Special Tour Burkina Faso - Reiseverlauf

Reise im Sahel, durch das Land der Aufrechten

Mit dem Maskenfestivel in Dédougou - nur alle zwei Jahre

Das „Land der Unbestechlichen" hat es trotz widriger Umstände (u.a. Binnenlage) aus eigener Kraft geschafft, die Spirale von Armut und Unterentwicklung zu beenden. Sie sehen intakte Dörfer, begegnen vitalen, kreativen, freundlichen Menschen und erleben ein Land, das so ganz anders ist als die negativen Klischees von Afrika glauben lassen möchten. Das Kunsthandwerk ist hoch entwickelt. Höhepunkt dieser Reise ist das Masken-Festival in Dédougou. Es findet nur alle zwei Jahre statt und musste wegen der Pandemie 2020 abgesagt werden.

Fotos vom Maskenfestival (von Prof. Hans Först mit großem MERCI)

Diese besondere Tour in kleiner Gruppe (max. 9) wird vom erfahrenen, professionellen Guide Lateef Jimoh Dada (51) geleitet, dessen Begeisterung für sein Land und die Kulturen sich ebenso schnell auf alle überträgt wie seine gute Laune; er lebt im Westen, in Banfora und spricht sehr gut Englisch. Werner Gartung möchte auch mitreisen und freut sich, Lateef nach nun 10 Jahren endlich wieder zu sehen.
Burkina Faso hat seit 1983 einen positiven Sonderweg beschritten: ausgelöst durch den Staatsstreich des charismatischen, jungen Offiziers Thomas Sankara. Er ließ umgehend den Mercedes-Fuhrpark verkaufen, lebte selbst Bescheidenheit und sorgte dafür, sich auf eigene Kräfte zu besinnen. Das Land wurde von „Obervolta“ in Burkina Faso umbenannt, Land der Aufrechten. Nach vier Jahren wurde Sankara erschossen, weil er den Putschisten zu weit „links“ war; sein einstiger Weggefährte Blaise Compaoré regierte bis 2014 und seither ist Marc Kaboré aus Ouagadougou Präsident. Bis heute hat Sankara durch seine Ehrlichkeit Zeichen gesetzt, die auch seien Nachfolger beherzigten.
Etwa die Hälfte der etwa 20 Millionen Burkiner (Burkinabé) zählt zur politisch dominierenden Ethnie der Mossi; sie lebten bis zur Kolonisierung durch Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts in mehreren streng hierarchisch organisierten Reichen. In Burkina Faso werden etwa 60 einheimische Sprachen gesprochen. Burkina Faso gehört zu den ärmsten Ländern der Welt, zeichnet sich heute aber durch eine gewisse Stabilität und die kulturelle Vielfalt der friedlich zusammenlebenden Ethnien aus.

Karte
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Sicherheit
2019 stellte die UNO fest, dass die Regierung die Kontrolle über den Norden und Osten des Landes weitgehend an Dschihadisten verloren habe. Teils seien diese durch französische Truppen aus Mali nach Süden verdrängt, teils von Ansaroul Islam aus der muslimischen Ethnie der Fulbe rekrutiert worden. Es gibt eine halbe Million Binnenflüchtlinge und 300.000 Kinder können keine Schule besuchen. Schon im Februar 2020 meldete das UNHCR rund 865.000 Binnenflüchtlinge und fast 2.000 Tote durch islamistische Gruppen. Verheerend war ein Anschlag im Nordosten am 6. Juni mit über 140 Toten auf Dörfer und einen Markt. Dahinter stecken Goldvorkommen der Region, die Islamisten gern für sich hätten…
Der Westen, das Zentrum und der Süden sind aber vollkommen sicher, also unser Reisegebiet.
Reise- und Sicherheitshinweis Auswärtiges Amt

Reiseverlauf *

* Der Reiseverlauf zeigt den “Idealzustand”. Änderungen durch behördliche Probleme oder Witterungsverhältnisse sind möglich.

