Newsletter 2/2019 Frühling

„Reisen bedeutet herauszufinden, dass alle Unrecht haben mit dem,
was sie über andere Länder denken.“
Aldous Huxley (1894 – 1963, Autor von „Schöne neue Welt“)

Dieser Newsletter wir nicht von OASE REISEN verschickt.
Antworten Sie deshalb bitte an: gartung@oasereisen.de
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30 Jahre OASE REISEN – die Karawane zieht weiter...
30 Jahre World Wide Web – und OASE REISEN! Ausgedacht 1989 in Freiburg, basierend auf den Erfahrungen meines Afrika-Journalismus. Zu Beginn nur die Sahara und Algerien, deshalb der Name. Das Land versank bald im Chaos für viele Jahre, aber nach 2000 kamen ganz andere Probleme: IS und Terror, Entführungen, Angst. Die Sahara ist bis heute nicht frei zu bereisen, Libyen und Jemen sind auch nicht mehr machbar.
Aber der Karawanenführer findet immer einen Weg aus dem Dünengewirr, es gibt so viele neue Wege. Zum Beispiel eine Karawane im Südosten von Algerien, bei Djanet. Oder Traditionen, Feste in Westafrika. 30 Jahre OASE REISEN – es wird getanzt und gefeiert… im Sommer in Benin, im Herbst in Kamerun und Ghana.
Auch weiterhin wird nicht „alles“ angeboten, sondern Reisen in kleinen Gruppen zu besonderen Zielen, meist auch individuell zu buchen.

Inhalt

NEU: Im Oktober nach Nord-Kamerun mit W. Gartung: seltene Feste
 
NEU: Tropenwaldreise nach Dzanga Sangha – nun rascher zu erreichen
 
NEU: das Beste von ganz Kamerun im Norden und Westen, und 100% sicher
 
NEU: Special Tour Ghana im Okt. mit dem Millet Festival, Kombi Sao Tomé
 
NEU: Sommerreise Benin und Togo, mit dem jährlichen Yams-Festival
 
NEU: Oase Siwa, Ägypten, mit Festen im Okt./Nov, Kombi mit Eritrea
 
Nubien authentisch und günstig, mit deutschsprachigem Guide
 
Wer kommt noch mit? Somaliland, Djibouti im November – Bahnfahrt von Addis
 
Raubfischen vor Senegals Küste: Die EU verschärft das Flüchtlingsproblem
 
UND DAS NOCH: Boote aus leeren Plastikflaschen in Kamerun, Umweltprojekte
 


NEU: Im Oktober nach Nord-Kamerun mit W. Gartung: seltene Feste
Diese Reise ist ein Unikat – nur im Oktober. Evtl. nochmals zwei Jahre später: das große Fest im Bergdorf Oudjilah, dem karg-bergigen Kernland der Podoko, gibt es nur alle zwei Jahre.
Wir unternehmen eine Reise zu Menschen, die ebenso gut auf der anderen Seite des Mondes leben könnten – fernab von Vernetzung, Vermüllung im physischen wie geistigen Sinn; die noch nie etwas von Donald Trump gehört haben (die Glücklichen). Deren hartes Leben bestimmt wird vom wenigen Regen im Sommer, von der Hirseernte im Oktober. Denen wir uns mit Respekt nähern.
Deshalb die maximale Gruppengröße auf 9 in drei Fahrzeugen. Und deshalb auch eine quasi „handverlesene“ Reisegruppe. 5 Anmeldungen gibt es schon, damit aktuell noch 4 Plätze. Wir möchten eine kleine, gute Gemeinschaft auf Zeit sein – neugierig, tolerant, offen, auch manchmal belastungsfähig. Die wissen, dass sich gerade auf dieser Reise einiges auch ändern kann.

Die Höhepunkte:

  • Marai-Fest in Bergdorf Oudila – ein heiliger Ochse wird alle 2 Jahre geopfert, Tänze.
  • Rhumsiki mit den grandiosen Vulkanbergen: Wochenmarkt am Sonntag, Fest zur Hirseernte;
  • Lehm-Brennofen bei Mokolo: Schmelzen von Eisenerz, Hühneropfer;
  • Besuch von Pouss am Logone-Fluss mit dem Markt östlich von Maroua;
  • Fantasia (geschmückte Pferde) vor dem Inselberg in Mindif südlich von Maroua;
  • Wochenmarkt von Guider, das Hahnenfest bei Kaélé (Tänze der Frauen mit Hahnenfedern);
  • Erntefest in den Alantikabergen (2 Tage leichtes Gehen).

