Special Tour Kamerun Nki - Reiseverlauf

Bootsfahrt im Primär-Tropenwald, Schimpansen und Gorillas

Entlang der Kongo-Grenze und zu Gorillas im Campo-Nationalpark

Die zwei benachbarten Nationalpark sind unbekannt: Nki und Boumba-Bek (benannt nach zwei Flüssen); der Nki-Nationalpark grenzt südlich an den Kongo. Sie gehören zu den jüngsten Nationalparks in Afrika, wurden erst 2005 gegründet. Hier wurden noch nie Bäume gefällt – alles ist Primärwald. Hier sind Lichtungen wie am ersten Schöpfungstag, die Wasserfällen Chollet und Nki am südlichen Dja-Fluss, der Grenze zu Kongo. Und ein geheimnisvollen Tier, fast wie ein Dino, mit langem Schwanz und kleinem Kopf: Mokélé-Mbembé.

Karte - Special Tour Kamerun Regenwald

Elefant in Kamerun
© WWF

Wir können die zwei Lichtungen auch von Norden aus erreichen – aber dann sind es 10 bis 12 Tage zu Fuß…. Von Süden, der Kongo-Grenze aus, geht´s aber leichter: mit dem Boot auf dem Ngoko-Grenzfluss und weiter. Keine Frage: es ist eine Reise mit einer guten Portion Abenteuer. Dennoch ist diese Reise für alle Menschen mit normaler Kondition gut zu schaffen - nicht zuletzt aufgrund der mäßigen Luftfeuchtigkeit von meist 60 bis 70%, moderaten Temperaturen (im Schnitt 25 Grad) und für den Tropenwald geringem Niederschlag (ca. 1.500 mm im Jahr). Wir reisen natürlich in der Trockenzeit, und es gibt so gut wie keine Moskitos, denn sie brauchen Menschen, und die gibt es hier nicht. Deshalb auch kein Corona…
Sie sollten aber flexibel sein und anspruchslos – wir übernachten zum Teil in sehr einfachen Unterkünften und während 4 bis 5 Nächten in Zelten. Es können auch mal Kakerlaken im Zimmer sein, oder eine große Spinne (ungiftig) vor dem Zelt – Schlangen sind sehr selten, denn sie sind scheu.
Wir sorgen vor wie der britische Schriftsteller Graham Greene, der für das Foreign Office als junger Kolonial-Offizier 1935 den Regenwald von Liberia zu Fuß durchquerte und nehmen auch Whisky mit… sein Buch darüber, Journey without maps, ist sehr lesenswert. Ebenso wie das "schräge" Buch "Kongofieber" des Briten Rodmond O´Hanlon - er begab sich in Kongo auf die Reise zum Lac Télé und die Suche nach dem "Dino"...

Besonderheiten und Höhepunkte der Tour auf einen Blick:

  • Pilotreise mit W. Gartung in touristisch unberührten Regenwald
  • Exklusiv – bisher noch nie von Touristen besucht!
  • Wir erreichen die Waldlichtungen und Wasserfälle mit dem Motorboot
  • Mit Glück Sichtungen von Gorillas, Bongos und Waldelefanten
  • West-Kamerun: Besuch der Schimpansen auf Inseln im Sanaga-Fluss
  • Südwesten: Nationalpark Campo-Ma´an, mit einer nun habituierten Gorillagruppe!