Enthaltene Mahlzeiten: F = Frühstück, M-Pn: Mittags-Picknick (leichte Mahlzeit), A = Abendessen

Shutterstock

1. Tag / 26.2.22: Flug nach Ouagadougou
Die besten Verbindungen (direkt ab/an Paris) bietet Air France, z.B. ab Frankfurt um 07:05 Ankunft um 17:55 Uhr. Eine günstigere Alternative ist Royal Air Maroc ab Frankfurt – 17:30 - nach Casablanca, von dort nach Ouagadougou (Ankunft um 01:25 Uhr).
Abholung durch Ihren immer gut gelaunten und hilfsbereiten Reiseleiter Jimoh Lateef Dada (Kurzform: Lateef). Er lebt in West-Burkina Faso (Banfora) und betreibt dort auch eine kleine Agentur. Kurze „City-Tour" in der Stadt mit den meisten Zweirädern des Kontinents...
Fahrt in die ganz besondere Herberge Villa Yiri Suma (Bambara-Sprache: „Im Schatten von Bäumen“) ruhig im Zentrum. Nur 5 geschmackvolle Zimmer, dezent mit burkinischer Kunst, Moskitonetzen, W-Lan. Das ganze kleine Hotel außen aus Lehmziegeln, mit schattigem Innenhof, ist Kunst und vermittelt Kunst, verkauft auch Bücher.
Sollten die Zimmer nicht reichen, müssen einige in das nahe Bienvenue Chez Nous mit Pool – Abendessen aber gemeinsam hier mit viel moderner Kunst auch im Speiseraum (à la carte, nicht enthalten).

Britta Franke

2. Tag: Ouaga - Laongo – Opernhaus – Ouaga (110 km)
„Ouaga“ ist ganz besonders am Morgen und Nachmittags zur „Rush hour“, wenn Zehntausende mit dem Moped oder Fahrrad unterwegs sind. Umso besser, zunächst im schönen Park Bangr-Weeogo frische Luft zu atmen, einheimische Vögel und Pflanzen zu sehen (der Zoo ist eher zu vernachlässigen). Von hier gehen wir den schlappen Kilometer südlich zum sehenswerten Nationalmuseum. Das neue Gebäude mit interessanter Architektur in Anlehnung des „sudanesischen“ Lehmbaustils wurde 2004 eingeweiht. Hier sind auch viele Masken zu sehen und es gibt Informationen über die Ethnien des Landes. Logisch ist danach ein Besuch des Künstler-„Dorfs“, Village Artisanal. Hier gibt es wunderschöne afrikanische Kunst (Schmuck, Bilder, Bronzen, Stoffe......) und man kann gut mit den Künstlern ins Gespräch kommen. Kaufen sollte man allerdings erst nach Rückkehr, das dient hier erst einmal der Übersicht. Hier können wir uns auch in einem netten Café stärken.
Am frühen Nachmittag Fahrt östlich nach Laongo: ein schon 1989 begonnener Skulpturenpark, dessen Granitsteine jährlich im Februar von nationalen und internationalen Künstlern bearbeitet werden und den Park weiter vergrößern. Von Klein bis Groß liegen hier alle Skulpturen eingebettet in der Naturlandschaft. Zahlreiche Granitfelsen sind hier verstreut – eine geologische Kuriosität, und Material für die Kunstwerke. Die Künstler erschaffen ihre Skulpturen direkt vor Ort. Die Skulpturen reichen von Meerjungfrauen und Musikern, über Skizzen in Stein, Objekte und Tiere bis hin zu skurrilen Bilder und ganzen Szenen. Idole wie der Burkina Freiheitskämpfer und Nationalheld Thomas Sankara sind ebenso zu sehen, wie eine banale überdimensionale Banane. (Auszüge aus u.a. Blog).
Artikel mit Fotos von Britta (dort unten mit weiteren Links u.a. zu Banfora und Tiébélé)
Ein paar Kilometer weiter entstand das Opernhaus-Dorf des burkinischen Architekten Francis Kéré, gegründet vom 2010 verstorbenen Christoph Schlingensief. Der Regisseur und Intendant arbeitete bis zu seinem frühen Tod am 21.08. 2010 daran, in Burkina Faso ein Opernhaus zu bauen - mit Schule (eingeweiht im Oktober 2011) und Krankenhaus – kein Opernhaus im klassischen Sinn, ein „Experimentierdorf“. Nun, zehn Jahre später, steht das als Zentrum gedachte Opernhaus zwar noch nicht, das „Village Opera“ ist dennoch gefüllt mit Leben und Kunst. Die bereits bestehenden Steingebäude wickeln sich im Kreis um den zentralen Platz, der dafür vorgesehen ist – wenn die Zeit reif ist, wenn das Geld da ist. Artikel Deutschlandfunk Kultur vom 5.2.20
Wir erreichen am späten Nachmittag wieder die Hauptstadt. Abendessen heute nicht im Hotel, empfohlen im „Le Gondwana“ mit herrlichem Ambiente. 2. Übernachtung wie zum Reisebeginn.
(F)