Wer möchte, kann (mit mir) auf 12 Tage verkürzen, dann ohne die Alantikaberge; ca. 300 € weniger.

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NEU: Tropenwaldreise nach Dzanga Sangha – nun rascher zu erreichen
Diese neu konzipierte Reise führt zum Zentralafrikanischen Teil des trinationalen Regenwald-Nationalparks. Sie erleben dort die letzten Jäger und Sammler, die Ba´Aka-Pygmäen. Sie sehen auch GARANTIERT habituierte Gorillas, erleben andere Tiere des Waldes, vor allem Waldelefanten in großer Zahl auf einer Lichtung und Antilopen - alles zum günstigen Preis und mit einer guten Portion Abenteuer. Dennoch ist diese Reise für alle Menschen mit normaler Kondition gut zu schaffen - nicht zuletzt aufgrund der mäßigen Luftfeuchtigkeit von meist 60 bis 70%, moderaten Temperaturen (im Schnitt 25 Grad) und für den Tropenwald geringem Niederschlag (ca. 1.500 mm im Jahr). Das gilt auch für den August!
Problem war bisher immer die Hin- und Rückreise von jeweils 3 Tagen – von der RCA-Hauptstadt Bangui aus ist die Route noch immer unsicher. Ein Charterflug von dort aus direkt nach Bayanga/Doli Lodge kostet 3.000 € und verteuert alles entsprechend. Nun wurde aber die bisher schlechte rote Erdpiste hinter Bertoua ausgebessert und die Asphaltstraße verlängert; wir können in einer guten Unterkunft in Batouri nächtigen und die Hin- und Rückreise ist in je 2 Tagen zu schaffen.

Auf einen Blick:

  • Die beste und preisgünstigste Tropenwaldreise auf dem Markt
  • Preis inkl. einem Gorillatrekking und aller Aktivitäten
  • Einblicke in die Welt der Ba´Aka-Pygmäen, eine Nacht mit ihnen im Wald
  • Wahl unter drei habituierten Gorillagruppen, viele Waldelefanten
  • 2018/19 komplett renovierte Doli Lodge mit 3-4 Übernachtungen dort
  • Verlängerungen, z.B. in Kribi am Sandstrand unter Palmen

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NEU: das Beste von ganz Kamerun im Norden und Westen, und 100% sicher
Es gibt kaum andere Länder in Afrika mit einer so guten touristischen Infrastruktur, so unterschiedlichen Kulturen und Landschaften wie in Kamerun, dem „L´Afrique en Miniature.“
Diese Reise führt zu den Höhepunkten Kameruns und beginnt mit einem Flug in den hohen Norden, nach Maroua. Die Landschaft ist karg, die steinigen Berge sind von Anbauterrassen für Hirse und Mais durchzogen. Die schönen Dörfer bestehen aus kunstvollen Lehmhütten, mit Stroh gedeckt; die Menschen sind überwiegend noch Anhänger von Naturreligionen. Wir reisen hier in einem längst vergessen geglaubten Afrika.
Zurück in der Hauptstadt Yaoundé mit dem Nachtzug (neue Schlafwagen), fahren wir in den Westen mit kleinen Königreichen (Chefferien), zwei wunderbaren Hotels, dem höchsten Wasserfall des Landes und über Buea am Mt. Cameroon zur Küste nach Limbe mit schwarzen Vulkanstränden. Wer will oder muss, kann von hier (Douala) am 12. Reisetag abends zurückfliegen.
Das wäre aber schade, denn es geht 170 km weiter nach Kribi mit langen Sandstränden, von Palmen gesäumt. Hier können Sie noch individuell verlängern, denn am nächsten Tag reisen wir weiter in den Tropenwald-Nationalpark Campo, ganz im Südwesten des Landes. Dort wird seit über 5 Jahren vom WWF eine große Gorillagruppe habituiert, also an Menschen gewöhnt. Dieser Prozess ist erst 2020 abgeschlossen, dann kostet eine Stunde dort mindestens 300 € (in Uganda/Ruanda rund 700 €). Durch unsere guten Kontakte dürfen die die Gruppe sehen und zahlen dieses Jahr, nur die Parkgebühr!

