Special Tour Kamerun 2021 - Reiseverlauf

Bootsfahrt im Primär-Tropenwald, Süd-Kamerun

Entlang der Kongo-Grenze - auf den Spuren des geheimnisvollel Mokolé mbembé

Das wurde ein geselliger Abend Mitte März 2020 im WWF-Gästehaus, mitten im Kameruner Regenwald beim Lobeke-Nationalpark… eigentlich wollte ich mit zwei Kunden weiter zur Zentralafrikanischen Republik, zum Nationalpark Dzanga Sangha. Aber wir erfuhren, dass wegen Corona die Grenze dicht war (danach auch die Flughäfen in Kamerun, wir saßen eine Woche fest).
Aus Frust besorgte ich einige Flaschen Rotwein – und erfuhr, das die Leiter der zwei Nationalparks Lobeke und Nki auch gerade dort waren: Kevin Mbemba und Antoine Bidima. Ich kochtre Spaghetti aglio e olio – Knobi und Chillis gibt´s auch hier, Olivenöl hatte ich noch – und lud alle ein. Kevin kannte ich nur von Mails, er war bis zum Jahr zuvor „Conservateur“ oben im Bénoué-Nationalpark und schlug sich jahrelang mit Wilderern und illegalen Goldschürfern herum.

Antoine saß mir gegenüber und erzählte aus seiner Welt: von den zwei benachbarten Nationalparks, Nki und Boumba-Bek (benannt nach zwei Flüssen); der Nki-Nationalpark grenzt südlich an den Kongo. Sie gehören zu den jüngsten Nationalparks in Afrika, wurden erst 2005 gegründet. Hier wurden noch nie Bäume gefällt – alles ist Primärwald. Er berichtete mir mit leuchtenden Augen von tagelangen Fußmärschen durch den Regenwald, von Lichtungen wie am ersten Schöpfungstag, den Wasserfällen Chollet und Nki am südlichen Dja-Fluss, der Grenze zu Kongo. Und dem geheimnisvollen Tier, fast wie ein Dino, mit langem Schwanz und kleinem Kopf: Mokolé-Mbembé.
Als der Wein leider geleert war, hatten wir das ausgemacht: im kommenden Winter gibt´s die erste Reise in den Nki-Park – mit Antoine und mir. Dorthin, wo noch nie Touristen waren und wohin man in weiten Teilen nur mit dem Motorboot kommt. Und das eben ist das Geniale


© WWF

Wir können die zwei Lichtungen auch von Norden aus erreichen – aber dann sind es 10 bis 12 Tage zu Fuß…. Von Süden, der Kongo-Grenze aus, geht´s aber leichter: mit dem Boot auf dem Ngoko-Grenzfluss und weiter. Keine Frage: es ist eine Reise mit einer guten Portion Abenteuer. Dennoch ist diese Reise für alle Menschen mit normaler Kondition gut zu schaffen - nicht zuletzt aufgrund der mäßigen Luftfeuchtigkeit von meist 60 bis 70%, moderaten Temperaturen (im Schnitt 25 Grad) und für den Tropenwald geringem Niederschlag (ca. 1.500 mm im Jahr). Wir reisen natürlich in der Trockenzeit, und es gibt so gut wie keine Moskitos, denn sie brauchen Menschen, und die gibt es hier nicht. Deshalb auch kein Corona…
Sie sollten aber flexibel sein und anspruchslos – wir übernachten zum Teil in sehr einfachen Unterkünften und während 4 bis 5 Nächten in Zelten. Es können auch mal Kakerlaken im Zimmer sein, oder eine große Spinne (ungiftig) vor dem Zelt – Schlangen sind sehr selten, denn sie sind scheu.
Wir sorgen vor wie der britische Schriftsteller Graham Greene, der für das Foreign Office als junger Kolonial-Offizier 1935 den Regenwald von Liberia zu Fuß durchquerte und nehmen auch Whisky mit… sein Buch darüber, Journey without maps, ist sehr lesenswert.