Werner Gartung

3. Tag: Ouaga – Bazoulé - Bobo-Dioulasso (390 km)
Es geht nach Westen auf der Asphaltstraße. Weniger als 30 km westlich die erste Attraktion: zum Dorf Bazoulé abseits der Straße mit Heiligen Krokodilen. 25 km weiter westlich Besuch in Kokologo: Zentrum ist ein Lehmpalast des Mossi-Königs („Na-yiri“) der 1942 durch den Naaba (König) Bulga errichtet wurde - ein Muster- und Meisterwerk der Lehm-Architektur.
Ca. 120 km westlich passieren wir das Reservat Fôret de Deux Balé, in dem Büffel, Antilopen und ca. 250 Elefanten leben. Mit Glück sind einige dieser imposanten Dickhäuter auf der Fahrt zu sehen. 20 km westlich von Boromo nördlich des Reservats (geplant: Mittagessen, nicht enthalten) Halt im Dorf Ouahabou, mit einer interessanten, alten Lehm-Moschee. Ca. 13 km vor Bobo besuchen wir das interessante Dorf Koro mit Häuern, die auf Felsen gebaut sind.
Die nächste Etappe und „Endstation“ für heute ist Bobo Dioulasso, zweitgrößte Stadt und Wirtschafts-„Metropole" von Burkina Faso – einfach nur „Bobo“ genannt. Sehenswert sind der farbenprächtige „Grand Marché", die alten Viertel und die große, 1880 im sudanesischen Stil erbaute Moschee Dioulassoba (s. Foto).
Abendessen und Übernachtung im Hotel Villa Rose - ruhig, einfach, aber mit Stil, schöner Garten mit Kunst, geräumige, schlichte Zimmer (einige mit Balkon!) mit Moskitonetz, alles Top-gepflegt. Höchste Bewertung („Fabelhaft“) bei booking.com. Abendessen (nicht enthalten) entweder hier oder in der Provincial Bar 500 m weiter, u.a. mit gegrilltem Lamm.
(F)

4. Tag: In und um Bobo-Dioulasso (ca. 60 km)
Morgens fahren wir einige km nach Südosten und gehen dann 30 bis 45 Minuten zu den Heiligen Fischen (bis einen m große Welse) von Dafra, eingebettet in hüglig-felsiger Landschaft. Es ist ein weithin bekannter sakraler Ort für Animisten, die auch aus der Elfenbeinküste anreisen. Auch wir müssen ein Huhn opfern (lassen), dessen Blut auf einen Opfer-Fetisch fließt. Man erhofft sich durch ds Opfer Heilung von Krankheiten oder einfach nur Glück. Achtung: keine rote Kleidung tragen, sie ist hier ebenso wie Goldschmuck verboten.
Zurück in Bobo, besuchen wir die alte Moschee und den große, quirligen Markt, auch mit einer großen Obst- und Gemüse-Abteilung. Mittags können wir uns in einem der Biergärten stärken und/oder eine kleine Siesta im Hotelzimmer genießen.
Nachmittags stehen zwei kleine, aber interessante Museen zur Auswahl (oder auch beide): das Sogossira Sanon-Museum zeigt nicht nur nachgebaute Häuser diverser Ethnien, sondern auch interessante Masken; das Musik-Museum Instrumente. Wer noch nicht den Unterschied zwischen einem Balafon und Djembe /Trommel) kannte, lernt es hier. Abends können wir auch diese zwei Klassiker Live erleben.
(F)