Kaum berührter Regenwald, dennoch bedroht: das TRIDOM-Projekt
Im Herzen des Kongo-Beckens - verteilt über die Länder Kamerun, Republik Kongo und Gabun - befindet sich das Tri-National Dja-Odzala-Minkebe Waldgebiet. Kurz: TRIDOM. Es erstreckt sich über 178.000 km², eine Fläche viermal so groß wie Dänemark und ist zu 97 Prozent von Flachland-Regenwald bedeckt. Der überwiegende Teil des Waldes ist intakt, das größte Gebiet seiner Art im West-Kongo Delta. Ein Viertel der Fläche sind Schutzgebiete. TRIDOM ist auch die Heimat riesiger Säugetierpopulationen: Neben Büffeln, Antilopen, Pythons und anderen Tierarten leben hier etwa 30.000 afrikanische Waldelefanten (die Zahl nimmt allerdings rapide ab), aber auch große Gruppen von Gorillas und Schimpansen (mindestens 30.000). Aber durch den Verlust von Lebensraum und die Wilderei ist die Zahl der Elefanten im Kongo-Becken allein in den letzten 10 Jahren um 62 Prozent gesunken. Dies gilt auch für unser Reiseziel, den Nki-Nationalpark, der erst 2005 zusammen mit dem benachbarten Park Boumba-Bek gegründet wurde. Auch der Campo-Nationalpark nahe des Atlantiks ist in dieser Form erst gut 20 Jahre alt. Hier begann man bereits 2010 mit der Habituierung von zwei Gorillagruppen - aufgrund von diversen "Interaktionen" in einer Gruppe von über 30 Tieren hat sich das immer wieder verzögert. Offiziell konnte man auch im Frühjahr 2021 wegen fehlender offizieller Eröffnung  immer nicht hin, aber wir haben eine Sondererlaubnis.
Mehr Infos und Bilder (WWF)

Auf der Suche nach Mokelé-Mbembé
Dinosaurier - Suche nach Mokelé-MbembéDen ersten Bericht über ein Monster im benachbarten Kongo lieferte schon 1776 Abbot Proyart aus den Likoula-Sümpfen. Seit 1880 wurden Expeditionen zum Lac Télé ausgesandt. Auch so nüchterne Biologen wie Carl Hagenbeck, Gründer des Hamburger Zoos, beteiligten sich daran (1909). Was alle Forscher so positiv stimmte, waren Berichte von Pygmäen in dem Gebiet mit genauen Beschreibungen. Sie nennen das geheimnisvolle Tier bis heute Mokelé-Mbembé - „Der den Strom des Flusses aufhält". Bis heute gleichen sich alle Beschreibungen und Michael Ballot (s.u.). fotografierte Fußabdrücke, die keinem bekannten Tier zugeordnert werden konnten.
Der britische Biologe William (Bill) Gibbons war zweimal dort und verweist auf weitere Augenzeugen von 1988: „So the animals are still there, and I still want to find one!" Das meint auch der französische Biologe Michel Ballot – er gründete 2007 die Organisation Ngoko, auch zum Schutz der bedrohten Waldelefanten. Er vermutet die Existenz des rätselhaften Tieres im Nki-Park, unserem Reiseziel. Ballot unternahm 2019 eine Forschungsreise in den Nki-Nationalpark (unser Reiseziel), der Film ist sehenswert und sein Buch (in frz.) kurzweilig. Er glaubt weiter daran, dieses mystische Tier zu finden. Unterstützt wird es auch vom Verein der Krypto-Zoologie – also von Tieren, für die es nur schwache oder zweifelhafte Belege gibt – so wie auch „Nessie“ im schottischen Loch Ness.
Film Nki-Expedition (16 Min.)
Bestellung Buch und Infos: „A la recherche du Mokélé-Mbembé“ von M. Ballot
Krypto-Zoologie-Website mit Informationen über Ngoko und das Fabelwesen

Vorprogramm und/oder Verlängerung der Reise

  • Mit dem Nationalpark Dzanga-Sangha im äußersten Südwesten der Zentralafrik. Republik (RCA). Hier leben drei habituierte Gorillagruppen, es sind viele Waldelefanten zu sehen; hervorragende Lodge. Flug dann nach Bangui und Mittwochs Charterflug direkt nach Bayanga/Doli Lodge. Dort bis zum Dienstag und dann Fahrt von ca. 3 Stunden zum Camp Kombo und Treff mit den Miteisenden (4. Reisetag).
  • Verlängerung am Atlantik im Ilomba-Hotel oder z.B. Trekking auf den Mt. Cameroon (nur im Winter).