Besonderheiten und Höhepunkte der Tour auf einen Blick:

  • Pilotreise mit W. Gartung in touristisch unberührten Regenwald
  • Exklusiv – bisher noch nie von Touristen besucht!
  • Wir erreichen die Waldlichtungen und Wasserfälle mit dem Motorboot
  • Inkl. zwei Tagen zu Fuß, auf Wunsch auch mit dem Boot
  • Mit Glück Sichtungen von Gorillas, Bongos und Waldelefanten
  • Erweiterung mit Dzanga Sangha oder Lobeke, Verlängerung z.B. am Atlantik

Kaum berührter Regenwald, dennoch bedroht: das TRIDOM-Projekt
Im Herzen des Kongo-Beckens - verteilt über die Länder Kamerun, Republik Kongo und Gabun - befindet sich das Tri-National Dja-Odzala-Minkebe Waldgebiet. Kurz: TRIDOM. Es erstreckt sich über 178.000 km², eine Fläche viermal so groß wie Dänemark und ist zu 97 Prozent von Flachland-Regenwald bedeckt. Der überwiegende Teil des Waldes ist intakt, das größte Gebiet seiner Art im West-Kongo Delta. Ein Viertel der Fläche sind Schutzgebiete. TRIDOM ist auch die Heimat riesiger Säugetierpopulationen: Neben Büffeln, Antilopen, Pythons und anderen Tierarten leben hier etwa 30.000 afrikanische Waldelefanten (die Zahl nimmt allerdings rapide ab), aber auch große Gruppen von Gorillas und Schimpansen (mindestens 30.000). Aber durch den Verlust von Lebensraum und die Wilderei ist die Zahl der Elefanten im Kongo-Becken allein in den letzten 10 Jahren um 62 Prozent gesunken. Dies gilt auch für unser Reiseziel, den Nki-Nationalpark, der erst 2005 zusammen mit dem benachbarten Park Boumba-Bek gegründet wurde.
Mehr Infos und Bilder (WWF)

Auf der Suche nach Mokelé-Mbembé
DinosaurierDen ersten Bericht über ein Monster im benachbarten Kongo lieferte schon 1776 Abbot Proyart aus den Likoula-Sümpfen. Seit 1880 wurden Expeditionen zum Lac Télé ausgesandt. Auch so nüchterne Biologen wie Carl Hagenbeck, Gründer des Hamburger Zoos, beteiligten sich daran (1909). Was alle Forscher so positiv stimmte, waren Berichte von Pygmäen in dem Gebiet mit genauen Beschreibungen. Sie nennen das geheimnisvolle Tier bis heute Mokelé-Mbembé - „Der den Strom des Flusses aufhält". Bis heute gleichen sich alle Beschreibungen und Michael Ballot (s.u.). fotografierte Fußabdrücke, die keinem bekannten Tier zugeordnert werden konnten.
Der britische Biologe William (Bill) Gibbons war zweimal dort und verweist auf weitere Augenzeugen von 1988: „So the animals are still there, and I still want to find one!" Das meint auch der französische Biologe Michel Ballot – er gründete 2007 die Organisation Ngoko, auch zum Schutz der bedrohten Waldelefanten. Er vermutet die Existenz des rätselhaften Tieres im Nki-Park, unserem Reiseziel. Ballot unternahm 2019 eine Forschungsreise in den Nki-Nationalpark (unser Reiseziel), der Film ist sehenswert und sein Buch (in frz.) kurzweilig. Er will auch im Febaurar 2021 wieder hin und glaubt weiter daran, dieses mystische Tier zu finden. Unterstützt wird es auch vom Verein der Krypto-Zoologie – also von Tieren, für die es nur schwache oder zweifelhafte Belege gibt – so wie auch „Nessie“ im schottischen Loch Ness.
Film Nki-Expedition (16 Min.)
Bestellung Buch und Infos: „A la recherche du Mokélé-Mbembé“ von M. Ballot
Krypto-Zoologie-Website mit Informationen über Ngoko und das Fabelwesen

Erweiterung der Reise

  • Mit dem Nationalpark Dzanga-Sangha im äußersten Südwesten der Zentralafrik. Republik (RCA) – vom Camp Kombo sind es etwa 3 h Fahrt nach Osten bis zum Sangha-Fluss, plus eine knappe Stunde Bootsfahrt. Hier leben drei habituierte Gorillagruppen, es sind viele Waldelefanten zu sehen; hervorragende Lodge. Charterflug jeden Mittwoch zur Hauptstadt Bangui und von dort zurück.
  • Mit dem Lobeke-Nationalpark - dort leben u.a. rund 4.000 Gorillas, die aber nicht habituiert sind. Mit Glück ist eine Gruppe von Ihnen (und u.a. Sitatunga-Antilopen) auf einer Lichtung von einer Aussichts-Plattform aus zu sehen; dorthin sind es ca. 3 Stunden Fußweg mit einem Ranger.

