Special Tour Ghana - Reiseverlauf

Ghana Kompakt mit großem Fest

Höhepunkt: das Millet Festival Manya-Krobo

Karte Special Tour Ghana

In Ghana Festivalleben alle Religionen friedlich zusammen – so wie auch in Kamerun. Es ist ein Land mit freundlichen und immer hilfsbereiten Menschen. Geprägt von Intellektuellen seit den 60er Jahren, mit 20 Jahren Demokratie und wirtschaftlichem Erfolg, ist Ghana wie eine friedliche, glückliche Insel im stürmischen Meer.
Organisiert wird diese Tour von einem holländisch-ghanaischen Paar, Cindy und Apollo. Sie setzen wie wir auf Öko-Tourismus, auf Partizipation der Einheimischen, Begegnungen und Erlebnisse „off the beaten tracks“, abseits der ausgetretenen Wege. Diese Reise ähnelt der Tour 235, ist aber ohne die Ashanti-Hauptstadt Kumasi, führt dafür noch östlich von Accra weiter am Meer entlang.
Der kulturelle Höhepunkt dieser Reise ist vor allem am 24.10. das große Ngmayem-Erntefest in Omdumase im Osten mit traditionellen Königen und Chiefs, Fetischpriestern und vielen, prächtig und bunt gewandeten BesucherInnen.

Die Reise beginnt mit Erfahrungen auf den Spuren des Sklavenhandels, die in Ghana noch besonders präsent sind – wie im mächtigen Sklavenfort von Elmina, gebaut 1488 von Portugiesen. Auf dem Weg nach Osten zum Volta-Fluss und dem gigantischen Stausee Lake Volta besuchen Sie Kakao-Farmer, der wichtigsten Einnahmequelle der Gegend.
Sie erleben hier noch echtes Afrika und kein Hochglanz-Touristen-Klischee. Auch der Service in den Restaurants z.B. ist landesüblich, denn es gibt keine Hotelfachschulen. Dafür erleben Sie aber keinen "Touristen-Humbug" wie in Südafrika (u.a. mit "authentischen" Zulu-Dörfern) wo ein Disneyland-Afrika vorgegaukelt wird.

Reiseverlauf

1. Tag / Fr, 18.10.19: Flug nach Accra
Günstige Flüge (ab ca. 500 €) und ohne große "Umwege" z.B. mit AIR FRANCE, Ankunft in Accra gegen 19 Uhr. Wenn Sie (sehr empfohlen) noch auf der Insel São Tomé verlängern, dann Flug mit TAP via Lissabon, Ankunft in Accra um 21:25 Uhr.
Unterkunft: High Gate Hotel im Zentrum, schöne, moderne, neue Zimmer. Alternative direkt am Meer, großer Bungalow unter Palmen, Aufpreis 100 €:
Axim Beach Hotel.

2. Tag / Sa, 19.10.: Accra - Cape Coast – bei Elmina (180 km)
ElminaAccra ist nicht im landläufigen Sinne schön, aber ehrlich und afrikanisch: eine Großstadt auch mit vielen dörflichen Aspekten. Sie entstand aus einem portugiesischen Handelsort. Der britische Gouverneur zog 1874 in das einst dänische Christiansburg Castle; von 1957 bis 2013 war es Regierungssitz der ghanaischen Regierung. Am Independence Square kündet ein "Triumphbogen" mit riesigen Sternen von der 1957 erlangten Unabhängigkeit Ghanas - als erster Staat Afrikas.
Besuch des alten Stadtviertels James Town, Heimat der Volksgruppe der "Ga". Wir nehmen vielleicht einen Drink in der nahen JaiNii Beach Bar. Die dortige Band (sollte sie gerade spielen) verdient Zuwendung - sie kommt den Straßenkindern von James Town zugute.
Ussher Town wird dominiert vom holländischen Castle - es diente wie das nahe Fort James bis Mitte der 90er Jahre als Gefängnis und soll eine Art Freiluftmuseum werden, ähnlich wie Robben Island vor Kapstadt. Osu Castle schließlich, das Christiansborg Castle der Dänen aus dem 17. Jh., ist bis heute Sitz der Regierung.
Besuchen wollen wir noch die berühmten Tischler von Ga Coffi: die Särge in Form von Früchten, Tieren, Autos, Flugzeugen herstellen - auch eine Bier- oder Weinflasche ist beliebt. Wir erreichen an der Küste zunächst Cape Coast mit dem eindrucksvollen Castle, von Schweden ab 1653 erbaut (Besuch morgen). Auch US-Präsident Obama besuchte es (wie vor ihm Legionen anderer schwarzer Afrikaner auf der Suche nach ihren Wurzeln) mit seiner Familie. Abendessen und Übernachtung im tollen, ökologischen Koa-Sa Beach Resort am Meer bei Ampenyi, ca. 5 km westlich von Elmina - farbenfrohe Bungalows, offenes, großes Restaurant aus Holz am Meer, Solar-Energie; betrieben von einem holländischen Paar.
(F / A).