 

Reiseverlauf *

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.
Enthaltene Mahlzeiten: F - Frühstück, M = Mittagessen (PN - Picknick, leichtes Essen), A = Abendessen

1. Tag: Anreise nach Yaoundé
Die besten Verbindungen bietet BRUSSELS AIRLINES (z.B. ab Frankurt 08:25, Akunft von Brüssel in Yaoundé um 19:50 Uhr). Der moderne Flughafen von Nisimalen (Dreilettercode: NSI) befindet sich rund 20 km nordöstlich der weitläufigen Stadt. Wir übernachten meist im neueren Hotel Safayed, das abends in rund 20 Minuten vom Airport zu erreichen ist – da es im Osten von Yaoundé liegt, sind wir morgen schnell auf der Straße nach Bertoua.

2. Tag: Yaoundé – Bertoua - Batouri (420 km)
Gegen 7 Uhr geht es auf die sehr gute, vor einigen Jahren von Brasilianern gebaute Asphaltstraße nach Osten, hinein in den Regenwald. Die Strecke wurde Anfang des 20. Jh. von den Deutschen während der Kolonialzeit (bis 1914) trassiert. In Ayos, 140 km, zeugen davon noch Alleen, ein Fort und alte Häuser -  ebenso in Doumé, rund 40 km vor Bertoua.  Leichtes Mittagessen unterwegs z.B. in Abong Mbang; es gibt aber auch überall etwas, wie Bananen, Ananas oder Erdnüsse.
Weiter zur angenehmen Kleinstadt Batouri – seit Frühjahr 2020 neu asphaltiert! Vorher brauchte man je nach Jahreszeit manchmal 4-5 Stunden für die 70 km. Seit 2015 betreibt hier die Katholisch-Römische Kirche das „Centre d´Accueil“ im Zentrum - es ist keine der üblich-spartanischen Kirchenherbergen, sondern ein Hotel mit 25 schönen Zimmern und Tropenholz-Möbeln. Abendessen und Übernachtung.
(F / M-Pn / A).

die Piste nach Mambele
© Michel Ballot

3. Tag: Batouri – Camp Kombo (320 km)
Via Ngotto und Gari-Gombo direkt an der RCA-Grenze erreichen wir nach gut 170 km roter Piste die Provinzstadt Yokadouma – Holzhäuser mit Veranden, Shops und Bars schaffen Wildwest-Charakter. Die Stadt befindet sich im Zentrum des Holzeinschlags. Das Hotel „Elephant“ dort schafft eher Depressionen, weshalb wir hier nicht übernachten. Von hier sind es noch rund 140 km nach Mambele auf einer meist recht guten Piste, die weiter in den Kongo führt. Gute 30 km südlich von Salapoumbé liegt der kleine Straßenort Mambélé; die einfachen Häuser sind mit rötlichem Staub der vorbeifahrenden Holztransporter bedeckt. Hier gibt es ein gutes Krankenhaus der katholischen Mission. Wir kaufen ein, z.B. Brot und Eier für das Frühstück, und fahren einige Kilometer nach Norden. Dort befindet sich abseits der Piste ein kleines Camp mitten im Primärwald, das zum Lobeke-Park gehört. Es ist ziemlich "auf den Hund" gekommen, weshalb wir hier zelten - die Realisierung einer geplanten Lodge wird wohl noch dauern...
Ausflug zu Fuß und zum ersten Mal "hautnah" Begegnung mit dem Regenwald. Fast immer gibt es leckere frittierte plantaines, Kochbananen, und aus dem Ort wird Bier geholt. Sie können im nahen WWF-Büro (für dne Lobeke-Park). auch Gepäck deponieren – für die kommenden Tage reicht ein Tagesrucksack und ein Beutel mit einigen T-Shirts (atmungsaktiv/schnell trocknend) und einem Leintuch. Den Lobeke-Nationapark haben wir nicht in die Reise integriert, weil meist - trotz Aussichts-Plattformen/Miradors auf Lichtungen - fast nie Gorillas oder Waldelefanten zu sehen sind.
(F / M-Pn / A).