Verlängerung
Zu empfehlen ist ein kleiner Erholungs-Aufenthalt zum Schluss im sehr guten Hotel Ilomba von Kribi, 170 km südlich der Hafenstadt Douala

 

Reiseverlauf *

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.
Enthaltene Mahlzeiten: F - Frühstück, M = Mittagessen (PN - Picknick, leichtes Essen), A = Abendessen

1. Tag: Anreise nach Yaoundé
Die besten Verbindungen bieten AIR FRANCE oder BRUSSELS AIRLINES. Der moderne Flughafen von Nisimalen (Dreilettercode: NSI) befindet sich rund 20 km nordöstlich der weitläufigen Stadt. Wir übernachten meist im neueren Hotel Safayed, das abends in rund 20 Minuten vom Airport zu erreichen ist – da es im Osten von Yaoundé liegt, sind wir morgen schnell auf der Straße nach Bertoua.

2. Tag: Yaoundé – Bertoua - Batouri (420 km)
Gegen 7 Uhr geht es auf die sehr gute, vor einigen Jahren von Brasilianern gebaute Asphaltstraße nach Osten, hinein in den Regenwald. Die Strecke wurde Anfang des 20. Jh. von den Deutschen während der Kolonialzeit (bis 1914) trassiert. In Ayos, 140 km, zeugen davon noch Alleen, ein Fort und alte Häuser -  ebenso in Doumé, rund 40 km vor Bertoua.  Leichtes Mittagessen unterwegs z.B. in Abong Mbang; es gibt aber auch überall etwas, wie Bananen, Ananas oder Erdnüsse.
Weiter zur angenehmen Kleinstadt Batouri – seit Frühjahr 2020 neu asphaltiert! Vorher brauchte man je nach Jahreszeit manchmal 4-5 Stunden für die 70 km. Seit 2015 betreibt hier die Katholisch-Römische Kirche das „Centre d´Accueil“ im Zentrum - es ist keine der üblich-spartanischen Kirchenherbergen, sondern ein Hotel mit 25 schönen Zimmern und Tropenholz-Möbeln. Abendessen und Übernachtung.
(F / M-Pn / A).


© Michel Ballot

3. Tag: Batouri – Camp Kombo (320 km)
Via Ngotto und Gari-Gombo direkt an der RCA-Grenze erreichen wir nach gut 170 km roter Piste die Provinzstadt Yokadouma – Holzhäuser mit Veranden, Shops und Bars schaffen Wildwest-Charakter. Die Stadt befindet sich im Zentrum des Holzeinschlags. Das Hotel „Elephant“ dort schafft eher Depressionen, weshalb hier nicht übernachten. Von hier sind es noch rund 150 km nach Mambele auf einer meist recht guten Piste, die weiter in den Kongo führt. Gute 30 km südlich von Salapoumbé liegt der kleine Straßenort Mambélé; die einfachen Häuser sind mit rötlichem Staub der vorbeifahrenden Holztransporter bedeckt. Hier gibt es ein gutes Krankenhaus der katholischen Mission. Wir kaufen ein, z.B. Brot und Eier für das Frühstück, und fahren einige Kilometer nach Norden. Dort befindet sich abseits der Piste ein kleines Camp mitten im Primärwald, das zum Lobeke-Park gehört.
Ausflug zu Fuß und zum ersten Mal "hautnah" Begegnung mit dem Regenwald. Die Köchin kocht auch gern etwas Afrikanisches - fast immer gibt es leckere frittierte plantaines, Kochbananen, und aus dem Ort wird Bier geholt. Übernachtung in einem der drei neuen Holz-Bungalows oder in einem der drei Steinhäuser mit Dusche/WC. Sie können hier auch Gepäck deponieren – für die kommenden Tage reicht ein Tagesrucksack und ein Beutel mit einigen T-Shirts (atmungsaktiv/schnell trocknend) und einem Leintuch, s. Ausrüstungsliste.
(F / M-Pn / A).