Die Höhepunkte dieser besonderen Reise:

  • Rhumsiki mit den Vulkanbergen: Wochenmarkt am Sonntag
  • Pouss am Logone-Fluss mit dem Dienstagsmarkt östlich von Maroua
  • Bénoué-Nationalpark mit vielen Hippos und Büffeln
  • Fürstentümer, Chefferien bei Bangangté und Bafoussam
  • Der Königspalast von Foumban und die Straße der Kunsthandwerker
  • Die grandiosen Ekom-Wasserfälle, Drehort des Tarzan-Films „Greystoke“
  • Buea, die Hauptstadt von Deutsch-Kamerun am Fuß des 4.070 m Mt. Cameroon
  • Limbe am Atlantik mit dem Wildlife Center und Botanischem Garten
  • Tropenwald-Nationalpark Campo mit großer Gorillagruppe (22 Tiere)

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NEU: Special Tour Ghana im Okt. mit Festival, Kombi Sao Tomé
In Ghana leben alle Religionen friedlich zusammen – so wie auch in Kamerun. Geprägt von Intellektuellen seit den 60er Jahren, mit 20 Jahren Demokratie und wirtschaftlichem Erfolg, ist Ghana wie eine friedliche, glückliche Insel im stürmischen Meer.
Organisiert wird diese Tour von einem holländisch-ghanaischen Paar. Sie setzen wie wir auf Öko-Tourismus, auf Partizipation der Einheimischen, Begegnungen und Erlebnisse abseits der ausgetretenen Wege. Der kulturelle Höhepunkt dieser Reise ist vor allem am 24.10. das große Ngmayem-Erntefest in Omdumase im Osten mit traditionellen Königen und Chiefs, Fetischpriestern und vielen, prächtig und bunt gewandeten BesucherInnen. Die Reise beginnt mit Erfahrungen auf den Spuren des Sklavenhandels, die in Ghana noch besonders präsent sind – wie im mächtigen Sklavenfort von Elmina, gebaut 1488 von Portugiesen. Auf dem Weg nach Osten zum Volta-Fluss und dem gigantischen Stausee Lake Volta besuchen Sie Kakao-Farmer, der wichtigsten Einnahmequelle der Gegend.
Sie erleben hier noch echtes Afrika und kein Hochglanz-Touristen-Klischee. In Ghana finden Sie nur Menschen mit guter Laune, sie sind voller Ideen. Das zeigen auch besondere, individuelle Unterkünfte und diverse Projekte – wie das der „Global Mamas“, die ihre Produkte zusammen besser vermarkten und uns auch einen Schnupper-Kochkurs geben.
Sie können diese Tour noch individuell mit den tropischen Inseln São Tomé und Principe verlängern, denn die Flüge der portugiesischen TAP führen via Accra. Mehr…

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NEU: Sommerreise Benin und Togo, mit dem jährlichen Yams-Festival
Eine Reise im Sommer, durch Benin und Togo.: ein Mosaik von Völkern und Kulturen, prallen Landschaften und Traditionen. Am 15. August sind wir im südlichen Zentrum von Benin zum Höhepunkt des Yams-Festivals – Ähnliches gibt es auch in Ghana, Togo und Nigeria - und sehen den König.
Wir fahren zunächst von Benin nach Togo, entlang des von Palmen gesäumten Atlantiks. In TOGO sind auf den Spuren deutscher Kolonialgeschichte unterwegs und besuchen den Togosee, dann Wasserfälle bei Kpalimé. Es geht weiter nach BENIN und via Dassa nach Savalou zum Yam-Festival. In Abomey fahren wir mehr über Sklavenhandel und grausame Könige;  im Süden von Benin reisen wir auf den Spuren des Sklavenhandels und zur Wiege des Voodoo nach Abomey und Ouidah. Im Pfahlbaudorf Ganvié wird auch der Markt auf dem Wasser abgehalten.
Die letzten vier Tage sind wir nahe des Atlantiks (am Ahèmé-See in Possotomé) und direkt am Meer bei Grand Popo – jeweils 2 Nächte in kleinen, einfachen, aber liebevoll ausgestatteten Herbergen, die von der Dorfgemeinschaft und unserem Partner ECOBNIN angelegt und betrieben werden: die Regierung unterstützt schon lange diesen „Tourisme solidaire“, nachhaltigen Tourismus. Wir erfahren hier in der Dorfgemeinschaft weitaus mehr über das Leben der Fischer und den Voodoo als in einem großen Hotel.
Sie können noch ganz nach Wahl in einem schönen Strandhotel die Reise verlängern – die Auswahl ist riesig, Zimmer ab ca. 40 € die Nacht.

