Tour 311 - Reiseverlauf

Tropenwald-Nationalparks Lobeke und Dzanga Sangha

Zum Schluss Charterflug nach Bangui

Auch diese Reise wurde von Werner Gartung konzipiert, Afrika- und Kamerun-Kenner, Autor des Kamerun-Reiseführers im Reise Know How-Verlag

Eine faszinierende Tour: durch Kameruns Regenwald in die Zentralafrikanische Republik in den Nationalpark Dzanga Sangha, einem tierreichen Tropenwald-Paradies mit nun drei habituierten,  jeweils maximal 4 Besuchern zugänglichen Gorillagruppen.
Dzanga Sangha ist mit dem Nationalpark Lobeke (Kamerun) und Nouabalé-Ndoki (Kongo) zu einem trinationalen Park vereint - dem größten und wildreichsten Regenwald-Schutzgebiet Afrikas. Aber Lobeke wurde vernachlässigt; es gibt dort keine habituierten Gorillas; Nouabalé-Ndoki in Kongo hat seit 2017 den Status einer Stiftung und Touristen sind dort nicht mehr Willkommen.

Das Besondere: Sie fliegen direkt von der Doli Lodge (Nat.park Dzanga Sangha) in einer 9sitzigen Beechcraft nach Bangui und von dort nach Europa. So müssen Sie nicht - wie bei der preisgünstigeren Tour 315 - zweimal zwei lange Tage die gleiche Strecke fahren. Bei der Tour 312 ist es umgekehrt (Beginn mit dem Flug nach Bangui und Fahrt durch Süd-Kamerun, aber ohne den Lobeke-Park. Wenn Sie also maximal am Regenwald interessiert sind, so ist dies "Ihre" Reise. Verlängern können Sie dennoch - Sie können (nach einer Übernachtung in Bangui) am nächsten Morgen direkt nach Douala fliegen.

 

Malui mit ihren Zwillingen
Elefanten

Das Schutzgebiet Dzanga Sangha im Südwesten der Zentralafrikanischen Republik setzt sich in Kamerun und südlich im Kongo fort; der tri-nationale Nationalpark besteht aus Primär-Regenwald. Hier leben noch Pygmäen, und es wurden zwei Gruppen von Gorillas habituiert, also an Menschen gewöhnt. Das Urwald-Trekking zu ihnen dauert pro Weg etwa eine Stunde. Von einer Aussichts-Plattform beobachten wir Waldelefanten auf einer Lichtung, Bai. Hierher kommen auch andere Tiere, wie Sumpfantilopen oder die seltenen Bongos.

Nachwuchs in der Makumba-Gruppe
Von den drei habituierten Gorillagruppen in Dzanga Sangha mit 9 bzw. 8 Primaten ist der „Chef“ Makumba mit ca. 40 Jahren der älteste Silberrücken. Er wurde am 25.1. 2016 nochmals Vater – gleich zweifach – Mutter Malui ist die erste in Dzanga Sangha, die Zwillinge bekommen hat (s. Bild). Am 3. Januar 2019 gab es wieder Nachwuchs: Makumbas zweite und jüngere Frau, Mabor (2019 etwa 11 Jahre alt), gebar ein Mädchen, das auf Mbindjo getauft wurde. Gorillas bilden einen Familienverbund, der vom Silberrücken, dem dominanten Männchen, angeführt wird. In der Regel gehören zur Familie mehrere Weibchen und vier bis fünf Jungtiere. Eine Gorilla-Schwangerschaft dauert ca. 37 Wochen.

Am 11. September 2014 kam der Film Song From the Forest auch in deutsche Kinos - (viele Infos, auch Trailer, im Link). Der international mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Amerikaners Louis Sarno, der seit fast 30 Jahren unter den Ba´Aka-Pygmäen lebte. Mit seinem Sohn, dem Pygmäenjungen Samedi, reiste er zum ersten Mal aus dem afrikanischen Dschungel nach New York City. Louis Sarno verstarb am 1. April 2017 in New York an Leber-Zirrhose nach mehreren Hepatitis-Erkrankungen.