3. Tag / So, 20.10.: Cape Coast - Elmina Kakum Nationalpark (ca. 130 km)
Kakum National ParkElmina wurde 1482 von den Portugiesen erbaut wurde und war lange einer der Eckpfeiler des Sklavenhandels. Von hier aus wurden unzählige Sklaven nach Amerika und anderen Teilen der Welt verschifft. Es ist das älteste europäische Bauwerk in den Tropen. Nebenan führt eine Brücke zu einem kleinen Hafen, in dem viele bunt bemalte Fischerboote liegen. Nach dem Besuch im teilweise düsteren, von Fledermäusen bewohnten Verließen können wir hier wieder durchatmen. Wir schlendern über den lebendigen Fischmarkt, besichtigen einen Posuban-Schrein und erklimmen den Hügel, auf dem die zweite Festung der Stadt liegt: São Jago da Mina. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick auf den Fischerhafen, das mächtige Elmina Castle und den tiefblauen Ozean.
Nachmittags Fahrt zum etwa 40 km entfernten, 360 qkm großen Kakum Park, der 1992 gegründet wurde. Dieses Regenwald-Schutzgebiet beherbergt über 600 Schmetterlings-, 280 verschiedenen Vogelarten, 9 Affenarten und 100 Säugetier-, Reptilien- und Amphibienarten. Hier leben auch die vom Aussterben bedrohten weißen und schwarzen Colobusaffen, Königsantilopen und seltene Waldelefanten. Wir können wir dann den Regenwald "von oben" betrachten - bei einem Rundgang über Hängebrücken, die in etwa 40 m Höhe zwischen den Kronen riesiger Bäume gespannt sind (mit Netzen gesichert und ganz gefahrlos zu betreten). Jede Brücke endet auf einer Plattform, wo man kurz verweilen und die Natur in sich aufsaugen kann. Solche "canopy walkways" (hier seit 1995) gibt es weltweit nur in fünf Ländern; die Anlage von Kakum ist einzigartig auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Wer das nicht mitmachen möchte oder -kann, geht auf dem Waldlehrpfad mit sachkundiger Begleitung durch einen Ranger.
Abendessen am Meer in Koa-Sa und dort zweite Übernachtung. (F / A).

4. Tag / Mo, 21.10.: Elmina - Aburi (200 km)
Cape Coast war bis ins 20. Jahrhundert hinein die "Bildungsmetropole" der Goldküste und ist heute noch Sitz berühmter Internatsschulen und Universitätsstadt. Das Museum gilt als weltbestes zur Geschichte der Sklaverei; wir besuchen es. Das mächtige Fort wurde 1853 von Schweden erbaut und mehrfach umgebaut, wurde dann von Dänen, danach von Holländern und letztlich Briten erobert – den rivalisierenden Mächten im Sklavenhandel.
Wir besuchen dann ein interessantes Projekt – „Global Mamas“, mittlerweile in 10 Orten Ghanas: Herstellung von Batiken, Kleidern, Seife, Kochkurse. In Cape Coast betreiben Frauen u.a. ein Zentrum für die traditionelle Batike,. Mitmachen! Alternativ: Kurz-„Workshop“ (je 3 Stunden) für Trommeln/Tanzen und Kochen!
Wir erreichen wieder Accra und übernachten (dort auch Abendessen) rund 10 km nördlich im naturnahen Tree House – great!
(F / A).

5. Tag / Di, 22.10.: Aburi – Amedzofe – Liati Wote (220 km)
Fahrt zunächst nördlich von ca. 30 km in die Region Yillo-Krobo, wo am kommenden Freitag der Höhepunkt des Festes Ngmayem der Krobo stattfindet. Heute am Dienstag werden Voodoo-Götter beschworen, um das Land von bösen Geistern zu befreien und ein gute Ernte zu erbitten.
Wir besuchen auch die kleine Fabrik „Cedi beads“ , in Krobo-Odumasi, in der traditioneller Glasperlenschmuck hergestellt wird – bei allen Zeremonien der Krobo-Küstenkultur spielen diese „beads“ eine große Rolle und sind ein schöner Schmuck in Form von Armbändern oder Halsketten. Wir fahren weiter östlich in die Volta-Region, die Landschaft wird wieder hüglig und grüner.Weiter geht´s bis zum Fuß von Ghanas höchstem Berg, dem Mount Afadjato (880 m). Abendessen und Übernachtung in der familiären Tagbo Falls Lodge mit hohen Zimmern und Terrasse in wunderbarer Umgebung, eröffnet 2017.
(F / A).

6. Tag / Mi, 23.10.: Go green: zu Fuß zu den Tagbo-Fällen oder auf den Mt. Afatjato
Tagbo FallWährend westlich bei den Krobo die Vorbereitungen für den Höhepunkt des Durbar (Fest) am Freitag auf Hochtouren laufen, genießen wir heute einen ruhigen, naturnahen Tag. Der Mt. Afadjato ist in etwa 2 Stunden bestiegen und man wird mit einer herrlichen Aussicht belohnt.
Einfacher ist ein Ausflug zu den Tagbo-Wasserfällen, die hoch aus wucherndem Grün in ein flaches Naturbecken rauschen – Möglichkeit zum erfrischenden Bad. Auch hier in der Gegend steht die Landwirtschaft in hohem Kurs (v.a. Reise, Mais, Kakao, Palmöl). Sprechen Sie mit freundlichen Bauern, verkosten Sie unbedingt frischen Palmwein und lernen Sie mehr über dessen Destillation in lokalen „Gin“, den Akpetsi. Auch Mitkochen können Sie hier.
Allerdings gibt es im schönen Garten der Lodge auch sehr bequeme Hängematten…
(F / A).

