Special Tour RCA - Reiseverlauf

Dzanga Sangha mit Charterflug

Tropenwald mit Komfort und Verlängerungen

Auch diese Reise wurde von Werner Gartung konzipiert, Afrika- und Kamerun-Kenner, Autor des Kamerun-Reiseführers im Reise Know How-Verlag

Karte

Komfortabel in den Regenwald: mit einem 9sitzigen Charterflieger direkt in den Nationalpark Dzanga Sangha, einem tierreichen Tropenwald-Paradies mit drei habituierten  Familien von Gorillas, vielen Waldelefanten, Bongos…. wieder mit dem Flieger zurück nach Bangui und nach Europa.
Oder von Bangui eine Verlängerung: Kenya Airways fliegt von dort direkt nach Nairobi.

Diese Reise entspricht bis zum 7. Tag der Tour 312, die dann aber auf dem Landweg weiter nach Yaoundé/Kamerun führt.

Dzanga Sangha im äußersten Westen der Zentralafrikanischen Republik ist mit dem Nationalpark Lobeke (in Kamerun) und Nouabalé-Ndoki (Kongo) zu einem trinationalen Park vereint - dem größten und wildreichsten Regenwald-Schutzgebiet Afrikas.

Malui mit ihren Zwillingen
Elefanten

Das Schutzgebiet Dzanga Sangha im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik setzt sich in Kamerun und südlich im Kongo fort; der tri-nationale Nationalpark besteht aus Primär-Regenwald. Hier leben noch Pygmäen, und es wurden zwei Gruppen von Gorillas habituiert, also an Menschen gewöhnt. Das Urwald-Trekking zu ihnen dauert pro Weg etwa eine Stunde. Von einer Aussichts-Plattform beobachten wir Waldelefanten auf einer Lichtung, Bai. Hierher kommen auch andere Tiere, wie Sumpfantilopen oder die seltenen Bongos.

Doli LodgeDoli Lodge am Sangha-Fluss
Wir übernachten in der Doli Lodge, beim Ort Bayanga schön am Fluss gelegen. Ohne luxuriös zu sein, ist sie zweckmäßig und auch mit Sinn für Ästhetik gestaltet und komplett 2019 renoviert. Die Lodge wurde 1996 von der GTZ und dem WWF realisiert und besteht neben dem großen Haupthaus aus Bungalows mit Bad und Terrasse, auch auf Stelzen gebaut. Auf der großen Terrasse kann man mit Blick auf den Sangha-Fluss essen, einem breiten Nebenarm des Kongo. Hier sind auch schöne Sonnenuntergänge zu erleben
Fotos der Zimmer

Sicherheit
Die Zentralafrikanische Republik wurde nach einem Putsch vom März 2013 über ein Jahr lang von einer Rebellen-Miliz terrorisiert; in Danga Sangha wurden bald darauf über 20 Elefanten gewildert. Die Lage hat sich seit 2015 vollkommen beruhigt; der Dzanga Sanga-Nationalpark befindet sich im äußersten Südwesten des Landes, gegenüber von Kamerun.

Lesenswert
Beitrag der Deutschen Welle vom 30.12.2018: „Naturschutz in Zeiten des Krieges“ – mit Beiträgen über Dzanga Sangha, die Herausforderungen gegen Wilderer, Probleme des Landes – mit diversen Video-Clips: zum Artikel

Reiseverlauf *

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.
  Enthaltene Mahlzeiten: F - Frühstück, M = Mittagessen (PN - Picknick, leichtes Essen), A = Abendessen

1.- 2. Tag / 21./22.3.2020: Anreise nach Bangui / Zentralafrikanische Republik
Die Reise basiert auf Flügen mit der zuverlässigen Royal Air Maroc, denn sie kommen morgens in Bangui an – dann gleich Weiterflug mit dem Charterflieger. Alternative: Flug von ihrem nächst gelegen Flughafen mit Brussels Airlines nach Brüssel oder Air France nach Paris und weiter nach Douala/Kamerun, Ankunft um 17:30 und Übernachtung. Am nächsten Morgen (mit Royal Air Maroc, die dort eine Zwischenladung macht) 05:40 – 07:20 Uhr nach Bangui.
In Bangui gibt es keine Sehenswürdigkeiten, die Stadt wird aufgrund der noch immer unsicheren Lage dort (NICHT in Dzanga-Sangha!) noch immer von UN-Blauhelmsoldaten gesichert.