Doli LodgeDoli Lodge am Sangha-Fluss
Wir übernachten in der Doli Lodge, beim Ort Bayanga schön am Fluss gelegen. Ohne luxuriös zu sein, ist sie zweckmäßig und auch mit Sinn für Ästhetik gestaltet und komplett 2019 renoviert. Die Lodge wurde 1996 von der GTZ und dem WWF realisiert und besteht neben dem großen Haupthaus aus Bungalows mit Bad und Terrasse, auch auf Stelzen gebaut. Auf der großen Terrasse kann man mit Blick auf den Sangha-Fluss essen, einem breiten Nebenarm des Kongo. Hier sind auch schöne Sonnenuntergänge zu erleben
Fotos der Zimmer

Sicherheit
Die Zentralafrikanische Republik wurde nach einem Putsch vom März 2013 über ein Jahr lang von einer Rebellen-Miliz terrorisiert; in Danga Sangha wurden bald darauf über 20 Elefanten gewildert. Die Lage hat sich seit 2015 vollkommen beruhigt; der Dzanga Sanga-Nationalpark befindet sich im äußersten Südwesten des Landes, gegenüber von Kamerun.

Lesenswert
Beitrag der Deutschen Welle vom 30.12.2018: „Naturschutz in Zeiten des Krieges“ – mit Beiträgen über Dzanga Sangha, die Herausforderungen gegen Wilderer, Probleme des Landes – mit diversen Video-Clips: zum Artikel
 

Reiseverlauf *

* Kurzfristige Änderungen des Programmablaufes z.B. durch Witterungsbedingungen sind möglich.
Enthaltene Mahlzeiten: F - Frühstück, M = Mittagessen (PN - Picknick, leichtes Essen), A = Abendessen

1. Tag: Anreise nach Yaoundé
Die besten Verbindungen bieten AIR FRANCE, Ankunft 20:35 Uhr Der moderne Flughafen von Nisimalen (Dreilettercode: NSI) befindet sich rund 20 km nordöstlich der weitläufigen Stadt. Angenehmes, ruhiges Stadthotel mit klimatisierten Zimmern und schönem Garten, Hotel Luxtral, nahe am Flughafen. Auf dem Weg dorthin können Sie schon Geld in der Landwährung mit einer VISA- oder Mastercard ziehen (ein Euro entsprechen 655 CFA-Francs).

2. Tag: Yaoundé - Mfou - Abong Mbang (200 km)
Die Hauptstadt Yaoundé bedeckt heute weit mehr als die ursprünglich 7 Hügel. Meist hässliche Prunk- und Zweckgebäude kontrastieren mit der Armut, und der pompöse Präsidentenpalast auf einem Hügel ist ein Symbol der korrupten Regierung unter dem seit 1983 amtierenden Paul Biya. Wir werden die weitläufige Stadt ohne Sehenswürdigkeiten NICHT besuchen, zumal unser Standort im Osten liegt (Flughafen, Route nach Süden).Vorbei am Flughafen und auf guter Straße südlich -  in den kleinen Nationalpark von Mfou, 30 km südöstlich von Yaoundé. Hier leben verschiedene Primatenarten in Halbfreiheit - Gorillas, Schimpansen, Mandrills etc. Oft sind es Affenbabys, deren Eltern umgebracht wurden. Hier werden sie aufgenommen und gepflegt. Hier haben Sie sehr nah an der großen Hauptstadt (rund 2,7 Mill. Einwohner) einen guten Eindruck vom Regenwald. Weitere Informationen.
30 km zurück und Weiterfahrt östlich auf guter Straße nach Osten - die Strecke wurde Anfang des 20. Jh. von den Deutschen während der Kolonialzeit (bis 1914) trassiert und vor einigen Jahren von Brasilianern neu gebaut.  In Ayos, 140 km östlich von Yaoundé, zeugen davon noch Alleen, ein Fort und alte Häuser. Vor Abong Mbang, 70 km, kommen wir zum relativ neuen Hotel Bagofit Sun City, umgeben von Farmen (Kakao, Rinder- und Schweinezucht, auch Strauße, Fischzucht) - alles mit Geschmack und Komfort.