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NEU: Oase Siwa, Ägypten, mit Festen im Okt./Nov, Kombi mit Eritrea
Über die “Primär-Attraktionen” von Ägypten muss hier nicht groß berichtet werden. Aber das Wüstenland am Nil bietet mehr als die Pyramiden und Altertümer am Nil. Diese neue Reise führt von Kairo nach Alexandria, dann entlang der Mittelmeerküste zur uralten Oase Siwa. Hier bleiben wir drei Nächte in einer wunderschönen Lodge im saharischen Stil, gelegen am Lake Siwa. Zurück in Kairo, geht´s auf einen Tagesausflug zur südlich gelegenen Oase Fayum mit dem Friedhof prähistorischer Wale.
Besonderheit sind auch die ausgewählten Hotels – in Siwa die Wüsten-Lodge, in Alexandria und Kairo Hotel aus der goldenen Zeit des britischen Empire, wie das Windsor-Hotel in Kairo von 1893. Natürlich können Sie auch auf andere Hotels „upgraden“; die Auswahl ist riesig, die Preise sind moderat.
Sie können auch diese Reise erholsam und vor allem kulturell verlängern: nur” zum Baden ans Rote Meer (Ain Suchna, 130 km von Kairo), zum Tal der König nach Luxor (auch mit dem Schlafwagen), und/oder mit einer Mini-Kreuzfahrt von Luxor nach Assuan, drei Tage Dauer – mehr unten.
Die Termine dieser Reise sind auch die Tour 400 / Eritrea als Verlängerung abgestimmt, denn die besten Verbindungen nach Asmara bietet Egypt Air via Kairo.

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Nubien authentisch und günstig, mit deutschsprachigem Guide
Nördlich von Khartoum strömt der Nil als riesiges „S“ durch die östliche Sahara. Hier erstreckt sich das antike Nubien. Die Bewohner wohnen oft in kunstvoll bemalten Häusern; das Leben verläuft hier zum Teil noch wie in alt-nubischen Zeiten. Keine Touristen-Nilschiffe verkehren hier, jeder Besucher ist noch ein Gast. Nubien heute – das ist wie Ägypten vor 100 oder mehr Jahren.
Schon vor den klassischen pharaonischen Dynastien wurden hier Tempel von schwarzen Pharaonen gebaut. Bereits der griechische Historiker Herodot wußte, daß in Meroe die Hauptstadt des Reiches Kusch lag, das sich ab etwa 1.000 v.Chr. entwickelte. Ab 1844 grub hier systematisch der preußische Archäologe Karl Lepsius. Die drei Bezirke der Nekropolen mit ihren 40 Bauwerken bilden die größte Konzentration von Pyramiden am Nil.
Diese Reise verläuft über Kerma nördlich nach Dongola und weiter nördlich bis Soleb und Tommos, vorbei an kleinen Dörfern mit oft farbenprächtigen Häusern. Immer wieder kommt es zu Begegnungen mit den freundlichen Menschen. Auch eine Fahrt mit der Feluke und dem typischen Dreiecks-Segel ist Teil dieser Reise. Die nubische Gastfreundschaft erfahren wir hautnah an 7 Tagen und Nächten bei Übernachtung in nubischen Häusern, die für Gäste hergerichtet wurden - das ist bequemer als im Zelt und preiswerter als durchgestylte Lodges. Deutschsprachige, sehr gute Reiseleitung.

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Wer kommt noch mit? Somaliland, Djibouti im November – Bahnfahrt von Addis
Somalia? Na klar: am Horn von Afrika, ein zerrüttetes Land. Warlords und Piraten haben das Sagen. In der einstigen Hauptstadt Mogadischu kann man nur im Panzerwagen unterwegs sein. Aber Somaliland im Norden rief einseitig 1991seine Unabhängigkeit aus, um nicht in den Wirren des Bürgerkriegs zusammen mit dem ganzen Staat unterzugehen. Das war eine weise Entscheidung, die da Clan-Älteste in der Stadt Burao trafen.
Es ist eines der unbekanntesten Länder auf dem Planeten - mit einer unglaublich freundlichen, herzlichen, schönen Bevölkerung. Die Felsmalereien von Las Geel nahe der Hauptstadt Hargeisa sind 5.000 Jahre alt und zählen zu den Meisterwerken überhaupt - noch immer farbenfroh, wie frühe Picassos an den Felswänden. Die Route hinunter zum Roten Meer nach Berbera und der Hafenort selbst sind interessant, wir treffen auf Nomaden mit ihren Kamelen. Die kleine Hauptstadt Hargeisa bietet einen schönen Markt, und viele andere Entdeckungen.
Diese Kurzreise wird im November stattfinden – zunächst mit der neuen chinesischen Bahn nach Djibouti am Roten Meer: mit Lavawüsten, Salzseen und kochenden Geysiren:

Sa, 16.11.: Flug nach Addis
So, 17.11.: Addis Abeba
Mo, 18.11.: Bahnfahrt nach Djibouti, 8 bis etwa 18.30 Uhr, neuer Zug.
19. – 21.11.: Djibouti
22.11.: Flug nach Hargeisa, Somaliland
23. – 26.11.: Somaliland
26.11.: Zurück nach Addis, Rückflug oder Verlängerung.

