform, mit mächtigen Säulen, Rundbögen und Fresken aus dem 17. Jh. Wir benötigen vom Dorf Megab mindestens eine Stunde, um sie zu erreichen; der Aufstieg ist steil, aber einfach. Die Nebenkirche Daniel Korkor krönt einen steilen Felsen und bietet beherzten Naturen (die bis hierher kommen) einen herrlichen Blick.

Guh

Nur zwei km westlich thront eine der interessantesten Kirchen auf einem Felssporn: Abuna Yemata Guh (s. Bilder). Der Aufstieg ist nur etwas für gänzlich Schwindelfreie und Sportliche: die erste Dreiviertelstunde des Aufstieg schafft jeder, aber dann muss eine etwa 20 m hohe Felswand erklommen werden – mit jahrhundertealten Griffmulden. Ist das geschafft, muss man sich an einem 200 m steilen Abfall auf schmalem Pfad zur Kirche gehen (s. Bild). Das isolierte Gotteshaus belohnt vor allem mit sehr gut erhaltenen Fresken in einer Kuppel mit neun Heiligen und im Kirchenschiff mit Bildern der 12 Apostel – alles aus dem 15. Jh.
Wem dieser Abstecher zu extrem ist, kann noch eine der östlich gelegenen Kirchen besuchen und vor allem die in Hawzen: sie soll auf einen vorchristlichen Tempel zurück gehen. Im Zentrum des Ortes stehen 4 grob behauene Stelen. Hawzen war 1988 Ziel eines Luftangriffes der Eritreer während des Markttages; 2.500 Menschen starben.
Zweite Übernachtung in der schönen Lodge.
(F / M-Pn / A).

8. Tag: Hawzen – Axum (200 km)
Bis zur Provinzstadt Adrigrat führt die Route weiter nach Norden. Es geht westlich von Adigrat durch eine grandiose Landschaft mit wie gefalteten, gezackten Bergen. Eine steinige Piste führt nördlich zum uralten Kloster Debre Damos auf einem Felsplateau; man (nur „Mann“ -  Frauen sind hier verboten) muss sich 20 m an einem Seil nach oben hangeln.  Oben gibt es Rinder (nur männliche!), die auch per Seil nach oben kamen – und eine

uralte Kirche in „Sandwichbauweise“ aus Holz und Stein  aus dem 6. Jh.
Gut 20 km vor Adua fahren wir einige Kilometer auf einer Seitenstraße und sehen schon von weither die wuchtige Turmruine des legendären Tempels von Yeha, der aus dem 5. Jh. v. Chr. stammt. Yeha mit seiner alten Kirche war die erste Hauptstadt des Reiches von Axum. In Adua fügten die äthiopischen Truppen unter Kaiser Menelik den Italienern eine vernichtende Niederlage bei, was auf die Macht der Bundeslade zurückgeführt wird…. Abendessen und Übernachtung im neuen Sabean Hotel.
(F / M-Pn / A).

9. Tag: Axum
Axum war die "Kernzelle" des äthiopischen Reiches. In der Kathedrale der Heiligen Maria von Zion (4. Jh., nach der Zerstörung durch Achmed Gran im 17. Jh. neu gebaut) soll im Allerheiligsten die Bundeslade mit den Gesetzestafeln von Mose aufbewahrt sein, die Salomons Sohn Menelik I aus Jerusalem entführte und auf einer Insel im Tanasee vergrub, bis sie mehrere Jahrhunderte später nach Axum gebracht wurde. Die Bibel berichtet von Wundern der Bundeslade - sie hat Flüsse umgekehrt und Städte zerstört. Und sie half Kaiser Menelik II, 1896 gegen die bewaffnete Übermacht der Italiener bei Adua (40 km östlich von Axum) zu gewinnen - sagen gläubige Äthiopier.
Axum-Stele EthiopiaIn Axum soll es über 100 Stelen gegeben haben. Im "Park der Stelen" können wir den eindrucksvollen Rest bewundern: die noch stehende größte ist 23 m hoch; die zerbrochene und am Boden liegende Stele misst 33 Meter. Etwa ebenso groß ist eine Stele, die unter Mussolini 1936 nach Italien gebracht wurde und seither in Rom den Petersplatz zierte. Sie wurde wieder Äthiopien übergeben und im September 2007 wieder errichtet.
Wir besuchen auch die Gräber des Königs Kaleb und seines Sohnes Gebra Maskal. Während seiner letzten Lebensjahre meditierte der König (514-542) als Einsiedler. Westlich von Axum die Ruinen eines großen Tempels - landläufig der "Palast der Königin von Saba" genannt, deren Grab sich gegenüber unter einer der groben Stelen befinden soll. Zweite Übernachtung.
(F / A).

10. Tag: Rückflug oder Verlängerung
Fug am Morgen , mittags oder Nachmittag nach Addis Abeba; Weiterflug nach Europa oder Verlängerung, z.B. nach Harar im Osten.

Verkürzung um einen Tag (ohne Axum):
Am 8. Tag Besuch weiterer Felskirchen zwischen Hawzien und Wukro und östlich von Wukro, v.a. der fast-monolithischen Kirche Mikhael Imba. Am Nachmittag Rückflug nach Addis Abeba. Preis Minus 120 € p.P.

Preis pro Person bei 2 Teiln.: 890 €, bei 3-4 Teiln. 690 €, EZ + 80 €
 

Leistungen: Alle Transfer und Transporte, Eintrittsgelder, engl.sprachiger Guide, Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, M-Pn – Mittags-Picknick, M = Mittagessen, A = Abendessen).

Nebenkosten: Flüge, nicht genannte Mahlzeiten, Getränke, Trinkgelder.

Tourdaten
Termine / Preise
02.02.2019 - 08.02.2019: 1490.00€
09.03.2019 - 15.03.2019: 1490.00€
12.04.2019 - 18.04.2019: 1490.00€


Basispreis: 1.590 €
plus Flüge (ab ca. 700 € mit Eth. Airlines)
EZ-Zuschlag: + 100 €
Preis bei 2 Teiln.: 2.290 €, bei 3 TN: 1.790 €
Preis als Verlängerung der Eritrea-Reise: Minus 150 € p.P.
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