4. Tag: Camp Kombo – Moloundou – Ndongo/NKI-Park (70 km, Boot)
Abfahrt gegen 6 Uhr. Die rund 60 km nach Süden zum Grenzort Moloundou auf der üblichen roten Lehmpiste sind in der Regel gut zu befahren, denn wir reisen in der Trockenzeit. Hier leben auch Ba´Aka-Pygmäen. Wir müssen hier behördliche Formalitäten über uns ergehen lassen, während unser Partner das Boot aus Metall klarmacht - mit Außenborder und einer Menge Benzin. Pro Boot finden ca. 8 Personen Platz, die Träger kommen in Ngondo dazu (für deren Rückfahrt muss dann ein zweites Boot gechartert werden und diese Logistik kostet. Es werden noch einige Platikstühle mit ins Boot gestellt; da sitzt man besser als auf dem Holzbrett.
Das Gepäck muss eingeladen werden… wir verzichten auf Mineralwasser in Plastikflaschen, denn wir reisen in eine amphibische Welt – und filtern das ohnehin schon gute Wasser.

Mit dem Boot auf dem Ngoko-Grenzfluss
 Antoine Bidima

Ngoko-Grenzfluss
WWF

Wir fahren entlang des windungsreichen Ngoko-Grenzflusses – links ist Kongo – ungefähr 4 Stunden nach Westen.
Tipp zum besseren Sitzen: mit einer leichten Daunenjacke abfliegen (schließlich ist ja bei uns Winter) und die als Sitzunterlage und auch als Kopfkissen zu verwenden…Kleidung: Ihr T-Shirt ist schon am Vormittag klitschnass. Nehmen Sie etwa 8 einfache Shirts mit, zum Verschenken, denn die werden nicht so schnell trocken, und ca. zwei Funktionsshirts (z.B. icebreaker aus mit hohem Anteil an Merinowolle).
Die „Grünen Mauern meiner Flüsse“ heißt ein Buch der viktorianischen Westafrika-Reisenden Mary Kingsley – und so wirkt es auch: auf beiden Seiten umgibt uns wucherndes, undurchdringliches Grün. Manchmal sehen wir Fischer oder winzige Dörfer am Ufer, aber das Innere dieser geheimnisvollen, faszinierenden Welt gehört noch immer den Tieren. Der kleine Ort Ndongo, unser heutiges Ziel, mit etwa 300 Einwohnern, wurde 1988 von Holzfirmen aufgegeben – zu hoch waren die Transportkosten – und dämmert seither vor sich hin.
Hier unterhält der WWF ein Gästehaus mit 5 Zimmern. Einzelzimmer können deshalb nicht garantiert werden, aber ein Einzelzelt; Dusche/WC vorhanden. Einfaches Abendessen (wie auch die nächsten Tage)… z.B. Fisch mit Kochbananen. Der Pastis und/oder Whisky geht "aufs Haus", ebenso Bier oder Wein zum Essen heute und ide näächsten drei Tage...
(F / M-Pn / A).

am Fluss Michel Ballot

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15. Tag: Ankunft oder Verlängerung

Leistungen:  Programm wie beschrieben; Reiseleitung Werner Gartung,  Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, M = Mittagessen, M-Pn - Mittagspicknick (kalt) , A = Abendessen; Reisehandbuch KAMERUN von W. Gartung mit Landkarte.

Nebenkosten: Linienflüge (ab ca. 700 €); nicht enthaltene Mahlzeiten; Visakosten (120 €); Versicherungen, Trinkgelder.

 

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Tourdaten
Termine / Preise
19.12.2021 - 02.01.2022: 4490.00€


Basispreis: 4.690 €
+ Flüge (ab ca. 700 €)
Einzelzimmer/-zelt: + 190 €
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Werner Gartung
Im Hirtenstück 3
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