Holzbrücke3. Tag: Abong Mbang – Bertoua - Batouri (240 km)
Auch in Doumé, rund 40 km vor Bertoua, sind noch Zeugnisse deutscher kolonialer Vergangenheit zu sehen. Von Bertoua  Weiterfahrt 80 km gen Norden nach Bélabo und knapp 20 km zum Schimpansen-Projekt Sanaga Yong. Vor 20 Jahren von der US-Amerikaneirn Sheri Speed gegründet, werden hier Waisen von Schimpansen (die Sie in Dzanga Sangha nicht sehen) im Regenwald gepflegt und die Auswilderung vorbereitet.
Zurück nach Bertoua und weiter zur angenehmen Kleinstadt Batouri – seit Frühjahr 2019 neu asphaltiert! Vorher brauchte man je nach Jahreszeit manchmal 4-5 Stunden für die 70 km. Seit 2015 betreibt hier die Katholisch-Römische Kirche das „Centre d´Accueil“ im Zentrum - es ist keine der üblich-spartanischen Kirchenherbergen, sondern ein Hotel mit 25 schönen Zimmern und Tropenholz-Möbeln. Abendessen und Übernachtung.
(F / A).

4. Tag: Batouri - Yokadouma - Mambelé - Camp Kombo (330 km)
Es geht zunächsrt nach Osten bis an die RCA-Grenze, dann südlich - nun auf einer nicht so guten Piste mit einfachen Holzbrücken. Wir erreichen den Prinzort Yokadouma - ohne Asphalt, mit Holzhäusern und Veranden, Shops und Bars, mit Wildwest-Charakter. Die Stadt befindet sich im Zentrum des Holzeinschlags. Auf einer breiten Holzfällerpiste Fahrt von rund 125 Kilometern nach Salapoumbé; gut 30 km südlich liegt der kleine Straßenort Mambele; die einfachen Häuser sind mit rötlichem Staub der vorbeifahrenden Holztransporter bedeckt. Wir kaufen hier ein, z.B. Brot und Eier für das Frühstück, und fahren einige Kilometer nach Norden. Dort befindet sich abseits der Piste ein kleines Camp mitten im Primärwald, das zum Lobeke-Park gehört. Aber einige wurden durch einen umgefallenen Baum zerstört; es gibt nur noch vier einfache Häuser mit je 2 Betten (in 2 Häusern externe Eimerdusche, Plumpsklo). Wenn es mehr Teiln. sind, werden einige in Zelten übernachten. Nahe des Camps wurden schon öfter Gorillas und Schimpansen gesehen, ganz abgesehen von Affen und vielen Schmetterlingen. Der Koch kocht auch gern etwas Afrikanisches - fast immer gibt es leckere frittierte "Plantaines", Kochbananen und aus dem Ort haben wir Bier geholt.
(F / M-Pn / A).

5. Tag: Lobeke-Nationalpark: Petite Savane (ca. 50 km)
Lobeke wurde erst 2001 als Nationalpark gegründet und umfasst 25.000 km2 überwiegend tropischen Primärwaldes. Es ist Teil des „Trinational de la Sangha": auf der östlichen Seite (Kongo) ist der Nationalpark von Nouabalé-Ndoki mit 4.500 km2; nördlich, in der Zentralafrikanischen Republik, das Schutzgebiet Dzanga-Ndoki, 1.700 km2. Mit Pufferzonen (in denen ebenfalls Jagd und Holzeinschlag verboten sind) bringt dieses größte Schutzgebiet des Kongobeckens es auf rund 25.000 km2. Der Reichtum an Tieren ist hier enorm: es wurden 14 Primatenarten gezählt, wovon Gorillas (ca. 2.500 Tiere) und Schimpansen die "Berühmtesten" sind. In den dichten Wäldern leben auch Waldelefanten, Bongos, Panther und Büffel. Über 300 Vogelarten sind bekannt, und etwa 220 Arten von Schmetterlingen.