Britta Franke

5. Tag: Bobo – Fabédougou und Umgebung – Banfora (100 km)
Fahrt entlang der „Falaise", dem Steilabfall von Banfora, nach Südwesten. Eine schöne, grüne Gegend, die „Kornkammer" des Landes - mit Quellen und Wasserfällen; es wird Reis und Zuckerrohr angebaut. Besuch einer Frauen-Kooperative 15 km nördlich von Banfora, die geröstete Cashew-Nüsse und getrocknete Mangos produzieren und verpacken - unbedingt mitnehmen, auch als Geschenk! Andere Kooperativen im Land fertigen gute Seife, z.B. aus den ölhaltigen Nüssen des Karité-Baums; mit Honig und anderen Zusätzen.
Gleich westlich von Banfora warten einige Attraktionen. Wir beginnen bei den Felsdomen von Fabédougou 12 km nordwestlich – eine surreale Landschaft wie aus einem Science Fiction-Film; Palmen und andere Pflanzen in den engen Tälern kontrastieren mit den braunen Felsen, s. Foto.
Wir wandern dann rund 2 km westlich zu den Stromschnellen von Karfiguéla. Seine Kaskaden wechseln bei unterschiedlicher Lichteinstrahlung die Farben. Rückfahrt nach Banfora, Besuch von Dörfern der Gouin in der Umgebung. Weiter geht die Fahrt - wieder im Auto - zum Lac Tengrela einige km westlich. Sie unternehmen einen „Sundowner" - Bootstrip und sehen meist auch Hippos (Flusspferde).
Bilder und Beschreibungen (Blog von Britta Franke)

Gutes, klimatisiertes Hotel: Canne à Sucre (Zuckerrohr), mit schönem Garten, Pool und sehr geschmackvollen Rund-Bungalows. Der frz. Besitzer leitete lange die Zuckerrohr-Fabrik und macht auch guten Rum…
(F / A )

Jimoh Lateef

6. Tag: Banfora – Sindou - Niansogoni (120 km)
Der Weg führt weiter zur Falaise von Sindou mit ihren riesigen, bizarren Gesteinsformationen, s. Bild. Die hier lebenden Turka betreiben überwiegend Reisanbau. In Douna nahe der Felsen von Sindou sehen Sie Höhlen, in denen die Bevölkerung Anfang des 19 Jh. vor dem islamischen Eroberer Samoury Touré Schutz suchte. Westlich von Sindou beginnt das Gebiet der Senoufo (sie leben vor allem im Nordwesten der Elfenbeinküste), mit runden, schmalen Speichern aus Lehm. An vielen grünen Feldern und Plantagen geht es knapp 30 km auf einer Lehmstraße (Piste) südwestlich nach Baguéra und von dort nochmals 8 km zum Dorf Niasangoni.
Lehmdörfer ducken sich an die „Falaise", einer erodierte Sandsteinmauer, überragt vom Mt. Téna Kourou (747 m). Das erinnert an die Gegend der Dogon in Mali, die leider noch immer nicht sicher ist - auch durch uralte Lehmspeicher (ca. 12. Jh) hoch oben in den Felswänden. Offenbar haben sich Familien der Tello (Ur-Dogon) hier zunächst niedergelassen.
Abendessen, Übernachtung im rustikalen „Campement" (Zimmer mit Moskitonetzen, Stroh gedeckt, externe Toilette, Eimerdusche). Aber kaltes Bier ist auch hier zu haben...
(F / M-Pn / A)

7. Tag: Niansogoni - Sindou (50 km)
Rückfahrt nach Sindou und Abstecher (nach NW, dann SE) von 35 km durch herrliche, grüne und hüglige Landschaft nach Tourni - einem Senoufo-Dorf an einem See mit Wasserfall. Es geht zurück nach Sindou und zum benachbarten Douna - die Gegend besticht durch bizarre Felsen. Kleine Wanderung mit einem lokalen Guide durch das Fels-Labyrinth. Besuch des Dorfes Kawara (Töpfer) und des Dorfes Lera mit Senoufo-Bevölkerung, Animisten und Reisbauern. Abendessen und Übernachtung im Campement (wieder einem einfachen Gästedorf) „Soutrala" von Sindou.
(F / M-Pn / A).

