Special Tour Togo und Benin - Reiseverlauf

Sommer-Special mit dem Yams-Festival in Savalou

Indiv. Verlängerung am Atlantik

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Eine Reise im Sommer, durch Benin und Togo.: ein Mosaik von Völkern und Kulturen, prallen Landschaften und Traditionen. Am 15. August sind wir im südlichen Zentrum von Benin zum Höhepunkt des Yams-Festivals – Ähnliches gibt es auch in Ghana, Togo und Nigeria - und sehen den König.
Wir fahren zunächst von Benin nach Togo, entlang des von Palmen gesäumten Atlantiks. In TOGO sind auf den Spuren deutscher Kolonialgeschichte unterwegs und besuchen den Togosee, dann Wasserfälle bei Kpalimé. Es geht weiter nach BENIN und via Dassa nach Savalou zum Yam-Festival. In Abomey fahren wir mehr über Sklavenhandel und grausame Könige;  im Süden von Benin reisen wir auf den Spuren des Sklavenhandels und zur Wiege des Voodoo nach Abomey und Ouidah. Im Pfahlbaudorf Ganvié wird auch der Markt auf dem Wasser abgehalten.
Die letzten vier Tage sind wir nahe des Atlantiks (am Ahèmé-See in Possotomé) und direkt am Meer bei Grand Popo – jeweils 2 Nächte in kleinen, einfachen, Mädchenaber liebevoll ausgestatteten Herbergen, die von der Dorfgemeinschaft und unserem Partner ECOBNIN angelegt und betrieben werden: die Regierung unterstützt schon lange diesen „Tourisme solidaire“, nachhaltigen Tourismus. Wir erfahren hier in der Dorfgemeinschaft weitaus mehr über das Leben der Fischer und den Voodoo als in einem großen Hotel.
Sie können noch ganz nach Wahl in einem schönen Strandhotel die Reise verlängern – die Auswahl ist riesig, Zimmer ab ca. 40 € die Nacht.

Reiseverlauf

1. Tag / Fr, 9.8.: Flug nach Cotonou
Die günstigsten Flüge zu diesen Terminen bieten TURKISH AIRLINES (aktuell ca. 700 €) – z.B. ab Frankfurt um 07:5, Ankunft in Cotonou um 21:15 Uhr.
Benins quirlige Kapitale, noch mit vielen Häusern aus der französischen Kolonialzeit, liegt an einer breiten Lagune, die durch einen Kanal zwischen Atlantik und dem Nokoué-See getrennt ist. Der Flughafen ist nur wenige km von der Innenstadt entfernt.
Übernachtung im gemütlichen Hotel du Port mit Pool unter Palmen, zwischen Hafen und dem Atlantik.

2. Tag / Sa, 10.8.: Cotonou – Lomé / TOGO (150 km)
Wir unternehmen eine kleine “City Tour” und fahren nach Westen, passieren Ouidah, “Hauptstadt” des Voodoo-Kults (dort übernachten wir auf der Rückreise am 6.8.). Bald hinter der Grenze kommen wir zum alten Küstenort Anèho und erreichen 30 km westlich Togoville über Anècho, einem der Verwaltungsorte in der deutschen Kolonialzeit 1994 - 1914. Fahrt mit dem Boot über den Togosee nach Togoville; Besuch im Hof vom König Mlapa III., der 1884 mit dem ehemaligen Afrikaforscher Gustav Nachtigal den deutschen "Schutzvertrag" in Baguida unterschrieb. Jeden Samstag wird hier traditionelles Gericht gehalten – vielleicht haben wir Glück.
Lomé StoffeWeiterfahrt nach durch das Siedlungsgebiet der Ewe, vorbei an vielen Kokospalmen und langen Sandstränden mit bunt bemalten Fischerbooten. Ankunft in Lomé, der beschaulich-afrikanischen Hauptstadt Togos mit einem Feuerwerk von Farben und Gerüchen. Besuch des Großmarktes. Hier verkaufen die berühmten „Mama Benz“ auch wunderbare Stoffe – sie werden so genannt, weil nicht wenige der erfolgreichen Händlerinnen Mercedes fahren… Der Markt von Assignmé ist ein Fetischmarkt mit allen Utensilien, die ein Fetischeur so braucht, von Kräutern bis hin zu getrockneten Vogel- und Affenköpfen.
Abendessen (nicht enthalten, à la carte, ab 10 €) und Übernachtung im Hotel Robinson Plage, direkt am scheinbar endlosen Sandstrand.
(F)