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Die Plattform verfügt auch über zwei Räume für die Übernachtung

Fahrt ins nahe Mambele und von dort aus rund 20 km östlich in den Lobeke-Nationalpark. Die Piste schwenkt bald nach Süden; dann geht es gut 4 km auf einer ehemaligen Piste zum Abtransport von Holz (vor der Parkgründung 2001) bis zum „Parkplatz". Ab hier kommen wir zur Lichtung von Petite Savane nur noch zu Fuss weiter, Dauer etwa zwei Stunden. Es geht zunächst durch einen flachen Urwaldfluss, zum Teil über umgestürzte Stämme, und an Baumriesen mit teilweise gigantischen Brettwurzeln vorbei. Neben dem Ranger werden auch Träger dabei sein. Die Plattform verfügt auch über zwei Räume für die Übernachtung. Wir übernachten einige hundert m weiter auf einem neuren (2016) Camp-Platz im  mitgebrachten (leichten) Schlafsack; Zelte und Schlafmatten werden gestellt. Vor allem am späten Nachmittag und am nächsten Morgen sind die Chancen für Tierbeobachtungen sehr gut: mit Glück sind ganze Gorilla-Familien hier zu anzutreffen. Das kann man natürlich nicht garantieren, und auch Schmetterlinge sind interessant - Teil des Großen Ganzen.
(F / M-Pn / A).

6. Tag: Petite Savane – Libongo - Doli Lodge / RCA (220 km)
Nach der gestrigen Nacht (auch vorgestern im Camp Kombo war es ja sehr einfach) "sortieren" wir unsere Knochen und hoffen in der Morgendämmerung auf Tier-Sichtungen. Nach dem Frühstück (mit frisch gebrühtem Kaffee...) Wanderung von etwa zwei Stunden zurück zu den Fahrzeugen und Fahrt von rund 40 km zurück zum WWF-Camp und weiter zum nahen Dorf Koumela, 15 km; von dort führt eine meist gute Forstpiste ca. 100 km östlich durch unbewohnten Regenwald an den Sangha-Fluss nach Libongo mit vielen Holzhäusern. Fahrt mit einer Piroge über den breiten Fuss nach Lidjombo - Einreise-Formalitäten und Visum (80 €, vor Ort zu zahlen, kein Passfoto nötig). Fahrt von ca. 35 km nach Bayanga und zur schönen Doli Lodge.
(F / A)

7. Tag: Auf dem Sangha zum Wasserfall, Elefanten in der Bai Hokou
Die Doli Lodge liegt direkt am mächtigen Sangha-Fluss, der hier die natürliche Grenze zu Kamerun bildet. Wir beginnen die Erkundung dieses einzigartigen Natur-Reservats mit einer etwa einstündigen Bootsfahrt und einem halbstündigen Gang durch den Regenwald zum Boussol-Wasserfall. Fahrt zurück zur Doli Lodge und Mittagessen auf der Terrasse.
Ab dem frühen Nachmittag Besuch der Dzanga-Bai (übersetzt: Elefanten-Lichtung), jeweils etwa eine Dreiviertelstunde Autofahrt und Fußmarsch. Mit unserem Pygmäen-Führer geht es durch einen Fluss, an dessen Ufer oft viele Schmetterlinge zu sehen sind - hier wurden bisher 316 Arten aus 10 verschiedenen Gattungen gezählt.

Elefanten

Sie durchwaten einen Fluss, der schon sehr deutlich durch zahlreiche Fußstapfen und Dung als Elefantenterritorium gekennzeichnet ist. Von einem geräumigen Hochsitz können wir stundenlang aus nächster Nähe am Familienleben der Waldelefanten teilhaben. Hier sind immer zwischen 30 und oft auch über 100 Dickhäuter zu sehen. Auch Büffel sind oft zu beobachten, die meist geruhsam im Schlamm liegen, ebenfalls die sonst sehr seltenen Sitatungas (Sumpfantilopen). Oft kommt auch eine Herde von Riesenwaldschweinen ins Blickfeld.
Mit etwas Glück sehen Sie auch eine Gruppe der majestätischen Bongos mit ihren charakteristischen weißen Längsstreifen im haselnussbraunen Fell. Durch die Zerstörung der Tropenwälder sind sie in Westafrika fast ausgerottet und leben bis zum Ostrand des Kongobeckens sowie in den Hochwäldern Kenias. Auch ihnen bietet die Bai lebenswichtige Mineralstoffe. Graupapageienschwärme lärmen hier oft bis zu ihrem Abflug auf der Lichtung.
Am späten Nachmittag Rückfahrt zur Lodge; Abendessen auf der großen Terrasse am Fluss.
(F / M-Pn / A)