Eric Montfaud - Flickr

8. Tag: Sindou – Bobo - Dédougou (340 km)
Fahrt zurück in das nahe Banfora und wieder entlang des Steilabfalls der „Falaise“ die 85 km nach Bobo-Dioulasso. Weiter in fast nördlicher Richtung – parallel zum westlich kurvenreich fließenden Mouhoun-Fluss, früher „Schwarzer Volta“ genannt – und das Land, hervorgegangen aus Französisch-Westafrika, Obervolta. Thomas Sankara ersetzte den Namen nach seiner Revolution 1984 durch Burkina Faso – Land der Aufrechten. Mangobäume und markante Baobabs, Affenbrotbäume, säumen den Weg ebenso wie kleine Dörfer.
Die Provinzstadt Dédougou im Westen mit ihren 37 umliegenden Dörfern hat rund 90.000 Einwohner; in der Gegend werden vor allem Baumwolle und Erdnüsse angebaut. Hier leben die Marka und Bwa, die auch einen Maskenkult pflegen. Aber ab heute haben sich hier viele andere Ethnien und Masken versammelt, aus diversen westafrikanischen Ländern. Deshalb wollen wir schon gegen Mittag hier sein. Das letzte Mal – 2018 - haben sich hier rund 100.000 Menschen versammelt, darunter über 2.000 Touristen. Aufgrund von Covid-19 fiel das Festival im letzten Jahr aus; veranstaltet wird es seit 1996.
Der Festplatz wird nun nach Corona nicht so voll sein wie vorher; auch ein Vorteil und Grunde, diese Reise jetzt zu buchen. Nicht nur Maskenträger und –Tänzer beleben farbenfroh den Platz, sie tanzen zum Klang der Trommeln, des Balafon, zu Flöten und Rasseln.
Das Hotel Diarra ist nicht mehr so „prickelnd“, wir übernachten deshalb WAHRSCHEINLICH im neueren, dreistöckigen Hotel Zind Naaba (es gibt auch eines in Ouaga). Es kann auch eines der kleineren Hotels oder Herbergen werden. Alle haben eines gemeinsam: sie sind „schlicht und geschmacklos“. Essen dort oder einem der eher einfachen Restaurants, wie „La Terrace“ oder „Copacabana“…
(F / M-Pn / A)

9. Tag: Masken-Festival in Dédougou
Grund für das Event war und ist, dass traditionelle Masken für viele kein normaler Bestandteil des Lebens mehr sind. Die Ursprünge der Masken sind religiös und basieren auf Animismus, der Beseeltheit der Natur. Animismus und andere traditionelle Überzeugungen sind Minderheitenreligionen (ca. 10%) im modernen Burkina Faso. Die Mehrheitsreligion im Land ist der

Hans Först

Hans Först

Islam moderater Prägung, der keine Masken verwendet. Aber auch für Muslime und Christen sind Masken wichtig, denn es gibt zwei Aspekte: Der eine ist Kult und der andere ist Kultur. Es mag einen religiösen Konflikt etwa für Muslime geben, die Masken verehren, aber aus kultureller Sicht gibt es keinen Konflikt.
Wir erleben auch die berühmten „Stockwerkmasken“ der Dogon aus Mali, Tiermasken (oft Vögel) der Bambara, sehen die runden, großen Sonnenmasken der Mossi aus Burkina Faso und immer wieder die Tiermasken – mit Hörnern oder Vogelköpfen der Bobo, mit oft leuchtenden Farben Tänzer. Aber es gibt auch Initiationsriten, bei denen sich die Tanzenden ganz in Bast oder Blätter hüllen.
Grits, westafrikanischen Geschichtenerzähler, sind ebenso unterwegs wie fliegende Händler. Lateef ist ein ebenso kundiger wie begeisterter Guide, der uns auch mit vielen Menschen, Geschichten und Geschichte außerhalb des Festplatzes in Verbindung bringt.
(F / A)

10. Tag: Dédougou – Ouaga – Koubri (310 km)
Wir wollen uns noch den Vormittag hier in Dedogou aufhalten und kommen dann über Koudougou (130 km) nach weiteren 100 km zurück nach „Ouaga“. Wir durchqueren die quirlige Kapitale direkt nach Süden und fahren via Kouba noch knapp 40 km an einen Stausee zum schönen Gästehaus Les Bougainvilliers – mit großem Pool und viel Natur. Abendessen auf der Terrasse.
(F / A)

Kurzversion:
Sie können diese Reise an diesem oder am nächsten Tag frühzeitig beenden, wenn Sie z.B. nicht mehr Zeit haben oder den Süden schon kennen: entweder Rückflug am Abend des 10. Tages bzw. in der Nacht zum 11. Tag (Royal Air Maroc) oder einen Tag später - dann wären Sie noch im Gästehaus Les Bougainvilliers. Preisreduktion 250 bzw. 150€.