2.390 € p.P. ab 3 TeilnehmerInnen statt 2.590 €

Im Moment sind es fest zwei Reisende (Frau/Mann, singles). Wer hat noch Interesse?

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Raubfischen vor Senegals Küste: Die EU verschärft das Flüchtlingsproblem
Etwa Dreiviertel der lokalen Ernährung in Senegal besteht aus Fisch – bestand. Nicht nur an der Küste, sondern bis weit ins Landesinnere hinein. Hunderttausende Senegalesen sind Fischer. Genauer, sie waren es. Die Küste des Landes gibt seit etwa einem Jahrzehnt immer weniger Fisch her. 90 Prozent der Fischgründe sind voll ausgelastet oder überfischt.
Gefischt wird im Senegal seit vielen Generationen. Die traditionellen Pirogen fischen vor allem Sardinen für den lokalen Bedarf, die im Land verkauft oder getrocknet wurden.
Schon vor etwa 30 Jahren begannen große europäische und asiatische Fangflotten, an der westafrikanischen Küste im großem Stil zu fischen. Geholfen hat Senegal niemand, im Gegenteil: Schiffe aus EU-Ländern verschärften die Situation. Viele zerstörten mit Schleppnetzen die Brutstätten der Fische am Meeresboden. Lokalen Fischer verwandten engmaschige Netzen, um überhaupt noch etwas zu fangen. Mit katastrophalen Folgen.
Das Absurde: Große Schiffe aus der EU fischen noch immer vor Senegals Küsten. Das ist ein Grund, warum allein 2016 rund 10.000 Senegalesen in die EU kamen. Ein Migrationszentrum soll ihnen nun bei der Rückkehr helfen oder sie gar nicht erst aus dem Land lassen.
Senegal gilt in Westafrika als Stabilitätsanker, es ist eine Demokratie mit einer regen Zivilgesellschaft und einer lebendigen Kunstszene; der Islam ist moderat. Wer nach Dakar kommt, erlebt eine Stadt im Immobilienboom. Und doch haben die meisten junge Leute keinen Job. Ihr Ziel ist Europa, obwohl sie keine Chance auf Asyl haben. Das Land wurde ausgeplündert, und wird allein gelassen.

Artikel “Wie Überfischung ein Land ruiniert”
Artikel “Wie Fischfang Migration auslöst”
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UND DAS NOCH: Boote aus leeren Plastikflaschen in Kamerun
Erschreckend: weltweit werden pro Minute etwa eine Million Plastikflaschen geleert – und die meisten landen auf dem Müll. Von Millionen Dosen und Kaffeebechern ganz zu schweigen... Diese Zahlen hatten wohl der Student Essome Ismael beim Touristen-Badeort Kribi in Kamerun nicht im Kopf, denn sonst hätte er gar nicht erst angefangen. Er und seine Freunde ärgerten sich über zunehmende Plastik-Vermüllung und handelten. Aus etwa 2.000 Plastikflaschen entstanden Kajaks zum Fischen, die mittlerweile in Serie gehen – so können sich auch Arme ein Bötchen zum Fischen leisten.

Auch „Ecobricks“ kann man daraus herstellen – mit Sand gefüllt, werden die sonst herumfliegenden Flaschen zu Bausteinen, eine Idee aus Asien. Mittlerweile hat Essome Ismael eine NGO (non profit-Organisation) gegründet, MADIBA NATURE. Mitstreiter sensibilisieren die Bevölkerung, organisieren Reinigungs-Aktionen, bauen Recycling-Zentren auf, engagieren sich im Öko-Tourismus.
Das ist ein Kandidat für den alternativen Nobelpreis – und kann auch unser Verhalten ändern. Wenn schon die Politik viel zu langsam, schwerfällig und halbherzig reagiert, sollte jede/r von uns Plastikmüll soweit wie möglich vermeiden: Mineralwasser etwa gibt es auch in Glas- oder Mehrweg-Pfandflaschen, wie Selters; Milch und Joghurt auch in Glasflaschen. Und den bescheuerten „Coffee to go“ (Kaffee Togo, sagte meine Mutter) kann man sich auch in seinen eigenen Becher füllen lassen...

Homepage Madiba Nature
Inhabitat – über das Projekt in Kamerun und andere Recyling-Projekte

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Bleiben Sie natürlich – einen schönen Frühling wünscht


Werner Gartung


Copyright und verantwortlich für den Inhalt: Werner Gartung

 

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e-Mail: service@oasereisen.de

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