7. Tag / Do, 24.10.: Liate Woti – Atimpoku (200 km)
Der Ort Amedzofe östlich der Asphaltstraße, nicht weit von der Grenze zu Togo, wurde vor über 100 Jahren von deutschen Missionaren gegründet und schmiegt sich an die Felsrücken der Avatime-Berge mit 7 Dörfern. Die Missionare setzen ein großes Kreuz auf den nahen Mt. Gemi (Aufstieg ca. eine Stunde), mit herrlichem Blick auf den Volta-See. Hier leben die Guan, Ghanas ältestes Volk. In den dichten, tropischen Wäldern tummeln sich farbenprächtige Schmetterlinge.
Über den Ort Ho und haben wir in Atimpoku am Volta-Fluss unser heutiges Ziel erreicht. Unterkunft in der sportlich ausgerichteten Aylos Bay Lodge im Bungalow am Wasser und nahe des Akosombo-Staudamms südlich des Lake Volta; Sie können Sie auch ein Boot ausleihen.
(F / A).

8. Tag / Fr, 24.10.: Atimpoku – Odumase – Atimpoku (60 km)
Wir fahren rund 30 km südlich zu den Shai Hills in die Gegend von Odumase zum Höhepunkt des Durbar (Fest, wird auch in Nigeria so genannt), dem 7. Tag nach einer Woche religiöser und sozialer Treffen und Feiern. Der König der Krobo erscheint auch in einer Sänfte, in prächtige Kente-Stoffe gehüllt und wie der Ashanti-König in Kumasi mit Goldschmuck

König

behängt. Die Krobo-Königsdynastie wurde erst im 19. Jh. begründet, von König Azu (1835 – 1867). Unter ihm bekam auch die Landwirtschaft einen Schub (Einführung von Palmöl). Die Erntesaison von Mais, Hirse, etc. ist vor allem von Ende Oktober bis Ende Dezember; beim Ngmayem-Festival (seit 1944) wird Segen für die Erntesaison erbeten. Der König und die Familie werden getragen und sitzen unter großen, roten Sonnenschirmen. Fetischpriester mit weißen Gesichtern (als Zeichen der Reinheit) tragen z.B. einen königlichen Schrein (s. Bild), traditionelle Chiefs, queen mothers, Notabeln, Frauen, Mädchen in bunten Stoffen… ein einzigartiges Fest. Gegessen wird heute traditionell mashed yam, palm soup, roasted corn – probieren!
Mit vielen Eindrücken und tollen Bildern im Gepäck fahren wir wieder zurück an den Volta-See; 2. Übernachtung in der Aylos Bay Lodge.
(F / A).

9. Tag / Sa, 24.10.: Atimpoku - Shai Hills - Accra (100 km)
Wir reisen wieder nach Süden und verbringen einige Stunden im Shai Hills Reserve, nördlich von Accra. Es besteht aus Feuchtsavanne, durchsetzt mit einigen (mystischen) Felsformationen. Gewöhnlich begrüßt uns schon eine rotzfreche Pavianherde am Eingang. Mit Glück sehen wir auch große Kob-Antilopen, meist aber Buschböcke und auf jeden Fall viele Vögel. Wir wollen hier einige Stunden zu Fuß und auch mit dem Wagen unterwegs sein.
Für jene, die spät am Abend zurück fliegen, wird ein einfaches Tageszimmer zur Verfügung gestellt; Einkaufen/noch durch Accra nach Wunsch.
Rückflug, z.B. mit AIR FRANCE, ab 23:55 Uhr nach Paris und weiter zu Ihrem Zielflughafen. Oder ab 15:15 Uhr mit TAP in das Tropen-Inselparadies São Tomé und Principe – Sie können sich dort selbst eine Reise zusammenstellen, s.a. Tour 500.

10. Tag / So, 26.10: Ankunft
Ankunft an Ihrem Zielflughafen.
 

Leistungen: Programm mit den genannten Übernachtungen und Mahlzeiten (Frühstück, 2.-8. Tag mit Abendessen); alle genannten Besuche und Eintrittsgelder; englischsprachige Reiseleitung; Landes-Infos (Landkarte), Hilfe bei der Visa-Beschaffung.

Nebenkosten: Flüge (ab ca. 500 €); Versicherungen, Visakosten (110 €), Getränke, Trinkgelder.

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Tourdaten
Termine / Preise
18.10.2019 - 27.10.2019: 1750.00€


Basispreis: 1.750 €
+ Flüge (ab ca. 500 €)
EZ-Zuschlag: 220 €
2 Teiln.: + 200 €
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Werner Gartung
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