4. Tag: Camp Kombo – Moloundou – Ndongo/NKI-Park (70 km + ca. 4 h Boot + 2 h zu Fuß)
Abfahrt gegen 6 Uhr. Die rund 60 km nach Süden zum Grenzort Moloundou auf der üblichen roten Lehmpiste sind in der Regel gut zu befahren, denn wir reisen in der Trockenzeit. Hier leben auch Ba´Aka-Pygmäen. Wir müssen hier behördliche Formalitäten über uns ergehen lassen, während unser Partner das Boot aus Metall klarmacht - mit Außenborder und einer Menge Benzin. Pro Boot finden ca. 8 Personen Platz, die Träger kommen in Ngondo dazu (für deren Rückfahrt muss dann ein zweites Boot gechartert werden und diese Logistik kostet. Es werden noch einige Platikstühle mit ins Boot gestellt; da sitzt man besser als auf dem Holzbrett.
Das Gepäck muss eingeladen werden… wir verzichten auf Mineralwasser in Plastikflaschen, denn wir reisen in eine amphibische Welt – und filtern das ohnehin schon gute Wasser.


© Antoine Bidima


© WWF

Wir fahren entlang des windungsreichen Ngoko-Grenzflusses – links ist Kongo – ungefähr 5 Stunden nach Westen und dann auf einem Nebenfluss nochmals mindestens die gleiche Zeit nach Norden.
Tipp zum besseren Sitzen: mit einer leichten Daunenjacke abfliegen (schließlich ist ja bei uns Winter) und die als Sitzunterlage und auch als Kopfkissen zu verwenden…
Kleidung: Ihr T-Shirt ist schon am Vormittag klitschnass. Nehmen Sie etwa 8 einfache Shirts mit, zum Verschenken, denn die werden nicht so schnell trocken, und ca. zwei Funktionsshirts (z.B. icebreaker aus mit hohem Anteil an Merinowolle).
Die „Grünen Mauern meiner Flüsse“ heißt ein Buch der viktorianischen Westafrika-Reisenden Mary Kingsley – und so wirkt es auch: auf beiden Seiten umgibt uns wucherndes, undurchdringliches Grün. Manchmal sehen wir Fischer oder winzige Dörfer am Ufer, aber das Innere dieser geheimnisvollen, faszinierenden Welt gehört noch immer den Tieren. Der kleine Ort Ndongo, unser heutiges Ziel, mit etwa 300 Einwohnern, wurde 1988 von Holzfirmen aufgegeben – zu hoch waren die Transportkosten – und dämmert seither vor sich hin.
Hier unterhält der WWF ein Gästehaus mit 5 Zimmern. Einzelzimmer können deshalb nicht garantiert werden, aber ein Einzelzelt; Dusche/WC vorhanden. Einfaches Abendessen (wie auch die nächsten Tage)… z.B. Fisch mit Kochbananen. Der Pastis und/oder Whisky geht aufs Haus…
(F / M-Pn / A).


© Michel Ballot

5. Tag: Ndongo - Chollet-Wasserfall (ca. 40 km, Boot) – ca. 12 km zu Fuß
Die Träger – etwa einer pro Reisende/r wurden im Idealfall schon am Vorabend rekrutiert – steigen zu. Wir fahren etwa vier Stunden westlich zum Wasserfall von Chollet direkt an der Kongo-Grenze – es sind im Prinzip rapids, also Stromschnellen. Von hier aus wollen wir zur Lichtung von Youmbi ca. 25 km nördlich gehen, heute und morgen. Die Pfade folgen oft Wegen, die von Waldelefanten angelegt wurden. Wir gehen heute 10 km, also 3 bis 4 Stunden, und übernachten mitten im Primärwald im Zelt.
Alternative für weniger Sportliche: Sie bleiben beim Chollet-Wasserfall zusammen mit dem Bootsmann. Einen Koch gibt es nicht (es sei denn, fast alle wollen nicht Gehen…) – wir lassen Verpflegung, einen Gaskocher für den Kaffee morgen und auch etwas Whisky da… Sie fahren dann morgen mit dem Boot ca. 4 Stunden nach Youmbi und warten auf die Wanderer.
(F / M-Pn / A).