3. Tag / So, 11.8.: Lomé – Kpalimé und Umgebung (140 km)
Landschaftlich schöne Fahrt gen Nordwesten nach Kpalimé. Weiter zum nahen Kouma Konda auf der Berghöhe des Mt. Agou (938 m), im Wald vom Missahoé. Der Name geht zurück auf "Missahöhe" zurück. Er wurde 1890 auf Betreiben des Kaiserlichen „Kommissars für Togoland" Jesko von Puttkamer „5 Tagesmärsche von Lomé" am einzigen über die Togo-Gebirgskette führenden Pass gegründet. Durch die Stationsgründung bekräftigten die Deutschen ihren kolonialen Anspruch, mussten aber auch hier (wie in Kamerun) 1914 vor den Briten flüchten. Die Gebäude der alten Station stehen noch heute. Nahe der Station gibt es einen mitten im Wald gelegenen deutschen Soldatenfriedhof mit gut erhaltenen Grabsteinen.
Rückfahrt ins nahe Kpalimé; Abendessen und Übernachtung im modernen Parc Résidence Hotel mit Pool, schöner Terrasse und in tropischer Umgebung.
(F / A ).

4. Tag / Mo, 12.8.: Kpalimé – Badou - Atakpamé (210 km)
WasserfallAufgrund der längeren Fahrt und der vielen Eindrücke heute sollten wir gegen 7 Uhr das Hotel verlassen – zunächst gut 100 km nordöstlich durch schöne, grüne, hüglige Landschaft nach Atakpamé. Es war die Residenzstadt der deutschen Gouverneure; in der Nähe befinden sich noch die Ruinen der Telegraphen-Station: von hier wurde Berlin angemorst.
Wir fahren durch die tropisch bewaldeten Aposso-Berge 74 km westlich nach Badou. In der tropischen Umgebung wächst fast alles – angebaut werden vor allem als „cash crop“ Kakao, Kaffee und Ananas. Landwirtschaft ist denn auch das wichtigste Gesprächsthema hier bei den Bauern der Ewe. Wir gehen durch eine herrliche Landschaft etwa 40 Minuten zum höchsten Wasserfall Togos, der Cascade d´Aklowa – das Wasser fällt 35 m in ein Bassin im Regenwald und lädt ein zum Bad. Auf dem Weg dorthin erfahren wir mehr über Kakao.
Rückfahrt nach Atakpamé; Abendessen und Übernachtung im Hotel Luxembourg, relativ neu, mit 17 farbenfrohen, angenehmen Zimmern.
(F / A ).

5. Tag / Di, 13.8.: Atakpamé - Dassa/ BENIN (170 km)
Wir fahren zunächst gut 30 km nach Norden (Anié) und bieten dann ab auf eine gute Piste (Naturstraße), die uns gut 50 km weit östlich an die Grenze zum Nachbarland BENIN führt – durch fruchtbares Land mit Pflanzungen von Mais , Yams und Gemüse. Knapp 40 km nach der Grenze (unkomplizierter Übergang) erreichen wir die Stadt Savalou mit über 100.000 Einwohnern. Der Ort, ebenso wie Dassa, 45 km weiter südöstlich, ist umgeben von Granitbergen. Die zwei Zwillingsberge in Savalou, Oké Djagoun und Oké Monmon, sind jeden April Ziel einer Voodoo-Wallfahrt. Nach der längeren Autofahrt ist eine kleine Wanderung Willkommen. Wenn noch Zeit bleibt, Besuch eines Teiches mit Heiligen Krokodilen einige km weiter und des kleinen Museums (sonst am nächsten Tag).
Weiterfahrt von gut 40 km südöstlich nach Dassa (in Savalou gibt es kein gutes Hotel), dort in der angenehmen kleinen Auberge.
(F / A ).

6. Tag / Mi, 14.8.: Savalou (Yam-Fastival) – Abomey (150 km)
Fahrt gegen 7 Uhr zurück nach Savalou und Besuch des sehr interessanten Königspalastes. Die Könige von hier, der Linie Gbaguidi, regieren seit 1557 und sind verwand mit dem damals mächtigen Königreich von Abomey (s. 7. Tag). Der „Palast“ ist von außen eher uninteressant – bis auf den Eingang durch den Schlund eines Löwenkopfes. König Ahoyo Ggaguidi XIV wurde 2016 inthronisiert. Im großen Innenhof mit Mangobäumen ist auch ein Gebäude mit schönen plastischen Reliefs auf roter Wand und der Skulptur eines Sklaven.