8. Tag: Gorilla- und Mangabe-Trekking
Insgesamt leben im Reservat und im Nationalpark etwa 3.000 Gorillas. Im Gegensatz zu den gut erforschten Berg-Gorillas (vor allem durch Diane Fossey) wurde mit Studien über Flachlandgorillas erst ab den 80er Jahren begonnen.
Dieser Ausflug beginnt morgens mit einer etwa anderthalbstündigen Jeepfahrt zur Lichtung (Bai) von Hoku, 28 km schmaler und schlechter Piste. Seit 2005 ist diese Gruppe von Flachlandgorillas für max. je vier BesucherInnen am Vor- und am Nachmittag

Der Weg zu den Gorillas
Makumba

zugänglich. Alternativ besuchen wir die Gruppe der Silberrücken Mayele oder Mata (mit je 9 Tieren). Tracker der Ba´Aka-Pygmäen führen uns etwa eine halbe Stunden über schmale Pfade zur Gruppe, bis auf 6 Meter an sie heran.
Danach gehen wir zu einer Gruppe der halb zahmen Mangabe-Affen; es sind rund 50 Tiere. Sie können gut bei der Futtersuche und bei ihrem  Sozialverhalten beobachtet werden.
Denken Sie an Wasser, Lektüre und Essen. Von hier nehmen unsere Guides der Ba´aka die Spur auf, wo die Gorillas am Vortag gesehen wurden. Der Weg zu den Gorillas - über zwei Bais, Lichtungen - dauert je nach Lage etwa anderthalb bis zwei Stunden. Die breiten, oft tunnelartigen Wege wurden zum Teil in Generationen von Waldelefanten „gebaut". Jederzeit können Sie hier auf Elefanten stoßen.
Nachmittags zu verschiedenen Salinen/Bais, Beobachtung der sehr zutraulichen Mangabey-Affen. Abendessen und dritte Übernachtung in der Lodge.
(F / M-Pn / A)

9. Tag: Lianenbrücke und Ba´Aka
Fahrt im Geländewagen von 17 km zu einer Lianenbrücke, die sich über 10 m kunstvoll über einen Nebenarm des Sangha-Flusses spannt und 2017 von Ba´Aka-nach zwei Jahren Arbeit fertig gestellt wurde – die Traditionen sind trotz überwiegend erzwungener Sesshaftigkeit noch lebendig. Das können wir hier eindrucksvoll erleben. Die Lianenbrücke ist allerdings Anfang 2019 gerissen – sollte sie im Winter noch immer unbegehbar sein, so ist dieser kleine Ausflug dennoch interessant.
Es geht zurück zur Doli Lodge und 4 km zum Dorf, in dem Lois Sarno wohnte, dann mit einer Gruppe von Ba´Aka-Pygmäen zu Fuss in den Regenwald. Sie zeigen ihre erstaunlichen Fähigkeiten, Medizinpflanzen zu nutzen; Frauen bauen sehr rasch traditionelle Laubhütten.

Pygmäenfrau mit Netz
Tanz Ba'aka

Mit unglaublicher Geschicklichkeit bahnen sich die kleinen Menschen ihren Weg durch den Urwald und spannen ihre Netze. In die aneinander geknüpften, hüfthohen Netze werden Ducker (Kleinantilopen) oder auch Stachelschweine getrieben- meist ist hier in der Nähe der Siedlung aber nichts mehr zu finden. Die Pygmäen erläutern und erklären Ihnen auch die Suche von Heilpflanzen und ihrer Bedeutung. Aus den Fasern einer speziellen Liane werden Seile für die Fangnetze geflochten. Bei einem Tanz sehen wir mit Glück den Waldgeist Yengi, s. Bild.
Alternativ können Sie an diesem Nachmittag in der Doli Lodge bleiben, Bayanga besuchen oder z.B. ein zweites Gorilla-Trekking unternehmen (Gorilla- und Parkeintritt p. P. 330 €, Minus 100 € durch Verrechnung mit den Kosten für die Ba´Aka, plus separater Geländewagen, 80 € für einen halben Tag).
(F / M-Pn / A)