Werner Gartung

11. Tag: Koubri - Pô - Ranch Nazinga (450 km)
Wir können heute Morgen relaxen und auch nochmals in den Pool springen.
Der schöne Ort Kombissiri nicht weit vom Gästehaus liegt an der N5 nach Süden. Hier gibt es einige schöne Moschee, aber die alte Moschee ganz aus Lehm ist einzigartig – wulstig-quadratisch, auf drei Ebenen, mit dreieckigem Minarett, ein Tetraeder. Auch die Töpfer(arbeiten) im Ort sind sehenswert. Mittagessen (nicht enthalten) wieder unterwegs in einem der Ort. Gut 100 km südlich von Kombissiri durchfahren wir den Nationalpark Tambi Kaboré, der sich zu beiden Seiten des Nazinon-Flusses quer zur Fahrtrichtung erstreckt. Danach erreichen wir den alten, um 1500 gegründeten Ort , rund 20 km von der Grenze zu Ghana entfernt.
40 km westlich gelangen wir zum Nordbereich der Ranch de Nazinga, schon in den 70er Jahren von zwei Kanadiern gegründet. Es ist ein hervorragendes Bespiel für Naturschutz, der auch durch Jagd finanziert wird - überwiegend auf Antilopen, die in einzelnen Sektionen gehalten werden wie bei uns Kühe auf der Weide. Dadurch konnte sich die geschützte Elefanten-Population bis auf fast 500 vermehren. Pirschfahrt am Nachmittag - Sie sehen auf jeden Fall Elefanten, Affen und Antilopen. Es gibt 275 Vogelarten. Abendessen und Übernachtung im rustikalen „Campement" von Nazinga. Hier sind oft Elefanten, mal zum Vorbeischauen...
(F / A).

12. Tag: Nazinga - Tiébelé (90 km)
Nach einer weiteren ausgedehnten Pirschfahrt kommen wir wieder nach Pô und 20 km östlich zum Ort Tiébélé mit kunstvoll bemalten Wohnburgen im Königsbezirk (Cour Royale) der Kassena. Die Frauen benutzen dazu schwarze Farbe, die aus Graphitpulver und Wasser gemischt wird. Die weiße Farbe gewinnen sie mit Hilfe von Specksteinen. Die Farbe wird auf einen roten Untergrund aus Lehm, Wasser und Néré-Schoten aufgetragen. Heute wird aber auch immer häufiger Teer anstelle von Lehm verwendet. Als Motive dienen Muster und Symbole, die entweder dem Alltagsleben oder der religiösen Symbolik entnommen sind.

Hans Först

Jimoh Lateef

Je nach dem Tag und der Saison, können Sie mit Glück in einem der Nachbardörfer (z.B. Kaya, Tangassako...) auch einen Markt oder ein Fest besuchen. Viele Kontakte zu den Menschen sind aber auch so schon garantiert. Abendessen und Übernachtung im Campement (Lehmhaus) des Ortes - rustikal, aber blitzsauber, mit Blick auf mindestens eine Million Sterne von der Lehm-Terrasse...
(F / M-Pn / A).

13. – 14. Tag: Tiébelé – Ouagadougou (220 km) und Rückflug
Besuch eines Marktes in der Nähe und gemütliche Rückfahrt nach Ouaga. Dort haben Sie noch einen halben Tag Zeit, etwa für den Besuch des Kunsthandwerkzentrum (Village Artisanal). Tageszimmer in einem einfachen Hotel zum Ausruhen, Umziehen und Duschen.
Rückflug mit Air France kurz vor Mitternacht, mit Royal Air Maroc ab 02:25 Uhr.

Verlängerung/Kombi:
Unsere einwöchige Ghana-Reise Nr. 235 eignet sich hervorragend für eine Verlängerung: Sie würden dann vom 13. Auf den 14. Tag in Ouaga übernachten und am Fr, den 11. März nach Accra fliegen (via Lomé/Togo, 09:20 – 13:25 Uhr).
Die Flugkosten dafür (ca. 380 €) übernimmt OASE REISEN.

Leistungen: Programm wie beschrieben mit allen Transfers und Fahrten; lokale, englischsprachige Reiseleitung durch den kundigen Jimoh Lateef; Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen, weitere Mahlzeiten wie angegeben; Eintrittsgelder im Wert von ca. 200 €; Sicherungsschein, Landkarte von Burkina Faso.

Nebenkosten: Linienflüge (ab ca. 550 €), Visakosten (70 €) nicht aufgeführte Mahlzeiten; Getränke, Trinkgelder.

Weiteres
Tourdaten
Termine / Preise
26.02.2022 - 11.03.2022: 2290.00€


Basispreis: 2.290 €
+ Flüge (ab ca. 600 €)
Einzelzimmer: + 200 €

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Werner Gartung
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