6. Tag: Zur Lichtung von Youmbi – ca. 13 km zu Fuß
Weitere etwa vier Stunden zu Fuß – was man sich nicht entgehen lassen sollte. Peanuts: Der US-Biologe Mike Fay ist ab 1999 bei Mega Transect während 465 Tagen zu Fuß 3.200 km durch das Kongo-Becken gelaufen, unterstützt von National Geographic, und dadurch wurden auch neue

Python
© WWF

Nationalparks gegründet. Er trug nur Outdoor-Sandalen der Marke Teva, die zu empfehlen sind. Evtl. scheuernde Stellen am Fuß mit Tape (auf deutsch: Leukoplast… ) abkleben.
Seit 2019 wurden hier in der Lichtung von Youmbi auch Infrarot-Kameras („camera traps“) aufgestellt, s. Bild. Neben Gorillas leben hier auch viele Schimpansen, Waldelefanten sowie Sitatungas (Sumpfantilopen), Bongos und Büffel. Youmbi ist zum Teil überschwemmt, aber es gibt auch hier eine einfache Beobachtungs-Plattform und wir finden Plätze für unser Zeltcamp.
(F / M-Pn / A).


© Michel Ballot

7. Tag: Youmbi – Nki-Wasserfall – Chollet (ca. 30 km, Boot)
Youmbi befindet sich am Zufluss des Dja-Flusses zwischen den Chollet- und Nki-Fällen, nahe des Grenzflusses Ngkoko zum Kongo. Deshalb ist hier auch Wilderei ein Problem. Wir brauchen 3 bis 4 Stunden mit dem Boot zum beeindruckenden Nki-Wasserfall – Kaskaden im Fluss – und von dort nochmals ca. 2 Stunden zu den Kaskaden von Chollet. Wer möchte (es ist zu empfehlen) kann die ca. 10 m hohen Granitfelsen am Ufer hochklettern und hat von dort ein komplett anderes Bild der Fälle.
Weiterfahrt von 2 -3 Stunden zu den Chollet-Fällen; Camp in der Nähe auf einer Sandbank oder am trockenen Ufer.
(F / M-Pn / A).

8. Tag: Chollet-Fälle – Moloundou (ca. 90 km, Boot) – Mambele (57 km)
Es sind 50 km Luftlinie nach Moloundou, aber der Ngoko-Fluss windet sich in vielen Schleifen durch den Regenwald. Es sind nochmals ca. 7 Stunden Bootsfahrt einzuplanen, die aber alles andere als langweilig sind. In Molondou gibt es ein kleines Hotel, aber diese Auberge hat nur 3 Zimmer… wir fahren weiter nach Mambele und übernachten entweder im Camp Kombo oder im komfortableren Gästehaus vom WWF (evtl. Splittung der Gruppe).
(F / M-Pn / A).


© Michel Ballot

9. Tag: Moloundou – Yokadouma (150 km) oder Verlängerung Dzanga Sangha bzw. Lobeke
Wir müssen in Yokadouma übernachten, weil es in einem Tag nach Loumié (n. Tag) zu lang wäre. Die rote Piste ist mäßig gut, wir können im Schnitt mit 40 km pro Stunde rechnen, es ist heute also recht gemütlich. Die kleine Provinzstadt Yokadouma - ohne Asphalt, mit Holzhäusern und Veranden, Shops und Bars, bietet Wildwest-Charakter. Die Stadt befindet sich im Zentrum des Holzeinschlags. Hier besorgen wir weiteren Proviant für die nächsten zwei Tage; es gibt hier sogar französischen Rotwein zu kaufen...
Abendessen und Übernachtung im örtlichen Hotel "Elephant" mit 2015 renovierten, kleinen, aber sauberen Zimmern (Moskitonetz, Ventilator).
(F / M-Pn / A).

Verlängerung mit dem Nationalpark Dzanga Sangha, RCA:
Bei dieser Verlängerung sehen Sie GARANTIERT Gorillas und Waldelefanten. Das Schutzgebiet Dzanga Sangha im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik setzt sich in Kamerun und südlich im Kongo fort; der tri-nationale Nationalpark besteht aus Primär-Regenwald. Hier leben noch Pygmäen, und es wurden drei Gruppen von Gorillas habituiert, also an Menschen gewöhnt. Von einer Aussichts-Plattform beobachten Sie Waldelefanten – bis zu 100 - auf einer Lichtung, Bai. Hierher kommen auch andere Tiere, wie Sumpfantilopen oder die seltenen Bongos. Die Doli Lodge mit einer großen Terrasse am Fluss wurde 2019 komplett renoviert.