10. Tag: Andere Aktivitäten
Auf wiederholten Wunsch haben wir noch einen Tag hier angehängt. Das Water drumming ist die alte Form der „Telefonie“ am Fluss - erleben Sie eine Demonstration. Wir besuchen auch (wenn nicht schon vorher) das 2018 gegründete Artisanat mit schönen Arbeiten der Ba´Aka; der Erlös kommt ihnen direkt zugute.
Sie können auch diesen Nachmittag frei gestalten und sollten auf jeden Fall die zwei km zu Fuß ins nahe große Dorf Bayanga gehen, in dem auch alle Mitarbeiter der Doli Lodge wohnen - meist in windschiefen Holzhäusern. Verabreden Sie sich doch einfach mit jemanden, zum Beispiel mit dem netten Brice, der die Bar auf der Terrasse betreibt. Traurige Realität ist hier auch der Markt mit "Bushmeat" - oft mit erlegten Affen. Oder fahren Sie nochmals zur Sangha Bai zu den Elefanten und Antilopen (90 € inkl. Parkeintritt) oder nochmals zu einer Gorillagruppe. Ein Fahrzeug ist heute nicht enthalten; 80 € für einen halben Tag, geteilt durch die TeilnehmerInnen.
(F / M-Pn / A)

11./12. Tag: Bayanga - Bangui - Rückflug
Letztes und gemütliches Frühstück auf der Terrasse, so gegen 10 Uhr landet der Charterflieger - eine zweimotorige Beechcraft BE90 mit 9 Plätzen einer französischen Firma. Mit ihr kommt die nächste kleine Gruppe - Durchführung dann in der anderen Richtung - also erst Dzanga Sangha, dann Kamerun, s. Tour 312.
Der Flug über den Regenwald ist ein besonderes Erlebnis.Die Hauptstadt Bangui ist klein und verschlafen; es lohnt sich ein Gang zum alten Flusshafen am Oubangui.
Rückflug mit AIR FRANCE direkt nach Paris (17:25 - 05:40 Uhr) und weiter zu Ihrem Zielflughafen, z.B. Frankfurt (07:25 - 09:00 Uhr).
(F).

ALTERNATIVE: Flug nach Douala / Kamerun
Übernachtung in Bangui,  Flug am 12. Tag mit der zuverlässigen AKSY um 7:55 Uhr direkt nach Douala, Ankunft um 09:40 Uhr. Dort werden Sie abgeholt und fahren ca. 70 km nach Buea am 4.070 m hohen Mt. Cameroon mit alten deutschen Kolonialhäusern. Weiter durch Teeplantagen nach Limbe am Atlantik mit schwarz-vulkanischen Stränden. Hier können Sie naütrlich auch noch verlängern. Sehenswert ist dort außerdem das Wildlife Center mit vielen Primaten (Waisen) und die Botanical Gardens, hervorgegangen aus einer deutsch-kolonialen Versuchsstation ab 1910. Rückfahrt nach Douala; auf Wunsch kurze Stadttour, Tageszimmer im Foyer du Marin unter Palmen, Fahrt zum Flughafen oder weitere Verlängerung - Preis auf Anfrage.

Leistungen: Reiseprogramm und Hotelübernachtungen wie angegeben, englischsprachige Reiseleitung durch engl.sprachige Guides in Kamerun und im Dzanga Sangha-Nationalpark, Parkgebühren und Aktivitäten (in Dzanga Sangha: Ba´Aka Pygmäen mit Demonstrationen wie erwähnt, je 1x Gorillatrekking, Waldelefanten, Mangabe-Affen auf Salinen).

Nebenkosten: Internationale Flüge (ab ca. 700 €); Visakosten (Kamerun 120, RCA/bei Einreise 80 €); weitere Aktivitäten in Dzanga Sangha; Versicherungen, Trinkgelder.

 

Tourdaten
Termine / Preise
10.03.2020 - 21.03.2020: 3190.00€
04.08.2020 - 15.08.2020: 3190.00€
25.11.2020 - 05.12.2020: 3190.00€


Basispreis: ab 3.190 €
EZ-Zuschlag: 200 €
5 Teiln.: 3.390 € p.P. *
4 Teiln.: 3.490 € p.P.
3 Teiln.: 3.890 € p.P. *
2 Teiln.: 4.690 € p.P. *

* Diese Preise gelten nur, wenn ebenso viele Teiln. mit dem Charterflieger AB Bangui fliegen (Tour 312). Sind es von dort mehr, reduziert sich der Preis bzw. erhöht sich auf bis 400 € p.P., wenn der Flieger leer zurück fliegt.
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