König
weißer Mann

Die Prozession des Yams-Festes beginnt gegen 9 Uhr - es ist Tradition, die neue Ernte der großen, stärkehaltigen Yamswurzeln den Göttern zu präsentieren. Im Gefolge des Königs ist ein farbenprächtiges Gefolge des Hofstaats, von Musikern, Trommlern und Tänzern. Vielleicht begegnen wir auch Voodoo-Adepten wie dem Spaßvogel im Bild, einem „Engel“, der ganz irdisch Trinkgelder sammelt… auf dem Markt türmen sich die großen Yams-Wurzeln, in Westafrika und Asien seit rund 10.000 Jahren bekannt. Spätestens hier verkosten wir Yam („ignames“) , in Form eines „boule“, wie ein Kloss, oder gebratener Frites. Sie sollten auch die harte Arbeit des Zerstoßens im großen Mörser testen.
Wir besuchen noch den Fetischbaum von Dankoli und eine alte Palme mit 7 Stämmen. Weiterfahrt am Nachmittag nach Süden, nach Bohicon und in das benachbarte Abomey, über Jahrhundert hinweg Machtzentrum von Dahomey (so der alte Name von Benin bis 1974). Abendessen und Übernachtung in der Auberge von Abomey mit einzelnen Pavillons und Terrasse im Grünen.
(F / A ).

7. Tag / Do, 15.8.: Abomey – Allada – Cotonou (125 km)
AbomeyAuch Abomey ist Weltkulturerbe der UNESCO. Die Stadt selbst macht allerdings einen ärmlich, fast heruntergekommenen Eindruck.
Hier in der ehemaligen Hauptstadt der Königreiche von Dahomey, besuchen wir die Königspaläste von Glélé und Ghézo. Dort sehen wir die ursprünglichen Throne (zum Teil auf Totenschädeln) der alten Könige seit der Gründung der Königreiche im 17. Jahrhundert.
Wir können mit Glück eine Audienz beim König erhalten; ca. 100 €, geteilt durch die TeilnehmerInnen - inklusive seiner "Hofdamen" und Getränken. Der Nasenschutz ist traditionell - er soll symbolisieren, dass der (sehr offene und freundliche) König nicht die Luft der gewöhnlichen Sterblichen einatmet...der letzte König ist Anfang Juli 2018 mit 84 Jahren verstorben.
Neben dem Palast liegt der Markt, der „rotierend" alle 5 Tage abgehalten wird. Aber auch sonst ist hier immer etwas los - es gibt u.a. viele Fetische, und der Besuch ist nichts für schwache Nerven: Katzen und Hunde als Opfertiere, getrocknete Affen- und Vogelköpfe zuhauf.... Auf jeden Fall sollten Sie sich mit Stoffen eindecken - farbenfrohen Applikationen (traditionell Königs-Symbole) - auch z.B. als Kopfkissenbezug oder Küchenschürze.
Weiter 70 km südlich nach Allada, mit der Statue (etwas comic-mäßig…) von Toussaint Louverture, gestorben 1803. Er stammte von hier und begründete den Sklavenaufstand in Haiti. Bei Allada werden Ananasfelder bestellt - und Sie können frische Vitaminbomben kosten.
Weiterfahrt nach Cotonou. Abendessen (nicht enthalten, à la carte, Meeresfrüchte!) und Übernachtung Hotel du Port; „upgrade“ (z.B. 4* Benin Marina Hotel, Ex-Sheraton, 70 € pro Zimmer.
(F / A).

8.-9. Tag / Fr-Sa, 16.-17.8.: Cotonou - Ganvié - Possotomé (ca. 100 km)
Wir besuchen die Stadt Abomey-Calavi am Nokoué-See und steigen ins Motorboot um. Bootsfahrt nach Ganvié, dem größten Pfahlbaudorf Afrikas. Hier erleben wir den eindrucksvollen Alltag auf dem Wasser: Männer beim Fischfang, Frauen bei der Arbeit, auf dem Wassermarkt und Kinder auf ihren Pirogen.