Sie gehen nach Erledigung der Formalitäten und Abholung des Gepäcks mit dem französischen Piloten zur dort wartenden zweimotorigen Beechcraft BE-90, die Sie in ca. 50 Minuten auf etwa 5.000 m Höhe und mit ca. 350 km pro Stunde nach Bayanga ganz im Westen der Zentralafrikanischen Republik bringt (RCA – République Centre Africaine). Der „Flughafen“ besteht aus einer rötlichen Erdpiste und einem Windsack. Abholung durch Mitarbeiter der Doli Lodge, die nur etwa zwei km entfernt wunderbar am Sangha-Fluss liegt, hier der natürlichen Grenze zu Kamerun. Sie werden hier bis 11 Uhr eintreffen, wenn alles klappt.
GorillamaskeDie Lodge liegt direkt am Fluss und wurde ganz aus Holz erbaut, im Frühjahr 2019 umfassend renoviert (neue Betten und -Sanitäranlagen, Solar).  Sie wird von einem großen, offenen Restaurant mit Bar dominiert, das über einen Steg zu erreichen ist und auf Stelzen direkt hinter dem Flussufer gebaut wurde, wo wir anlegen. Die vier Bungalows bieten jeweils zwei geräumige, geschmackvolle Zimmer mit großer Terrasse zum Fluss. Leichtes Mittagessen auf der Terrasse am Fluss, Möglichkeit zur Siesta nach dem Nachtflug. In der Nähe der Lodge lohnt das kleine „Artisanat“ einen Besuch – mit Schnitzerein aus Ebenholz und vor allem auch Arbeiten der Ba´Aka-Pgmäen, wie „Brustbeutel“ aus Riesenschoten; das Geld kommt jeweils dem Künstler zugute.
Sie beginnen die Erkundung dieses einzigartigen Natur-Reservats gegen 15 Uhr mit dem Einbaum (je max. 3 Personen) auf dem Fluss und zu Raphia-Palmen. Behende klettert der Fischer hoch, um Palmwein zu gewinnen. Sie erleben auch das „water drumming“, die traditionelle Form des Telefonierens. Fahrt zurück zur Doli Lodge und Abendessen. (M / A)

3. Tag / 23.3.: Auf dem Sangha zum Wasserfall, Elefanten in der Bai Hokou
Die Doli Lodge liegt direkt am mächtigen Sangha-Fluss, der hier die natürliche Grenze zu Kamerun bildet. Wir beginnen die Erkundung dieses einzigartigen Natur-Reservats mit einer etwa einstündigen Bootsfahrt und einem halbstündigen Gang durch den Regenwald zum Boussol-Wasserfall. Fahrt zurück zur Doli Lodge und Mittagessen auf der Terrasse.
Ab dem frühen Nachmittag Besuch der Dzanga-Bai (übersetzt: Elefanten-Lichtung), jeweils etwa eine Dreiviertelstunde Autofahrt und Fußmarsch. Mit unserem Pygmäen-Führer geht es durch einen Fluss, an dessen Ufer oft viele Schmetterlinge zu sehen sind - hier wurden bisher 316 Arten aus 10 verschiedenen Gattungen gezählt.

Elefanten

Sie durchwaten einen Fluss, der schon sehr deutlich durch zahlreiche Fußstapfen und Dung als Elefantenterritorium gekennzeichnet ist. Von einem geräumigen Hochsitz können wir stundenlang aus nächster Nähe am Familienleben der Waldelefanten teilhaben. Hier sind immer zwischen 30 und oft auch über 100 Dickhäuter zu sehen. Auch Büffel sind oft zu beobachten, die meist geruhsam im Schlamm liegen, ebenfalls die sonst sehr seltenen Sitatungas (Sumpfantilopen). Oft kommt auch eine Herde von Riesenwaldschweinen ins Blickfeld.
Mit etwas Glück sehen Sie auch eine Gruppe der majestätischen Bongos mit ihren charakteristischen weißen Längsstreifen im haselnussbraunen Fell. Durch die Zerstörung der Tropenwälder sind sie in Westafrika fast ausgerottet und leben bis zum Ostrand des Kongobeckens sowie in den Hochwäldern Kenias. Auch ihnen bietet die Bai lebenswichtige Mineralstoffe. Graupapageienschwärme lärmen hier oft bis zu ihrem Abflug auf der Lichtung.
Am späten Nachmittag Rückfahrt zur Lodge; Abendessen auf der großen Terrasse am Fluss..
(F / M-Pn / A)

4. Tag / 24.3.: Gorilla- und Mangabe-Trekking
Insgesamt leben im Reservat und im Nationalpark etwa 3.000 Gorillas. Im Gegensatz zu den gut erforschten Berg-Gorillas (vor allem durch Diane Fossey) wurde mit Studien über Flachlandgorillas erst ab den 80er Jahren begonnen.
Dieser Ausflug beginnt morgens mit einer etwa anderthalbstündigen Jeepfahrt zur Lichtung (Bai) von Hoku, 28 km schmaler und schlechter Piste. Seit 2005 ist diese Gruppe von Flachlandgorillas für max. je vier BesucherInnen am Vor- und am Nachmittag