Kurzprogramm:
Heute (9. Tag): Fahrt von 90 km nach Libongo am Sangha-Fluss, mit dem Motorboot direkt zur Doli Lodge in 50 Min, Visum vorher an der Grenze.

10. – 13. Tag: Gorilla-Trekking, zu den Elefanten, mit den Ba´Aka-Pygmäen, s. Tour 310, 4. – 8. Tag.

14. Tag (Mittwoch): morgens Flug mit einem zweimotorigen, französischen Flugzeuge in 50 Min. nach Bangui, Weiterflug z.B. mit Air Maroc oder Ethiopian Airlines.

Preis: ab ca. 2.400 € inkl. voller Verpflegung und aller Aktivitäten (also auch einmal Gorillatrekking) und Charterflug. Der genaue Preis ist davon abhängig, wie viele Teil.nehmerInnen der kleinen Gruppe NICHT verlängern, also zurück nach Yaoundé fahren.

10. Tag: Yokadouma – Loumié (190 km)
Die ersten zwei Drittel dieser heutigen Route nach Osten führ auf einer von Holzfirmen angelegten Piste durch kaum besiedelten Regenwald bis zum Dorf Zoulabot. Sie passieren Dörfer mit Palmblatt-gedeckten Lehmhütten - hier ist alles intakter als auf der nördlichen Route, da hier so gut wie keine Schwertransporter mit Holzstämmen fahren: die "Brücken" aus Holzplanken tragen sie hier nicht. Für den Verkauf werden Kakao und Kochbananen (Platanen) angebaut, Maniok, Gemüse und Erdnüsse. 63 km vor Yokadouma passieren Sie nochmals ein Sägewerk und das Dorf Gui. Vor kleinen Läden sehen Sie meist auch rote Tondo-Früchte, die dicken Chilis ähneln und eine Leibspeise von Gorillas sind, die in den Wäldern leben.
Abendessen und Übernachtung im örtlichen Hotel "Raphia" von Loumié mit guter Küche und guten, sauberen Zimmern - mit Ventilator, wenn es nicht gerade einen Stromausfall gibt... Das Hotel wird von einem älteren, freundlichen Ehepaar betrieben.

11. Tag: Loumié – Dja-Nationalpark/Pygmäen – Yaoundé (330 km)
Loumié befindet sich weniger als 10 km östlich vom Dja-Reservat, seit 1987 UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist unerschlossen und ohne Pisten oder einen befahrbaren Fluss im Innern. Erledigung der Formalitäten. Am Parkeingang besuchen wir ein Dorf der hier lebenden Ba´Aka-Pygmäen. Auch hier leben sie in Armut. Legendär sind ihre Fähigkeiten zur Jagd (hier mit der Armbrust), für die Erkennung von Naturpflanzen und den schnellen Bau von Laubhütten. Das sehen wir hier (bis auf die Jagd, man müsste mindestens einen halben Tag dafür in den Wald ziehen) sowie das Sammeln von wildem Honig.
Wir fahren zurück nach Loumié und zügig die 120 Pisten-km nach Norden bis Abong Mbang an der sehr guten Asphaltstraße, von dort 220 km westlich. Tageszimmer beim Flughafen zum Umziehen, Abflug am späten Abend.

12. Tag: Ankunft oder Verlängerung

Leistungen:  Programm wie beschrieben; Reiseleitung W. Gartung Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, M = Mittagessen, M-Pn - Mittagspicknick (kalt) , A = Abendessen; Reisehandbuch KAMERUN von W. Gartung mit Landkarte.

Nebenkosten: Linienflüge (ab ca. 600 €); nicht enthaltene Mahlzeiten; Visakosten (120 € ); Versicherungen, Trinkgelder.

 

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
03.02.2021 - 14.02.2021: 3390.00€


Basispreis: 3.390 €
+ Flüge (ab ca. 600 €)
Einzelzimmer/-zelt: + 170 €
Bei 4 Teiln.: + 500 € p.P.
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Werner Gartung
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