Weiterfahrt zum idyllischen Lac Ahémé, wo das landesweit bekannte Possotomé-Mineralwasser im gleichnamigen Ort abgefüllt wird, am Westufer des Sees. Auch hier ist der Voodoo allgegenwärtig, am Westufer sind zwei Heilige Wälder. Wir besuchen Dörfer und Voodoo-Stätten und im Dorf Séhomi den „Marché de troc“, einen Tauschmarkt.
Abendessen (oft Fisch mit Yams, Reis z.B. und leckerer Sauce) im Öko-Village, einfache, rustikale und propere Zimmer mit Moskitonetzen, externe Dusche/WC.
Am nächsten Tag können wir uns ganz in Ruhe im Dorf umsehen und mit Fischern auf den See fahren. Hier erfahren wir viel über die verschiedenen Fangtechniken mit Netzen und Reusen. Das nahe Dorf ist ein Zentrum der Töpfer, denen wir bei der Arbeit zusehen können. Nachmittags leichte Wanderung und Erklärungen zu Heilpflanzen und Landwirtschaft. Zweite Übernachtung.
(F / A).

10. Tag / So, 18.8.: Possotomé – Avlo (50 km)
Auch heute wird wenig gefahren, dafür haben wir umso mehr Zeit für neue Kontakte und Informationen aus erster Hand. Fahrt zum Heiligen Wald von Kpétou, mit halbzahmen Mona-Affen (cercopithecus mona); dort sind wir rund zwei Stunden unterwegs. Zurück ins Dorf, wo wir es uns auf Strohmatten unter Palmen bequem machen und ein Mittagessen der Dorffrauen genießen. Weiter nach Avlo am Atlantik. Übernachtung in einer mit Stroh gedeckten „Paillotte“ am Meer und Übernachtung in der zweiten Öko-Lodge unter Palmen am Meer, die Zimmer sind unten mit Strohmatten ausgekleidet (mit Duschen, externe Toiletten).
(F / M / A).

11. Tag / Mo, 19.8.: Avlo und „Bouche du Roi“
StrandTagesausflug zur großen Lagune bei GrandPopo, gebildet durch den Mono-Fluss, der hier die Grenze zu Togo bildet und sich in den Atlantik ergießt. Wir fahren mit dem Motorboot hier im Biosphären-Reservat vom Mono-Delta; in einem der Dörfer sehen wir, wie hier lokaler Karamell aus Kokosmilch und –Öl hergestellt werden. Weiterfahrt zur Mündung des Mono, dem „Bouche du Roi“, bestanden mit Palmen und Mangroven. Die Lagune besteht aus kilometerlangen Sandstränden, bestanden mit Kokospalmen.
Rückfahrt, Erholung, zweites Übernachtung.

12.-13. Tag / Di-Mi, 20. -21. 8.: Avlo – Ouidah – Cotonou (90 km) - Rückflug
Weiterfahrt zur nahen, historischen Stadt Ouidah, einem alten Zentrum des Sklavenhandels und Zentrum der Voodoo-Kultur. Wir besuchen den Heiligen Wald Kpassé, das portugiesische Fort und den Pythontempel - hier lebt die mythische "Regenbogenschlange" Dangbé. Wir werden auch die ehemalige Sklavenroute bis zum Tor des sogenannten "Nicht Wiederkommens" nachfahren und das Monument am Strand (s. Bild) besuchen.
In Cotonou beziehen wir ein einfaches Hotel (2-3 Teiln. pro Zimmer), zum Packen und Duschen. Besuch (und Einkäufe) des interessanten „Village Artisanal“ – hier können Sie Kunsthandwerkern auch bei der Arbeit zusehen. Es gibt auch schöne Batiken.
Rückflug mit TURKIS um kurz vor Mitternacht nach Istanbul; Weiterflug (z.B. nach Frankfurt, 07:55 – 10:10 Uhr.

Leistungen: Programm wie beschrieben mit allen Transfers und Fahrten; lokale, englischsprachige Reiseleitung, Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, A = Abendessen); Landkarte, Sicherungsschein.

Nebenkosten: Linienflüge (Turkish, ab ca. 700 €), Visakosten (Togo 30 €, Benin: 75 €,); nicht aufgeführte Mahlzeiten; Eintrittsgelder, Getränke, Trinkgelder.

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
09.08.2019 - 21.08.2019: 1990.00€


Basispreis: 1.990 €
+ Flüge (ab ca. 700 €)
EZ-Zuschlag: 260 €
3 Teiln.: + 200 €
2 Teiln.: + 400 €
Lebensfreude, Yams-Fest, Landschaft, Strand
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