Der Weg zu den Gorillas
Makumba

zugänglich. Alternativ besuchen wir die Gruppe der Silberrücken Mayele oder Mata (mit je 9 Tieren). Tracker der Ba´Aka-Pygmäen führen uns etwa eine halbe Stunden über schmale Pfade zur Gruppe, bis auf 6 Meter an sie heran.
Danach gehen wir zu einer Gruppe der halb zahmen Mangabe-Affen; es sind rund 50 Tiere. Sie können gut bei der Futtersuche und bei ihrem  Sozialverhalten beobachtet werden.
Denken Sie an Wasser, Lektüre und Essen. Von hier nehmen unsere Guides der Ba´aka die Spur auf, wo die Gorillas am Vortag gesehen wurden. Der Weg zu den Gorillas - über zwei Bais, Lichtungen - dauert je nach Lage etwa anderthalb bis zwei Stunden. Die breiten, oft tunnelartigen Wege wurden zum Teil in Generationen von Waldelefanten „gebaut". Jederzeit können Sie hier auf Elefanten stoßen.
Nachmittags zu verschiedenen Salinen/Bais, Beobachtung der sehr zutraulichen Mangabey-Affen. Abendessen und dritte Übernachtung in der Lodge.
(F / M-Pn / A)

5. Tag / 25.3.: Ba´Aka und/oder 2. Gorillatrekking
Fahrt im Geländewagen von 17 km zu einer Lianenbrücke, die sich über 10 m kunstvoll über einen Nebenarm des Sangha-Flusses spannt und 2017 von Ba´Aka-nach zwei Jahren Arbeit fertig gestellt wurde – die Traditionen sind trotz überwiegend erzwungener Sesshaftigkeit noch lebendig. Das können wir hier eindrucksvoll erleben. Die Lianenbrücke ist allerdings Anfang 2019 gerissen – sollte sie im Winter noch immer unbegehbar sein, so ist dieser kleine Ausflug dennoch interessant.
Es geht zurück zur Doli Lodge und 4 km zum Dorf, in dem Lois Sarno wohnte, dann mit einer Gruppe von Ba´Aka-Pygmäen zu Fuss in den Regenwald. Sie zeigen ihre erstaunlichen Fähigkeiten, Medizinpflanzen zu nutzen; Frauen bauen sehr rasch traditionelle Laubhütten.

Pygmäenfrau mit Netz
Tanz Ba'aka

Mit unglaublicher Geschicklichkeit bahnen sich die kleinen Menschen ihren Weg durch den Urwald und spannen ihre Netze. In die aneinander geknüpften, hüfthohen Netze werden Ducker (Kleinantilopen) oder auch Stachelschweine getrieben- meist ist hier in der Nähe der Siedlung aber nichts mehr zu finden. Die Pygmäen erklären Ihnen auch die Suche von Heilpflanzen und ihrer Bedeutung. Aus den Fasern einer speziellen Liane werden Seile für die Fangnetze geflochten. Bei einem Tanz sehen wir mit Glück den Waldgeist Yengi, s. Bild.
Alternativ können Sie an diesem Nachmittag in der Doli Lodge bleiben, Bayanga besuchen oder z.B. ein zweites Gorilla-Trekking unternehmen (Gorilla- und Parkeintritt p. P. 330 €, Minus 100 € durch Verrechnung mit den Kosten für die Ba´Aka).
(F / M-Pn / A)

6. – 7. Tag / 26.- 27.3.: Rückflug nach Bangui und Europa oder Verlängerung
Das Water drumming ist die alte Form der „Telefonie“ am Fluss - erleben Sie eine Demonstration. Wir besuchen auch (wenn nicht schon vorher) das 2018 gegründete Artisanat (Kunsthandwerk) mit schönen Arbeiten der Ba´Aka; der Erlös kommt ihnen direkt zugute.
Gegen 10 Uhr Gang zur Lehmpiste des „Flughafens“, 10 Minuten. Rückflug mit dem Charterflieger nach Bangui. Um 15 Uhr fliegt an diesem Tag KENYA AIRWAYS nach Nairobi (Ankunft um 20:15 Uhr) und weiter via Paris z.B. Nach Frankfurt (23:50 – 11:20 Uhr am nächsten Tag).
(F )

ALTERNATIVE/VERLÄNGERUNG:
Übernachtung in Bangui, z.B. im zentralen National Hotel, Flug am nächsten Morgen (27.3. nach Douala/Kamerun, 07:55 – 09:40, und Verlängerung – z.B. am Strand oder auf den Mt. Cameroon…

 

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
21.03.2010 - 27.03.2020: 2990.00€


Basispreis: 2.990 €
+ Flug ab ca. 800 €
Einzelz.-Zuschlag: 180 €
Bei 4/5 Teiln. + 200/100 €
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OASE REISEN
Werner Gartung
Im Hirtenstück 3
D -69151 Neckargemünd

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